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Wetterrinformationen Archiv
Berichte und Infos 2002
Engstingen, 16.01.2003 KLIMASTATION ENGSTINGEN: DAS WETTERJAHR 2002
NASSESTES JAHR SEIT 1939 AUF DER MITTLEREN ALB WÄRMSTER FRÜHSOMMER SEIT 26 JAHREN – REKORDNÄSSE IM HERBST – FRÜHESTER WINTEREINBRUCH SEIT ÜBER 100 JAHREN IM SEPTEMBER - GRÜNE WEIHNACHTEN Es war
wieder ein recht turbulentes Wetterjahr mit einigen met. Besonderheiten. Wie
bereits seit einigen Jahren traten auch anno 2002 zahlreiche Wettersuperlative
und rekordverdächtige Wetterereignisse auf. So gab es nach einem erneut
schneearmen Winter den drittwärmsten Februar seit hundert Jahren. Nach einem
ziemlich nassen Wonnemonat Mai sorgten einige Warmluftschübe für den wärmsten
Juni seit 26 Jahren. Es reichte aber dennoch nur zu einem Durchschnittssommer,
da im Hochsommer oft wechselhaftes und feuchtes Waschküchenwetter herrschte.
Statt Altweibersommer gab es im September einen regelrechten Winterfrühstart. Am
25. September lagen ca. 4-10 cm Schnee auf der Mittleren Alb, damit ein
absoluter Jahrhundertrekord. Es folgte der nasseste Herbst seit über 100 Jahren.
Mit grünen Weihnachten und Frühlingswetter am Jahresende schloß der Jahrgang
2002 entsprechend viel zu naß und auch wieder deutlich milder als üblich ab. Das
Wetterjahr 2002 begann mit einem Wechselbad im Januar. Von Eiseskälte bis zu
Rekordwärme pendelten die Temperaturen. Kurios, daß bereits am allerersten Tag
des Jahres mit –19.0°C die tiefste Jahrestemperatur gemessen wurde. Am 30.
Januar herrschten bereits Frühlingswerte von +15.4°C. Nur 3 Wochen lang gab es
eine Winterlandschaft mit ca. 10-15 cm Schnee, danach war der Hochwinter bereits
beendet. Am 3. Februar schien die Sonne fast 9 Stunden lang und ließ die
Temperatur im Schatten bis auf 17.7°C ansteigen. Für wenige Tage meldete sich
der Spätwinter dann Ende Februar nochmals zurück. Am 22. wurden 13 cm Schnee und
Frostwerte bis zu -14.8°C gemessen. Im ersten Frühlingsmonat März war es
ziemlich sonnig und 3 Wochen lang recht trocken. Bis zum April war die
Vegetation ca. 1 Woche im voraus, bevor es einen nassen Wonnemonat mit
Sonnenscheinmangel gab. Den letzten stärkeren Frost mußten die Pflanzen am 7.
Mai über sich ergehen lassen, während es kurze Zeit später an den sog.
Eisheiligen sommerlich warm war. Bereits am 17. Mai wurde mit 25.9°C erstmals
die Sommertagsmarke von 25°C übertroffen. Es folgte im Juni geradezu ein idealer
Frühsommer mit 10 Sommertagen in Folge. So früh wie selten wurde dabei die
Jahreshöchsttemperatur am 18. mit 32.4°C registriert. Danach war es im
Hochsommer oft feucht und durchwachsen wie in den Tropen mit zahlreichen
Regengüssen und Gewittern. Auch im Spätsommer konnte sich kein richtig kräftiges
Hoch etablieren und so fiel auch der Altweibersommer regelrecht ins Wasser.
Einzig positiv, daß sich die Ozonwerte und auch Gewitter mit Hagel sich dadurch
deutlich in Grenzen hielten.
KLIMABILANZ 2002:
Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 03.01.2003 KLIMASTATION ENGSTINGEN: DEZEMBER 2002 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe 1. 1.8 4.2 0.2 1.9 5.6 . 2. 2.4 4.9 -0.3 0.5 0.2 . 3. 1.0 2.1 -0.1 . 1.5* . 4. 1.1 1.9 0.8 . 0.0* . 5. 1.8 3.5 0.1 . 1.8 R 6. 0.4 3.1 -0.2 . 0.0 . 7. –0.4 0.1 -0.8 . . . 8. –2.7 -0.8 -5.0 . . . 9. –6.1 -4.7 -6.9 . 0.3* . 10. –7.5 -5.8 -8.3 . . 0 11. –8.3 -7.1 -9.5 . . 0 12. –2.8 2.3 -8.5 3.8 . 0 13. –1.6 3.4 -4.0 0.9 . R 14. –1.2 1.7 -5.0 4.4 . . 15. 0.8 2.4 -2.0 . 4.0 . 16. 3.0 4.3 1.1 . 13.4 . 17. 1.8 3.0 1.1 0.8 . . 18. –1.8 1.1 -3.2 . . . 19. –2.7 0.0 -4.2 5.8 . . 20. 0.2 2.2 -3.8 0.2 10.0 . 21. 4.8 6.9 1.9 . 4.5 . 22. 7.4 10.0 3.7 . 9.4 . 23. 6.2 9.4 2.8 1.2 0.1 . 24. 5.4 7.8 2.6 . . . 25. 4.9 6.5 2.8 . 1.0 . 26. 4.8 6.1 3.1 . 0.8 . 27. 3.8 7.4 1.4 . . . 28. 5.1 7.3 0.8 . 9.7 . 29. 5.8 9.8 1.6 0.1 5.7 . 30. 9.0 10.7 7.5 . 0.6 . 31. 5.6 7.5 1.9 0.8 4.0 . ------------------------------------------------------------ Ø 1.4 3.6 -0.9 20.4 STD 72.6 mm 0.0 cmljh Ø –0.9 2.4 -4.3 44.0 STD 62.0 mm 7.7 cm ------------------------------------------------------------
NAHEZU SCHNEELOSER WINTERMONAT MIT SEHR WENIG SONNE- MILDES FRÜHLINGSWETTER AM JAHRESENDE: Wie bereits nun seit einigen Monaten, überwogen zyklonal geprägte Westwetterlagen mit zumeist recht milder und feuchter Atlantikluft. Kälte und Dauerfrost gab esnur vom 8.-11. In dieser Zeit fielen ganz vereinzelte Schneeflocken und wenige Schneegriesel, zu einer richtigen Schneelandschaft reichte es an keinem einzigen Tag. Damit war der September 2002 schneereicher als der Oktober, November und Dezember zusammen. Eine wohl einmalige Schneesituation. Bislang ist es heuer der absolut schneeärmste Winter seit mindestens 60 Jahren auf der Mittleren Alb. In rascher Folge zogen am kalendarischen Winterbeginn immer wieder atlantische Tiefs heran und verhinderten ein Vordringen der arktischen Kaltluft. So gab es grüne Weihnachten, dazu schmuddeliges Regenwetter und keinen einzigen Sonnenstrahl an den Feiertagen. Bis zum Jahreswechsel änderte sich daran nichts mehr entscheidendes. Jahresbilanz 2002: Mitteltemperatur:
7.8°C (+1.1°),
Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 20.12.2002
WETTERRING 2000+ KLIMASTATION ENGSTINGEN: MET. HERBST 2002 (SEP+OKT+NOV)
NASSESTER HERBST SEIT ÜBER 100 JAHREN AUF DER MITTLEREN ALB SEPTEMBERSCHNEE – GROSSES SONNENSCHEINDEFIZIT Der Herbst 2002 viel völlig ins Wasser. Regen, Regen immer wieder Regen. Von Anfang September bis Ende November, das ist die Zeitspanne des meteorologischen Herbstes, dominierten eindeutig die Tiefdruckwetterlagen und brachten rekordverdächtige Niederschläge. An den insgesamt 60 Niederschlagstagen fielen 440 mm, damit mehr als das Doppelte des üblichen Wertes. In einer bis zum Jahre 1890 zurückreichenden Reihe der Mittleren Alb war bislang der Herbst 1939 mit 413 mm der nasseste. Dementsprechend war natürlich auch kaum eine Spur vom Goldenen Herbst zu finden. Nur 272 Sonnenscheinstunden wurden registriert, damit deutlich weniger als üblich. Ein weiteres meteorologisches Superlativ war der extrem frühe Wintereinbruch am 25. September. Bereits 3 Monate vor Weihnachten war die Alb einen Tag lang in ein richtiges Winterkleid eingehüllt. In Engstingen lagen ca. 4 cm Schnee, in den Kammlagen der Mittleren Alb sogar 5-10 cm. Eine solch hohe Septemberschneedecke lag seit Menschengedenken nicht mehr auf der Mittleren Alb. Der Frühwinter hatte aber danach bereits sein Pulver total verschossen und sowie der Oktober, als auch der November blieben schneelos. Gut möglich, daß selbst bis zum Jahresende der September damit schneereicher war als die Folgemonate Oktober, November und Dezember zusammen. Wohl eine einmalige und kaum mehr zu überbietende Klimakonstellation. Mit einer Mitteltemperatur von 6.9°C war der Herbst, trotz eines kühlen Septembers, doch noch etwas milder als normal. Im November gab es ein großes Wärmeplus. Die Temperaturen bewegten sich von 23.6°C am 9. September bis zu -3.4°C am 20. und 29. Oktober. Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen 05.12.02 KLIMASTATION ENGSTINGEN: NOVEMBER 2002 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe 1. 9.1 13.2 4.0 0.6 6.5 . 2. 10.3 10.8 8.5 . 10.0 . 3. 9.1 13.8 4.7 0.3 21.3 . 4. 5.2 6.6 4.6 0.3 14.3 . 5. 4.7 6.0 3.1 . 2.0 . 6. 2.9 7.2 -0.1 2.8 . . 7. 1.4 3.1 -0.4 . 15.0* . 8. 2.3 4.0 1.1 0.8 0.3 . 9. 5.1 8.4 2.8 . 8.0 . 10. 5.0 7.4 2.7 1.2 3.4 . 11 6.8 11.6 2.0 0.6 9.7 . 12. 3.9 10.0 0.4 5.7 . . 13. 4.6 10.5 -0.2 2.1 1.5 . 14. 4.7 7.7 1.8 . 15.3 . 15. 6.4 7.6 4.7 . 4.8 . 16. 7.2 9.5 4.6 . 2.6 . 17. 4.6 11.0 0.5 5.8 . . 18. 3.3 7.3 -1.5 . 5.2 . 19. 4.0 4.7 3.0 . 1.2 . 20. 3.0 7.4 -0.8 2.6 . . 21. 4.7 9.3 -1.3 1.6 1.2 . 22. 4.2 5.8 1.0 . 6.6 . 23. 6.0 9.5 0.0 4.8 4.0 . 24. 6.2 8.9 3.8 0.7 0.3 . 25. 6.0 8.0 1.5 . 6.2 . 26. 5.4 6.2 5.0 . 8.7 . 27. 5.3 6.9 4.1 . . . 28. 5.0 10.0 2.8 1.7 9.0 . 29. 4.8 6.3 2.2 . 4.9 . 30. 4.0 5.9 2.2 0.4 . . ------------------------------------------------------- Ø 5.2 8.2 2.2 32.0 Std 162.0 mm . cmljh Ø 2.3 6.2 -1.1 60.0 Std 72.0 mm 2.0 cm --------------------------------------------------------
NÄSSE NÄSSE OHNE ENDE – MEHR ALS
DOPPELT SO VIEL REGEN 17 Tiefs bestimmten mit zumeist milder, aber sehr feuchter Atlantikluft das Wettergeschehen. Den ganzen Monat über gab es nur kurze Regenpausen. So waren alle nur denkbaren nassen Eigenschaften dominant und lieferten einige met. Superlative. 12 Tage mit Nebel wurden registriert und mit durchschnittlich 94 % war die relative Luftfeuchte so hoch wie selten zuvor in einem Jahresmonat. An den 24 Regentagen des Monats fielen 162 mm. Es war einer der nassesten November in den letzten 100 Jahren auf der Mittleren Alb. Selten zuvor in dieser Jahreszeit gab es selbst in der Karstlandschaft der Albhochfläche so viele Tage mit Pfützenbildung in den Wiesen und Feldern. Der November war um 3° wärmer als normal. Seit 40 Jahren war es nur im Jahre 1994 noch milder. Erstmals wieder seit 4 Jahren gab es keinen Novemberschnee. MET. HERBST 2002 (SEP+OKT+NOV): Leichter Temperaturüberschuß, deutliches Sonnenscheindefizit, nassester Herbst seit über 100 Jahren auf der Mittleren Alb (bislang 1939). 440 mm Niederschlag in Engstingen. Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 28.11.2002 WETTERRING 2000+ NASSESTER HERBST SEIT ÜBER 100 JAHREN AUF
DER MITTLEREN ALB Bereits einige Tage vor dem meteorologischen Herbstende am 30. November steht fest, daß es heuer der regenreichste Herbst seit über 100 Jahren auf der Mittleren Alb ist. Mit dem gestrigen Regen wurden die alten Rekordmarken aus dem Jahre 1939 übertroffen. Damals gab es beispielsweise in Sonnenbühl von September-November 469 mm Regen (normale Herbstmenge 225 mm). Heuer sind es nun bereits 473 mm und es stehen noch 1 oder 2 Regentage zum Monatsende November an. Die Regenstatistik reicht in Sonnenbühl bis in das Jahr 1890 zurück, also ein Jahreszeitenrekord von mindestens 112 Jahren. Geregnet hat es im Herbst 2002 bislang an 56 Tagen, normal wären 46 Regentage. Obwohl das Jahr ziemlich trocken startete und bis zum April noch ein Defizit aufwies, avanciert sich letztendlich der Jahrgang 2002 zu einem der nassesten Jahre in den letzten 100 Jahren auf der Mittleren Alb. In Sonnenbühl beträgt die normale Jahresmenge 1053 mm. Heuer stehen bereits 1305 mm zu Buche (absoluter Jahresrekord seit 1890: 1448 mm im Jahre 1939). Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 27.11.2002 WETTERRING 2000+ WINTERPROGNOSE 2002/03 FÜR DIE SCHWÄBISCHE ALB UND DAS ALBVORLAND NACH DEM LANGFRISTCOMPUTERMODELL DER FREIEN UNIVERSITÄT BERLIN KALTER FRÜHWINTERBEGINN MIT SCHNEE – MILDER UND SCHNEEARMER KERNWINTER – SPÄTWINTER ERST AB MITTE FEBRUAR WIEDER MIT RICHTIGER SCHNEELANDSCHAFT Ähnlich wie im vergangen Jahr zeigen die Modellrechnungen einen nicht geraden idealen Winterverlauf. Besonders im Kernwinter treten häufige Westwetterlagen auf, die mit sehr milder und feuchter Atlantikluft für Nässe, aber nicht für winterliche Eigenschaften sorgen werden. Nun der Reihe nach: Hoher Luftdruck wird bereits am meteorologischen Winterbeginn am 1. Dezember erwartet. Mit einer kalten nordöstlichen Strömung gelangt arkische Kaltluft bis in unsere Region und führt besonders auf der Alb zum ersten winterlichen Witterungsabschnitt. Der Schnee vom 24. September war ja quasi nur eine seltene Eintagsfliege. Und eine Schwalbe macht noch lange keinen richtigen Sommer. Auch nicht der erste Schnee im Dezember im Albvorland, denn spätestens um die Weihnachszeit dominiert wieder tiefer Luftdruck mit all seinen negativen Begleiterscheinungen. Des Autofahrers Freud, des Skifahrers Leid wenn die prognostizierten 3-4° zu hohen Januarmitteltemperaturen eintreffen. Auch im Februar soll der Wärmeüberschuß immer noch ca. 2° betragen, was weiterhin für wenig Schnee und winterliche Eigenschaften spricht. Bis zur Monatsmitte des letzten Wintermonats soll die überwiegend westliche bis südwestliche Grundströmung über Mitteleuropa anhalten und erst im weiteren Verlauf kälterer Nordpolarluft Platz machen. Im Albvorland erwartet man jetzt eigentlich den Frühling und sieht sich dann plötzlich wieder nach langer schneeloser Zeit den winterlichen Eigenschaften ausgesetzt und auf der Alb werden sämtliche Schnee- und Skiutensilien wieder zum Einsatz gebracht. Wie immer bleibt jedoch die Hoffnung, daß die Modellrechnung überhaupt oder nur teilweise stimmt und besonders um das Weihnachsfest und am Jahreswechsel sich die Landschaft so wie im letzten Jahr präsentiert. Strahlender Sonnenschein und eine glitzernde Winterlandschaft. Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 03.11.2002 KLIMASTATION ENGSTINGEN: OKTOBER 2002 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe1. 6.1 18.0 -1.9 10.4 . . 2. 7.8 18.3 -0.4 5.9 . . 3. 10.3 17.2 5.0 2.9 1.5 . 4. 7.2 12.2 3.9 . 4.7 . 5. 8.2 12.6 2.1 4.3 20.2 . 6. 7.8 11.8 6.0 4.1 14.8 . 7. 4.1 9.5 -0.8 2.2 . . 8. 4.4 11.1 -2.8 6.9 . . 9. 5.4 10.2 1.3 4.6 . . 10. 5.6 6.6 3.8 . . . 11 6.1 7.3 5.2 . 1.0 . 12. 6.5 8.5 5.1 . 1.0 . 13. 6.2 11.9 3.3 3.2 1.6 . 14. 8.2 10.9 5.5 . 1.2 . 15. 11.4 15.2 6.2 0.4 5.5 . 16. 13.0 17.9 10.0 1.8 14.7 . 17. 8.2 10.0 5.9 . 19.4 . 18. 4.9 7.5 3.5 3.3 4.3 . 19. 2.5 6.9 -1.9 3.0 1.7 . 20. 2.9 7.3 -3.4 . 0.1 . 21. 9.1 11.9 1.9 0.2 6.4 . 22. 12.0 15.4 8.6 5.4 0.2 . 23. 7.8 12.1 3.7 0.6 3.5 . 24. 6.0 9.6 2.4 6.5 8.7 . 25. 10.1 12.6 5.1 0.1 20.6 . 26. 8.7 12.7 4.7 6.3 0.6 . 27. 10.6 17.8 4.1 1.7 2.0 . 28. 3.8 8.9 -1.3 7.4 . . 29. 5.1 11.6 -3.4 4.3 . . 30. 10.8 15.8 4.6 0.9 0.0 . 31. 9.4 13.2 5.8 0.2 . . ----------------------------------------------------------- Ø 7.4 12.0 3.0 86.6 ST 133.7 mm . cmljh Ø 7.6 12.8 3.2 124.0 ST 61.0 mm 0.1 cm ----------------------------------------------------------- ORKANTIEF JEANETT UND VIEL REGEN VERHINDERTEN EINEN GOLDENEN OKTOBER- NUR 87 STUNDEN SONNE – SCHNEELOS:Reichlich Regen und viel Wind waren die herausragenden Wetterelemente im mittleren Herbstmonat. Heranbrausende Tiefs vom Atlantik waren vorherrschend, die immerhin 8 Oktoberhochs hingegen nur kurzlebig. In der Zeit vom 11.-27. gab es 17 Regentage in Folge. Selten zu dieser Jahreszeit ist die Bodenfeuchte so groß wie heuer. Die ungemütliche Wetterlage gipfelte dann am 26., als das Sturmtief „JEANETT“ mit subtropischer Warmluft sich zu einem Orkan entwickelte und mit Spitzenböen von 100-130 km/h über die Albhochfläche hinwegfegte. Im Gegensatz zu „LOTHAR“, dem Weihnachtsorkan 1999, war „JEANETT“ flächenmäßig weitaus größer und hielt auch länger an, dafür wurden die absoluten Spitzenböen von „LOTHAR“ nicht erreicht. Die Sonne schien nur 87 Stunden lang und ließ sich an 7 Tagen überhaupt nicht blicken. Mit 134 mm Regen (kein Schneefall) gab es über das Doppelte der normalen Menge. Zur Erinnerung: vor 1 Jahr gab es 151 Stunden Sonne, nur 13 Regentage und den wärmsten Oktober seit über 100 Jahren.
Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 06.10.2002 KLIMASTATION ENGSTINGEN: SEPTEMBER 2002 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe 1. 12.3 14.9 11.2 . 0.1 . 2. 13.0 16.9 10.9 0.9 . . 3. 11.9 16.0 8.3 2.6 . . 4. 14.0 20.4 9.1 2.0 10.5 . 5. 13.7 19.9 9.2 6.8 . . 6. 13.8 19.7 6.9 8.0 . . 7. 13.7 21.3 6.8 9.5 6.8 . 8. 15.0 22.5 8.3 10.1 . . 9. 15.4 23.6 8.5 6.5 9.2 . 10. 11.3 14.6 8.8 1.5 5.2 . 11. 11.6 14.7 8.4 2.3 . . 12. 12.8 17.5 9.5 6.8 . . 13. 9.0 16.3 3.0 11.5 . . 14. 10.3 17.3 0.7 11.3 . . 15. 9.6 15.2 3.4 7.0 2.9 . 16. 7.1 14.6 0.7 7.3 . . 17. 7.4 16.8 -0.1 11.5 . . 18. 11.2 20.4 0.6 10.8 . . 19. 13.6 17.4 8.9 . 4.2 . 20. 13.4 16.3 10.6 0.5 6.8 . 21. 11.8 15.1 9.8 2.4 0.4 . 22. 9.3 12.9 6.9 1.7 20.3 . 23. 5.9 7.3 4.4 . 38.0 . 24. 2.4 5.0 0.2 . 24.0* . 25. 2.1 3.3 -0.1 . 6.1* 4 26. 6.5 8.4 3.1 . 5.0 . 27. 7.6 11.5 5.1 0.8 5.2 . 28. 3.2 11.0 -1.5 9.6 . . 29. 4.4 12.6 -2.5 10.9 . . 30. 5.2 15.3 -1.9 10.9 . . ---------------------------------------------------------- Ø 10.0 15.3 5.2 153.2 S 144.7 mm 0.1 cmljh Ø 12.0 17.8 6.9 168.0 S 66.0 mm . cm ----------------------------------------------------------
2 TAGE NACH DEM KALENDARISCHEN SOMMERENDE
KAM DER Eine Schneelandschaft wie mitten im Winter war das herausragende Wetterereignis. Bereits 3 Monate vor Weihnachten präsentierte sich die Alb im richtigen Winterkleid. Am Ostrand des Hochs „KILIAN“ floß kalte Luft in bodennahen Schichten aus arktischen Breiten bis zu uns und traf hier mit der in der Höhe herangeführten feuchtmilden Mittelmeerluft von Tief „ZILLA“ zusammen. Das führte zu kräftigem Schneefall, der am 25. kurz nach Mitternacht einsetzte. Am Vormittag wurden je nach Engstinger Höhenlage 3-5 cm gemessen. Es war der früheste richtige Wintereinbruch seit Menschengedenken. Vor 30 Jahren schneite es zwar ebenfalls am 25. September, doch damals blieb der Schnee nicht liegen. Bislang war der 6. Oktober 1982 der früheste Termin mit einer Winterlandschaft. Aus dem Hungerjahr 1816 wird berichtet, daß am 22. September das Getreide auf der Münsinger Alb mit dem Bahnschlitten nach Hause gefahren wurde! Bereits die erste Monatshälfte hatte heuer eher einen frühherbstlichen als spät-sommelichen Charakter. Am 14. war die Landschaft erstmals in der Frühe mit einer weißen Reifschicht überzogen. Mit –2.5°C in der 2 m hohen Klimahütte (-4.2°C nahe des Erdbodens) gab es am 29. schließlich noch die kälteste Septembertemperatur seit Meßbeginn im Jahre 1987. Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 25.09.2002 WETTERRING 2000+ FRÜHESTER WINTEREINBRUCH AUF DER SCHWÄBISCHEN ALB SEIT MENSCHENGEDENKEN – 3-10 CM NEUSCHNEE NUR 2 TAGE NACH DEM KALENDARISCHEN SOMMERENDE HIELT DER WINTER BEREITS EINZUG - SCHNEEBRUCH IN DEN VOLLBELAUBTEN WÄLDERN
Hoch „KILIAN“ im Nordwesten Europas, Tief „ZILLA“ über dem Alpenraum. Diese Großwetterlagenkonstellation führte zum frühesten Wintereinbruch auf der Alb seit Menschengedenken. Bodennahe kalte Luft aus nordpolaren Breiten vermischte sich mit der von Süden in großer Höhe herangeführten milderen Luft und löste dabei kräftige Schneefälle aus. Bereits gestern gingen die Niederschläge in Lagen oberhalb ca. 750 m Höhe in Schnee über. In der Nacht sank die Schneefallgrenze bis auf ca. 500 m. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt war die Alblandschaft bis zum frühen Morgen in ein richtiges Winterkleid eingepackt. Bis zu 10 cm Neuschnee gab es in den Kammlagen der Zollernalb und auch auf der Münsinger- und Reutlinger-Alb wurden 3-8 cm Schnee angetroffen. Eine solch hohe Schneedecke gab es schon lange nicht mehr zu dieser Jahreszeit. Vor genau 30 Jahren, am 25.09.1972, schneite es zwar ebenfalls auf der Alb, doch damals gab es nur eine dünne durchbrochene Schneedecke in den Kammlagen. Am 6. Oktober 1982, also vor 20 Jahren, wurden ähnliche Schneeverhältnisse auf der Mittleren Alb angetroffen. Dies war bislang der früheste richtige Wintereinbruch auf der Albhochfläche. Auch in den Klimastatistiken, die ca. 100 Jahre zurückreichen, findet sich kein vergleichbares Jahr hinsichtlich eines noch früheren Wintereinzuges. Aus dem Hungerjahr 1816 wurde berichtet, daß bereits am 22. September eine dicke Schneedecke auf der Alb lag. Vielleicht war es seither der früheste Winterbeginn? Normalerweise fällt am 28. Oktober auf der Mittleren Alb der erste Schnee und am 6. November bildet sich die erste Schneedecke. Rückschlüsse auf einen möglichen strengen Winter läßt diese außergewöhnliche Großwetterlage aber nicht zu. Bald schon ist das erste Winterintermezzo beendet und herbstliches Hochdruckwetter bestimmt wieder das Wettergeschehen. Gut möglich, daß in genau 3 Monaten an Weihnachten weniger Schnee oder überhaupt kein Schnee liegen wird !
Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 23.09.2002
WETTERRING 2000+
KLIMASTATION ENGSTINGEN: METEOROLOGISCHER SOMMER 2002: (Juni+Juli+August)
FEUCHTES SUBTROPENWETTER – FRÜHSOMMER MIT HITZE –DURCHWACHSENER HOCHSOMMER – KEIN SPÄTSOMMERHOCH DURCHSCHNITTLICHER MITTELEUROPÄISCHER SOMMERJUNI WÄRMSTER JAHRESMONAT – 57 REGENTAGE – 636 STUNDEN SONNE
Am kalendarischen Herbstanfang ist vom Sommer längst nichts mehr zu spüren und auch die meteorologische Klimabilanz bescheinigt der wärmsten Jahreszeit heuer nicht die allerbesten Attribute. Allenfalls als durchschnittlich kann der Sommer 2002 in die langjährigen Statistiken eingereiht werden. Es fehlte an stationären kräftigen Hochs, die mit trockener Kontinentalluft für konstantes Sommerwetter hätten sorgen können. Dagegen war eine vorherrschend westliche und südwestliche Komponente unverkennbar. In dieser meist feuchten Atlantik- und Mittelmeerluft brodelte es recht häufig mit vielen Regengüssen und Gewitter. Dabei startete der Frühsommer 2002 im Juni recht ordentlich. Zahlreiche Warmluftschübe aus dem Südwesten verhalfen zu Wärmegraden, wie sie oft nur im Hochsommer vorkommen. Im wärmsten Juni seit 26 Jahren gab es immerhin 10 Tage in Folge mit über 25°C. Bereits am 18. wurde aber der Jahreshöchstwert der Lufttemperatur mit 32.4°C gemessen. Der Juni war auch der wärmste Jahresmonat anno 2002. Denn mitten im Hochsommer war das Tief „CLAUDIA“ längere Zeit wetterbestimmend. Feuchtwarme Dampfluft lag in der Region und ähnlich wie in den Tropen wurde man immer wieder von Regenduschen eingedeckt. Auch die Hoffnung auf einen schönen Spätsommer erfüllten sich nicht, da sich der Schwerpunkt des hohen Luftdruckes sich nicht wie erwartet von Nord- nach Westeuropa verlagerte. Somit waren auch im August subtropische geprägte Großwetterlagen an der Tagesordnung. Man mußte sich mit kleinen Zwischenhochs und nur wenigen schönen Spätsommertagen begnügen. Mit einer mittleren Temperatur von 15.7°C war der Sommer 2002 um ca. 1° wärmer als normal. Trotz der vielen wechselhaften Wetterlagen war es der wärmste Sommer seit 1994. Geregnet hat es an 57 Tagen (normal 52), mit 349 mm (normal 329) war es der nasseste Sommer seit 6 Jahren. Die Sonne schien 636 Stunden lang (normal 642), im Vorjahr waren es 701 Stunden.
Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 04.09.2002
KLIMASTATION ENGSTINGEN: AUGUST 2002 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag 1. 14.8 20.5 10.7 2.3 10.8 2. 15.0 21.2 7.9 11.0 1.7 3. 16.4 21.5 10.8 3.7 1.0 4. 15.2 20.9 10.2 4.0 0.3 5. 14.9 20.9 7.8 10.2 0.6 6. 13.4 17.3 10.2 1.1 5.0 7. 13.2 16.7 10.1 1.8 8.4 8. 13.4 19.0 9.4 3.7 . 9. 14.6 20.5 8.2 3.8 14.9 10. 13.3 16.5 11.7 0.9 25.4 11. 13.1 14.3 11.2 . 17.0 12. 12.6 15.2 11.9 3.2 3.0 13. 13.4 17.3 8.9 2.3 . 14. 14.9 20.4 9.8 7.0 . 15. 15.6 23.0 7.6 12.4 . 16. 16.5 23.8 7.6 10.1 . 17. 17.3 24.5 8.2 11.5 . 18. 17.9 25.3 9.8 11.2 0.0 19. 17.4 26.5 9.3 9.5 0.0 20. 18.1 26.0 10.9 5.5 2.0 21. 13.6 18.3 8.0 7.1 0.6 22. 13.4 19.4 6.2 6.9 . 23. 15.4 22.8 6.2 7.4 . 24. 17.2 23.3 8.9 8.2 0.8 25. 16.7 22.0 11.2 2.8 0.2 26. 16.8 24.9 10.3 8.9 11.0 27. 14.8 18.0 11.0 . 6.8 28. 16.0 20.9 9.9 5.4 0.0 29. 17.7 21.6 14.0 4.5 . 30. 17.4 22.4 12.5 2.3 4.2 31. 16.2 22.6 10.7 5.2 1.0 -------------------------------------------------- Ø 15.4 20.9 9.7 173.9 S 114.7 mm ljh Ø 15.1 20.7 9.6 204.0 S 106.0 mm -------------------------------------------------- SUBTROPISCHES WETTER MIT HOHER LUFTFEUCHTEUND VIEL NÄSSE – NUR 3 SOMMERTAGE – KEIN STABILES SPÄTSOMMERHOCH: Für die Jahreszeit ungewöhnlich stark ausgeprägte sog. Trogwetterlagen führten aus Südwesten häufig warme und feuchte Luftpakete zu uns. Die Folge waren tagsüber kräftige Schauer und Gewitter, während die Nächte oft dunst- und nebelanfällig waren (11 Nebeltage!). Die mittlere relative Monats-Luftfeuchte lag wie in den Tropen bei immerhin 87 %. Da wider Erwarten der hohe Luftdruck von Nordeuropa sich nicht nach Westeuropa verlagerte um eine Blockierung der Atlantikluft herbeizuführen, konnte sich kein richtiges Spätsommerhoch aufbauen. Man mußte sich während der Haupturlaubszeit leider oft mit kleineren Zwischenhochs begnügen.
MET. SOMMER 2002 (JUNI+JULI+AUGUST): 15.7°C (+0.9°), 636 Std. Sonne (101 %), 350 mm (110 %)
Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 02.09.2002
WETTERRING 2000+
KLIMASTATION ENGSTINGEN: MET. SOMMER 2002 (JUNI+JULI+AUGUST)
Mitteltemperatur Sonne Niederschlag
JUNI 2002: 16.3°C (+2.7°) 263 Std. (129 %) 75 mm ( 63 %)
JULI 2002: 15.5°C (-0.2°) 199 Std. ( 90 %) 160 mm (172 %)
AUGUST 2002: 15.4°C (+0.3°) 174 Std. ( 85 %) 115 mm (108 %) ----------------------------------------------------------------------------------------------- SOMMER 2002: 15.7°C (+0.9°) 636 Std. (101 %) 350 mm (110 %)
SOMMER 2001: 15.4°C (+0.6°) 702 Std. (112 %) 219 mm ( 69 %)
Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 04.08.2002 KLIMASTATION ENGSTINGEN: JULI 2002 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag1. 16.6 23.0 6.1 10.9 2.8 2. 12.7 16.6 10.5 . 0.7 3. 15.8 22.3 8.8 6.0 3.0 4. 11.0 15.9 4.8 7.8 . 5. 16.1 22.2 2.7 12.8 5.3 6. 13.8 16.8 11.5 2.1 1.7 7. 15.5 20.6 9.7 5.2 . 8. 19.8 27.5 7.1 13.6 . 9. 18.2 27.3 10.8 10.2 4.1 10. 13.6 22.5 10.1 1.9 3.0 11. 15.3 20.9 8.7 8.0 . 12. 18.3 24.4 11.0 11.5 6.1 13. 14.1 16.6 11.9 0.2 9.1 14. 14.2 15.6 12.8 . 1.0 15. 15.6 16.8 14.0 . 19.8 16. 14.3 15.1 13.1 . 2.0 17. 13.4 15.0 11.8 . 43.6 18. 11.7 13.8 9.0 . 0.3 19. 13.7 19.4 6.3 10.9 . 20. 16.2 24.3 6.4 13.7 . 21. 15.5 22.8 9.0 7.4 41.5 22. 13.2 19.2 6.7 10.4 . 23. 16.3 23.0 6.0 10.6 0.5 24. 15.0 20.2 12.1 4.4 0.8 25. 13.8 17.5 11.0 2.4 0.2 26. 14.2 17.0 10.7 . 0.0 27. 16.7 23.2 12.0 10.1 . 28. 18.5 25.9 11.2 14.1 . 29. 18.9 26.2 8.8 12.2 . 30. 19.1 26.4 11.8 8.3 . 31. 18.6 22.4 14.1 4.1 . --------------------------------------------- Ø 15.5 20.7 9.7 198.8 S 159.5 mmljh Ø 15.7 20.9 9.8 220.8 S 93.0 mm ---------------------------------------------
SUBTROPISCHES WASCHKÜCHENWETTER IM HOCH-SOMMER – NASSESTER JULI SEIT 6 JAHREN: Wie ein typisch durchwachsener mitteleuropäischer Sommermonat zeigte sich heuer der normalerweise wärmste Jahresmonat. Zahlreiche Tiefs überquerten unsere Region mit meist feuchtwarmer Meeresluft. In dieser Dampfluft gab es tagsüber häufige Regengüsse und Gewitter, während die feuchtkühlen Nächte zum Teil Dunst und Nebel wie im Herbst produzierten. In der ersten Dekade war es trotz einiger Regengüsse tagsüber noch hochsommerlich warm, abends und nachts aber ziemlich frisch. In ein richtig nasses Loch fiel dann der Sommer in der mittleren Dekade. 5 Tage in Folge ließ sich die Sonne überhaupt nicht mehr blicken, dafür regnete es zeitweise in Strömen. Am 17. fielen ohne Gewitter 43.6 mm Regen, bei einem Gewitter mit Hagel kamen am 21. nochmals 41.5 mm hinzu. Erst in der letzten Dekade kam die Sonne vermehrt zum Vorschein und auch die Temperaturen kletterten wieder auf Werte von 23-26°C. Die wenigen trockenen Tage wurden in der Landwirtschaft eifrig genutzt, denn am Monatsletzten schob ein neuer Schwall von feuchter Meeresluft dem Kurz-Sommerwetter erneut einen Riegel vor.
Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 18.07.2002 WETTERRING 2000+ TIEF CLAUDIA MIT STARKREGENFALL – BIS ZU 60 MM NEBELGRAU und NÄSSE MITTEN IM HOCHSOMMER Hoch „BRIAN“ über den britischen Inseln, Hoch „ARNE“ über Nordosteuropa, dazwischen richtig eingeklemmt und gefangen sitzt in Deutschland das Tief „CLAUDIA“. Diese unbefriedigende Großwetterlagenkonstellation führte in den letzten Tagen zu einem unbeständigen Sommerwetter in der gesamten Region. Regen, Regen und immer wieder Regen, und das nun schon nahezu eine Woche lang. Dazu auf der Alb ztw. Nebel wie im Herbst und bereits 4 Tage ohne jeglichen Sonnenstrahl. Ähnlich wie vor 2 Jahren präsentiert sich der Juli 2002 (wie bereits prognostiziert !) als ein regelrechter Spielverderber in Sachen Sommerwetter. Wie ein nasser Schwamm wurden die kreisenden Tiefs regelrecht ausgepresst. Den stärksten Niederschlag gab es jetzt vom 17./18.: bis zu 60 mm fielen entlang des Albtraufs und im Albvorland und auch auf der Albhochfläche wurden innerhalb von 24 Stunden bis zu 45 mm registriert. Insgesamt sind in der Neckar/Alb-Region nun schon verbreitet über 100 mm Regen im Juli 2002 gefallen, mehr als die Normalmenge von 70 mm des Albvorlandes und den 93 mm der Mittleren Alb. Tief „CLAUDIA“ zieht nun allmählich nach Osten ab und damit schließen sich die Himmelsschleusen zunächst. Ein stabiles und kräftiges Sommerhoch ist aber derzeit noch nicht in Sicht, das den Hochsommer ins Ländle bringen könnte. Das Hoch „BRIAN“ will uns diesen Gefallen einfach nicht machen. So bleibt nur die Hoffnung auf den prognostizierten guten und warmen Spätsommer im August. Einzelmessungen vom 17./18.07.2002: Reutlingen: 57 mm Bad Urach: 47 mm Engstingen: 44 mm Sonnenbühl: 40 mm Tübingen: 31 mm Münsingen: 22 mm
Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 02.07.2002 KLIMASTATION ENGSTINGEN: JUNI 2002 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag1. 13.7 20.8 3.5 14.0 . 2. 15.1 21.1 6.7 13.0 . 3. 14.2 21.8 4.8 6.7 6.3 4. 18.4 23.6 9.9 8.9 . 5. 15.2 21.3 10.8 2.5 2.8 6. 14.3 18.4 10.1 1.7 1.5 7. 10.6 13.5 6.1 0.2 4.6 8. 13.2 17.9 4.9 7.9 0.1 9. 12.7 16.2 8.6 0.3 14.4 10. 9.8 13.5 5.6 4.2 0.3 11. 10.1 16.4 4.2 4.4 0.0 12. 14.7 22.5 3.4 10.9 . 13. 17.5 22.9 8.8 11.0 . 14. 17.2 26.3 9.2 12.7 . 15. 20.2 26.3 11.1 5.9 0.8 16. 19.1 25.1 12.8 9.1 . 17. 21.9 30.3 11.4 12.1 . 18. 25.9 32.4 13.1 12.7 . 19. 22.2 28.3 15.8 9.8 0.4 20. 21.6 28.4 13.8 9.8 . 21. 20.2 26.7 13.5 9.6 14.1 22. 21.1 27.1 13.7 12.0 . 23. 21.2 26.9 12.3 13.0 12.8 24. 14.1 18.6 10.8 4.1 17.0 25. 14.7 20.6 7.4 13.6 . 26. 16.2 23.2 6.2 11.4 . 27. 17.7 22.6 8.0 10.7 0.0 28. 11.8 15.8 6.7 9.2 0.0 29. 10.6 16.1 3.7 9.6 . 30. 13.4 20.6 2.0 12.4 . --------------------------------------------- Ø 16.3 22.2 8.7 263.4 S 75.1 mmljh Ø 13.6 18.6 8.0 204.0 S 120.0 mm ---------------------------------------------
WÄRMSTER JUNI SEIT 26 JAHREN MIT HITZEREKORD: Der ansonsten eher kühle und nasse Frühsommer verlief heuer in ganz anderen Temperaturdimensionen wie gewöhnlich. Zahlreiche Warmluftschübe aus dem Südwesten und Süden führten zu Wärmegraden, wie sie oft im Hochsommer nicht vorkommen. Vom 14.-23. gab es 10 Sommertage in Folge mit Werten über 25°C. Auf direktem Wege wurde dann nordafrikanische Saharaluft am 17.+18. auf die Alb geführt. Mit 32.4°C wurde eine neue Rekordtemperatur im Juni gemessen. In den letzten Junitagen drehten dann die Winde wieder auf Nordwest und führten deutlich frischere Meeresluft heran. In den klaren Nächten sanken die Werte bis auf 2°C am Monatsletzten (Klimahütte 2 m), während knapp über dem Erdboden 0°C registriert wurde. Der Juni 2002 war um fast 3° wärmer als üblich. Solch ein großes Wäremeplus gab es letztmals anno 1976. Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 18.06.2002 WETTERRING 2000+ FRÜHSOMMERHITZE MIT REKORDWERTEN AUF DEM HÖHEPUNKT 32-33°C AUF DER ALB – 36-37°C IM ALBVORLAND UND AM NECKAR Hoch „XABIER“ und Tief „REBEKKA“: diese Großwetterlagen-Konstellation führte heute zu einigen absoluten Temperaturrekorden. Heiße Nordafrikaluft strömte auf direktem Wege durch diese Druckverteilung zu uns. Bei einem fast wolkenlosen Himmel und einem leichten Südwind wurden gegen 16.30 Uhr MESZ die höchsten Werte gemessen. Auf der Albhochfläche waren es 32-33°C im Schatten und im Albvorland sowie entlang des Neckars sogar 36-37°C. Die bisherigen höchsten Temperaturen im Juni seit Beginn der Aufzeichnungen (z.Teil schon über 100 Jahre) lagen auf der Alb bei 31-32°C und im Albvorland bei ca. 34°C. Die absoluten Rekordwerte des Hochsommers (Juli 1983) liegen auf der Alb bei ca. 35° und im Albvorland und am Neckar bei ca. 37.5°C. Der Höhepunkt der Frühsommerhitze ist heute bereits erreicht. Tief Rebekka schickt ab morgen erste Schauer- und Gewitterwolken, die örtlich auch zu Hagelschlag führen können. Die Temperaturen gehen bis zum Wochendende deutlich zurück. Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 12.06.2002 WETTERRING 2000+
KLIMASTATION ENGSTINGEN: SOMMERPROGNOSE 2002 ERST IM AUGUST LÄUFT DER SOMMER ZU SEINER HOCHFORM AUFNASSER UND WECHSELHAFTER HOCHSOMMER IM JULI Seit dem 1. Juni herrscht zumindest klimatologisch die Jahreszeit Sommer. Noch tut sich die wärmste Jahreszeit aber recht schwer, sich voll zu entfalten. Ursache ist eine westliche Grundströmung, die immer wieder feuchte Luftpakete vom Atlantik her über den mitteleuropäischen Kontinent schickt. Diese sog. Monsunwetterlage verhindert derzeit noch den Aufbau eines großen stabilen Hochs. Auch wenn in den nächsten Tagen ein kleines Zwischenhoch für sommerliche Wärme sorgen wird, gilt folgendes Sprichwort: eine Schwalbe macht noch lange keinen richtigen Sommer. Wie wird er nun aber eigentlich, der Sommer 2002 ? Längerfristige Prognosen sind immer noch recht schwierig zu machen und meist unseriös. Ein Computermodell der Freien Uni Berlin berechnet aber anhand von vergangenen Wetterlagen einigermaßen zuverlässig die zu erwartenden Großwetterlagen und Luftdruckverteilungen der nächsten Monate. Demnach zeichnet sich in der Neckar/Alb-Region folgendes Sommerwetter ab: Der Frühsommer zeigt sich im Juni von seiner gewohnt wechselhaften Seite. Einzelne kleine Zwischenhochs lassen zwar die Temperaturen kurzzeitig auf bereits hochsommerliche Werte klettern. Da die Luft aber ziemlich feucht ist, brodelt es aber bald in der Wetterküche und häufige Gewitter beenden diese kleinen Schönwetterphasen. Auch im Juli wird eine überdurchschnittliche Regenmenge erwartet, hingegen ein Temperaturdefizit, da sich kein größeres Hoch etablieren kann. Im August wird hoher Luftdruck besonders in Nord- und Westeuropa erwartet. Das würde dann das Ende der atlantischen Fronten bedeuten, denn um ein Hoch weht die Luft im Uhrzeigersinn und somit gelangt warme und trockene Kontinentalluft zu uns. Die Spätsommerhitze erreicht wohl mitten in den Schulferien ihren Höhepunkt mit bis zu 35° im Albvorland und 31°C auf der Albhochfläche. Auf den Super-Spätsommer folgen weniger erfreuliche Prognosen für den September: mieser und nasser Altweibersommer mit unterdurchschnittlichen Temperaturen.
Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 09.06.2002 KLIMASTATION ENGSTINGEN: MAI 2002 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe 1. 9.2 12.0 2.8 1.9 1.4 . 2. 6.9 9.8 5.8 0.1 3.2 . 3. 5.6 6.8 4.8 . 20.2 . 4. 4.2 6.0 2.8 . 16.8 . 5. 5.3 8.8 2.8 0.8 0.4 . 6. 4.6 9.8 -0.2 1.9 0.1 . 7. 11.1 17.6 -1.2 9.9 . . 8. 15.1 20.3 8.9 3.8 . . 9. 16.2 23.1 7.5 6.4 32.2* . 10. 13.0 19.4 6.8 7.9 0.7 . 11 11.3 14.7 7.1 0.6 27.5 . 12. 10.4 14.4 5.8 2.7 3.5 . 13. 12.3 18.4 3.1 11.3 1.4 . 14. 10.8 16.8 4.2 11.6 . . 15. 12.1 18.8 2.6 12.3 . . 16. 15.5 24.4 3.8 12.6 . . 17. 17.7 25.9 6.7 11.9 . . 18. 13.8 20.3 9.1 7.0 13.8 . 19. 10.7 12.9 8.9 . 2.0 . 20. 11.3 17.1 6.2 6.9 . . 21. 14.6 21.5 5.9 9.8 . . 22. 16.0 24.4 7.2 7.4 . . 23. 9.8 14.2 7.8 1.2 13.6 . 24. 11.4 15.2 7.9 2.4 . . 25. 7.8 12.9 5.2 0.6 10.1 . 26. 10.1 15.7 2.3 7.6 6.6 . 27. 7.6 9.2 6.3 . 13.3 . 28. 8.5 12.9 2.9 2.0 . . 29. 8.5 13.9 2.7 3.5 0.2 . 30. 11.0 17.0 1.2 8.9 . . 31. 12.8 19.8 6.7 12.6 . . --------------------------------------------------------- Ø 10.8 15.9 5.0 165.6 S 167.0 mm . cmljh Ø 10.4 15.4 5.0 200.0 S 103.0 mm 0.0 cm --------------------------------------------------------- SEHR NASSER WONNEMONAT MIT WENIG SONNENSCHEIN – WARMEEISHEILIGE UND MAIKÄFERFLUG: Im zweiten Frühlingsmonat waren rasch wechselnde Großwetterlagen an der Tagesordnung. Bereits in den ersten beiden Wochen wurde das Regendefizit des Aprils mit einer Menge von 107 mm (normale Maimenge 103 mm) mehr als wettgemacht. Die erste Maiwoche war noch sehr kühl mit Nachtfrösten am 6. + 7. Dann aber zeigte sich die Witterung wachstumsfreundlich und auch die sog. Eisheiligen konnten den Pflanzen zur Monatsmitte nichts mehr anhaben. Ganz im Ge-genteil, von Tag zu Tag wurde es immer wärmer, bis am 17. mit 25.9°C der erste Sommertag erreicht wurde. Diese kurze Schönwetterphase wurde von zahlreichen Maikäfern für ihre abendlichen Rundflüge genutzt. In der letzten Dekade des Wonnemonats dann wieder das gewohnte Bild: wenig Sonne, viele Wolken und häufige Regengüsse. Ob der Monatsletzte, gleichzeitig letzter met. Frühlingstag, mit einem Bilderbuchwetter dem Sommer zu einem guten Start verhilft, bleibt abzuwarten. Mit einer Mitteltemperatur von 10.8°C war der Mai 2002, trotz eines Sonnen-scheindefizits, um 0.4° wärmer als normal. Nur 166 Stunden lang schien die Sonne, damit nur 3 Stunden mehr als im März und 5 Stunden weniger als im Vormonat April. Einen deutlichen Überschuß gab es hingegen beim Nieder-schlag.
Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 03.05.2002 KLIMASTATION ENGSTINGEN: APRIL 2002 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe 1. 5.1 14.5 -2.8 6.9 . . 2. 8.5 16.5 -3.1 11.2 . . 3. 10.4 16.7 4.4 11.7 . . 4. 6.9 14.9 -1.0 11.7 . . 5. 4.2 11.3 -5.5 9.8 . . 6. 1.9 7.9 -3.0 11.8 . . 7. 2.6 8.4 -3.8 8.1 . . 8. 2.2 9.7 -4.6 11.8 . . 9. 3.2 9.7 -7.3 11.2 . . 10. 2.9 7.6 0.0 2.0 . . 11. 6.6 13.5 -0.1 5.0 . . 12. 7.8 12.4 0.4 1.9 2.1 . 13. 5.2 7.6 3.8 . 16.9 . 14. 2.5 3.8 0.9 . 3.6* . 15. 1.4 6.0 -2.9 2.0 0.0 R 16. 2.3 6.3 -4.3 3.0 0.3 . 17. 3.8 7.8 -0.2 0.2 0.2 . 18. 6.9 12.3 0.3 3.3 0.5 . 19. 5.0 11.9 -0.1 4.2 0.1 . 20. 4.8 8.3 0.2 1.7 0.2 . 21. 6.4 11.4 1.2 0.6 . . 22. 6.0 15.6 -3.0 10.1 . . 23. 11.0 17.2 -1.0 6.3 4.0 . 24. 8.2 10.2 7.8 . 18.8 . 25. 11.3 17.5 7.2 6.0 . . 26. 9.5 16.3 2.9 3.5 9.2 . 27. 6.0 8.9 1.8 9.1 0.2 . 28. 8.6 14.3 2.3 3.5 0.7 . 29. 7.3 12.0 3.0 6.0 0.3 . 30. 8.9 16.7 1.4 7.9 . . ------------------------------------------------------- Ø 5.9 11.6 -0.1 170.5 STD 57.1 mm . cm ljh Ø 5.9 10.6 1.2 156.0 STD 85.0 mm 1.0 cm -------------------------------------------------------
VIEL SONNE UND TROCKENHEIT – VEGETATION 1 WOCHE IM VORAUS Die Trockenheit des Märzes setzte sich noch bis zum 11. fort. Nach einer insgesamt 19-tägigen regenlosen Zeit, zogen am 12. erstmals wieder Regenwolken über die Alb. Innerhalb von 3 Tagen fielen immerhin ca. 22 mm Regen und verhalfen den ausgetrockneten Böden zu einer leichten Grundfeuchte. Das Strahlungswetter der ersten Dekade mit ausgeprägten Temperaturunterschieden, wurde in der mittleren Dekade durch gleichmäßigere, aber meist kühlen Temperaturen abgelöst. Erst in der letzten Aprilwoche herrschte richtiges Wachstumswetter mit milden Tagestemperaturen, weiteren Regenfällen und frostfreien Nächten. Am Monatsende war die Vegetation um ca. 1 Woche im voraus. Die flächendeckende Löwenzahnblüte begann trotz des dünnen Grasbewuchses bereits am 23. Schneefall gab es heuer nur einige Stunden lang und nur wenige Schneereste lagen in den Frühstunden des 15. Vor 21 Jahren gab es letztmals einen völlig schneelosen April in Engstingen. Mit einer mittleren Temperatur von 5.9°C entsprach der April 2002 genau seinem langjährigen Wert. Mit 170.5 Stunden Sonne war es der sonnigste April seit 5 Jahren. Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 03.04.2002 KLIMASTATION ENGSTINGEN: MÄRZ 2002 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe1. 3.6 7.4 -3.2 4.5 3.7* . 2. 0.9 3.1 0.5 . 3.0* 1 3. –1.0 4.3 -5.0 10.1 . 2 4. –0.2 8.0 -7.6 9.9 . R 5. –0.2 8.3 -6.1 3.9 . R 6. 4.1 12.0 -4.9 9.7 1.0 R 7. 6.9 8.6 4.0 . 0.6 . 8. 3.5 12.2 -2.5 10.3 . . 9. 6.4 12.4 -2.9 2.8 0.1 . 10. 3.2 12.0 -2.8 9.8 . . 11. 5.3 17.0 -4.8 7.0 . . 12. 6.6 17.8 -1.4 7.8 . . 13. 7.0 18.0 -0.2 6.6 . . 14. 2.3 5.1 -1.7 . . . 15. 7.2 14.8 -1.4 6.1 . . 16. 7.2 14.1 -1.4 5.5 . . 17. 8.4 17.2 0.6 6.5 . . 18. 9.0 16.2 1.2 6.2 7.6 . 19. 7.6 10.0 5.4 . 39.2 . 20. 10.3 12.0 9.2 . 4.0 . 21. 8.8 11.6 5.3 . 9.3 . 22. 4.2 7.5 0.8 1.2 14.8* . 23. –0.3 1.5 -1.3 0.1 2.5* 0 24. –1.6 0.7 -3.7 1.4 0.8* 2 25. –2.1 1.3 -5.6 0.9 . 0 26. –2.3 4.0 -8.1 7.3 . . 27. 0.0 5.7 -7.8 11.4 . . 28. 3.2 9.5 -2.9 11.7 . . 29. 4.4 15.1 -2.7 11.7 . . 30. 4.1 11.3 -4.6 0.2 . . 31. 6.2 14.7 -0.5 10.1 . . ------------------------------------------------------- Ø 4.0 10.1 -1.8 162.7 S 86.6 mm 0.2 cmljh Ø 2.0 6.5 -2.1 120.0 S 60.0 mm 8.7 cm -------------------------------------------------------
SONNIGSTER MÄRZ SEIT LANGEM – DREI WOCHEN TROCKENHEITEINE WOCHE REGENWETTER - DEUTLICHES WÄRMEPLUS: Im ersten met. Frühlingsmonat spielte der Spätwinter nahezu keine Rolle mehr. Frühlingshafter Wettercharakter ließ die Vegetation früher als üblich aus ihrer Winterruhe erwachen. Bis zum 17. war es ziemlich sonnig und sehr trocken. Durch die klaren Nächte trat ständig Nachtfrost auf und in der Frühe waren die Wiesen immer mit Reif überzogen. Ein markanter Wetterwechsel vollzog sich dann am 18. Dicke Regenwolken mit subtropischer Warmluft zogen aus Südwesten heran und entluden sich mit starker Intensität. Auf die große Nässe folgte in der letzten Märzwoche wieder absolute Trockenheit. Die Ostereiersuche fand am Monatsletzten bei strahlendem Bilderbuchwetter statt. Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 06.03.2002 KLIMASTATION ENGSTINGEN: FEBRUAR 2002 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe 1. 5.3 9.0 2.0 1.8 0.0 . 2. 5.0 16.0 - 0.4 7.4 . . 3. 6.8 17.7 - 2.5 8.7 . . 4. 6.6 11.2 0.0 6.8 . . 5. 7.0 11.5 3.6 0.2 2.0 . 6. 4.2 6.3 3.0 . 4.4 . 7. 2.6 6.3 0.8 3.6 4.0* . 8. 3.6 5.8 - 0.9 . 3.2 0 9. 6.1 9.8 4.9 0.4 10.3 . 10. 4.2 6.0 1.1 3.1 1.3 . 11. 8.0 9.7 4.7 0.9 . . 12. 9.7 10.4 8.4 . 0.1 . 13. 8.4 10.7 5.0 . 3.5 . 14. 2.3 5.1 0.1 . 1.1 . 15. 1.0 5.0 - 1.8 4.7 . . 16. 0.8 6.1 - 3.0 8.5 . . 17. –0.3 7.9 - 5.8 5.3 . . 18. 1.0 6.0 - 5.7 4.2 2.2* . 19. 1.1 2.3 - 1.2 0.6 3.3* 3 20. 1.8 3.9 0.4 . 15.8* . 21. –5.8 0.4 -13.8 0.4 4.5* 7 22. –0.0 4.9 -14.8 . 3.0* 13 23. 2.5 6.0 - 1.9 1.2 17.5* 4 24. –0.9 -0.1 - 3.1 0.3 1.7* 13 25. 4.3 5.4 - 0.2 . 0.2 9 26. 8.0 9.4 3.6 0.2 1.3 R 27. 3.9 8.0 1.7 6.3 12.5* . 28. 2.7 7.2 - 0.7 7.1 0.6* . -------------------------------------------------------- Ø 3.6 7.4 - 0.6 65.4 ST 92.5 mm 1.8 cmljh Ø –1.0 3.0 - 4.7 68.0 ST 57.0 mm 12.9 cm --------------------------------------------------------
DRITTWÄRMSTER FEBRUAR SEIT 100 JAHREN – VIEL WIND UNDNÄSSE- MET. WINTER 2001/02 (NOV+DEZ+JAN) WAR SCHNEEARM: Drei Wochen lang war der Februar auf absolutem Rekordkurs in Sachen Wärme, ehe ein spätwinterlicher Abschnitt den enormen Wärmeüberschuß doch noch etwas abbaute. Das Temperaturmittel lag mit 3.6°C sogar noch über dem normalen Märzwert. Nach 1966 und 1926 war es heuer zusammen mit dem Februar 1990 der drittwärmste Februar seit 100 Jahren auf der Mittleren Alb. Mit viel Wind und reichlich Regen im Gepäck zogen immer wieder atlantische Wetterfronten über uns hinweg. Erst in der letzten Woche mischten sich zwei Kaltlufteinschübe in die Wetterkarten. Die spätwinterliche Schneedecke erreichte am 22. und 24. nochmals eine Höhe bis zu 13 cm, Wintersport war aber praktisch den ganzen Monat nicht mehr möglich. Klimabilanz met. Winter 2001/02 (Dez+Jan+Feb): Trotz eines kalten Kernwinters war es durch den großen Wärmeüberschuß des Spätwinters milder als normal. Niederschlag: 182 mm (normal 179). Schneedeckentage und Schneehöhen lagen in allen 3 Wintermonaten unter dem Schnitt.
Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 04.02.2002 KLIMASTATION ENGSTINGEN: JANUAR 2002 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe 1. –13.1 -3.1 -19.0 2.5 . 15 2. – 9.5 -0.8 -18.2 7.5 . 14 3. – 7.0 -3.6 - 9.4 7.5 . 13 4. –11.7 -4.5 -15.7 7.5 . 13 5. –11.5 0.5 -18.8 7.5 . 12 6. – 8.1 -0.2 -18.2 6.5 0.0* 12 7. – 2.3 0.6 - 4.6 1.1 . 12 8. – 7.6 -1.2 -12.3 3.0 . 11 9. – 9.3 0.6 -15.0 7.7 . 11 10. – 9.4 1.2 -14.2 7.7 . 11 11. – 5.9 0.9 -14.0 7.2 0.2* 11 12. – 2.2 4.5 - 7.2 1.4 . 11 13. – 4.4 3.4 -12.0 7.8 . 11 14. – 5.4 -3.7 - 6.6 . . 11 15. – 6.2 -4.5 - 8.1 1.0 . 11 16. – 3.8 -1.5 - 7.8 0.4 0.1* 11 17. – 1.7 0.7 - 3.4 . . 11 18. – 1.6 0.0 - 3.4 0.4 . 11 19. 0.3 3.5 - 4.3 . 1.0 11 20. 3.7 5.0 0.9 . 0.3 9 21. 3.2 8.5 - 1.9 2.8 . R 22. 2.6 7.8 - 3.8 2.5 0.0 R 23. 3.7 7.0 - 1.8 0.7 3.5 R 24. 5.9 7.4 4.1 0.1 5.3 . 25. 3.0 5.9 0.0 0.4 2.1 . 26. 8.4 10.3 2.0 5.3 1.0 . 27. 8.9 10.3 6.2 . 2.4 . 28. 8.7 12.0 4.3 2.4 . . 29. 4.6 11.2 0.0 5.3 . . 30. 5.1 15.4 - 2.0 4.2 . . 31. 5.7 10.1 0.2 0.7 . . ------------------------------------------------------- Ø - 1.8 3.3 - 6.6 101.1 ST 15.9 mm 7.5 cmljh Ø – 2.1 1.3 - 5.7 44.0 ST 60.0 mm 13.1 cm ------------------------------------------------------- JANUAR MIT ZWEI VERSCHIEDENEN GESICHTERN – VOM EISSCHRANKBIS ZUR REKORDWÄRME- SONNIGSTER JAHRESAUFTAKT SEIT LANGEM: Fast 3 Wochen lang hochwinterliches Eisschrankwetter und eine tiefgefrorene Schneelandschaft, dann eine fast ungewöhnliche Vorfrühlingswärme. Das stationäre Kältehoch „ALF“, neben der Kälte auch der Garant für herrliche sonnige Wintertage bei guten Schneeverhältnissen wurde von einer außergewöhnlich milden Südwestströmung abgelöst. Innerhalb kurzer Zeit wurde der Hochwinter vertrieben und die Alb war bis auf wenige Schneereste schnell wieder schneefrei. Dabei kletterte die Temperatur in der letzten Januarwoche tagsüber laufend über die +10°-Marke. Mit 15.4°C wurde am 30. die höchste Januartemperatur seit 11 Jahren gemessen. Obwohl der Monat nach 3 Wochen ein beträchtliches Temperaturdefizit aufzuweisen hatte, fiel er doch noch etwas milder als üblich aus. Die Sonne schien mit 101 Stunden deutlich länger wie gewöhnlich, dagegen war es mit nur 16 mm Niederschlag sehr trocken.
Roland Hummel WETTERRING 2000+
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