WETTERRING 2000+

 

 

 

Startseite
Nach oben

 

 

 

 

 

 

 

WETTERARCHIVE MITTLERE ALB (650 - 850 m NN):

 

                                        JUNI

 

1. Extremwert der Lufttemperatur:     Maximum (Höchsttemperatur) 32.5°C

                                                  Minimum (Tiefsttemperatur) - 4.5°C

 

2. Durchschnittliche Monatstemperatur: 13.6°C (Klimamittel 1961-90)

 

3. In einer reduzierten Temperaturreihe der Mittleren Alb seit 1792

  war es im Juni 2003 mit einem Mittel von 19.0°C am wärmsten. Danach folgen

  die Jahre 1822 und 1858 mit einer Monatsmitteltemperatur von

  17.7°C bzw.17.6°C. Weitere warme Junimonate: 2002, 1976, 1964, 1950,

  1935, 1930, 1915, 1908, 1877, 1861, 1846, 1839 und 1795. Im kältesten

  Juni 1923 lag die Monatsmitteltemperatur nur bei 9.6°C. Weitere kalte

  Junijahrgänge: 1969, 1944, 1933, 1918, 1916, 1890, 1871, 1869, 1847,

  1843, 1841, 1821, 1820 und 1816 (Hungersnot auf der Alb).

 

4. In exponierten Muldenlagen und Trockentälern können auf der Mittleren

  Alb anfangs Juni noch Bodenfröste (Lufttemperatur knapp über der

  Erdoberfläche) von -5°C bis -10°C auftreten (Schafskälte).

 

5. Im Juni gibt es im Durchschnitt auf der Mittleren Alb noch alle 3

  Jahre einen Frosttag (Minimum unter 0°C), alle 2 Jahre einen Bodenfrosttag

 (Minimum der Luft 5 cm über dem Erdboden unter 0°C), 3 Sommertage

 (Maximum 25°C oder mehr) aber nur etwa alle 5-10 Jahre einen Heißen Tag

 (Maximum 30°C oder mehr).

 

6. Mit durchschnittlich 200 Stunden scheint die Sonne im Juni trotz

  des Sonnenhöchststandes auf der Mittleren Alb nur etwa gleich lang

  wie im Vormonat Mai. In den letzten Jahren (1991-95) fiel der Schnitt

  sogar auf 180-185 Stunden, da der Frühsommer oft regnerisch und sehr

  trübe war. Extremwerte im Juni: 115 Stunden (1956), 375 Stunden (1976).

  Zusammen mit dem Mai 1990 war es der sonnenscheinreichste Jahresmonat überhaupt.

 

7. Im Juni gibt es im Durchschnitt auf der Mittleren Alb 3 Nebeltage

  (Sichtweite unter 1 km) und mít 8 Gewittertagen die häufigste Gewitteranzahl

  des Jahres.

 

8. Im Durchschnitt gibt es im Juni an 18 Tagen meßbaren Niederschlag.

  Normale Monatssumme: 120-125 mm. Damit ist der Juni im langjährigen

  Mittel der niederschlagsreichste Monat des Jahres.

 

9. In den Niederschlagsreihen,der Mittleren Alb seit 1890 fielen im

  trockensten Junimonat 1925 nur 20 mm. Ebenfalls sehr trocken waren

  die Jahrgänge: 1976, 1964, 1949 und 1908. Die intensivsten Juninieder-

  schläge fielen 1992, 1971, 1965, 1963, 1910 und 1895 mit 200-260 mm.

  Es sind gleichzeitig auch die höchsten Monatssummen aller Jahresmonate.

 

10. Maximale Tagessumme im Juni: 85-90 mm. Bei Gewittern mit Starkregen

   können diese Mengen örtlich sogar in nur 2-3 Stunden fallen.

 

11. Am 1. und 2. Juni 1962 gab es im Bereich eines sog. Kaltlufttropfens

  (Zentrum Schwäbische Alb) für diese Jahreszeit außergewöhnlich

  Wettererscheinungen auf der Mittleren Alb: 01.06.: In der Nacht

  einsetzender Schneefall. Am Morgen stärkerer Schneefall und verbreitet

  Bildung einer dünnen Schneedecke. Im weiteren Tagesverlauf länger an-

  haltender zum Teil starker Schneefall bei Temperaturen um den Gefrier-

  punkt. Gesamtschneehöhe am Abend meist zwischen 5 und 10 cm !.

  02.06.: In der Nacht dann abklingender Schnefall und langsamer Tempe-

  raturanstieg. Am Morgen noch 2-5 cm Schneehöhe. Im Tagesverlauf weiterer

  Temperaturanstieg bis fast 10°C und Abtauen der Schneedecke. Seit 1949 war dies  

  der letzten Schneedeckentermin auf der Mittleren Alb.

 

  Roland Hummel 

 

 

 

Wetterring 2000+   Churstraße 32    72829 Engstingen    Tel. 07129 / 7147   Fax 07129 /  932045