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Berichte und Infos 2004
Aktuelle Wetterinfos
Engstingen, 09.01.2005
WETTERRING 2000+
KLIMASTATION ENGSTINGEN: DAS WETTERJAHR 2004:
NÄSSEREKORD IM JANUAR – HAUPTWINTERMONAT FEBRUAR
KÜHLER FRÜHLING – WECHSELHAFTER SOMMER
WENIG SONNE IM HERBST – TURBULENTES JAHRESENDE
WENIGER
WETTEREXTREME ALS IM VORJAHR
Das
Wetterjahr 2004 verlief nach den vielen Jahrhundertrekorden des Vorjahressommers
wieder in einigermaßen normalen Bahnen. Einzelne Großwetterlagen brachten wie in
jedem Jahr aber viel Abwechslung, manches Erstaunliche und weitere Bausteine für
die Klimaarchive.
Das Jahr begann gleich mit einem Paukenschlag. An 25 Tagen regnete und schneite
es im Januar im ständigen Wechsel, so daß die Monatssumme des Niederschlags alle
bisherigen Rekorde brach. Mit 170 mm wurden die bisherigen Rekordhalter 1900 und
1968 auf der Mittleren Alb noch um einige mm übertroffen. Der Spätwinter
behauptete sich im Februar mit ausdauernder Kraft. Die Wintersportler kamen
trotz nicht gerade hoher Schneehöhen von 10-20 cm bis Mitte März aber noch voll
auf ihre Kosten. Auch in der letzten Märzwoche wurde die Alb nochmals in eine
dicke Schneelandschaft eingehüllt. Am 8. April wurden die letzten Schneereste
des Winters 2003/04 notiert. Zuvor wurde es allerdings am 17. März bereits bis
zu 22°C warm. Der ansonsten sehr wechselhafte Frühlingsmonat April zeigte sich
eher ruhig, ziemlich sonnig und trocken. Dagegen übernahm der Wonnemonat Mai die
Aprilattribute und 14 Tiefs brachten Regen und kühle Temperaturen. Zu
Vegetationsschäden kam es durch einen intensiven Spätfrost am 24. Mai. In
Erdbodennähe wurden –5.6°C gemessen. Während vor einem Jahr subtropisches Wetter
im Frühsommer den Jahrhundertsommer einleiteten, pendelten die Temperaturen im
Juni ziemlich genau im Normalbereich. Es war aber recht sonnig und deutlich zu
trocken. Erst am 16. Juli kam der Hochsommer richtig auf Touren. Das Hoch
„ERICH“, ein Ableger des Azorenhochs, ließ die Temperaturen häufig über die
Sommertagsmarke von 25°C ansteigen, Hitzetage über 30°C wurden allerdings den
ganzen Sommer 2004 über nicht notiert. Mit 29°C wurde am 12. August der
Jahreshöchstwert der Temperatur gemessen. An diesem Tage endete bereits aber
auch gleichzeitig der Hochsommer.
Ein kurzer Altweibersommer flackerte noch einmal in der ersten Septemberdekade
auf mit bis zu 25.4°C am 10. Dann brachten 4 ehemalige tropische Wirbelstürme
mit ihren Wetterfronten Unruhe in die Wetterküche. Ziemlich windig, regnerisch
und oft wolkenverhangen endete der erste Herbstmonat. Meilenweit von einem
goldenen Oktober entfernt war man auch in der Folgezeit. Über doppelt so viel
Regen wie normal und weniger als 100 Stunden Sonne waren keine erfreulichen
Oktoberklimadaten. Sieht man einmal vom Sturm- und Schneetief „JUTTA“ ab, das am
9. und 10. November erstmals den Frühwinter mit einer bis zu 5 cm hohen
Schneedecke auf die Alb brachte, so war der Vollherbst doch ziemlich ruhig, aber
ziemlich trüb.
Als ein Wintermonat mit 2 Gesichtern präsentierte sich der letzte Jahresmonat.
Zunächst herrschte sehr sonniges und ruhiges Spätherbstwetter mit kalten
Nächten, dann folgten winterliche Turbulenzen. Am 18. hielt der Winter mit einer
10 cm hohen Schneedecke seinen Einzug. Weitere Schneefälle folgten und erhöhten
zur Freude der Wintersportler die Schneehöhe bis auf 25 cm. Das sog.
Weihnachtstauwetter durch Sturmtief „GERTA“ sorgte aber leider nur für Weißgrüne
Weihnachten. Intensive Schneefälle am 26.+27. Dezember stellten jedoch wieder
eine tiefverschneite Winterland- schaft her, die trotz beginnendem Tauwetter am
Jahreswechsel noch Bestand hatte.
KLIMADATEN JAHR 2004:
Mit einer
mittleren Jahrestemperatur von 7.0°C war es um 0.3° wärmer als normal. Der
August war der wärmste Monat, im Dezember war es am kältesten. Die
Temperaturspanne reichte von 29.1°C am 12.8. bis zu -18.6°C am 28.2. Frosttage
wurden 140 notiert (normal 136). Eistage mit Dauerfrost zählte man 33 (normal
40). Sommertage mit 25°C oder mehr gab es 26 (normal 18), aber keinen Hitzetag
(normal 2).
Die Sonne schien 1711 Stunden lang, damit um 6 % länger als üblich. Ohne Sonne
waren 65 Tage, während an 57 Tagen mehr als 10 Stunden Sonnenschein gemessen
wurden. Der Juni war mit 216 Stunden der sonnigste Monat, im trüben November gab
es lediglich 43 Stunden. Niederschlag fiel an 225 Tagen, davon an 30 Tagen über
10 mm. Die Jahressumme von 997 mm entsprach 105 % des langjährigen Normalwertes.
Es wurden nur 24 Gewittertage registriert (normal 35). Auch die Hagelfälle (in
Engstingen 2) waren auf der Albhochfläche eher selten und nicht so intensiv wie
im Vorjahr. Der Januar war mit 170 mm bereits der naßeste Monat, am trockensten
war es im November mit nur 40 mm. Klare Luft und eine gute Fernsicht konnte man
an 136 Tagen auf der Alb erleben, während Nebel nur an 32 Tagen in Engstingen
für schlechte Sichtverhältnisse sorgte (normal 73).
www.wetterring.de
Roland
Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 05.01.2005
KLIMASTATION ENGSTINGEN: DEZEMBER 2004
Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe
1. –0.2
1.4 -1.6 . 2.6* .
2. 0.2
2.9 -4.6 0.6 9.8 .
3. 3.9
6.5 1.4 . 0.0 .
4. 2.4 5.3
1.4 1.7 . .
5. –0.1 1.6
-2.1 . . .
6. –1.1 2.4
-3.8 1.2 . .
7. –2.6 0.7
-5.5 4.8 . .
8. –2.5 1.5
-4.9 6.3 . .
9. –2.8 -1.7
-3.8 . . .
10. –3.5 1.8
-7.0 6.7 . .
11. –4.0 3.0
-8.4 6.9 . .
12. –4.9 2.4
-9.6 6.7 . .
13. –3.8 5.9
-8.4 7.3 . .
14. –2.8 6.9
-8.8 7.3 . .
15. –3.2
6.3 -8.0 7.3 . .
16. 0.7 7.3
-8.9 6.9 2.2 .
17. 2.1 4.2
0.3 . 24.1* .
18. –0.9
0.3 -2.5 2.5 4.4* 10
19. –3.7
0.0 -11.5 . 5.8* 17
20. –8.4
-3.7 -17.2 4.6 . 25
21. –8.2
-3.8 -16.2 . . 23
22. –6.3
-1.8 -15.5 4.5 1.7* 21
23. 3.1 5.1 -
1.8 0.7 1.3 22
24. 4.2 6.1
2.9 . . 12
25. 2.9 6.3 -
0.1 2.8 7.4* R
26. –1.2
-0.1 - 1.7 . 9.7* 11
27. –2.0
-1.5 - 2.2 . 3.0* 21
28. –2.0
-1.3 - 3.2 0.4 6.3* 24
29. –3.0
-0.6 - 8.3 1.3 0.4* 29
30. –6.7
-2.1 -14.2 3.5 0.2 28
31. –0.5
0.6 - 5.3 0.1 3.4 27
----------------------------------------------------------
Ø -1.8 2.0 - 5.8 84.1 ST 82.3
mm 8.7 cm
ljh Ø –0.9
2.4 - 4.3 44.0 ST 62.0 mm 7.7 cm
----------------------------------------------------------
WINTERMONAT MIT 2 GESICHTERN – WEISSGRÜNE WEIH-
NACHTEN - WETTERTURBULENZEN IN DER 2. MONATSHÄLFTE
Der letzte Jahresmonat und zugleich erster
Wintermonat begann mit einem ruhigen Spätherbstwetter und endete mit
winterlichen Wetterturbulenzen. Nach einem milden und regnerischen Beginn am
1.+2. des Monats sorgte das erste kräftige Winterhoch „ZEUS“ für trockenkaltes
Spätherbst- bzw. Frühwinterwetter. Nach Frostnächten mit Temperaturen von meist
–6°C bis –9°C schien die Sonne besonders vom 10.-16. von einem meist wolkenlosen
Himmel. Ab der Monatsmitte erfolgte dann eine grundlegende Umstellung der
Großwetterlage. Nun übernahmen atlantische
Tiefdrucksysteme das Zepter und führten in der Folgezeit mit viel Wind im Gepäck
immer wieder dicke Wolkenpakete heran. Am 18. hielt der Winter mit einer 10 cm
hohen Schneedecke Einzug. Weitere Schneefälle folgten und erhöhten die
wintersporttaugliche weiße Pracht.
Am 20. war der zweitkälteste Tag des Jahres mit einer Tiefsttemperatur von
–17.2°C in der Wetterhütte und –25°C wurde knapp über der Schneeoberfläche
registriert. Die bereits hochwinterlichen Verhältnisse wurden aber bald vom sog.
Weihnachtstauwetter abgelöst, das der Schneedecke durch Sturm und Regen von Tief
„GERTA“ mächtig zusetzte, so daß am 1. Weihnachsfeiertag nur noch wenige
Schneereste vorhanden waren. Kaum war der Schnee jedoch verschwunden,
kam sogleich der nächste intensive Schneefall am 2. Weihnachtsfeiertag
und verwandelte die Alb wieder in eine Winterlandschaft. Am milden Jahreswechsel
ließ Tauwetter die Wintersporthoffnungen wieder deutlich sinken, da auch kein
Kältehoch im weiteren Verlauf sich in den Vorhersagekarten zeigte.
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Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 05.12.2004
KLIMASTATION ENGSTINGEN: NOVEMBER 2004
Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe
1. 7.8 8.3
7.0 . 0.5 .
2. 8.0 8.9
7.2 . . .
3. 9.5 14.0
7.4 0.6 . .
4. 9.4 14.7
4.9 0.4 0.3 .
5. 6.4 11.0
2.3 . 2.6 .
6. 4.2 6.2
2.3 1.2 1.3 .
7. 2.5 4.3
1.7 0.3 0.4* .
8. 1.0 3.0
-0.5 0.7 0.2* .
9. –1.6 -0.3
-3.0 . * 0
10. –0.5 1.3
-1.9 1.1 0.3* 5
11. –0.3 0.2
-1.5 . . 2
12. –0.3 1.0
-0.8 . 3.4* R
13. 0.4 1.9
-0.7 1.2 2.1* 1
14. –1.2 0.8
-3.9 4.6 . 1
15. –1.7 3.1
-7.7 6.3 0.1* R
16. 0.6 2.4
-5.8 . 0.0* 0
17. 3.2 5.0
1.0 . . .
18. 5.9 6.6
4.6 . 2.0 .
19. 1.0 6.0
-1.9 3.1 6.4* .
20. –3.0 -0.6
-4.1 4.6 1.0* 2
21. –2.0 3.0
-9.4 8.0 1.0* 3
22. 6.8 8.5
-1.9 0.6 2.5 .
23. 4.7 6.4
2.2 . 6.1 .
24. –0.3 4.2
-2.7 7.9 . .
25. –1.8 1.2
-4.0 1.7 . .
26. 1.8 6.0
-3.0 0.8 1.3 .
27. 3.2 6.4
-0.2 0.2 . .
28. 1.6 3.3
-1.9 . 3.4 .
29. 2.4 3.8
1.2 . . .
30. 0.9 1.2
0.5 . 0.2 .
----------------------------------------------------------
Ø 2.3 4.7 -0.4 43.3 STD 39.7
mm 0.5 cm
ljh Ø 2.3
6.2 -1.1 60.0 STD 72.0 mm 2.0 cm
----------------------------------------------------------
TRÜBER NOVEMBER MIT WENIGEN LICHTBLICKEN –
HOHE LUFTFEUCHTIGEIT – 1 STURMTAG – MET.
HERBST
(SEP+OKT+NOV) WAR MILD ABER TRÜB UND NASS
Sieht man einmal vom Sturm- und Schneetief
„JUTTA“ ab, das am 9.+10. erstmals den Frühwinter mit einer bis zu 5 cm hohen
Schneedecke auf die Alb brachte, so war der letzte met. Herbstmonat doch
ziemlich ruhig und verlief weitgehend in normalen Bahnen. Am 3.+4. wurde es
nochmals richtig mild mit Tageswerten bis zu 14.7°C. Mit dem Schneetief „JUTTA“
kam in der 2. Monatsdekade polare Meereskaltluft in unsere Region. In den
Frostnächten sank die Temperatur bis auf –9.4°C am 21. Knapp über einer 3 cm
hohen Schneedecke wurde sogar der erste, aber bislang einzige, Starkfrost von
–13°C gemessen. Anschließend war es tagsüber meist trüb und wolkenverhangen, in
den Nächten bildete sich häufig Dunst, Hochnebel und Reif. Mit einer
durchschnittlichen Luftfeuchte von 94 % gab es heuer selbst für einen
feuchtigkeitsgewohnten Herbstmonat deutlich mehr Wasserdampf wie üblich.
Die Monatsmitteltemperatur entsprach mit 2.3°C exakt dem Normalwert. Den trüben
Monatscharakter dokumentieren die 43 Stunden Sonne, nur 72 % vom üblichen Wert.
Trotz der vielen Wolken hat es nur wenig geregnet, bzw. geschneit. Nur 39.7 mm
wurde als Monatssumme gemessen, somit ganze 55 % des Normalwertes. Richtiger
Nebel mit einer Sichtweite von weniger als 1 km trat erstaunlicherweise nur an
einem Tag auf, während es bei einer Sicht von 1 bis 7 km (Dunst, Hochnebel) doch
immerhin ca. 20 Tage davon gab.
MET.HERBST 2004 (SEP+OKT+NOV):
0.4° milder als normal,
Sonne: 320 Stunden (normal 352),
Niederschlag: 225 mm (normal 200 mm).
www.wetterring.de
Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 10.11.2004
WETTERRING 2000+
KLIMASTATION ENGSTINGEN:
ERSTER WINTEREINBRUCH AUF DER MITTLEREN ALB – 5-10 CM SCHNEE
SCHNEETIEF JUTTA BRACHTE DEN
FRÜHWINTER AUF DIE ALB
Seit gestern ist der Frühwinter auf der
Albhochfläche eingezogen. Die ersten Schneefälle dieses Herbstes wurden durch
das Tief „JUTTA“ mit Zentrum über Tschechien verursacht. Während der gesamten
Nacht und bis zum frühen Morgen schneite es zwar nur leicht aber ununterbrochen.
Die aus Osten herangezogenen Schneewolken verpackten die gesamte Alb bis zum
Vormittag in eine meist dünne Neuschneedecke von ca. 5-7 cm, örtlich im Bereich
der Münsinger Alb bis zu 10 cm. Normalerweise fällt im langjährigen Durchschnitt
am 27. Oktober der erste Schnee und am 5. November wird die erste Schneedecke
notiert. Im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren, als bereits im September,
bzw. Oktober der Frühwinter seinen Einzug hielt, war es heuer somit wieder etwas
später. Völlig normal war es auch, daß am 9.11. mit einer Höchsttemperatur von
–0.3°C erstmals ein sog. Eistag auftrat. Die kalte Festlandsluft wird in den
kommenden Tagen tagsüber wieder etwas erwärmt, während die Nächte weiterhin
frostig kalt bleiben. Der erste Schnee wird wie üblich dann wieder wegschmelzen,
dann steht aber schon der nächste Schneenachschub in Aussicht.
Zum Wochenende hin machen sich neue Schneewolken zu uns auf den Weg. Dieses Mal
kommen sie aus Nordwesten vom Nordpolarmeer und führen am Samstag zunächst in
höheren Lagen, am Sonntag auch in tieferen Lagen zu erneuten winterlichen
Verhältnissen. Wie der Winter insgesamt verlaufen wird, läßt sich aber aus
diesen ersten Anzeichen noch lange nicht erkennen.
www.wetterring.de
Roland Hummel WETTERRING
2000+
Engstingen, 07.11.2004
KLIMASTATION ENGSTINGEN: OKTOBER 2004
Datum Mittel
Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe
1. 11.6
17.3 7.7 5.4 . .
2. 10.1
16.3 6.1 6.1 . .
3. 9.1
17.7 3.6 9.2 . .
4. 11.7 21.3
3.1 7.2 . .
5. 14.7
24.7 6.8 9.6 . .
6. 13.0 18.7
9.2 0.2 4.9 .
7. 11.2 14.8
8.8 1.5 4.4 .
8. 11.5 16.4
7.9 0.2 2.0 .
9. 7.8 8.5
7.1 . 25.4 .
10. 7.5 8.1
7.0 . 1.4 .
11. 4.9 7.0
3.6 . . .
12. 4.1 7.5
2.5 0.6 . .
13. 7.1 12.4
2.6 0.4 0.2 .
14. 9.4 14.2
6.8 3.0 15.4 .
15. 6.0 10.1
4.3 2.4 7.3 .
16. 3.7 9.0
-0.2 5.4 0.2 .
17. 4.9 7.2
-0.6 1.7 11.8 .
18. 5.0 10.0
0.9 3.0 2.2 .
19. 6.4 9.5
-0.7 . 1.6 .
20. 11.7 14.2
8.8 0.1 3.0 .
21. 10.3
16.9 3.9 6.7 0.2 .
22. 9.0 18.2
2.2 8.0 . .
23. 11.4 19.1
5.4 5.3 . .
24. 10.5 20.1
4.2 8.6 0.7 .
25. 11.6
16.4 7.4 1.5 16.6 .
26. 6.6 9.1
5.9 . 21.1 .
27. 6.5 7.8
3.5 . 0.1 .
28. 8.9 11.7
7.1 0.1 1.1 .
29. 8.8 15.5
4.0 3.7 8.0 .
30. 6.2 12.2
0.7 6.2 . .
31. 6.9 10.9
-0.5 1.9 . .
----------------------------------------------------------
Ø 8.6 13.6 4.5 98.0 ST 127.6 mm . cm
ljh Ø 7.6
12.8 3.2 124.0 ST 61.0 mm 0.1 cm
----------------------------------------------------------
VIEL WASSER UND KEIN GOLDENER OKTOBER – MEHR ALS
DIE DOPPELTE REGENMENGE – NUR 98 STUNDEN SONNE
Meilenweit von einem goldenen Oktober
entfernt war heuer der mittlere Herbstmonat. Insgesamt 13 Tiefs bestimmten
nahezu den ganzen Monat lang das Wettergeschehen. Die 5 Hochdruckgebiete des
Monats waren nur von kurzer Dauer und hatten keinen größeren Einfluß auf das
spätherbstliche Wetter. So war es häufig stark bewölkt, windig und regnerisch.
Schöne und warme Herbsttage gab es nur am Monatsanfang, als am 5. mit der Monatshöchsttemperatur
von 24.7°C fast noch ein richtiger Sommertag auftrat. Vom 6. an war aber der
kurze Hauch des goldenen Oktobers bereits wieder beendet und die Regenfronten
mit ihrer nassen Fracht waren an der Tagesordnung. In der meist noch feuchten
und milden Atlantikluft gab es am 10. und 14. sogar nochmals Gewitter. Danach
wurden besonders die Nächte herbstlich frisch und es trat leichter Frost auf.
Richtig kalt oder sogar den ersten Wintereinbruch gab es aber nicht. Ganz im
Gegenteil. In der letzten Oktoberdekade sorgte eine meist südwestliche
Grundströmung wieder für eine deutliche Milderung mit unbeständigem Regen- und
Schauerwetter.
Mit einem Monatsmittel von 8.6°C war der Oktober 2004 um 1° milder als normal,
obwohl die Sonne mit 98 Stunden nur 79 % ihres langjährigen Oktoberwertes
schaffte. Dagegen gab es mit 128 mm über das Doppelte der normalen Regenmenge
(61 mm). Durch den häufig lebhaften Wind war die Luft an 14 Tagen klarsichtig,
während nur an 6 Tagen stundenweise Nebel registriert wurde.
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Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 04.10.2004
KLIMASTATION ENGSTINGEN: SEPTEMBER 2004
Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe
1. 10.4
19.1 2.8 11.4 . .
2. 14.2
24.0 4.0 12.5 . .
3. 15.4
24.2 8.3 6.3 4.0 .
4. 16.0
24.5 9.9 12.0 . .
5. 16.4
24.3 7.3 12.3 . .
6. 13.0
22.9 6.3 12.1 . .
7. 13.8
23.2 5.8 11.4 . .
8. 13.6
22.0 5.1 10.8 . .
9. 14.5
21.4 8.9 12.2 . .
10. 15.9
25.4 4.8 10.1 0.2 .
11. 18.3
24.1 13.6 9.2 2.2 .
12. 12.6
17.9 6.0 4.8 3.2 .
13. 12.8
19.5 4.8 4.3 . .
14. 14.8
19.3 10.4 0.7 0.6 .
15. 12.4
17.2 9.7 5.4 0.1 .
16. 9.2
14.8 3.5 6.1 . .
17. 9.2
18.3 0.8 11.3 . .
18. 11.2
22.2 1.0 11.4 . .
19. 12.4
16.1 3.7 1.3 0.1 .
20. 12.9
16.4 10.9 1.5 . .
21. 11.0
13.8 8.9 1.8 0.6 .
22. 10.0
11.2 8.7 . 2.8 .
23. 11.1
15.1 6.9 0.1 15.7 .
24. 6.9
10.1 5.9 4.7 10.6 .
25. 6.7
9.3 4.8 0.3 6.5 .
26. 6.6
8.2 5.0 . 2.2 .
27. 8.8
11.4 4.8 . 2.5 .
28. 11.4
13.9 9.8 . 0.0 .
29. 11.0
13.7 8.9 0.3 5.2 .
30. 11.9
15.3 8.4 4.3 0.9 .
----------------------------------------------------------
Ø 12.1 18.0 6.7 178.6 ST 57.4
mm . cm
ljh.Ø 12.0
17.8 6.9 168.0 ST 66.0 mm . cm
----------------------------------------------------------
4 EHEMALIGE TROPISCHE WIRBELSTÜRME HATTEN AUCH
EINFLUSS BEI UNS ZUM HERBSTBEGINN – NORMALE
KLIMAWERTE TROTZ GROSSER SCHWANKUNGSBREITE :
Völlig normal verlief heuer der erste met.
Herbstmonat. Zumindest wenn man die wichtigsten Klimaparameter zahlenmäßig
betrachtet. Dennoch verlief der gesamte erste Herbstmonat alles andere als
durchschnittlich und gleichmäßig. In der ersten Monatshälfte war es noch
spätsommerlich warm, sehr trocken und recht sonnig. Bereits am 18. des Monats
war die normale Monatssumme des Sonnenscheins erreicht, während in den ersten 3
Wochen nur 11 mm Niederschlag registriert wurde. Am 10. wurde mit der
Monatshöchsttemperatur von 25.4°C der einzige Sommertag notiert, insgesamt
wurden heuer somit 26 Tage (normal 18) mit Werten von 25° oder mehr gemessen.
Das zunächst ruhige Frühherbstwetter wurde ab der Monatsmitte zunehmend von
atlantischen Tiefdruckgebieten geprägt, die ihren Ursprung viele Tage zuvor im
Südatlantik hatten, als Wirbelstürme über die Karibik und den USA zogen um dann
durch die nordhemisspärische Westwinddrift als außertropische Sturmtiefs auf dem
Nordatlantik für weitere Turbulenzen zu sorgen. So waren „EX GASTON“, „EX
FRANCES“, „EX IVAN“ und „EX KARL“ mit ihren Wetterfronten an einigen Tagen auch
in Mittel- und Nordeuropa wetterbestimmend.
In der letzten Monatsdekade war es daher überwiegend wolkenverhangen, regnerisch
und zum Teil ziemlich windig. Am 3. wurde das letzte Wärmegewitter
notiert, es gab keinen einzigen Tag mit Nebel, dafür aber an immerhin 20 Tagen
klare Luft mit guter Fernsicht. Die ersten Bodenfrosttage des Herbstes wurden am
17.+18. registriert (-2.3°C am 17. knapp über der Erdoberfläche).
www.wetterring.de
Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 01.09.2004
KLIMASTATION ENGSTINGEN: AUGUST 2004
Datum Mittel Maximum
Minimum Sonne Niederschlag
1. 20.1
27.0 10.9 13.2 .
2. 18.4
27.1 9.8 12.8 .
3. 19.6
27.8 9.0 11.3 .
4. 19.4
28.0 14.2 6.9 .
5. 20.6
28.2 11.2 11.9 .
6. 19.6
26.2 13.2 4.3 0.1
7. 15.6
24.1 12.0 3.8 43.6
8. 19.0
25.8 10.1 9.9 .
9. 20.6
27.7 10.4 12.4 .
10. 21.4
27.3 15.8 7.0 1.8
11. 18.9
24.0 14.3 5.4 .
12. 17.0
29.1 11.5 8.3 5.0
13. 14.2
20.0 10.0 5.9 13.6
14. 12.9
14.0 10.9 . 12.2
15. 16.6
22.2 10.9 6.2 .
16. 16.2
24.5 7.4 2.9 6.4
17. 15.7
18.7 12.8 0.5 4.5
18. 20.6
26.5 13.8 10.6 0.2
19. 15.6
18.0 13.9 0.2 9.1
20. 16.1
20.7 12.1 7.1 0.2
21. 11.5
15.0 8.0 3.5 2.9
22. 12.5
17.2 5.5 4.8 .
23. 16.7
25.2 8.9 8.6 4.7
24. 13.7
17.8 9.9 2.4 19.5
25. 14.1
18.5 9.8 7.0 1.3
26. 11.6
14.9 10.6 2.0 12.8
27. 13.2
19.5 7.0 7.7 .
28. 14.4
22.1 5.5 11.8 1.0
29. 14.8
19.4 10.4 4.5 2.1
30. 12.0
17.3 9.9 1.8 0.8
31. 11.0
16.6 6.8 9.3 .
-----------------------------------------------
Ø 16.3 22.3 10.5 204.0 S 144.5 mm
ljh Ø 15.1
20.7 9.6 204.0 S 106.0 mm
-----------------------------------------------
DER HOCHSOMMER ENDETE BEREITS AM 12. –
AUGUST WAR DER WÄRMSTE UND NASSESTE
SOMMER-
MONAT – KEINE HEISSEN TAGE:
Erst am 16. Juli kam der Hochsommer heuer so
richtig auf Touren und endete bereits wieder am 12. August. Kein Vergleich also
mit dem letztjährigen Jahrhundertsommer, der von Ende Mai bis Ende August ging.
Doch die Klimabilanz des letzten met. Sommermonats sieht gar nicht einmal so
schlecht aus.
In den ersten 12 Tagen des Augusts herrschte richtiges Hochsommerwetter mit
Temperaturen von 24-29°C. Mit der Jahreshöchsttemperatur
von 29.1°C am 12. wurde allerdings heuer kein einziges Mal die Hitzetagsmarke
von 30°C übertroffen (August 2003: 11 Hitzetage!). Eine mehrtägige trockene
Phase wurde am 7. von teils heftigen Gewittern mit Platzregen und örtlichem
Hagel kurzzeitig unterbrochen. Stellenweise fielen nachmittags innerhalb von 2
Stunden bis zu 73 mm Niederschlag (Kohlstetten). Der weitere Verlauf des Monats
war dann allerdings ziemlich wechselhaft mit häufigen Schauern. Bis zum
Monatsende war kein richtiges Spätsommerhoch mehr vorhanden. Erst für den
September kündigte sich in den Vorhersage Modellrechnungen ein sog.
Altweibersommerhoch an, das dann den Landwirten und Gärtnern sehr gelegen kommen
wird.
www.wetterring.de
Roland Hummel
WETTERRING 2000+
Engstingen, 01.09.2004
KLIMASTATION ENGSTINGEN : MET. SOMMER
2004 (JUNI+JULI+AUGUST)
Juni 2004: Mittel: 14.0°C (+0.4°) Sommertage: 5
Heisse Tage: 0
Juni
2003: Mittel: 19.0°C (+5.4°) Sommertage: 17 Heisse Tage: 3
Juni 2004: Sonne: 216 Std. (106 %) Regen: 53 mm
( 44 %)
Juni
2003: Sonne: 275 Std. (135 %) Regen: 84 mm ( 70 %)
Juli
2004: Mittel: 15.7°C ( 0.0°) Sommertage: 8 Heisse Tage: 0
Juli
2003: Mittel: 17.1°C (+1.4°) Sommertage 17 Heisse Tage: 3
Juli 2004: Sonne: 214 Std. ( 97 %) Regen: 80 mm
( 86 %)
Juli
2003: Sonne: 272 Std. (124 %) Regen: 64 mm ( 69 %)
August
2004: Mittel: 16.3°C (+1.2°) Sommertage: 12 Heisse Tage: 0
August 2003: Mittel: 19.6°C (+4.5°) Sommertage: 23 Heisse Tage: 11
August 2004: Sonne: 204 Std. (100 %) Regen: 145 mm (137 %)
August 2003: Sonne: 272 Std. (133 %) Regen: 65 mm ( 61 %)
Sommer 2004: Mittel: 15.3°C (+0.5°)
Sommertage: 25 Heisse Tage: 0
Sommer
2003: Mittel: 18.6°C (+3.8°) Sommertage: 50 Heisse Tage: 16
Normal sind im met. Sommer 15-16 Sommertage (Maximum 25°C oder mehr) und
2 Heisse Tage (Maximum 30°C oder mehr)
Sommer
2004: Sonne: 634 Std. (101 %) Regen: 278 mm ( 87 %)
Sommer
2003: Sonne: 819 Std. (130 %) Regen: 213 mm ( 67
%)
Roland
Hummel
WETTERRING 2000+
Engstingen 08.08.04
KLIMASTATION ENGSTINGEN: JULI 2004
Datum Mittel Maximum Minimum Sonne
Niederschlag
1. 14.7 19.0
8.3 1.0 0.0
2. 12.3 18.1
8.8 3.6 5.5
3. 11.3 17.2
5.4 6.4 .
4. 15.3 22.4
3.8 8.4 4.7
5. 16.4 20.4
9.3 1.9 18.6
6. 15.6 20.2
11.9 7.1 0.1
7. 16.7 20.2
13.1 3.2 0.6
8. 14.8 19.2
12.0 1.4 15.6
9. 11.9 15.5
5.7 10.5 2.4
10. 10.0 14.3
5.2 3.5 4.1
11. 10.6 15.1
6.2 8.4 0.1
12. 11.2 14.5
6.0 4.2 2.7
13. 11.7 15.5
9.0 4.4 3.6
14. 14.2 18.8
9.0 5.2 0.0
15. 15.8 19.9
12.8 1.1 0.1
16. 18.1 24.1
10.8 11.3 .
17. 19.2 26.3
10.3 7.8 4.7
18. 21.0 27.1
14.1 9.3 0.3
19. 18.3 25.0
12.9 6.9 .
20. 18.6 24.1
11.4 8.6 0.0
21. 19.6 26.1
11.3 7.2 10.8
22. 21.1 26.8
14.3 13.1 .
23. 22.2 28.4
15.9 7.4 0.1
24. 16.1 19.4
12.2 0.3 4.9
25. 17.5 23.0
9.6 11.1 .
26. 12.6 15.5
10.0 1.2 0.7
27. 13.1 19.4
6.8 8.8 .
28. 13.7 21.1
4.2 14.2 .
29. 15.7 23.2
4.8 14.2 .
30. 18.4 26.7
6.7 13.2 .
31. 19.0 26.8
8.8 9.1 .
---------------------------------------------
Ø 15.7 21.1 9.4 214.0 STD 79.6 mm
ljh Ø 15.7 20.9
9.8 220.0 STD 93.0 mm
---------------------------------------------
AM 16. KAM DER HOCHSOMMER – 6. MONAT IN FOLGE
ZU TROCKEN – DURCHSCHNITTLICHER
HOCHSOMMER:
Nach einem durchschnittlichen Frühsommer kam
auch der Hochsommer in der ersten Julihälfte noch nicht richtig in die Gänge. In
den überwiegend aus Westen und Nordwesten herangezogenen Fronten gestaltete sich
das Wetter ziemlich wechselhaft. So erreichten die Maximalwerte in der frischen
Atlantikluft oft nicht einmal die 20°-Marke, nachts und frühmorgens wurden schon
früh-herbstliche Werte registriert. Mit einer Drehung der Grundströmung auf
Südwest wurden ab dem 16. subtropische Luftmassen herangeführt. Die lokalen
Hitzegewitter hielten sich jedoch in Grenzen und brachten in der Folgezeit keine
flächendeckenden Niederschläge mehr. In der letzten
Monatsdekade übernahm „ERICH“, ein Ableger des Azorenhochs, das Wettergeschehen
und stabilisierte das nun herrschende Hochsommerwetter. In der sehr sonnigen und
nahezu trockenen letzten Juliwoche wurde die Sommertagsmarke von 25°C häufig
übertroffen, doch durch die trockene Luft waren die Nächte erneut schon
herbstlich geprägt. Mit einer Mitteltemperatur von 15.7°C wurde der langjährige
Wert exakt erreicht. Die Sonne blieb mit 214 Stunden (97 %) erstmals in diesem
Jahr unter dem Normalwert. Das Regendefizit der letzten Monate fand auch im
Hochsommer seine Fortsetzung. Mit nur 79.6 mm (86 %) war es der 6. zu trockene
Monat in Folge.
www.wetterring.de
Roland Hummel
WETTERRING 2000+
Engstingen 06.07.04
KLIMASTATION ENGSTINGEN: JUNI 2004
Datum
Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag
1. 10.1
15.2 3.3 3.0 1.7
2. 12.0
17.4 2.9 6.0 6.5
3. 10.4
13.3 7.9 0.1 1.7
4. 12.0
17.2 6.8 0.5 12.3
5. 9.5
12.5 6.7 0.7 4.0
6. 10.7
16.2 5.1 3.8 .
7. 14.9
23.1 2.6 14.5 .
8. 19.6
27.2 7.7 14.7 .
9. 19.8
28.9 9.6 10.8 0.6
10. 21.1
27.4 11.8 7.4 4.0
11. 15.3
18.1 11.6 0.9 10.5
12. 12.2
17.2 7.6 5.1 .
13. 10.9
15.1 6.4 3.2 5.7
14. 13.1
19.3 7.7 10.8 .
15. 15.4
20.6 6.2 3.9 1.7
16. 11.8 17.0
5.5 9.2 .
17. 15.4
21.4 3.0 14.0 0.3
18. 13.4
18.0 7.9 8.8 0.0
19. 12.0
17.0 8.8 5.3 0.3
20. 10.8
15.1 8.0 4.6 1.1
21. 12.2
16.7 7.8 4.9 0.1
22. 13.6
18.4 10.2 4.0 1.0
23. 16.8
20.7 8.7 4.9 0.2
24. 14.0
18.2 9.7 13.1 .
25. 11.5
18.4 4.1 9.0 0.8
26. 14.9
22.1 1.4 12.2 .
27. 20.2
26.7 10.8 6.9 0.1
28. 16.0
21.3 8.1 11.3 .
29. 14.0
21.0 7.0 12.0 .
30. 16.7
25.3 4.9 10.4 .
---------------------------------------------
Ø 14.0 19.5 7.0 216.0 S 52.6 mm
ljh Ø 13.6
18.6 8.0 204.0 S 120.0 mm
---------------------------------------------
TROCKENER FRÜHSOMMER - 5 SOMMERTAGE:
Während vor 1 Jahr subtropisches Wetter mit
Rekordtemperaturen bereits im Frühsommer an der
Tagesordnung war und einen Jahrhundertsommer einleitete, pendelten heuer die
Temperaturen ziemlich genau im Normalbereich. Den ersten richtigen
Wärmehöhepunkt des Jahres gab es vom 8.-10. In der Folgezeit konnte sich jedoch
kein einziges kräftiges Sommerhoch etablieren, so daß bei einer überwiegend
westlich geprägten Windkomponente immer wieder atlantische Fronten auf den
Kontinent übergreifen konnten. Die dicksten Regenpakete entluden sich aber
bereits im Schwarzwald, während nur spärliche Regenmengen bei uns für eine
weitere Austrocknung sorgten. Einzelne lokale Schauer und Gewitter waren selten
und meist nicht sehr intensiv. Im letzten Monatsdrittel schien die Sonne zwar
häufig, doch durch den lebhaften Westwind konnte die Sommertagsmarke von 25°C
nur noch an 2 Tagen überschritten werden. In der sternenklaren Nacht vom 25./26.
wurde es sogar nochmals empfindlich kalt und am Thermometer in Erdbodennähe
wurde Frost von –0.8°C registriert. Am Monatsende stellte sich jedoch ähnlich
wie im Vorjahr eine südwestliche Grundströmung ein, in der eingelagerte
Regenfronten für Feuchtigkeitsnachschub zum Hochsommerauftakt sorgen. In den
letzten 3 Monaten fielen ganze 197 mm (normal 308). 1976 war es letztmals
genauso trocken.
Roland Hummel
WETTERRING 2000+
Engstingen
20.06.04
WETTERRING 2000+
KLIMASTATION ENGSTINGEN: MET. FRÜHLING 2004
(Mrz+Apr+Mai)
KÜHLSTER FRÜHLING SEIT 8 JAHREN -
ALLE 3 MONATE ZU TROCKEN
Der Sonnenhöchststand ist
erreicht, somit beginnt auch kalendermäßig die Jahreszeit Sommer.
Besser für die
Meteorologen und besonders für die Klimatologen sind die Wettererscheinungen und
Meßergebnisse statistisch Monat für Monat auswertbar. Daher ist eigentlich bei
den Wetterprofis jetzt schon drei Wochen lang „Sommer“.
Während im letzten Jahr
schweißtreibende Temperaturen bereits im Frühsommer ständig an der Tagesordnung
waren, tut sich die wärmste Jahreszeit heuer noch sehr schwer und wartete zur
Zeit der Sonnenwende mit Schafskälte-Wetter auf.
A propos Kälte: Der Winter
2003/04 nahm in einer Schneerangliste der letzten 55 Jahre den 26. Platz ein
(2002/03: 25. Platz). Mit 97 Schneetagen gab es zwar 15 Tage mehr wie
gewöhnlich, dafür blieb die tägliche Schneehöhensumme mit 939 cm (168 cm
Neuschnee) etwas unter dem langjährigen Wert von 1082 cm (2002/03: 1003 cm). Im
Schneerekordjahr 1962/63 wurden auf der Mittleren Alb über 5000 cm bei der
Gesamtwintersumme registriert.
Recht kühl war auch der
met. Frühling 2004, der es auf immerhin 59 Bodenfrosttage brachte, was vielen
Pflanzen doch zu schaffen machte. Bis Ende Mai waren die Spätfröste an der
Tagesordnung.
Da auch kein einziger
Sommertag mit einer Temperatur von 25°C registriert werden konnte, wurde es der
kühlste Lenz seit 1996, obwohl mit 534 Stunden Sonne 15 % mehr wie üblich
gemessen wurde.
Die Niederschlagsmenge
summierte sich auf 194 mm, damit nur 78 % des Normalwertes.
Roland Hummel
WETTERRING 2000+
Engstingen
03.06.04
KLIMASTATION ENGSTINGEN: MAI 2004
Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe
1. 9.7 14.1
5.1 1.3 4.3 .
2. 9.2 15.4
1.8 6.4 0.0 .
3. 10.0 18.0
1.1 5.5 0.2 .
4. 11.9 17.4
8.0 4.6 13.8 .
5. 5.8 8.9
3.9 . 8.0 .
6. 4.4 6.4
3.4 . 26.7 .
7. 5.7 8.4
3.8 0.2 2.7 .
8. 5.9 8.6
3.7 0.1 1.0 .
9. 5.3 6.8
3.8 . 2.2 .
10. 7.2 12.9
1.9 1.8 . .
11 9.1 16.0
0.7 8.4 3.6 .
12. 9.5 15.0
1.5 8.3 . .
13. 6.4 7.8
4.8 . 0.1 .
14. 9.2 13.4
4.8 3.8 . .
15. 10.1 16.4
2.0 9.8 . .
16. 10.0 15.6
3.5 6.9 . .
17. 11.4 20.1
0.4 13.9 . .
18. 15.6 22.9
3.2 13.4 . .
19. 14.5 21.5
4.9 12.8 . .
20. 15.5 23.1
4.5 12.4 4.3 .
21. 11.6 18.2
6.6 2.6 25.5 .
22. 4.7 10.0
-1.1 4.7 . .
23. 5.1 10.0
-1.7 10.8 0.2 .
24. 6.4 14.0
-3.3 14.5 . .
25. 9.5 17.2
-1.3 14.5 . .
26. 12.0 18.3
1.4 11.6 0.9 .
27. 10.6 15.0
7.6 1.4 0.0 .
28. 9.1 15.0
1.3 10.3 . .
29. 10.5 17.4
0.0 14.5 . .
30. 14.9 21.3
1.7 12.2 4.0 .
31. 12.2 16.4
8.1 4.8 1.6 .
---------------------------------------------------------
Ø 9.5 14.9 2.9 211.2 S 99.1 mm .
ljh Ø 10.4 15.4
5.0 200.0 S 103.0 mm 0.0 cm
---------------------------------------------------------
KÜHLER MAI MIT EISHEILIGEN UND VERFRÜHTER SCHAFSKÄLTE:
Der Wonnemonat Mai zeigte
sich heuer nicht gerade von seiner wachstums-freundlichsten Seite. Viele
Bodenfrosttage und zum Teil knackige Spätfröste in der letzten Woche,
hinterließen einige Schäden in der Pflanzenwelt.
Nach der Trockenheit des
Aprils waren die Regenfälle im ersten Monatsdrittel des Wonnemonats ein Segen
für die nach Wasser lechzende Natur. Nach 9 Regentagen in Folge verschaffte sich
die Sonne in der zweiten Monatsdekade wieder deutlich mehr Platz. Zur Zeit der
sog. Eisheiligen sorgte das Hoch „STEPHAN“ zwar tagsüber für angenehme
Temperaturen um 15°C, doch in den klaren Nächten wurden knapp über dem Erdboden
leichte Minuswerte registriert (Bodenfrost). Vom 18.-20. wurde es kurzzeitig
frühsommerlich warm mit Höchstwerten bis zu 23°C. Da weitere Regengüsse für die
notwendige Grundfeuchte sorgten, schien nun alles wieder für die Vegetation im
Lot zu sein. Doch ein erneuter Kaltlufteinbruch, dazu noch intensiver wie zur
Monatsmitte, führte mit Bodenfrösten bis zu –5.6°C stellenweise zu erheblichen
Schäden. Eine Woche lang war jeden Morgen die Landschaft mit
einer zum Teil dicken
Reifschicht überzogen.
Waren es nun die Eisheiligen,
die nochmals zurückgekommen sind, oder doch eher eine verfrühte Schafskälte?
Mit einer Mitteltemperatur von
9.5°C war der Mai 2004 um 1° kälter als normal. Es gab 12 Bodenfrosttage, damit
doppelt so viele wie üblich. Durch die insgesamt häufig wechselnden
Witterungsabschnitte, war die Luft oft klar und bot an immerhin 20 Tagen eine
gute Fernsicht.
Roland Hummel
WETTERRING 2000+
www.wetterring.de
Engstingen
05.05.04
KLIMASTATION ENGSTINGEN: APRIL 2004
Datum Mittel Maximum
Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe
1. 9.0 17.4
-1.5 11.8 . R
2. 8.8 18.3
-0.7 9.4 . R
3. 7.4 12.5
1.9 2.1 0.0 .
4. 5.8 10.3
-0.6 1.8 3.3 .
5. 5.4 7.5
3.4 1.1 12.0 .
6. 2.0 5.0
0.5 2.2 14.6* .
7. 1.7 5.2
-0.2 4.3 2.7* 12
8. 1.8 6.4
-3.3 7.8 . R
9. 2.7 7.7
-5.2 6.8 . .
10. 3.2 6.4
-0.2 1.1 3.8 .
11. 3.0 6.2
1.0 0.7 3.6* .
12. 3.9 10.2
-2.3 9.0 . .
13. 4.5 8.3
-1.0 2.8 . .
14. 4.9 11.0
-1.7 5.9 . .
15. 6.8 15.2
-3.1 8.3 . .
16. 10.2 17.0
-1.9 11.0 . .
17. 9.4 15.9
1.0 6.2 0.9 .
18. 9.6 16.6
6.0 4.8 3.3 .
19. 4.3 7.7
1.0 0.5 0.6* .
20. 6.3 12.7
-2.9 5.5 . .
21. 10.1 18.4
2.2 10.0 . .
22. 12.5 21.1
1.1 9.8 . .
23. 8.8 14.2
5.2 1.1 . .
24. 6.1 12.5
0.9 10.5 . .
25. 6.1 10.2
-0.6 3.6 . .
26. 8.5 14.5
2.1 12.4 . .
27. 10.6 18.0
1.6 9.2 . .
28. 12.0 19.7
4.6 4.5 0.5 .
29. 13.6 20.5
6.8 8.0 0.0 .
30. 13.6 19.4
5.8 0.4 . .
-------------------------------------------------------
Ø 7.1 12.9 0.7 172.6 ST 45.3 mm 0.4 cm
ljh Ø 5.9 10.6
1.2 156.0 ST 85.0 mm 1.0 cm
-------------------------------------------------------
SONNIGER UND TROCKENER FRÜHLINGSMONAT – 1 SCHNEETAG-
VEGETATION DURCH DIE TROCKENHEIT IM RÜCKSTAND:
Ganz ähnlich wie im Vorjahr verlief der
ansonsten ziemlich wetterwendische Frühlingsmonat auch heuer in eher ruhigen
Bahnen. Typisch aprilhaft war es nur einige Tage lang im ersten Monatsdrittel.
Ein kleines Schneetief verwandelte am 7. die Albhochfläche mit einer Schneehöhe
von 12 cm nochmals kurzzeitig in eine Spätwinterlandschaft. Danach stabilisierte
sich die Großwetterlage aber zusehends und die Mittagstemperaturen stiegen auf
normale Frühlingswerte. Auch in der letzten Monatsdekade machten die Regenwolken
meist einen weiten Bogen um die Region. Es gab reichlich Sonnenschein bei
Nachmittagswerten von 15-21°C. Da es vom 12. an nur 4 Regentage mit geringen
Regenmengen gab, trockneten die Böden zusehends aus, weil auch einige Tage mit
lebhaftem Ostwind die Restfeuchte nicht in die Böden sickern ließ. Die
Vegetation war daher ihrer Zeit am Monatsende etwa 1-2 Wochen im Rückstand. Auch
die flächendeckende Löwenzahnblüte, die in ca. 700-750 m Meereshöhe am 30.
auftrat, begann einige Tage später als normal. Am Monatsende deutete sich jedoch
eine Umstellung der Großwetterlage an. In der folgenden Südwestwetterlage sind
milde Temperaturen und feuchte Luft mit Schauern und Gewittern vorprogrammiert.
Mit einer mittleren Temperatur von 7.1°C war der April 2004 um 1.2° milder als
normal. Durch die trockene Luft gab es aber noch in immerhin 21 Nächten
Bodenfrost. Es wurden nur 45.3 mm Niederschlag gemessen, normalerweise fallen 85
mm im April. Mit 172.6 Stunden Sonnenschein wurden 11 % mehr als üblich
registriert.
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Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen
06.04.04
KLIMASTATION ENGSTINGEN: MÄRZ 2004
Datum Mittel Maximum
Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe
1. –7.0 -2.5
-12.0 1.6 0.7* 12
2. –3.0 -0.2
-11.5 . 2.2* 12
3. –2.8 4.4 -
9.3 8.6 . 13
4. –3.1 5.0
-11.6 2.0 . 12
5. –3.0 2.1 -
9.3 8.4 2.7* 11
6. 0.3 2.5 -
3.0 . 0.3* 12
7. –0.2 3.7 -
5.2 5.1 0.0* 11
8. –2.4 1.0 -
5.3 . 1.0* 10
9. –3.5 2.5 -
8.9 8.0 . 11
10. –2.6 0.4 -
8.5 3.3 10
11. –4.2 -1.1 -
8.8 . 0.2* 14
12. –0.1 6.3
-11.0 1.3 0.1 14
13. 5.0 10.3
1.4 2.3 6.5 10
14. 3.9 8.4
0.8 2.1 1.0 5
15. 4.8 14.8 -
0.3 9.0 . 2
16. 6.2 18.3 -
1.3 10.8 . R
17. 8.5 22.1
- 2.0 11.0 . R
18. 11.0 21.3
0.4 6.3 . R
19. 8.4 13.8
2.4 2.9 1.0 .
20. 10.9 12.5
7.8 0.6 . .
21. 6.4 11.1
3.9 1.5 5.5* .
22. 2.3 7.5 -
2.1 8.6 0.1* 0
23. 0.4 4.0 -
3.4 . 7.0* .
24. –0.0 0.4 -
0.5 . 17.7* 5
25. –1.2 0.2 -
1.8 . 0.2* 21
26. –4.7 -0.2 -
8.9 1.8 0.1* 20
27. –5.2 2.2
-14.9 10.2 . 17
28. –1.8 8.1
-10.0 11.7 . 13
29. 3.4 10.0 -
6.4 11.7 . 8
30. 6.9 13.7
0.7 11.8 . 1
31. 6.8 16.8 -
1.7 9.5 . R
-------------------------------------------------------
Ø 1.3 7.1 - 4.5 150.1 S 49.5 mm 7.8 cm
ljh Ø 2.0 6.5 -
2.1 120.0 S 60.0 mm 8.7 cm
-------------------------------------------------------
ERSTER FRÜHLINGSMONAT MIT WETTERKAPRIOLEN – NACH DEM
WÄRMEREKORD SCHLUG DER SPÄTWINTER NOCHMALS ZU:
Mit einigen Wetterkapriolen wartete heuer
der erste Frühlingsmonat auf. Bis zur Monatsmitte konnte sich der Spätwinter
behaupten. Dann sorgte das Hoch „JÖRG“ für einen raschen und
ungewöhnlichenTemperaturanstieg bis zum neuen Märzrekord von 22.1°C am 17. Die
Alb war bis auf exponierte Stellen wieder schneefrei, die Vegetation durch das
fast frühsommerliche Wetter auf dem Vormarsch. Doch nach dem kalendarischen
Frühlingsbeginn drehte die Luftströmung wie oft im Frühling nochmals auf Nord
und Polarluft erfasste die gesamte Region. Da gleichzeitig feuchte Luft von
Süden über die Alpen schwappte, kam es beim Aufeinanderprallen dieser
unterschiedlichen Wettersysteme zu kräftigen Schneefällen.
Das Schneetief „PALOMA“ brachte 21 cm Neuschnee innerhalb von 24 Stunden. In den
Frühstunden des 27. wurden –14.9°C in der Klimahütte (2 m Höhe) gemessen, also
37° weniger als noch 10 Tage zuvor, und knapp über der Schneeoberfläche wurden
sogar –20.8°C registriert. Das kunterbunte Wechselspiel von Spätwinter und
Frühling endete schließlich am Monatsende mit reichlich Sonnenschein und bereits
wieder fast +17°C bei nur noch wenigen Schneeresten. Mit einem Temperaturmittel
von 1.3°C war der März um 0.7° kälter als normal. Durch die vielen
Strahlungsnächte wurde es der kühlste März seit 8 Jahren. Deutlich
überdurchschnittlich war dagegen die Frühlingssonne mit 150 Stunden (125 %). 23
Schneetage im ersten Frühlingsmonat gab es zuletzt im März 1996.
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Roland Hummel WETTERRING
2000+
Engstingen 17.03.04
WETTERRING 2000+
KLIMASTATION ENGSTINGEN:
NEUER MÄRZREKORD DER TEMPERATUR : 22.1°C
Hoch Jörg
und Sonne pur führten nach einer Frostnacht von –2°C am Nachmittag mit dem
Spitzenwert von 22.1°C zu einem neuen Märzrekord in Sachen Wärme.
Seit
Meßbeginn im Jahre 1987 war bislang der 30.03.1989 mit 21.7°C der
Märzspitzenreiter. Die höchste Temperatur in der mittleren Märzdekade datierte
bisher vom 11.03.1990 mit 19.3°C.
Roland
Hummel
WETTERRING 2000+
Engstingen 08.03.04
KLIMASTATION ENGSTINGEN: FEBRUAR 2004
Datum Mittel Maximum Minimum Sonne
Niederschlag Schneehöhe
1. 6.0 8.8
3.7 6.4 . 14
2. 7.0
11.1 2.4 1.0 . 7
3. 3.4
12.5 - 0.2 5.2 . R
4. 4.6
14.2 - 2.0 5.6 . R
5. 6.6
16.0 - 1.5 4.6 . R
6. 8.9 16.8
1.2 4.9 0.0 R
7. 5.2
11.5 1.7 5.3 2.4* .
8. 0.6
2.9 - 1.0 0.7 15.4* 0
9. –2.0
-0.5 - 3.0 2.6 0.8* 13
10. –1.9
2.5 - 8.7 7.0 4.5* 12
11. –0.2
1.0 - 2.8 . 7.5* 16
12. –1.2
0.4 - 2.2 0.2 . 13
13. 0.4 3.4
- 3.4 0.2 . 12
14. 1.5
4.0 0.0 . . 11
15. 1.6
3.2 0.2 . 0.0* 8
16. 0.4
5.4 - 3.0 6.7 . 7
17. –1.7
4.2 - 7.2 4.2 . 6
18. –1.4
-0.7 - 2.1 . 2.7* 5
19. –2.2
-0.8 - 2.9 . 0.0* 7
20. –1.4
2.8 - 4.6 8.3 . 7
21. –0.2
2.5 - 3.3 . . 6
22. 1.6
5.9 - 2.0 . 7.7* 6
23. –4.6
-2.0 - 9.3 1.6 4.0* 8
24. –7.3
-1.6 -13.6 6.7 0.0* 12
25. –3.5
0.3 -14.4 3.0 1.0* 11
26. –6.2
-0.3 -15.2 0.5 1.2* 11
27. –6.4
-1.8 -15.5 1.6 1.1* 12
28. –7.2
1.6 -18.6 7.8 0.2* 13
29. –5.3
1.2 -12.0 4.8 0.3* 12
----------------------------------------------------------
Ø -0.2 4.3 - 4.8 88.9 ST 48.8
mm 7.9 cm
ljh Ø –1.0
3.0 - 4.7 68.0 ST 57.0 mm 12.9 cm
----------------------------------------------------------
DER SPÄTWINTER VERTRIEB DEN VORFRÜHLING –
VIEL SONNE:
Der bereits letzte met. Wintermonat hatte
heuer 2 Gesichter. In der ersten Woche herrschte Frühlingswetter mit
Temperaturen bis zu +16.8°C, dann meldete sich der Spätwinter nochmals
eindrucksvoll mit Schnee und Kälte zurück. Die Altschneedecke, die noch zu
Beginn des Monats die Wintersportler erfreute, wurde schon nach wenigen Tagen
durch eine für die Jahreszeit sehr milde Südwestströmung regelrecht weggeblasen.
Erstaunlich war, daß fast die gesamte Albhochfläche binnen
3-4 Tagen völlig schneefrei wurde, obwohl kaum ein Tropfen Regen fiel. Doch es
blieb bei diesem kurzen, aber sehr intensiven Vorfrühlingsintermezzo. Am 8. zog
der Spätwinter wieder ein und behauptete sich bis zum Monatsende und noch
darüber hinaus. Zwar lagen die Schneehöhen meist nur bei 5-13 cm, doch das
reichte für Rodelpartien und Skilanglauf, während die Skilifte nicht durchgehend
in Betrieb waren. In der letzten Februarwoche wurden 6 Tage in Folge mit
Starkfrost unter –10°C in den zeitweisen klaren Nächten registriert. Durch die
schützende Schneedecke betrug die Frosttiefe im Erdboden nur ca. 10-15 cm. Mit
einer mittleren Temperatur von –0.2°C war es dennoch um fast 1° milder als
üblich. Nur an 7 Tagen herrschte Dauerfrost. Der Niederschlag, meist als Schnee,
summierte sich auf 49 mm (normal 57 mm). Mit 89 Stunden Sonnenschein gab es
immerhin 31 % mehr als normal. Obwohl an 24 Tagen eine Schneedecke vorhanden
war, blieb sie mit einer durchschnittlichen Höhe von 8 cm deutlich unter dem
langjährigen Schnitt.
Klimabilanz met. Winter 2003/04 (Dez+Jan+Feb):
Temperatur: milder als normal,
Sonne: durchschnittlich,
Niederschlag: überdurchschnittlich,
Schneetage: 69 (normal 61),
Schneemenge: unterdurchschnittlich.
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Roland Hummel WETTERRING
2000+
Engstingen 08.02.04
KLIMASTATION ENGSTINGEN: JANUAR 2004
Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag
Schneehöhe
1. –2.6 -2.2 -
3.7 . 3.2* 8
2. –5.5 -3.3 -
8.1 . 0.2* 11
3. –8.6 -5.2
-11.5 3.9 . 11
4. –5.5 -2.8
-12.0 . 1.2* 10
5. –0.9 -0.1 -
2.8 . 1.8* 12
6. 1.1 2.9 -
1.5 1.4 7.0 13
7. 0.9 4.5 -
1.9 1.0 0.7 9
8. –0.6 0.9 -
2.4 0.3 6.8 7
9. 1.9 4.3
0.9 1.7 12.7* 5
10. 1.0 2.9 -
1.0 3.0 . 4
11. 4.6 8.4
1.3 . 19.8 3
12. 4.4 8.9
2.6 . 9.5 R
13. 6.4 10.7
2.8 . 43.7* .
14. 1.7 4.0
0.4 3.5 4.2* 1
15. –0.6 1.4 -
2.2 1.2 1.8* 4
16. 1.5 4.2 -
2.4 . 14.7* 3
17. 0.7 2.3 -
0.3 1.0 0.1* 5
18. –0.9 1.4 -
3.2 . 0.1* 4
19. –1.7 0.7 -
6.3 . 16.6* 3
20. –0.5 1.5 -
2.9 . 8.2* 10
21. –5.6 -2.9
-10.6 1.1 0.1* 11
22. –7.6 -0.4
-13.7 6.8 . 11
23. –6.4 0.8
-11.0 5.6 . 10
24. –3.8 2.9
-12.7 3.7 7.8* 10
25. –2.0 0.8 -
7.2 0.4 1.8* 18
26. –3.0 -2.0 -
9.6 . 1.9* 19
27. –2.9 -0.6 -
5.0 . 4.2* 21
28. –3.5 -1.9 -
5.9 2.3 0.2* 25
29. –4.2 -3.2 -
5.3 . 2.0* 25
30. –3.9 0.8 -
7.1 5.9 0.0* 26
31. 2.5 7.3 -
6.3 5.9 0.0 25
--------------------------------------------------------
Ø -1.4 1.5 - 4.8 49.9 ST 170.3 mm 10.5 cm
ljh Ø –2.1 1.3 -
5.7 44.0 ST 60.0 mm 13.1 cm
--------------------------------------------------------
WETTERWENDISCHER JANUAR MIT JAHRHUNDERTNÄSSEREKORD
15 TIEFS MIT KRÄFTIGEN WINDEN:
Auf der Mittleren Alb fiel
seit dem Meßbeginn im Jahre 1890 noch nie so viel Niederschlag im Januar wie
heuer. Bislang waren die Jahrgänge 1900 mit 158 mm und 1968 mit 143 mm die
nassesten. An den 25 Niederschlagstagen des diesjährigen Januars regnete und
schneite es abwechselnd, so daß sich der Winter erst in der zweiten
Monatshälfte mehr und mehr durchsetzen konnte. Insgesamt
15 Tiefs sorgten für eine permanent turbulente Wetterküche. Nach den
Starkfrostnächten am 3.+ 4. wurde es von Tag zu Tag milder. Ein erster kleiner
Hauch von Frühling war vom 11.-13. zu spüren, als nachmittags bis zu +10.7°C
gemessen wurde. Am 11. brauste kurz vor Mitternacht das erste Frontgewitter
dieses Jahres mit Windböen bis zu 80 km/h über die Albhochfläche. Am 13.
schüttete es den ganzen Tag wie aus Eimern. 44 mm an einem Januartag bedeuten
ebenfalls neuer absoluter Rekord. In der letzten Dekade wurde es wieder
winterlich und es bildete sich eine wintersporttaugliche Schneedecke von
zunächst 10-15 cm, ab dem 25. konnte man sämtlichen Wintersport auf einer
Pulverschneedecke von 18-26 cm ausüben. Eine generelle und sehr rasche
Umstellung der Großwetterlage zu einer sog. Südwestwetterlage mit
frühlingshaften milden Winden, ließ die Schneedecke ab dem Monatsletzten jedoch
erneut sehr rasch dahinschmelzen. Der kurze Hauptwinter war somit bereits wieder
vorbei.
Roland Hummel
WETTERRING 2000+
www.wetterring.de