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Berichte und Infos 2003

 

Engstingen, 12.01.04

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KLIMASTATION ENGSTINGEN: DAS WETTERJAHR 2003

 

JAHRHUNDERTREKORD DER SONNE – JAHRTAUSENDSOMMER

SONNE UND SOMMER AUF ABSOLUTEM REKORDKURS

11 MONATE MIT SONNENSCHEINPLUS

ALB IM SPÄTSOMMER WIE EINE STEPPE

2056 STUNDEN SONNE – 57 SOMMERTAGE –  NUR 823 MM NIEDERSCHLAG

Als ein Jahrhundertjahr geht das Jahr 2003 in die Wetterannalen ein. Zahlreiche, zum Teil sogar historische Superlative konnten registriert werden. Viele neue absolute Rekordmarken setzten dabei die Klimaparameter Temperatur und Sonne. Noch nie seit Beginn der zuverlässigen Sonnenscheinmessungen vor ca. 110 Jahren gab es so viel Sonnenschein in einem Jahr und auch sämtliche Temperaturstatistiken, die immerhin bis zu maximal 200 Jahren zurückreichen, konnten in Süddeutschland keinen ähnlich heißen Sommer wie heuer aufweisen. Aus bis zu über 1000 Jahren alten Wetterchroniken wird von den Jahren 1000, 1473 und besonders 1540 von ungewöhnlicher Sommerhitze und extremer Trockenheit berichtet. Da von diesem Jahr an bis zum Ende des 18. Jahrhundert keine weiteren derartigen Berichte vorliegen, kann man wohl mit Sicherheit annehmen, daß unsere Region zumindest seit 1540 keinen derartig heißen und wohl auch kaum einen ähnlich sonnigen Sommer erlebt hat. Die Diskussionen über einen möglichen Klimawandel bzw. Klimazonenverschiebung haben erneut eine Brisanz erhalten.

Begonnen hat das Rekordjahr mit einer brodelnden Wetterküche im Januar. Bereits am 2. brauste das erste Sturmtief „CALVANN“ mit Spitzenböen von über 100 km/h über die Alb. Der Winter hielt am 5. seinen ersten Einzug, konnte sich aber fast den ganzen Monat lang nicht richtig festsetzen. Reichlich Niederschlag, teils Regen, teils Schnee, wurden von den atlantischen Fronten verursacht. Richtig winterlich mit Dauerfrost und viel Schnee wurde es ab dem 30. Januar. So wurde der Februar ein Wintermonat mit einigen Superlativen, u.a. war es der schneereichste Februar seit immerhin 33 Jahren auf der Mittleren Alb. Den ganzen Monat über lagen 20-40 cm Schnee, am 15. wurde mit -20°C (-23°C an der Schneeoberfläche) die kälteste Jahrestemperatur anno 2003 gemessen. Das kräftige Spätwinterhoch „HELGA“ erfreute noch bis Anfang März die Wintersportler. Dann startete der Frühling mit dem sonnigsten März seit 50 Jahren. Dabei gab es vom 4.-28. nur 2 Regentage. Auch im ansonsten wetterwendischen April dominierten weiterhin viel Sonne und Trockenheit, nachdem die letzten spätwinterlichen Eskapaden in der ersten Dekade vorbei waren. Dreigeteilt war das Wetter im Mai. Zunächst noch trocken und bereits hochsommerlich warm (28.5°C am 5. + Saharastaub), dann feuchtkühl mit Bodenfrösten zur Zeit der sog. Eisheiligen, und zum Ende hin subtropisches Wachstumswetter. Mit nur 82 % der normalen Sonnenscheindauer blieb es der einzige Monat des Jahres mit einer negativen Bilanz. Der Sommer startete am 30. Mai und endete als Jahrhundert- bzw. Jahr- tausendsommer schließlich am 22. September.

Im Juni war es heiß und feucht wie im Urwald. Eine permanente Warmluftdüse verfrachtete immer wieder subtropische Luftmassen heran. Die Landwirte hatten Probleme mit der Heuernte durch die ständigen Gewitter mit vielen Regenduschen. Es war der wärmste Juni seit Beginn von Temperaturmessungen in der Region. Weiter auf Temperatur- und Sonnenscheinrekordkurs blieb der Sommer auch im Juli, da ein kleines Sommerloch in der ersten Woche sehr schnell gestopft wurde und weitere subtropische Warmluft die Alb erfasste. Erstaunlich war am Monatsende, daß trotz des Ausbleibens eines kräftigen Sommerhochs die Weichen auf einen Rekordsommer schon gestellt waren. Und jetzt genau begann nämlich die außergewöhnlichste Großwetterlage des Jahres dem Sommer vollends die Rekordkrone aufzusetzen. Das Omegahoch „MICHAELA“  stellte im August so ziemlich alles bisher dagewesene in Sachen Temperatur geradezu sprichwörtlich „in den Schatten“. In einer noch nie dagewesenen langen Hitzeperiode wurden u.a. vom 3.-13. täglich Höchstwerte von 32°-35°C auf der jetzt knochentrockenen und steppenartig aussehenden Albhochfläche gemessen. Die wenigen Schauer der einzelnen Hitzegewitter zur Monatsmitte waren nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Einen ähnlich heißen August gab es letztmals 1807 in Süddeutschland. 

Erst am 29. brachte das Tief „RUDOLPH“ eine deutliche Abkühlung und mehrstündigen flächenhaften Landregen. In der ersten Septemberhälfte lagen die Temperaturen nach langer Zeit wieder etwas unter den normalen Werten. Ein allerdings nur kurzer Altweibersommer endete schließlich am 22.9. mit dem 57. und letzten Sommertag des Jahres. Die Trockenheit setzte sich jedoch noch bis zum Monatsende hin fort. Nass, windig und kalt war der Oktober. In der ersten Woche fielen über 100 mm. Der Frühwinter machte am 6.+7. mit einer dünnen Schneedecke auf sich aufmerksam. Obwohl es 3 % mehr Sonne als üblich gab, konnte von keinem goldenen Oktober die Rede sein, denn auch in der letzten Monatswoche waren Kälte ( -10°C am 27. an der Schneeoberfläche) und Schnee wetterbestimmend. Im krassen Gegensatz zum Sommer wurde es der kälteste Oktober seit 30 Jahren. Im November dominierten schnell wieder milde Luftmassen und die Spätherbstsonne schien reichlich. Das zunächst noch ruhige Herbstwetter wurde erst am 14. Dezember durch das Sturmtief „FRITZ“ beendet. Windböen bis zu 80 km/h brausten über die Alb und mit der Kaltfront des Tiefs zog der Winter mit Kälte und Schnee ein. Zu Weihnachten präsentierte sich die Landschaft in einem kalten glitzernden Winterkleid bei einer Schneehöhe von ca. 10 cm.  

Klimabilanz:

Temperatur: Mit einer Jahresmitteltemperatur von 7.6°C war es anno 2003 um 0.9° wärmer als normal (2002: 7.8°C). Mit Ausnahme von 1996 und 1991 waren die letzten 16 Jahre allesamt wärmer wie üblich. 8 Monate hatten heuer ein Temperaturplus, das im Juni und im August am größten war. Kältester Jahresmonat war der Februar, der auch das größte Temperaturdefizit aufwies. Sommertage mit über 25°C traten an 57 Tagen auf (normal 18) und bei immerhin 16 Tagen (normal 3) steht nun die neue Hitzetagsmarke mit über 30°C. In den letzten 10 Jahren zuvor wurden zusammen ebenfalls 16 Hitzetage registriert.

Sonne: Sie schien 2056 Stunden lang, damit 444 Stunden länger als üblich. Das sonnigste Jahr war bislang 1959 mit ca. 2000 Stunden. Von Juni-September wurden heuer sage und schreibe 1038 Stunden mit Sonne gemessen. Wohl auch ein weiterer einzigartiger Rekord, daß es vom 29. Mai bis zum 30. September, also 125 Tage in Folge, keinen einzigen sonnenscheinlosen Tag gab. An 71 Tagen wurden über 10-stündige Tagessummen registriert.

Niederschlag:  822.8 mm (87 %). Nassester Jahresmonat war der Oktober mit 126 mm, dagegen war es im März mit nur 27 mm am trockensten. Letztmals noch trockener war es 1997 mit nur 777 mm.

Sonstiges: Gewittertage: 45 (normal 35), Nebeltage: 33 (normal 73).

 

KLIMASTATION ENGSTINGEN: WETTERJAHR 2003

 

                     TEMPERATUR         NIEDERSCHLAG            SONNE 

JANUAR:        -2.0°C  (+0.1°)      119 mm (198 %)        49 STD. (110 %)

FEBRUAR:     -4.5°C  (-3.5°)        31 mm ( 54 %)       126 STD. (186 %)

MÄRZ:            4.0°C  (+2.0°)        27 mm ( 45 %)       186 STD. (155 %)

APRIL:            6.7°C  (+0.8°)        58 mm ( 68 %)       199 STD. (127 %)

MAI:             12.5°C  (+2.1°)        95 mm ( 92 %)       165 STD. ( 82 %)

JUNI:            19.0°C  (+5.4°)       84 mm ( 70 %)      275 STD. (135 %)

JULI:             17.1°C  (+1.4°)        64 mm ( 69 %)      272 STD. (124 %)

AUGUST:      19.6°C  (+4.5°)        65 mm ( 61 %)      271 STD. (133 %)

SEPTEMBER:  11.2°C  (-0.8°)         39 mm ( 58 %)      220 STD. (131 %)

OKTOBER:       4.6°C  (-3.0°)      126 mm (207 %)     128 STD. (103 %)

NOVEMBER:     3.8°C  (+1.5°)       70 mm ( 97 %)        89 STD. (149 %)

DEZEMBER:    -1.2°C  (-0.3°)        46 mm ( 74 %)        76 STD. (172 %)     

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JAHR 2003:   7.6°C (+0.9°)    823 mm ( 87 %)  2056 STD. (128 %)

 

Roland Hummel 

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Engstingen 06.01.04

KLIMASTATION ENGSTINGEN: DEZEMBER 2003

 

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag Schneehöhe

  1.    3.0     8.1     -0.7    1.7       .         .

  2.    4.0    13.3     -0.1    3.8       .         .

  3.    1.8     4.4     -1.0     .        .         .

  4.    1.3     2.9      0.0     .        .         .

  5.    0.7     1.9     -0.3     .        .         .

  6.   –0.2     3.2     -3.9     .       2.5        . 

  7.   –3.2    -0.2     -5.3    5.2       .         .    

  8.   –5.4     0.3     -9.0    5.5       .         .

  9.   –3.6     2.9     -7.1    7.5       .         .

 10.   –3.6     1.8     -7.8    1.3       .         .

 11.    1.3     7.5     -7.4    6.4      0.7*       .

 12.    3.1     6.0     -0.2    0.4       .         .

 13.    5.9     8.5      0.3     .       8.9        .

 14.    3.8     9.1      1.0     .      12.4*       .

 15.   –1.7     1.6     -2.6    3.6      3.7*       5

 16.   –2.2    -0.4     -4.9     .       0.4*      10    

 17.   –5.0     1.1     -9.4    1.3       .        10

 18.   –4.7     1.2     -9.2    7.5       .         9

 19.    0.2     2.2     -9.2     .       0.1        8

 20.    3.4     7.0      0.6    3.5      1.0        7

 21.    2.4     5.9      0.0    3.3      6.2*       R

 22.   –3.9     0.0     -6.2    0.7      5.8*       2  

 23.   –9.6    -2.7     -15.4    5.1       .        12

 24.  –10.8    -2.4     -18.3    7.3       .        11  

 25.   –5.1     3.3     -11.5    5.0       .        10

 26.   –1.9     1.9     -9.2    3.4       .        10

 27.    1.4     3.7     -3.6     .       0.2        9

 28.    1.6     6.2     -1.2    0.2      0.5*       7 

 29.   –1.7     1.8     -3.4    3.2       .         4

 30.   –2.9    -2.0     -3.8     .       2.8*       4

 31.   –2.7    -1.7     -3.3     .       0.8*       8

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  Ø    -1.2     3.1     -4.9   75.9 STD 46.0 mm    4.1 cm

ljh Ø  –0.9     2.4     -4.3   44.0 STD 62.0 mm    7.7 cm

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DER WINTER HIELT ZUR MONATSMITTE SEINEN EINZUG – WEISSE

WEIHNACHTEN MIT STARKFROST- VIEL WINTERSONNE:

In der ersten Monatshälfte war es besonders tagsüber ziemlich mild und vom (Schnee) Winter noch keine Spur zu sehen. Durch die trockene Luft waren die Nächte jedoch frostig kalt und frühmorgens überzogen Nebelbänke die Albhochfläche. Das typische ruhige Spätherbstwetter wurde dann durch das Sturmtief „FRITZ“ am 14. schlagartig beendet. Mit Windböen bis zu 80 km/h fegte zunächst die Warmfront heran, dann erfolgte durch Polarluft der Übergang zu richtigem Winterwetter mit kräftigem Schneefall und Minusgraden. Da aber in der Folgezeit immer wieder neue Tiefs vom Atlantik mit teils recht milder, teils kalter Luft folgten, blieb die Frage nach Weißer Weihnacht noch offen. Tief „JAN“ sorgte dann am 23. doch noch rechtzeitig für einen größeren Schneenachschub und klirrende Kälte. An Weihnachten war die Landschaft bei strahlendem Sonnenschein eine glitzernde Winterlandschaft. Bei einer Schneehöhe von 10-11 cm konnte überall gerodelt werden, die Pisten waren jedoch sehr schnell ausgefahren. Denn das sog. Weihnachtstauwetter ließ nicht lange auf sich warten und reduzierte die Schneedecke bis auf wenige cm. Am Jahreswechsel lagen nach Neuschneefällen wieder 8 cm, bei einem bedeckten Himmel betrug die Temperatur –3°C.
Mit einem Mittel von –1.2°C war der Dezember 2003 um 0.3° kälter als üblich. Die Wintersonne brachte es auf immerhin 76 Stunden, damit deutlich mehr als normal. Mit 46 mm Niederschlag fiel dagegen nur 74 % der normalen Menge.                                  

Roland Hummel

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Engstingen 22.12.03

KLIMASTATION ENGSTINGEN: DAS WEIHNACHTSWETTER

 

WEISSE WEIHNACHTEN MIT FROSTIGER BESCHERUNG  

HERRLICHE WINTERIMPRESSIONEN - TAUWETTER AM 2.    WEIHNACHTSTSFEIERTAG –

SKI UND RODEL AUF DER ALB  NUR WENIGE TAGE MÖGLICH

 

Sturmtief  „JAN“, ein kleines Zwischenhoch namens „ELLA“ und Tief „KARLHEINZ“ sind die entscheidenden Wetterkomponenten über die Festtage.
Am Sonntag hat die Warmfront des stürmischen „JAN“ mit Regenfällen die Schneedecke auf der Albhochfläche regelrecht hinweggeblasen. Bis zu 80 km/h erreichten die Spitzenwerte der Böen. Die Kaltfront des Tiefs überquerte unsere Region in der Nacht auf Montag und hüllte die Alb erneut in ein zunächst noch dünnes Winterkleid wieder ein. Am frühen Morgen lagen verbreitet ca. 2-4 cm verwehter Pulverschnee. Im Laufe des Tages wurde es noch etwas kälter, so daß die Schauer bis ins Albvorland als Schnee fielen und auch dort zu einer Schneedecke führten. Weitere Schneeschauer lassen bei Dauerfrost die Schneedecke am Dienstag überall noch etwas anwachsen. Wieviel Schnee dann entgültig in der Region über Weihnachten liegt, und ob es auf der Alb neben Rodelpartien auch zu richtigem Skibetrieb an den Liften geben wird, bleibt noch abzuwarten. Gegen Abend klart der Himmel dann zusehends auf, da das kleine Hoch „ELLA“ wetterbestimmend wird und für eine gewisse Ruhe in der bis dahin ständig brodelnden Wetterküche sorgt. Die frische Polarluft, dazu kaum Wind und keine schützenden Wolkendecke, läßt die Temperaturen bis zum frühen Morgen des Hl. Abend weit in den Keller absinken. Im Albvorland liegen die Werte dann bei ca. –5° bis –8°, auf der Alb herrscht Starkfrost von meist unter –10°C, in den bekannten Kältemulden sogar unter –15°C. Tagsüber erreicht das Quecksilber dann im Albvorland und entlang des Neckars die 0°-Marke, während auf der Alb bei Dauerfrost um –3°C dem winterlichen Schneevergnügen nichts im Wege steht. Es bleibt trocken, dazu scheint noch zeitweise die Sonne und verwandelt die zudem mit Rauhfrost überzoge Landschaft in ein richtiges Wintermärchen. Auch in der Nacht zum ersten Feiertag wird es nochmals richtig frostig kalt. Bei einem Mix von hochnelartiger Bewölkung und zeitweiligem Sonnenschein  bleiben die Schnee- und Winterimpressionen auch noch am 1. Weihnachsfeiertag erhalten. Leider verabschiedet sich dann „ELLA“ von uns und macht den Weg frei für ein neues Frontensystem namens „KARLHEINZ“. Am 2. Weihnachsfeiertag dreht der Wind auf Südwest bis West und führt wieder deutlich mildere Atlantikluft heran. Im Gegensatz zum Norden bleibt man wenigstens in Süddeutschland noch vom Nieselregen verschont. Dennoch klettern die Temperaturen auch auf der Alb wieder über die 0°-Marke und leiten das so oft zitierte und regelmäßig auftretene Weihnachtstauwetter ein. Nach derzeitiger Erkenntnis wird die Schneedecke in den Folgetagen auch auf der Alb wieder völlig wegtauen. Einen richtigen und längeren Winterabschnitt wird es wohl wie im Vorwinter erst viel später geben.

Roland Hummel

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Engstingen 21.12.03                        

KLIMASTATION ENGSTINGEN: MET. HERBST 2003 (SEP+OKT+NOV):

 

KURZER ALTWEIBERSOMMER – OKTOBERSCHNEE – 438 STD. SONNE

Die dritte Jahreszeit konnte heuer erwartungsgemäß nicht an die spektakulären Wetterereignisse des Sommers anknüpfen. Im Frühherbst lagen die Temperaturen nach langer Zeit wieder bei den Normalwerten. Den letzten Sommertag mit 25°C gab es am 22. September. Mit insgesamt 57 Tagen über der 25°-Marke wurde damit von Mai bis September 2003 ein neuer Rekord aufgestellt. Normalerweise gibt es auf der Alb ca. 18 Sommertage in einem Jahr.
Die Trockenheit des Hochsommers setzte sich bis weit in den Spätherbst hinein fort, die Sonne schien weiterhin reichlich, was für einen weiteren absoluten Rekord am Jahresende sorgen wird. Bereits am 7. Oktober bildete sich die erste herbstliche Schneedecke und auch in der letzten Oktoberwoche dominierte frühwinterliches Frostwetter mit Schnee. Es war der kälteste Oktober seit 30 Jahren.
Im November war das Schnee- und Kälteintermezzo aber schon wieder vorbei und es wurde bis weit in den Dezember hinein ziemlich mild. Es war der kühlste Herbst seit 5 Jahren, obwohl die Sonne es auf 438 Stunden brachte (normal 312). Niederschlagsmenge: 234 mm (normal 198 mm), davon ca. 100 mm in der ersten Oktoberwoche.

Roland Hummel

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Engstingen 07.12.03

KLIMASTATION ENGSTINGEN: NOVEMBER 2003

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag Schneehöhe

  1.    4.8     9.2     1.2    3.0     2.7         .

  2.    6.4    10.0     2.2    6.6      .          .

  3.    6.6    11.8     3.0    2.4     0.4         .

  4.    3.6    12.9    -1.1    8.0      .          .

  5.    4.9    12.5    -2.4    8.7      .          .

  6.    1.6     9.2    -3.1    5.0      .          .

  7.    3.2     5.3     1.8    3.3      .          .

  8.    2.0     6.3    -3.0    1.2      .          .

  9.    1.7    13.4    -4.7    8.0      .          .

 10.    1.7    11.0    -2.9    5.3      .          .

 11.    0.4     2.0    -0.7     .       .          .

 12.    3.0     6.5    -0.1     .      3.0         .

 13.    2.6     6.5    -2.0     .      6.3         .

 14.    4.3     7.0    -1.8    1.6     0.1         .

 15.    3.4     8.9    -0.2    2.4      .          .

 16.    5.0    10.4    -1.2    0.6     8.0         .

 17.    2.7     4.8    -2.1    1.0     3.3         .

 18.    4.8     7.4    -0.5    0.1     0.6         .

 19.    4.6    11.7    -0.7    4.2      .          .

 20.    4.1    14.7    -1.7    7.2      .          .

 21.    4.7    16.8    -1.1    8.1      .          .

 22.    4.7    12.6    -0.3    0.6      .          .

 23.    5.6    14.9     0.5    3.1      .          .

 24.    6.1    14.0     2.8    2.3      .          .

 25.    6.7    11.0     3.0    0.7     0.8         .

 26.    4.9    10.6     0.7    5.9      .          .

 27.    3.4     6.0     1.3    0.1    14.0         .

 28.    1.6     3.9     0.8     .     30.8*        .

 29.    1.2     2.4     0.3     .      0.0         1

 30.    2.4     5.8     0.0     .      0.0         .     

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  Ø     3.8     9.3    -0.4   89.4 ST 70.0 mm     0.0 cm

ljh Ø   2.3     6.2    -1.1   60.0 ST 72.0 mm     2.0 cm

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MILDER NOVEMBER MIT VIEL SPÄTSOMMERSONNE – NUR EIN
HAUCH VON WINTER AM MONATSENDE - 10 TAGE GUTE FERNSICHT:

Wie im vergangenen Jahr zeigte sich der letzte Herbstmonat von seiner milden und heuer sogar recht sonnigen Seite. Nach Nebelauflösung gab es besonders in der ersten Monatsdekade viel Himmelblau. Zur Monatsmitte herrschte Regenwetter. Trotz leichter Nachtfröste war es tagsüber für die Jahreszeit weiterhin ziemlich mild.
Mit 16.8°C wurde am 21. sogar ein Rekordwert für die letzte Novemberdekade gemessen. Am 27. und 28. kam es dann zu stärkeren Niederschlägen. Dabei sank die Schneefallgrenze allmählich von 900 m auf 600 m ab, so daß sich kurzzeitig eine dünne Schneedecke bildete. Es blieb aber bei einem nur ganz kurzen Hauch des Winters. Der November 2003 war um 1.5° milder als üblich. Die Sonne brachte es auf immerhin knapp 90 Stunden, damit 50 % mehr als normal. Tage mit guter Fernsicht über 50 km konnte man an 10 Tagen erleben, während an 11 Tagen Nebel registriert wurde (normal 12).

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Roland Hummel

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Engstingen 09.11.03

KLIMASTATION ENGSTINGEN: OKTOBER 2003

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag Schneehöhe

  1.    9.6    14.0    2.6      .      3.0         .

  2.   14.1    20.8    9.6     4.7     9.8         .

  3.   13.2    17.9    9.8     3.0     3.3         .

  4.    9.4    12.7    7.2     0.5    14.0         .

  5.    4.4     7.2    4.0      .     20.0         .

  6.    6.8     9.8    2.7     6.3     3.1         .

  7.    4.2     8.1    0.4      .     26.5*        .

  8.    5.8     7.8    1.8     3.0    18.8         2

  9.    9.0    10.3    6.9     2.6     3.1         .

 10.    9.7    11.7    8.0     0.4      .          .

 11    11.1    14.3    8.5     0.2      .          .

 12.    7.5    13.5    2.4     4.8      .          .

 13.    4.6    11.9   -0.3     6.5      .          .

 14.    4.6     9.0    1.1     7.8      .          .

 15.    4.1     9.5   -0.1    10.0      .          .

 16.    3.5     8.5    0.6     9.8      .          .

 17.    3.4     9.8   -0.8    10.0      .          .

 18.    1.1    10.0   -3.3     8.4      .          .

 19.    3.0    11.5   -5.5     8.7     0.2         .

 20.    4.9     7.4    1.6      .      6.6*        .

 21.    1.2     4.0   -1.5     0.5     0.6*        .

 22.    0.8     4.6   -3.5     4.7      .          .

 23.   –0.0     1.7   -2.2      .      3.3*        .

 24.   –2.8     0.8   -5.5     7.2      .          3

 25.   –0.8     3.9   -5.8     4.4      .          1

 26.   –2.0     4.6   -6.8     1.2      .          R

 27.   –2.2     6.3   -8.4     8.7      .          R

 28.    0.3    10.8   -7.5     9.0      .          R

 29.    5.2    12.3   -2.3     3.2     6.7         R

 30.    2.0     5.4   -3.0     1.0     3.7*        .     

 31.           10.9    1.1     1.6      .          .

-------------------------------------------------------

  Ø    4.6      9.4    0.4   128.2 S 122.7 mm     0.2 cm

ljh Ø  7.6     12.8    3.2   124.0 S  61.0 mm     0.1 cm

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KÄLTESTER OKTOBER SEIT 29 JAHREN – 3 SCHNEETAGE –

DOPPELT SOVIEL NIEDERSCHLAG WIE GEWÖHNLICH – NUR EINE

WOCHE LANG HERRSCHTE GOLDENES OKTOBERWETTER:

Nach der Rekordwärme und Trockenheit des Sommers zeigt sich der Herbst nun eher von seiner kühlen und nassen Seite. Nur noch am 2. wurde die 20°-Marke übertroffen, danach ging es stetig bergab mit der Temperatur. Am 7. und 8.gab es erneut einen ziemlich frühen Wintereinbruch. Die mehrere cm hohe Pappschneedecke führte vielerorts in den Laubwäldern zu Schneebruch. Erst vom 11.-18. lag ein Hauch vom goldenen Oktober in der Luft mit sonnigen Tagen, aber sternenklaren kalten Nächten. Ein nochmaliger Schwall frischer Polarluft führte am 23. zu einem erneuten Winterintermezzo. Am 27. wurde kanpp über dem Erdboden Starkfrost von –11°C registriert. Frühwinterlich geprägte Oktobermonate führen in der Klimageschichte jedoch häufig sehr milde und schneearme Hochwinter nach sich. Seit 1974 war es heuer der kälteste Oktober. Nach 10 schneelosen Oktobermonaten wurden heuer wieder 3 Schneetage in das Klimatagebuch eingetragen.

www.wetterring.de                                  

Roland Hummel

WETTERRING 2000+  

 

Engstingen 14.10.03

KLIMASTATION ENGSTINGEN:  SEPTEMBER 2003

Datum  Mittel  Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe

  1.   8.0    14.4    2.6     3.8       .         .

  2.   7.7    14.7    2.4     6.8       .         .

  3.   8.1    16.2    0.6    12.1       .         .

  4.  10.2    20.7   -0.7    12.1       .         .

  5.  13.7    23.1    1.6     9.1       .         .

  6.  14.8    21.3   10.4     1.8      2.3        .

  7.  14.8    19.2    9.8     3.5      6.6        .

  8.  12.2    15.0   10.2     1.0      2.1        .

  9.  11.3    17.1    7.9     3.5       .         .

 10.  11.8    15.3    6.0     2.5     12.7        .

 11.  10.0    13.2    8.1     6.3      1.6        .

 12.   9.9    13.3    5.7     3.6       .         .     

 13.   9.5    16.7    3.6     6.4      0.0        .

 14.   9.8    16.3    2.1     8.7       .         .

 15.  10.8    20.2    2.9    11.7       .         .

 16.   9.9    20.9    1.0     9.7       .         .

 17.  11.7    24.0    2.1    11.1       .         .

 18.  14.4    26.7    3.6    11.7       .         .

 19.  15.0    27.5    5.2    11.5       .         .

 20.  16.1    28.6    4.9    11.5       .         .

 21.  15.9    27.1    7.0    11.3       .         .

 22.  17.2    26.0    6.1    10.1       .         .

 23.  10.6    17.6    5.8     0.7      1.3        .

 24.   6.6    12.9    1.0     7.0       .         .

 25.   8.6    17.0    0.5    11.2       .         .

 26.  11.2    21.6    1.0     6.0       .         .

 27.  11.1    18.7    2.9     6.1      0.6        .

 28.  11.8    17.4    8.7     0.7     11.3        .

 29.   7.3    13.4    0.2     9.1       .         .

 30.   6.6    15.3   -1.6     9.8       .         .

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  Ø   11.2    19.0    4.1   220.4 ST  38.5 mm     . cm

ljh Ø 12.0    17.8    6.9   168.0 ST  66.0 mm     . cm

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KURZER ALTWEIBERSOMMER – VIEL SONNE – TROCKENHEIT:

Auf den absoluten Jahrhundertsommer folgte ein recht sonniger und ziemlich trockener erster Herbstmonat. Dabei lagen die Temperaturen besonders in der ersten Monatshälfte nach langer Zeit wieder unter den langjährigen Normalwerten. Nach einigen wechselhaften Tagen kam ab der Monatsmitte der Altweibersommer durch das Hoch „QUINTA“. Durch die trockene Luft machte die Temperatur große Sprünge von kalten Nächten zu warmen Tagen. Obwohl der erste Herbstmonat mit ca. 220 Stunden um ca. 31% sonniger als normal war, war es mit einem Monatsmittel von 11.2° um 0.8° kühler als normal. Der Grund waren die vielen sternenklare Nächte, in denen insgesamt 9 mal Frost in Erdbodennähe auftrat, Luftfrost in 2 m Höhe gab es am 4. und 30. Eine Umstellung der Großwetterlage deutete am Monatsende auf kühles und regenreiches Oktoberwetter hin, so daß das vorhandene Niederschlagsdefizit des Jahres etwas abgebaut werden kann.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

 

Engstingen, 21.09.2003

 

WETTERRING 2000+

 

KLIMASTATION ENGSTINGEN: SOMMER 2003

 

 ABSOLUTER REKORD-JAHRHUNDERTSOMMER

 

                16 HITZETAGE – 57 SOMMERTAGE – 

  JUNI UND  AUGUST MIT VIELEN HITZEREKORDEN –  

SUBTROPISCHER FRÜHSOMMER – OMEGAHOCH MIT

LANGER HITZEPERIODE IM SPÄTSOMMER – SONNIGER

ALTWEIBERSOMMER IM SEPTEMBER – TROCKENHEIT-

 DIE ALB GLICH LANGE EINER STEPPENLANDSCHAFT

 

Nachdem der meteorologische Sommer bereits am 31. August beendet war, ist er nun auch kalendarisch zu Ende gegangen. Die wärmste Jahreszeit war heuer geprägt von zahlreichen Superlativen und vielen neuen Klimarekorden. Es war schlechthin: DER ABSOLUTE JAHRHUNDERTSOMMER.   

Bereits in der letzten Maidekade setzte der Frühsommer eine erste Duftmarke mit den ersten Sommertagen. Im Juni schloß sich nahtlos ein feuchtheißes Tropenwetter an. Auf der Vorderseite von atlantischen Tiefs wurden die für die Jahreszeit wärmsten Luftmassen aus Südwesten herangeführt.

Trotz einiger meist gewittrigen Regengüssen, gab es bereits 3 Heiße Tage mit über 30°C und 17 Sommertage (Maximum 25°C oder mehr). Es war der wärmste Juni seit Beginn von Temperatur-

messungen. Da die längste trockene Phase nur drei Tage lang war, hatten die Landwirte zu dieser Zeit gewisse Probleme mit der Heuernte. Da auch im Juli weiterhin subtropische Luftmassen wetter-

bestimmend waren, war der Sommer trotz eines bis dahin fehlenden richtigen Sommerhochs bereits

auf Rekordkurs. Anfang August, am Wechsel vom Hochsommer zum Spätsommer entwickelte sich dann über Mitteleuropa aus einem zunächst unscheinbaren kleinen Ableger des Azorenhochs ein kräftiges, sog. Omegahoch. Um das stationäre Spätsommerhoch mußten die Schlechtwetterfronten einen weiten Bogen machen. Die zu diesem Zeitpunkt doch noch recht hoch stehende Sonne ließ die trockene Kontinentalluft von Tag zu Tag ansteigen und eine noch nie dagewesene lange Hitzeperiode herbeiführen. Das Omegahoch „MICHAELA“ stellte so ziemlich alle bisherigen Temperatur-Superlative und Rekordwerte in den Schatten. Vom 3. – 13. August wurden u.a. in Folge Höchstwerte von 32° bis zum absoluten Jahreshöchstwert von 35°C gemessen. Eine solch lange Hitzetagsserie hat es auf der Alb seit mindestens 100 Jahren nicht gegeben. Da auch nahezu 3 Wochen lang kein Tropfen Regen fiel, glich die Albhochfläche einer afrikanischen Steppenlandschaft. Tagsüber flimmerte die heiße Luft, die Nächte hingegen waren durch die trockene Luft etwas angenehmer als noch in der schwülwarmen Früh- und Hochsommerluft. Des einen Freud war natürlich des anderen Leid. Während die Freibäder Rekordbesuche hatten, verdorrte den Landwirten die Wiesen und der Getreideertrag fiel entsprechend bescheiden aus. Bis zum kalendarischen Sommerende hat sich am großen Niederschlagsdefizit nichts wesentliches verändert.

Erst am 29. August war die große Hitze vorbei. Tief „RUDOLF“ führte aus Nordwesten frühherbstlich

kühle Meeresluft heran, der erste länger andauernde Landregen fiel auf die knochentrockene Karst- landschaft. Am 4. September wurde frühmorgens sogar bereits der erste leichte Frost registriert. Doch

so ganz gab die wärmste Jahreszeit das Zepter noch nicht aus der Hand. Erneut war es ein Ableger vom Azorenhochs namens „QUINTA“, der sich im September bei uns sichtlich wohlfühlte und den sog. Altweibersommer  einleitete. Nochmals reichlich Sonne und spätsommerliche Temperaturen von 25° bis 29° rundeten den Jahrhundertsommer fast standesgemäß ab. Exakt mit dem kalendarischen Herbstbeginn, dürfte auch die Zeit der Sommertage heuer auf der Alb aber nun vorbei sein.

  

Klimatologische Bilanz des meteorologischen Sommers 2003 (Juni+Juli+August):

Mitteltemperatur: 18.6°C (normal 14.8°). Jahrhundertrekord. Die bisher wärmsten Sommer auf der Alb waren 1846 und 1859 mit jeweils 17.6°C. Im ebenfalls heißen Sommer 1983 wurden im Schnitt 17.0°C erreicht. Heuer gab es insgesamt sage und schreibe 16 Hitzetage und 50 Sommertage, dazu kommen noch 2 Sommertage im Mai und 5 Sommertage im September. In den letzten 10 Jahren gab es zusammen genauso viele Hitzetage wie heuer. Eine Jahreshöchsttemperatur von 35.1°C (13. August) wurde letztmals im Juli 1983 gemessen. Mit einem Mittel von 19.6°C war der August der wärmste Jahresmonat. Vor 20 Jahren war es im Juli letztmals ebenfalls so warm.

Die Sonne schien heuer mit 275 Stunden im Juni, 272 Stunden im Juli und 271 Stunden im August insgesamt 818 Stunden lang (normal 640), ebenfalls Rekord seit Beginn von Sonnenschein- messungen. Kein einziger der insgesamt 92 Tage des meteorologischen Sommers war sonnen- scheinlos, wohl ebenfalls ein einmaliger Rekord. Über 10 Stunden Sonne gab es dagegen an 34 Tagen.

Geregnet hat es ebenfalls an 34 Tagen (normal 52). Insgesamt fielen nur 213 mm (normal 329).

 

Roland Hummel                                                                                                                    

WETTERRING 2000+

  

 

Engstingen 04.09.2003

 

KLIMASTATION ENGSTINGEN: AUGUST 2003

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag

  1.   18.4    25.0     8.9    8.5      .

  2.   20.8    29.2    10.8    9.3      .

  3.   23.4    32.0    12.8   12.6      .

  4.   23.6    32.8    13.4   10.7      .

  5.   24.3    33.1    14.6    9.9      .

  6.   22.8    32.0    14.7   13.1      .

  7.   23.0    32.3    12.1   12.8      .

  8.   23.0    33.3    13.3    7.8      .

  9.   23.4    34.4    13.9    8.1      .

 10.   23.7    33.2    13.8   13.3      .

 11.   22.5    32.0    11.2   13.3      .

 12.   23.6    33.6    12.8   12.8      .

 13.   23.7    35.1    13.6    9.8     0.0

 14.   21.1    28.5    14.0    4.7     5.7

 15.   17.2    22.7    12.0    3.6      .

 16.   19.6    26.0     9.3    7.9     1.0

 17.   21.1    28.8    16.2    4.9    23.4

 18.   17.4    24.2    14.2    4.6     6.9

 19.   18.1    24.6    12.0    8.6      .

 20.   17.7    24.8    11.0    5.2     0.7

 21.   18.6    25.0    13.0    4.0      .

 22.   17.8    26.4    10.8   12.1      .

 23.   17.2    27.0     7.7   13.0      .

 24.   18.3    26.6     8.3   12.9      .

 25.   16.2    24.7     9.7    8.4      .

 26.   16.9    26.2     8.0   11.7      .

 27.   16.6    25.2     8.9   10.1      .

 28.   19.1    27.0     8.3    5.9     7.8

 29.   15.7    20.8    13.5    1.3     7.5

 30.   13.6    17.9    11.6    4.3    10.4

 31.   10.3    16.3     5.0    5.9     1.4

--------------------------------------------

  Ø    19.6    27.8    11.6  271.1 S  64.8 mm

ljh Ø  15.1    20.7     9.6  204.0 S 106.0 mm

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HEISSESTER AUGUST SEIT TEMPERATURMESSUNGEN

SOMMERHOCH „MICHAELA“ MIT HITZEREKORDEN:

Der letzte met. Sommermonat geht als heißester August seit Beginn von Temperaturmessungen in die Klimageschichte ein. Aus einem zunächst unscheinbaren kleinen Ableger des Azorenhochs entwickelte sich das Hoch „MICHAELA“ über Mitteleuropa zu einem sog. Omegahoch. Gegen das kräftige stationäre Hoch hatten atlantische Schlechtwetterfronten keine Chance. So konnte die Spätsommersonne tagelang ihre Kraft voll entfalten und eine noch nie dagewesene lange Hitzeperiode herbeiführen. Vom 3. – 13. wurden tägliche Höchstwerte von 32-35°C auf der knochentrockenen und steppenartig aussehenden  Albhochfläche gemessen. Letztmals so heiß war es im Juli 1983. Am 14.fiel dann der lang ersehnte Regen, doch auch in der Folgezeit konnten die wenigen gewittrigen Schauer das Regendefizit bei weitem nicht ausgleichen. Das stabile Spätsommerwetter setzte sich weiter fort bei Werten von 25-28°. Durch die trockene Kontinentalluft wurden die Nächte besonders in der letzten Monatsdekade wieder deutlich kühler. Durch das Tief „RUDOLF“ wurde am 29. das Ende des Jahrhundertsommers eingeleitet. Mit einem Monatsmittel von 19.6°C war der August 2003 um 4.5° wärmer als üblich. Einen ähnlich heißen August gab es letztmals 1807 in Süddeutschland.            

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

 

Engstingen 13.08.2003

WETTERRING 2000+

 

REKORDHITZEWELLE GEHT HEUTE MIT WEITEREN

ABSOLUTEN REKORDEN ZU ENDE:

 

HÖCHSTTEMPERATUR ALBVORLAND/NECKARTAL:  13.08.2003

                         38 – 39°C  (im Schatten)   !!!

 

ALB (ENGSTINGEN):   13.08.2003      35.1°C (im Schatten)

 

in den Kammlagen der Alb gab es vom 12./13.8.

eine der wärmsten Nächte seit über 100 Jahren mit Tiefsttemperaturen von 23-25°C  !!!

 

In den Muldenlagen der Mittleren Alb dagegen in der Nacht vom 12./13.8.  nur 8-12°C  !!!

 

Klimastation Sonnenbühl/Gr. Rinnental: 13.8.:

Minimum:  8°C    Maximum:  34°C,  also eine Tagesschwankung von 26°C !!!

 

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

 

Engstingen 12.08.2003

 

KLIMASTATION ENGSTINGEN: JULI 2003

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag

  1.   12.3    15.9     9.1    0.2     11.4

  2.   14.6    19.3     9.3    9.3      5.9

  3.   13.1    16.9    11.0    7.3      3.2

  4.   12.4    15.6     8.7    3.0      6.3

  5.   13.3    16.9     8.8    3.5      1.0

  6.   14.3    19.9     8.2    9.8       .

  7.   16.0    23.0     6.9    9.5       .

  8.   16.2    22.8     8.9   10.4       .

  9.   16.9    23.2     8.9   10.4       .

 10.   16.8    23.8     8.7   13.4       .

 11.   18.8    25.9     8.9   13.0       .

 12.   16.9    23.4     8.9    9.3       .

 13.   18.4    24.2     6.5   14.6       .

 14.   18.2    25.5    10.8   14.6       .

 15.   21.0    29.2     8.7   13.7       .

 16.   20.8    31.6    13.0    7.9     16.6

 17.   15.4    20.0    10.1    3.2      3.1

 18.   16.5    23.2     9.2   13.0       .

 19.   19.4    26.9     8.2   13.9       .

 20.   23.4    31.1    10.4   12.4      1.1

 21.   19.8    24.7    15.3    5.1      5.0

 22.   20.8    26.0    13.4   12.1       .

 23.   17.6    26.0    11.8    6.9      0.3

 24.   16.2    23.8    10.6    3.4      3.0

 25.   18.4    23.7    10.6    8.9      0.0

 26.   20.0    25.2    15.1    5.1       .

 27.   18.0    27.9    13.8    3.6      7.2

 28.   15.2    20.6     9.4    9.7       .

 29.   15.2    21.4     7.8   12.7       .

 30.   17.3    23.0     6.1    6.3       .

 31.   16.3    22.8    11.8    5.6       .

---------------------------------------------

  Ø   17.1    23.3    10.0  271.8 STD 64.1 mm

ljh Ø 15.7    20.9     9.8  220.8 STD 93.0 mm

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SOMMER WEITERHIN AUF REKORDKURS – TROCKENHEIT

HÄLT AN – SUBTROPENWETTER – OMEGAHOCH AM

MONATSENDE:


Zwar konnte der Juli fast erwartungsgemäß das hohe Temperaturniveau des Rekordmonats Juni nicht erreichen, doch war es weiterhin hochsommerlich. Nur in der ersten Woche legte der Sommer eine kleine Pause ein. Danach aber heizte die Sonne wieder kräftig ein und ließ die Temperatur bis auf 31.6°C am 16. ansteigen. In der zweiten Monatshälfte herrschte dann wie bereits im Juni ein typisches Tropenwetter mit hohen Temperaturen und einzelnen Schauern und Gewitter. Am Monatsende baute sich das kräftige Omegahoch „MICHAELA“ auf, das im August zu vielen Superlativen in Sachen Hitze und Trockenheit führt.
Der Juli war zwar um 2° kühler als der Juni aber immer noch um 1.4° wärmer als normal. Wie bereits im Juni gab es keinen einzigen Tag ohne Sonnenschein. Es wurden 7 Gewittertage notiert.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

 

Engstingen 09.07.2003

KLIMASTATION ENGSTINGEN: JUNI 2003

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag

  1.    18.0    25.1     8.1   13.5      .

  2.    18.3    25.8     8.7    8.7     0.0

  3.    18.8    26.1     9.3    9.8      .

  4.    20.4    27.3    10.9   11.3     3.1

  5.    20.2    26.2    11.6    9.4     0.2

  6.    19.0    23.2    13.9    6.0      .

  7.    18.2    26.0    13.2    8.4     8.0

  8.    19.1    25.0    12.1    8.3    14.5

  9.    17.7    22.8    12.8    8.6      .

 10.    22.0    28.8    10.5   13.2      .

 11.    21.6    27.2    14.5    7.2      .

 12.    21.8    31.1    13.4   11.8     3.2

 13.    20.3    24.5    15.7    4.3     3.7

 14.    19.8    27.5    13.6    7.2    34.9

 15.    18.3    23.7    12.6   10.1      .

 16.    18.0    23.4    11.1   13.6      .

 17.    19.9    25.4    10.2   11.0     3.6

 18.    16.8    20.3    13.5    8.7     0.1

 19.    17.1    21.4    12.6    7.7      .

 20.    17.4    21.3    12.7    8.8     0.2

 21.    14.1    20.7     6.6   12.7      .

 22.    18.7    27.8     5.8   13.7      .

 23.    22.9    31.3    10.8   11.5     4.0

 24.    18.8    24.1    12.8    7.2     0.0

 25.    18.1    24.1    10.3    6.4     0.0

 26.    18.0    25.9    10.3    5.0     0.2

 27.    17.6    22.9     9.7    5.1     0.2

 28.    17.9    23.5    12.6    9.2      .

 29.    19.5    26.1    10.6    8.3      .

 30.    22.0    30.5    10.9    8.3     8.0

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  Ø     19.0    25.3    11.4  275.0 S  83.9 mm

ljh Ø   13.6    18.6     8.0  204.0 S 120.0 mm 

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WÄRMSTER JUNI SEIT BEGINN VON TEMPERATUR-

MESSUNGEN – SUBTROPISCHE WÄRME – AFRIKANISCHES

URWALDWETTER AUF DER ALB MIT VIELEN REKORDEN:

Ein Frühsommer wie man ihn nicht alle Jahre erlebt. Der Juni 2003 geht in die Annalen ein als absolut wärmster seit Beginn von Temperaturmessungen. Und diese reichen auf der Mittleren Alb bis in das Jahr 1890 zurück, in Stuttgart sogar bis 1792. Heiß und feucht war es wie im afrikanischen Urwald.
Den ganzen Monat lang bestimmten subtropische Warmluftmassen das Wettergeschehen. Durch das Fehlen eines richtigen Frühsommerhochs blieben zwar die absoluten Hitzerekorde aus, doch die vielen kleineren Zwischenhochs sorgten für reichlich Sonnenschein und permanent hohe Wärmegrade. Durch die außergewöhnlich lange Wärmedüse wurde an 17 Tagen die Sommertagsmarke von 25°C übertroffen. Trotz 275 Stunden Sonne hatten die Landwirte ihre Probleme mit der Heuernte.
In der oft schwülwarmen Luft bildeten sich ständig Regenschauer und Gewitter. Hagel fiel an 3 Tagen.
Mit einer mittleren Temperatur von 19.0°C, damit 5.4° mehr wie üblich, pulverisierte der Juni 2003 die bisherigen Spitzenreiter aus den Jahren 1822, 1858, 1877, 1917, 1930, 1935, 1950, 1976 und 2002. Letztmals noch wärmer war es in Engstingen im Hochsommer 1983, als der Juli 19.7°C als Monatsmittel aufwies (6 Hitzetage über 30°C, 19 Sommertage über 25°C).

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

 

Engstingen 12.06.2003

KLIMASTATION ENGSTINGEN: MAI 2003

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag Schneehöhe

  1.   9.9    16.5     2.7    8.7      .          .

  2.  11.8    18.2     1.5    3.0     4.2         .

  3.   9.2    15.8     2.1   10.7      .          .

  4.  13.9    24.1    -0.2   13.6      .          .

  5.  17.4    28.5     5.3   10.0      .          .

  6.  17.6    23.3    11.6    6.3      .          .

  7.  16.5    23.5    10.9   10.1      .          .

  8.  17.0    23.2     8.9    6.3     5.0         .

  9.  12.3    17.2     8.8    2.0     4.0         .

 10.  12.3    15.4     8.2    1.4      .          .

 11   12.7    17.3     8.4    1.8    29.7         .

 12.  12.8    17.3     7.9    5.4      .          .

 13.   7.4    10.3     2.1    0.3     6.4         .

 14.   4.2     8.8     0.4    7.5     4.1*        .

 15.   5.8    11.0     0.6    6.6      .          .

 16.   9.5    15.5    -1.8   12.6      .          .

 17.  10.4    14.1     5.7    0.4     0.9         .

 18.  13.0    15.9     7.2    1.5     0.2         .

 19.  14.1    22.2     9.8    2.5    10.2         .

 20.   8.1    12.4     4.5    6.9     3.9         .

 21.   7.4    12.0     3.6    5.7     0.2         .

 22.   9.2    11.2     2.8     .      7.4         .

 23.  14.8    22.3     8.2   10.7      .          .

 24.  17.8    25.2     6.8    9.7      .          .

 25.  11.0    13.3     8.9     .     11.8         .

 26.  10.8    11.7     8.7     .      1.0         .

 27.  14.8    17.3     8.8    0.8     0.3         .

 28.  14.2    17.8    10.6     .      3.8         .

 29.  15.8    21.7    11.8    2.7     0.5         .

 30.  18.2    23.9    10.9    8.5      .          .    

 31.  16.5    24.6    10.1    9.2     1.4         .

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  Ø   12.5    17.8     6.3  164.9 ST 95.0 mm      .

ljh Ø 10.4    15.4     5.0  200.0 S 103.0 mm     0.0 cm

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SAHARASTAUB UND HITZE – EISHEILIGE MIT NACHTFRÖSTEN –

FEUCHTWARMER WONNEMONAT BEENDETE DIE TROCKENHEIT:

Das Wetter war im Wonnemonat dreigeteilt wie seine Dekaden. Zunächst hochsommerlich warm und trocken, dann feuchtkühl mit Bodenfrösten und schließlich subtropisches Wachstumswetter. Die Trockenheit des Frühjahres hielt in der ersten Maiwoche weiterhin an. Durch eine starke südliche Höhenströmung wurde dabei Saharaluft bis in unsere Region herangeführt. Mehrere Tage lang verfärbte Saharastaub den Himmel.
In der extrem trockenen Luft stieg am 4. nach einer Frostnacht die Temperatur nachmittags bis auf 24°C an und bereits am nächsten Tag wurde der Monatshöchstwert der Luftemperatur mit 28.5°C erreicht. Durch Gewitter wurde am 8.+11. die Luft wieder reingewaschen und die Trockenheit beendet. Den Pflanzen ging es aber nur kurzzeitig besser, denn heuer traten die Eisheiligen pünktlich wie selten in Erscheinung. 
Am 14. trat dabei vormittags ein kräftiger Schneeregen- und Graupelschauer auf (Wetter live beim Besuch der Klimastation durch eine Kleinengstinger Grundschulklasse) und in den folgenden klaren Nächten ließ die aus Norden eingeströmte Polarluft das Quecksilber in Erdbodennähe unter die 0°-Marke absinken. Die „kalte Sophie“ machte dabei mit –3.3°C am 16. ihrem Namen alle Ehre. Trotz wenig Sonnenschein lag die Monatsmitteltemperatur mit 12.5°C um über 2° höher als normal. Alle 3 Frühlingsmonate konnten somit heuer einen Temperaturüberschuß verzeichnen. 

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

 

Engstingen 06.05.03

                                                                                                                     

WETTERRING 2000+

REKORDWÄRME IM MAI IN DER NECKAR/ALB-REGION:

31°C IM ALBVORLAND -   28.5°C AUF DER ALB

Nach einer frischen Nacht, in einigen Kältemulden auf der Alb gab es sogar nochmals leichten Bodenfrost, stieg die Temperatur durch einen kräftigen Warmluftschub aus Südwesten rapide an und erreichte am Nachmittag für den Monat Mai rekordverdächtige Werte. 

So heiß wie noch nie so früh in einem Jahr wurde es.  Bis zu 31°C erreichten die Quecksilber zwischen Neckar und Alb und selbst auf der Albhochfläche wurden noch hochsommerliche 28.5°C (im Schatten) gemessen.

Am 13.+14. Mai 1969 war es letztmals in der Region ähnlich so heiß in einem Wonnemonat.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

 

Engstingen 02.05.03

KLIMASTATION ENGSTINGEN:  APRIL 2003 

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag Schneehöhe

  1.    8.5    17.2    - 4.5   11.2    14.1         .

  2.    2.2    10.5      0.2    3.8     8.4*        .

  3.    0.1     3.1    - 2.4    1.0     1.5*        2

  4.    0.8     5.9    - 3.6    4.5      .          1

  5.    3.8     9.5    - 3.5    3.2     0.0*        R

  6.    0.5     4.3    - 2.2    5.0     0.3*        .

  7.   –4.2    -0.2    - 8.5    6.6      .          1

  8.   –1.8     4.6    -11.0   11.6      .          R

  9.   –0.1     6.0    - 4.4    8.1      .          .

 10.   –3.5     2.9    - 7.3     .      7.7*        .

 11.    1.0     6.5    - 8.3    8.3      .          8

 12.    3.5     8.3    - 1.3    0.6     0.1         R

 13.    8.1    15.2    - 2.2   10.2      .          .

 14.   10.6    17.3      3.8   11.9      .          .

 15.   12.7    19.3      3.0   12.2      .          .

 16.   13.0    18.8      4.2   12.2      .          .

 17.   11.9    17.3      5.1   12.7      .          . 

 18.    6.8    14.8      0.4   11.2      .          .

 19.    4.0     8.4      0.0    4.3      .          .

 20.    9.4    19.0    - 0.1    7.2      .          .

 21.    9.1    17.8      0.7    9.0     5.2         .

 22.    9.4    15.2      4.8    2.9    12.2         .

 23.    9.4    16.2      2.3    5.9     0.0         .

 24.   10.2    18.2      0.7   10.7      .          .

 25.   13.3    21.0      1.7    9.8      .          .

 26.   13.3    19.8      7.0    2.3     1.1         .

 27.   10.6    13.0      8.6    3.4      .          .

 28.   14.1    21.9      4.8    7.5     0.3         .

 29.   12.9    17.0      9.9    1.2     0.0         .

 30.   10.8    17.6      7.8     .      7.1         .

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  Ø     6.7    12.9      0.2  198.5 ST 58.0 mm     0.4 cm  

ljh Ø   5.9    10.6      1.2  156.0 ST 85.0 mm     1.0 cm

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VIEL SONNENSCHEIN UND ANHALTENDE TROCKENHEIT –

WACHSTUMSSCHUB IN DER LETZTEN APRILWOCHE:

Wie bereits in den Vormonaten setzte sich die sehr sonnige und niederschlagsarme Witterung weiter fort. Dabei war die erste Dekade des mittleren Frühlingsmonats noch spätwinterlich geprägt. In der kalten Polarluft schneite es immer wieder, innerhalb weniger Stunden am 10. bis zu 8 cm, die aber nach dem Meßtermin um 06.50 MESZ am 11. doch wieder rasch wegschmolzen. Rekordverdächtig kalt war es ja bereits am 8. mit –11°C in der Klimahütte, bzw. –13.7°C knapp über dem Erdboden.

Die Frühlingssonne schien in der mittleren Dekade reichlich und ließ die Nachmittagswerte deutlich ansteigen. In den klaren Nächten war es aber weiterhin recht kalt. Mit einigen Gewittern und den ersten Regengüssen nach einer 10-tägigen Trockenperiode startete die letzte Dekade. Die bisherige dominierende Landschaftsfarbe braun wurde zusehends durch ein frisches Grün ersetzt. Am 23. war die Albhochfläche in 700-800 m Seehöhe dann richtig gelb durch die flächendeckende Löwenzahnblüte, 5 Tage vor dem durchschnittlichen Termin.

Der April 2003 war fast 1° milder als üblich. Nahezu 200 Stunden Sonnenschein (normal 156) bedeuten wie in den Vormonaten ein deutliches Plus. Dagegen steht wiederum ein Niederschlagsdefizit, da nur 58 mm anstatt der normalen 85 mm gefallen sind.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+   

 

Engstingen, 08.04.03

KLIMASTATION ENGSTINGEN:  MÄRZ 2003

 

Datum  Mittel  Maximum  Minimum Sonne  Niederschlag Schneehöhe

  1.   4.7    9.6    -2.2     1.0     3.9        19

  2.   4.1    8.6     2.1     3.2     4.6*       15

  3.   1.0    3.3    -2.0     0.2     0.4*       12

  4.   1.3    7.4    -4.4     5.5      .         10

  5.   5.2   11.8     0.1     2.8      .          8

  6.   3.2    8.5    -1.8     0.1     7.1         6

  7.   2.1    7.9    -0.8     8.0      .          3

  8.   2.1    7.1    -2.3     2.2      .          R

  9.   5.2   12.7    -1.7     4.8      .          R

 10.   6.0   17.2    -2.0    10.0      .          R

 11.  11.2   17.0     2.0     3.6      .          R 

 12.   5.6   13.2     3.1      .      8.1         .

 13.   2.2    6.0    -0.5     6.2      .          .

 14.   0.2    5.0    -3.3     9.3      .          .

 15.  –0.3    2.1    -1.9     3.3      .          .

 16.   0.4    7.1    -4.5    10.7      .          .

 17.   0.5    9.0    -7.2     3.9      .          .

 18.   0.7    9.5    -6.1    10.4      .          .

 19.   1.6   11.0    -6.3    10.6      .          .

 20.   1.4   11.5    -5.6    10.9      .          .

 21.   1.7    9.3    -7.3    10.0      .          .

 22.   2.6    9.5    -3.5    11.2      .          .

 23.   2.9   13.9    -6.1    11.4      .          .

 24.   3.8   16.8    -4.1    11.4      .          .

 25.   5.9   17.1    -4.2    11.5      .          .

 26.   6.0   15.2    -1.4     4.3     0.3         .    

 27.   7.0   16.9    -2.3     6.5      .          .

 28.   8.4   17.7    -1.1     2.3     0.0         .

 29.   9.7   17.1     4.2     3.6     1.8         .

 30.  10.3   15.0     6.2     0.5     0.8         .

 31.   5.8   11.6    -2.3     6.3      .          .

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  Ø    4.0   11.1    -2.2   185.7 S  27.0 mm     2.4 cm

ljh Ø  2.0    6.5    -2.1   120.0 S  60.0 mm     8.7 cm

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SONNIGSTER MÄRZ SEIT 50 JAHREN – STRAHLUNGSWETTER MIT

GROSSEN TEMPERATURAMPLITUDEN- SPÄTWINTERENDE IN DER

ERSTEN MÄRZWOCHE

Wie im Februar dominierten auch im ersten Frühlingsmonat März die Hochdruckwetterlagen. Die am Monatsanfang noch geschlossene Altschneedecke wurde durch die Frühlingssonne zumindest auf den freien Flächen rasch dezimiert. An schattigen Hängen und im Wald konnte sich der Winter noch bis etwa Monatsmitte behaupten. Auf frostig kalte Strahlungsnächte folgten tagsüber Temperaturanstiege bis auf 17°C.
Vom 13.-25. war es sonnig und trocken. Erst in den letzten Märztagen kam von Südwesten etwas feuchtere Atlantikluft heran. Es bildeten sich Quellwolken, die sich besonders nachmittags in einzelnen Schauern mit den ersten Wärmegewittern entluden. Der März 2003 war 2° milder als normal. Mit 186 Stunden Sonne war es seit 1953 (220-230 Stunden Sonne auf der Mittleren Alb) der sonnigste März. Zusammen mit dem reichlichen Sonnenschein im Februar war der gesamte Spätwinter/Vorfrühling außergewöhnlich sonnig und sehr trocken.

 

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

Engstingen, 20.03.2003

                                                                                                                      

WETTERRING 2000+

KLIMASTATION ENGSTINGEN:

MET. WINTER 2002/03  (DEZ+JAN+FEB)

HAUPTWINTER IM FEBRUAR – SCHNEEREICHER SPÄTWINTER

KÄLTESTER WINTER SEIT 6 JAHREN -  195 STUNDEN SONNENSCHEIN

Die kälteste Jahreszeit liegt hinter uns. Der kalendarische Frühling startet schneefrei mit sonnigem Hochdruckwetter und nächtlichen Minusgraden.

Nach einem rekordverdächtigen Frühstart Ende September mit einer richtigen Schneedecke, ließ der Hauptwinter sehr lange Zeit auf sich warten. Von wenigen Schneeflocken abgesehen, blieb der ganze Dezember schneelos. Somit gab es entsprechend grüne Weihnachten und einen richtigen frühlingshaften Jahreswechsel. Sturmtief „CALVANN“ brauste mit Frontgewitter und Spitzenböen von über 100 km/h in der Nacht vom 2./3. Januar über die Alb. Erst ab dem 5. Januar bildete sich eine dünne Schneedecke, die aber bis zum Monatsende kaum für richtigen Wintersport ausreichte. In der Zeit vom 7.-13. herrschte durch Hoch „BÄRBEL“ richtiges Eisschrankwetter mit bis zu –17°C in den klaren Nächten. Mildes Atlantikwetter ließ die Schneedecke aber in der Folge rasch schrumpfen und am 28. Januar war die Albhochfläche bis auf wenige Reste wieder schneefrei. Dann begann es kräftig zu schneien, so daß dann der Februar ein Wintermonat mit einigen Superlativen wurde. Mit einer Schneedecke von 20-36 cm den ganzen Monat über, war es zusammen mit dem Februar 1999 der schneereichte Februar seit 33 Jahren. Es war gleichzeitig der kälteste Spätwintermonat seit 17 Jahren. Das langlebige Omegahoch „HELGA“ lieferte zudem traumhaftes Skiwetter. Erst am Ende des klimatologischen Winters konnte die tagsüber herrschende frühlingshafte Wärme der Schneedecke immer mehr zusetzen. Den Kältehöhepunkt erreichte der Winter heuer am 15. Februar mit –20°C.

Klimabilanz (Dez-Feb):       

                                        Mitteltemperatur: -1.7°C (normal –1.4°).

                                        Niederschlag: 222 mm (normal 168 mm).

                                        Sonne: 195 Stunden (normal 170 Stunden). 

                                        Schneetage: 57 (normal 60).

 

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

 

 

Engstingen, 08.03.2003

KLIMASTATION ENGSTINGEN:  FEBRUAR 2003

Datum Mittel Maximum Minimum  Sonne Niederschlag Schneehöhe

  1.   –9.6   -4.4    -14.0    8.3      1.8*       31

  2.   –1.6    1.3    - 8.7    0.9      1.4*       31

  3.    1.0    2.2    - 0.8     .      10.0*       26

  4.   –2.8   -0.8    - 8.0     .       2.8*       21

  5.   –3.3   -1.9    - 5.2     .      10.8*       23

  6.   –6.0   -3.1    -12.0     .       2.2*       36

  7.   –3.2    0.3    -13.7    1.6      0.0*       35

  8.    0.4    3.1    - 2.7     .       0.5*       33

  9.   –2.6    0.0    - 5.2    0.5       .         30

 10.   –3.4    1.5    - 5.8    5.8       .         28

 11.   –5.7   -3.0    - 8.0     .       0.0*       27

 12.   –7.4   -6.0    - 8.4     .       0.3*       27

 13.   –9.6   -4.8    -14.7    0.9      0.0*       27

 14.  –11.8   -4.5    -18.3    2.6       .         27 

 15.   –8.2   -2.1    -20.1    8.7      0.4*       27

 16.   –5.3   -3.9    - 6.3    0.2      0.3*       27

 17.   –8.2   -4.5    -14.1    4.1      0.0*       27

 18.   –6.9   -0.7    -13.0    9.2       .         27

 19.   –5.5    1.2    -10.1    9.4       .         27

 20.   –5.8    2.9    -12.9    7.6       .         26

 21.   –5.3    3.8    -14.3    7.0       .         26

 22.   –4.4    4.4    -10.5    7.8       .         25

 23.   –4.6    7.0    -14.6    9.6       .         25

 24.   –3.8    8.1    -12.6    9.6       .         24

 25.   –3.5    9.8    -13.5    9.7       .         23

 26.    0.1   13.7    - 9.3    9.7       .         22

 27.   –0.2   10.8    - 8.3    9.8       .         21

 28.    2.7   10.6    - 3.5    3.2      0.0        20

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  Ø    -4.5    1.5    -10.3  126.2 ST  30.5 mm    26.8 cm 

ljh Ø  –1.0    3.0    - 4.7   68.0 ST  57.0 mm    12.9 cm

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OMEGAHOCH HELGA MIT SUPER WINTERWETTER –
SCHNEEREICH
STER FEBRUAR SEIT 33 JAHREN – VIEL SPÄTWINTERSONNE:

Ein für Wintersportler nahezu idealer Wintermonat. Den gesamten Monat lag eine dicke Schneedecke, was es letztmals im Februar 1999 gab. Nach dem kräftigen Schneefall Ende Januar sorgten weitere Schneefälle in der ersten Februardekade für eine richtig tief verschneite Winterlandschaft. Zum glitzernden Pulverschnee fehlte jetzt eigentlich nur noch die Wintersonne. Diese kam dann in Verbindung mit dem Hoch „HELGA“ ab der Monatsmitte.
Das Kältehoch entpuppte sich als sog. Omegahoch, das die Schlechtwetterfronten vom Atlantik abblockte oder in weitem Bogen im Norden vorbeilenkte. Die Kälte erreichte in der Zeit vom 12.-17. ihren Höhepunkt. Nach einigen Tagen mit schneidend kaltem Ostwind, gelangte unsere Region in eine leichte südliche Luftströmung. Die Folge war ein traumhaftes Spätwinterwetter in der letzten Dekade. Nach kalten Frostnächten folgten vorfrühlingshafte Tage. Da die Luft aber sehr trocken war, konnte sich die Schneedecke fast unverändert halten. Erst am Monatsende setzten die täglichen Plusgrade der Winterlandschaft doch deutlich mehr zu und ließen die Schneedecke schrumpfen. Es war der kälteste Februar seit 17 Jahren. Durch die schützende hohe Schneedecke lag trotz der anhaltenden Kälte die Frosttiefe im Erdboden bei nur ca. 20 cm.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

                                                                                                                   

Engstingen, 11.02.2003

KLIMASTATION ENGSTINGEN:  JANUAR 2003

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag Schneehöhe

 

  1.     6.0     9.4      3.0      1.7       6.8         .

  2.     9.0    11.0      5.0       .       19.6         .

  3.     5.0     6.5      3.8      0.3       4.5         .

  4.     2.0     5.0     -1.2       .        9.1*        .

  5.    -4.4    -1.2     -5.3       .        0.3*        0

  6.    -6.6    -3.3    -11.5      4.9       1.3*        1

  7.    -7.8    -5.8     -9.3       .        0.4*        4

  8.    -9.9    -7.5    -11.2      0.9       0.2*        5

  9.   –11.3    -6.9    -16.1      5.0        .          5

 10.    –9.8    -8.5    -13.5       .        0.4*        5

 11.    –8.8    -5.8    -11.5      1.5       0.0*        6

 12.   –11.1    -4.0    -15.7      7.4        .          5

 13.    –4.3     0.6    -16.9       .       11.2*        5

 14.     1.9     3.5      0.6       .        0.8        11

 15.    –0.4     1.4     -2.8      0.1       0.0*        8

 16.    –1.1     1.4     -6.0       .        0.3*        7

 17.    –4.5     0.0     -8.4      4.7        .          6

 18.    –0.9     4.3     -6.9      3.6        .          6

 19.    –0.5     5.5     -8.3      6.4       0.6         5  

 20.     1.4     5.7     -2.0      2.8        .          4

 21.     1.6     4.9     -1.4      0.2       1.6         3

 22.     2.3     5.5     -0.7      3.8       0.2         2

 23.     1.7     3.5      0.6      1.6      17.4*        2

 24.    –1.4     1.5     -2.2      .         0.0*        2 

 25.    –2.8    -1.1     -4.5      .         0.8*        2  

 26.    –0.5     0.6     -4.1      .         5.0*        4  

 27.     3.4     6.3     -0.6      .         3.4         6

 28.     2.3     7.1     -0.4     3.7        8.6*        R

 29.    –1.0     0.5     -2.0      .         8.7*        5 

 30.    –2.9    -1.8     -4.1      .        15.4*       14

 31.    –7.5    -4.1     -9.2      .         2.2*       32  

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  Ø     -2.0    1.1      -5.3    48.6 ST   118.8 mm     5.3 cm

ljhØ    –2.1    1.3      -5.7    44.0 ST    60.0 mm    13.1 cm  

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RICHTIG WINTER ERST AM MONATSENDE – VIEL NIEDERSCHLAG –

TURBULENTE WETTERKÜCHE IN DER KERNWINTERZEIT:

Der erste Monat des Jahres war bei weitem nicht so mild wie vom Langfristcomputer prognostiziert, hatte dennoch aber nicht allzu viele hochwinterliche Eigenschaften. Nahezu den gesamten Monat über war eine ständige Unruhe in der Atmossphäre vorhanden. Immer wieder zogen Frontensysteme über unsere Region und führten zu rasch wechselnden Witterungsabschnitten. Bereits am 2. und nochmals am 28. waren sogar frontale Wintergewitter dabei. Sturmtief „CALVANN“ brauste mit Spitzenböen über 100 km/h über die Albhochfläche. Am 5. hielt der Winter mit einer dünnen Schneedecke seinen Einzug. Man konnte aber 3 Wochen lang nur rodeln, für richtige Loipen oder Skiliftbetrieb reichte die Schneemenge nicht. Häufige Landschaftsfarbenwechsel von grün und weiß waren an der Tagesordnung. Vom 29. an herrschte wieder Dauerfrost und kräftige Schneefälle setzten ein. Weitere starke Schneeschauer erhöhten die Schneedecke bis auf 32 cm am Monatsletzten. 1981 und 1982 lagen letztmals ähnlich hohe Schneemengen Ende Januar in Engstingen. 

Roland Hummel

WETTERRING 2000+                      

 

Engstingen, 31.01.2003

 

WETTERRING 2000+

30-40 CM PULVERSCHNEE AUF DER MITTLEREN ALB -

WINTERSPORT GUT BIS SEHR GUT –

KNACKIG KALTES FROSTWETTER AM WOCHENENDE –

WEITERER NEUSCHNEE IN DER 1.   FEBRUARWOCHE

Weitere Neuschnefälle brachten der Schwäbischen Alb nochmals einen deutlichen Schneezuwachs. Bei einer Gesamtschneehöhe von 30-40 cm ist nun überall Wintersport möglich. Die Lifte sind bereits in Betrieb, die Loipen werden nach dem Ende der stärksten Schneeschauer maschinell gespurt. Es sind die höchsten Schneehöhen seit Februar 1999, als letztmals die ½ m Marke übertroffen wurde. Am Samstag lassen die Schneefälle deutlich nach und Väterchen Frost gewinnt zusehends die Oberhand. Tagsüber klettert das Thermometer kaum über die –5°C-Marke an, dazu gesellt sich noch ein z.Teil recht unangenehmer Nordwind. Die klare Nacht auf Sonntag läßt die Temperaturen rapide absinken, so daß am Sonntagmorgen verbreitet –15°C, örtlich sogar unter –20°C erreicht werden. Am Sonntag hat die Wintersonne dann am ehesten etwas Gelegenheit zu einem kalten Wintermärchen dazu beizutragen. Schon am Montag greifen erneut Tiefs aus dem Nordpolargebiet auf unsere Region über und leiten erneut einen ziemlich wechselhaften Witterungsabschnitt ein. Dabei wird es deutlich milder, die Niederschläge fallen oberhalb ca. 750-800 m durchweg als Schnee, darunter ist kurzzeitig mit Schneeregen oder Regen zurechnen. Bereits am Dienstag und auch im gesamten weiteren Verlauf der ersten Februarwoche wird es wieder etwas kälter. Weitere Niederschläge fallen dann wieder zunehmend als Schnee und lassen die Schneedecke weiter anwachsen. Der Winter scheint dann seinem Höhepunkt wohl dann bald erreicht haben. Die Wahrscheinlichkeit eines Wintermonats mit einer durchgehenden Schneedecke sind heuer also im Februar durchaus gegeben.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

                     

 

Engstingen, 24.01.2003

 

WETTERRING 2000+

2 – 10 CM NEUSCHNEE AUF DER MITTLEREN ALB –

EINGESCHRÄNKTE WINTERSPORTMÖGLICHKEITEN

Das Tief „NIKLAS“ ist mit seinem Niederschlagsgebiet in der Nacht von Donnerstag auf Freitag über die Region gezogen. Dabei ist die Schneefallgrenze nicht wie erwartet bis in tiefere Lagen abgesunken, sondern stieg um Mitternacht verbreitet nochmals bis auf ca. 800 m Höhe an. Erst in der Frühe schneite es wieder auf der gesamten Albhochfläche, jedoch waren da die dicksten Wolkenpakete schon auf dem Weg in Richtung Alpen.
So findet man jetzt auf der Alb je nach Höhenlage recht unterschiedliche Schneeverhältnisse vor. In ca. 650-700 m Seehöhe liegen nur ca. 2-3 cm, in Höhen von 800 m ca. 5-10 cm, in den Kammlagen des Salzwinkels auf der Münsinger Alb und auf der Zollernalb 10-20 cm.
Dabei handelt es sich meist um eine vereiste Schneedecke mit einer dünnen verkrusteten Altschneeunterlage. Einzelne Lifte werden in Betrieb genommen, die Loipen sind vereist und erfordern erhöhte Aufmerksamkeit. Am Wochenende ist kein weiterer Neuschnee zu erwarten, da sich das Hoch „GABI“ bei uns kurzzeitig aufbaut und für ruhiges Winterwetter sorgt. Die Nächte werden frostig kalt, auch tagsüber klettert das Thermometer trotz Sonnenschein kaum über den Gefrierpunkt.
Bereits am Sonntagabend leitet das nächste Tief mit Regen und Schnee einen weiteren wechselhaften Witterungsabschnitt ein.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

 

Engstingen, 10.01.2003

 

WETTERRING 2000+

 

KÄLTEHOCH BÄRBEL MIT EISSCHRANKWETTER

KÄLTEWELLE AUF DEM HÖHEPUNKT -  4-10 CM SCHNEE AUF DER MITTLEREN ALB –  SCHNEETIEF FRIEDRICH NICHT ERGIEBIG

TAUWETTER SETZT IN DER NÄCHSTEN WOCHE EIN

 

Die Nacht vom 9. auf  den 10. Januar brachte bislang die kältesten Temperaturen in diesem Winter. Verbreitet wurden –16°C auf der Mittleren Alb gemessen, in den Senken und Muldenlagen bis zu -20°C. Am Ostrand des Kältehochs „BÄRBEL“ strömte in den letzten Tagen arktische Kaltluft in unsere Region. Eingelagerte kleine Schneefallgebiete brachten zwar eine Winterlandschaft, für richtigen Wintersport allerdings viel zu wenig. Derzeit liegen meist ca. 4–6 cm, nur örtlich bis zu 10 cm Pulverschnee. Das reicht gerade zum Rodeln und stellenweise ziehen die Langläufer selber ihre Spuren. Tipp: Golfplatz- und Tälerloipe in Sonnenbühl/Undingen sind manuell gespurt. Die meisten Lifte hingegen sind nicht in Betrieb, nur zusätzlich mit Kunstschnee versehene Pisten bieten gute Wintersportmöglichkeiten. Nähere Einzelheiten und Schneeinformationen müssen jeweils am betreffenden Ort eingeholt werden. Am Wochenende bleibt es zunächst noch hochwinterlich kalt, weiterer ergiebiger Neuschneezuwachs ist jedoch zum Leidwesen der Wintersportler nicht in Aussicht, da das Schneetief „FRIEDRICH“ von Südosten herkommend, nur wenige Flocken fallen lassen wird. 

In der neuen Woche stellt sich die Großwetterlage erneut komplett um. Atlantische Tiefausläufer führen milde Luft und dicke Wolkenpakete heran. Zunächst fällt noch Schnee, bis zur Wochenmitte regnet es selbst in den Kammlagen der Alb. Das durchgreifende Tauwetter führt dann rasch zu einem vollständigen abtauen der Schneedecke. Ein weiterer Wintereinbruch ist derzeit noch nicht absehbar.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

 

 

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