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WETTERARCHIV MITTLERE SCHWÄBISCHE ALB (650-850 m NN):

 

                                    J A H R

 

 1. Extremwerte der Lufttemperatur: Maximum (Höchsttemperatur)   36.4°C

                                                   Minimum (Tiefsttemperatur)    -33.7°C

 

 2. Durchschnittliches Jahresmittel: 6-7°C (Klimamittel 1961-90)

     Mittlere Höchsttemperatur:  11-12°C,  mittlere Tiefsttemperatur:  2-3°C

 

 3. In einer reduzierten Temperaturreihe der Mittleren Alb seit 1792 war das Jahr 1892 mit einem

     Mittel von 8.6°C am wärmsten. Weitere warme Jahre: 2003, 2002, 2000, 1994, 1983, 1982, 1961,

     1959, 1921, 1872, 1868, 1865, 1863, 1861, 1859, 1806, 1801, 1797 und 1794.

     Das kälteste Jahr auf der Mittleren Alb seit 1792 war 1829 mit einem Mittel von nur 4.3°C. Weitere

     kalte Jahre: 1996, 1963, 1962, 1956, 1942, 1941, 1940, 1897, 1896, 1891, 1890, 1889, 1888,

     1887, 1855, 1852, 1851, 1845, 1840, 1838, 1837, 1832, 1830, 1820, 1816 (Hungerjahr auf der

      Schwäbischen Alb), 1814, 1813, 1812, 1805 und 1799. Normalwert der Lufttemperatur von 1792-

      1991 (200 Jahre): 6.6°C

 

 4. In der Zeit vom 7.-17. Januar ist es im langjährigen Mittel auf der Mittleren Alb am kältesten. Am

     wärmsten sind im Durchschnitt die Tage in der letzten Juliwoche und in der ersten Augustwoche.

 

 5. In Muldenlagen und Trockentälern können auf der Mittleren Alb im Hochwinter in windschwachen

     und sternenklaren Nächten die Temperaturen knapp über der Schneedecke auf unter –40°C ab-

     sinken. Selbst im Hochsommer kann hier noch geringer Frost auftreten. An der Klimastation

     Sonnenbühl/Doline Weidenwang wurden im Sommer 1989 28 Tage mit Frost in Bodennähe re-

     gistriert. Am 27. Juni 2000 wurden an der Klimastation Sonnenbühl/Gr. Rinnental (735 m NN)

     -5.0°C knapp über dem Erdboden gemessen.

 

 6. Im Jahr gibt es im Durchschnitt auf der Mittleren Alb 18-19 Sommertage (Maximum 25°C oder

     mehr, 2 Heiße Tage (Maximum 30°C oder mehr), 130-140 Frosttage (Minimum unter 0°C),

     150-155 Bodenfrosttage (Minimum 5 cm über der Erd- bzw. Schneeoberfläche unter 0°C) und

     85-90 Schneetage (geschlossene oder durchbrochene Schneedecke um 07.30 Uhr), sowie

     40 Eistage (Maximum unter 0°C).

 

 7. Im Jahr gibt es im Durchschnitt auf der Mittleren Alb 70-80 Nebeltage (Sicht unter 1 km) und

     30-35 Gewittertage.

 

 8. Im Jahresdurchschnitt scheint die Sonne 1600-1750 Stunden lang auf der Mittleren Alb. Mit

     durchschnittlich 220 Stunden ist der Juli der sonnigste Jahresmonat. Dagegen stehen im trübsten

     Monat Dezember nur 50 Stunden im Schnitt zu Buche. Extremjahre seit 1900: 2000 Stunden

     (1959), 1350 Stunden (1965).

 

 9. Mit 1700-1750 Stunden Sonnenschein im Jahresdurchschnitt zählen die Kammlagen im süd-

     westlichen Teil der Mittleren Alb zu Deutschlands Sonnenscheinstuben.

 

10. Im Jahr gibt es im Durchschnitt auf der Mittleren Alb an 200 Tagen meßbaren Niederschlag

      (davon 50-60 Tage mit Schneefall). Durchschnittliche Jahresmenge: ca. 1000 mm am Albtrauf

      (nordwestlicher Steilabfall zum Neckar), 950-1000 mm auf der Kuppenalb und 870-950 mm auf

      der zur Donau hin gewandten Flächenalb.

 

 11. Maximaler Tagesniederschlag: 85-91 mm (Mai-August). Bei Gewittern mit Starkregen können

       diese hohen Mengen örtlich sogar innerhalb von nur 2-3 Stunden fallen.

 

12. In den Niederschlagsreihen der Mittleren Alb seit 1890 war das Jahr 1939 mit 1448 mm am

      nassesten. Weitere sehr nasse Jahre: 1995, 1988, 1986, 1965, 1922 und 1910. Die trockensten

      Jahre waren 1943 mit stellenweise nur 605 mm und 1921 mit 611 mm. Weitere sehr trockene

      Jahre: 1991, 1989, 1964, 1949, 1934, 1928, 1920, 1919, 1911 und 1907.

 

13. In den Schneestatistiken der Mittleren Alb seit 1949 gab es in den Wintern 1962/63 und 1964/65

      mit jeweils 80-90 cm im Februar die höchsten Gesamtschneehöhen. Der schneereichste Winter

      war 1962/63. Weitere schneereiche Winter: 1983/84, 1972/73, 1969/70 und 1964/65. Dagegen

      war der Winter 1989/90 mit deutlichem Abstand der schneeärmste Winter.

 

Roland Hummel

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