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Wetterrinformationen Archiv
Berichte und Infos 2001
Engstingen, 23.01.2002
WETTERRING 2000+
KLIMASTATION ENGSTINGEN: WETTERJAHR 2001
FRÜHJAHRSNÄSSE – SPÄTSOMMER MIT HITZE UND TROCKENHEITSCHNEEFLOCKEN IM FRÜHSOMMER – WÄRMSTER OKTOBER SEIT ÜBER 100 JAHREN – WEISSE OSTERN UND WEIHNACHTEN - DAS JAHR 2001 WAR SONNIGER, WÄRMER UND NASSER ALS NORMAL
Die kunterbunte Wetterküche hatte auch im Jahr 2001 wieder einige Superlative und Überraschungen zu bieten. Insgesamt reihte sich das Jahr fast schon obligatorisch in die Reihe der wärmeren Jahrgänge ein, mit einer Jahresniederschlagsmenge von 1131 mm (120 %) war es deutlich nasser wie gewöhnlich. Die jährliche Sonnenscheindauer lag mit 1648 Stunden (102 %) etwas über dem langjährigen Durchschnittswert. Im Januar warteten die Wintersportler vergeblich auf einen richtigen Wintereinzug. Im schneeärmsten Jahresauftakt seit 8 Jahren dominierten eindeutig die Regenwolken. Der Spätwinter kam dann im Februar erst nach einer langen Vorfrühlingsphase doch noch zu seinem Recht. In der letzten Februarwoche und in der 1. Märzwoche stieg die Schneedecke nochmals bis auf 22 cm an, dann war jedoch Winterschluß und mildes Frühlingswetter angesagt. Doch anstatt reichlicher Frühjahrssonne, brausten sage und schreibe 16 Tiefs im März über unsere Region hinweg und hinterließen eine Nässe wie schon lange nicht mehr. Mit 171 mm (normal 60) war es nach 1988 der zweitnasseste März seit über 100 Jahren. Es folgte fast standesgemäß ein typisch wechselhafter und zudem noch kühler April. Dabei meldete sich der Spätwinter an Ostern mit einer Schneedecke bis zu 7 cm zurück. Ein sog. kleinräumiger Kaltlufttropfen führte schließlich noch am 21. mit 13 cm Neuschnee zum stärksten Aprilschneefall seit 16 Jahren. Der Gesamtwinter 2000/01 brachte es aber nur auf ganze 48 Schneetage, während es im Durchschnitt 88 sind. Nach dem trüben, nassen und kühlen Frühlingsauftakt blieb es nun dem Wonnemonat Mai vorbehalten, für eine Wetterbesserung zu sorgen. Und das tat er dann auch mit Bravour. Der geradezu bilderhaft schöne Wonnemonat verwöhnte die gesamte Region mit viel Sonnenschein und reichlicher Wärme. An immerhin 17 Tagen kletterte das Thermometer dabei über die 20°-Marke. Die Eisheiligen waren überhaupt kein Thema und selbst in den Kältemulden blieb man von den Spätfrösten verschont. Die beiden Hochs „RITA“ und „SANDRA“ trugen durch eine 11-tägige Sonnenphase zum Abtrocknen der Böden dazu bei, so daß bereits recht früh mit der Heuernte begonnen werden konnte. Maikäfer nutzten die Schönwetterperiode hingegen für ihre abendlichen Rundflüge. Der Sommer konnte nun also getrost kommen. Und wie er kam: Volle Kanne Schafskälte zum Junibeginn. Erstmals wieder nach 39 Jahren gab es an Pfingsten am 3. Juni sogar wieder Schneeflocken in einem Sommermonat. Über 2 Wochen lang regnete es fast an jedem Tag, doch stiegen die Temperaturen wieder deutlich an. Erst mit der Sommersonnwende kam es durch das Hoch „ZIZZY“ zu einem Wetterwechsel. Vier Tage lang blieb es wolkenlos und die hochstehende Sommersonne ließ das Quecksilber bis auf 28°C im Schatten ansteigen. Der Hochsommer war da. Der erste Wärmehöhepunkt wurde am 6. Juli mit fast 30° erreicht. Vom 12. –20. Juli legte der Sommer mit einer 8-tägigen Regenperiode eine kleine Pause ein. Dann etablierten sich die beiden Hochs „FABIOLA“ und „GILDA“ und ließen die wärmste Jahreszeit sich voll entfalten. Der August wurde schließlich der wärmste Jahresmonat und hatte am 15. mit 31.5°C auch die höchste Temperatur. Eine sog. Omegahochwetterlage blockte lange Zeit die Schlechtwetterfronten vom Atlantik ab und lenkte mit Ostwinden eine angenehm warme und trockene Kontinentalluft auf die Albhochfläche. Lokale Hitzegewitter waren daher selten und auch die Hagelfälle hielten sich in Grenzen. Dafür gab es oft ideale Bedingungen für Freizeitvergnügungen und auch die Getreideernte lief auf Hochtouren. Es war schließlich der wärmste Sommer seit 7 Jahren. Mit dem Monatswechsel zu September war die wärmste Jahreszeit aber bereits vorbei. Kein Altweibersommer weit und breit, dafür aber Regen fast ohne Ende. Insgesamt 13 Tiefs brachten eine zweiwöchige Regenphase. Mit nur 82 Stunden Sonnenschein war es einer der trübsten Frühherbstmonate in den letzten 50 Jahren. Dafür folgte hingegen ein goldener Oktober mit einigen absoluten Superlativen. Wärmster Oktober seit über 100 Jahren ! Oktober wärmer als September ! An 7 Tagen lagen die Nachmittagswerte über der 20°-Marke, sämtliche Nächte blieben frostfrei. Der erste Herbstfrost trat dann am 1. November auf und am 8. begann es zu schneien. Der Frühwinter versuchte im November mehrmals, aber vergeblich, bereits richtig Fuß zu fassen. Immerhin wurden 10 Schneetage notiert. Ein recht turbulenter Dezember rundete dann das Wetterjahr 2001 ab. Dabei war es in der ersten Dezemberhälfte geradezu frühlingshaft mild mit Temperaturen bis +10°C. Doch dann übernahmen Väterchen Frost und Frau Holle das Zepter. Kräftige Schneefälle sorgten für die schneereichsten Weihnachten seit 15 Jahren. Bis zu 24 cm hoch lag der Schnee am 27. Dezember. Zuvor war es allerdings rekordverdächtig kalt. In den Frühstunden des Hl. Abend wurde mit –24.7°C nicht nur die kälteste Temperatur im Jahre 2001 gemessen, sondern auch die kälteste Dezembertemperatur in Engstingen seit dem Meßbeginn im Jahre 1987. Die märchenhafte Winter- landschaft wurde am 28.+29. Dezember durch das Sturmtief Noah kurzzeitig zerstört. Starker Schneefall und Frosttemperaturen verhalfen der Alb aber noch rechtzeitig vor dem Jahreswechsel wieder zu einer richtigen Winterlandschaft. Bei Dauerfrost und Pulverschnee von ca. 15 cm hieß es überall: Ski und Rodel gut.
Klimabilanz 2001: Mit einem Jahresmittel von 7.4°C war das Jahr 2001 um 0.7° wärmer als üblich (2000: 7.9°C). Im Oktober trat der größte Wärmeüberschuß auf, hingegen im September das größte Wärmedefizit. Der Dezember war der kälteste Monat, der August der wärmste. Niederschlag fiel an 216 Tagen (normal 200), insgesamt wurden 1131 mm notiert (normal 945). Nassester Monat war der März, der trockenste der August mit 51 mm. Die Sonne schien 1648 Stunden lang, 2 % länger als üblich. Ohne Sonne waren 63 Tage, hingegen gab es aber 52 Tage mit über 10 Stunden Sonnenschein. Sonnigster Monat war der August mit 254 Stunden, am trübsten war es im März mit nur 54 Stunden Sonne. Gewittertage: 20 (normal 35). Nebeltage: 47 (normal 73)
Roland Hummel WETTERRING 2000+
KLIMASTATION ENGSTINGEN: WETTERJAHR 2001 TEMPERATUR NIEDERSCHLAG SONNE
JANUAR : -0.3°C (+1.8°) 82 mm (137 %) 80 STD. (183 %)
FEBRUAR : 0.6°C (+1.6°) 69 mm (121 %) 83 STD. (121 %)
MÄRZ : 4.6°C (+2.6°) 171 mm (285 %) 54 STD. ( 45 %)
APRIL : 5.2°C (-0.7°) 94 mm (111 %) 113 STD. ( 72 %)
MAI : 13.4°C (+3.0°) 74 mm ( 72 %) 244 STD. (122 %)
JUNI : 12.8°C (-0.8°) 97 mm ( 81 %) 217 STD. (106 %)
JULI : 16.5°C (+0.8°) 71 mm ( 76 %) 254 STD. (115 %)
AUGUST : 16.9°C (+1.8°) 51 mm ( 48 %) 231 STD. (113 %)
SEPTEMBER: 9.2°C (-2.8°) 153 mm (232 %) 82 STD. ( 49 %)
OKTOBER : 10.7°C (+3.1°) 84 mm (137 %) 151 STD. (121 %)
NOVEMBER : 1.2°C (-1.1°) 112 mm (155 %) 77 STD. (129 %)
DEZEMBER : -2.1°C (-1.2°) 74 mm (119 %) 63 STD. (144 %)
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JAHR 2001: 7.4°C (+0.7°) 1131 mm (120 %) 1648 STD. (102 %)
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Roland Hummel WETTERRING 2000+
KLIMASTATION ENGSTINGEN: DEZEMBER 2001 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe 1. 7.6 9.2 6.8 . 2.8 . 2. 5.6 8.1 3.9 0.2 0.0 . 3. 4.9 5.3 3.9 . 0.3 . 4. 5.6 7.0 4.6 0.1 1.3 . 5. 5.8 9.4 3.0 . 1.6 . 6. 3.7 8.8 1.4 . 1.4 . 7. 0.1 1.7 - 1.2 0.1 . . 8. - 1.3 1.3 - 3.4 2.5 . . 9. - 3.5 0.8 - 5.1 7.5 . . 10. – 3.1 3.0 - 7.1 7.5 0.0* . 11. - 1.0 0.5 - 3.8 . 0.4* R 12. – 0.9 -0.3 - 1.8 . 0.3* 0 13. - 7.7 -0.5 -14.0 0.8 0.5* 0 14. –11.6 -9.0 -14.3 5.9 0.0* 2 15. – 7.5 -3.8 -13.3 7.5 . 2 16. – 6.3 -3.4 -11.0 7.2 . 2 17. – 4.2 -2.7 -10.0 . 0.0* 2 18. – 3.6 -2.6 - 4.1 . 0.0* 2 19. – 2.3 -0.3 - 4.5 . 0.5* 2 20. – 5.3 -0.6 -13.0 3.0 2.0* 2 21. – 4.3 -1.3 -16.0 2.5 1.7* 4 22. – 2.7 -0.6 - 4.9 . 3.9* 6 23. –10.6 -4.8 -21.5 . 2.0* 13 24. –10.3 -3.2 -24.7 5.0 0.5* 15 25. 0.6 1.9 - 4.0 . 10.7* 12 26. – 3.4 0.1 - 6.0 . 5.4* 23 27. – 3.8 -0.7 -10.5 6.0 1.4* 24 28. 3.7 4.9 - 0.7 . 6.0 20 29. 3.1 6.4 - 1.0 . 28.2* 5 30. – 4.3 -1.0 - 6.4 6.2 2.0* 11 31. – 7.4 -4.5 -14.5 1.3 0.7* 16 ------------------------------------------------------- Ø -2.1 0.9 - 6.2 63.3 ST 73.6 mm 5.3 cmljh Ø –0.9 2.4 - 4.3 44.0 ST 62.0 mm 7.7 cm -------------------------------------------------------
KALTER DEZEMBER MIT VIEL SCHNEE AN WEIHNACHTEN – STURMTIEFNOAH VERMIESTE DAS WINTERSPORTVERGNÜGEN – REKORDKÄLTE AN HL. ABEND: Nach einem ähnlich milden Dezemberbeginn wie im Vorjahr übernahm Väterchen Frost ab der 2. Dekade das Kommando. Trotz Dauerfrost war noch kein richtiger Wintersport möglich, da nur eine dünne Schneedecke lag. Stärkere Schneefälle setzten dann zur Zeit der Wintersonnwende ein und verhalfen zum schneereichsten Weihnachtsfest seit 15 Jahren. In den Morgenstunden des Hl. Abend war es zuvor noch klirrend kalt. Es war die kälteste Dezembertemperatur an der Engstinger Wetterstation seit Meßbeginn im Jahre 1987. An der Kohlstetter Kläranlage wurden sogar –30°C registriert. Die märchenhafte Winterlandschaft wurde am 28.+29. leider durch das Sturmtief NOAH zerstört. Mit viel Regen im Gepäck brauste der Tiefdruckwirbel samt einer zusätzlichen Warmfrontwelle über die Alb hinweg. Erst die rückseitige Kaltluft sorgte mit erneutem kräftigem Schneefall wieder für eine richtige Winterlandschaft, so daß am klirrend kalten Jahresende bei einer Schneedecke von ca. 16 cm die Wintersportler erneut auf ihre Kosten kamen. Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 26.12.2001 WETTERRING 2000+ WEIHNACHTEN MIT KÄLTE UND REICHLICH SCHNEEREKORDKÄLTE AN HL. ABEND – SCHNEEREICHSTES FEST SEIT 20 JAHREN – SKI UND RODEL GUT – SCHNEEVERWEHUNGEN SONNIGES DAUERFROSTWETTER AM JAHRESWECHSEL Mit klirrender Kälte nach einer sternenklaren Nacht begann der Hl. Abend. Die Albhochfläche war zu diesem Zeitpunkt in eine ca. 15-20 cm hohe Schneedecke eingehüllt. Verbreitet wurden in den frühen Morgenstunden bis zu –25°C auf der Mittleren Alb gemessen. Die bekannten Kältemulden registrierten sogar absolute Kälterekorde. So wurden im Sonnenbühler Gr. Rinnental –33.3°C in der Klimahütte (2 m offizielle Meßhöhe für Temperaturen) und –35.3°C knapp über der Schneeoberfläche gemessen. Es waren die kältesten Temperaturen dort seit dem Meßbeginn vor 14 Jahren. In einer Doline auf dem Flugplatz Degerfeld nahe Bitz wurde mit –36.0°C (2 m) sogar die absolut kälteste Temperatur Baden-Württembergs seit mindestens 130 Jahren registriert. Da es im weiteren Tagesverlauf aber ziemlich sonnig war, stiegen die Nachmittagswerte bis auf ca. –6°C an. Ski und Rodel gut inmitten einer herrlichen Winterlandschaft. Aufkommender Westwind kündigte dann bereits am Abend einen erneuten Wetterwechsel an. Am 1. Weihnachsfeiertag begann es wieder zu schneien. Dabei stieg die 0°-Marke bis auf ca. 850 m Seehöhe an, so daß aus dem lockeren Pulverschnee zusehends eine Pappschneedecke wurde. Dennoch traten zum Teil erhebliche Schneeverwehungen durch den starken Wind auf und behinderten den Straßenverkehr. In der Nacht zum 2. Festtag erreichte dann die Kaltfront des Sturmtiefs unsere Region. Die Temperaturen sanken wieder unter den Gefrierpunkt und bis zum Morgen fielen ca. 10-15 cm pulvriger Neuschnee. Damit erhöhte sich die Gesamtschneedecke auf ca. 20-35 cm. Solch hohe Mengen der weißen Pracht lagen auf der Mittleren Alb zum Festausklang letztmals vor 20 Jahren. Die weiteren Aussichten: nach einem erneuten Sturmtief beruhigt sich die Wetterküche am Jahreswechsel. Bei ruhigem Dauerfrostwetter mit längeren sonnigen Abschnitten präsentiert sich die Alb dann von seiner besten winterlichen Seite. Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 04.12.2001 KLIMASTATION ENGSTINGEN: NOVEMBER 2001 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe 1. 1.9 7.6 -1.7 2.4 . . 2. 2.8 9.5 -3.7 8.8 . . 3. 4.2 11.8 -0.5 8.8 . . 4. 4.7 11.9 -2.1 5.3 . . 5. 5.3 8.3 3.0 1.8 . . 6. 4.4 7.3 -0.2 2.6 8.4 . 7. 7.6 9.2 5.0 . 12.1 . 8. 4.8 9.2 -0.1 . 14.7* . 9. –1.3 -0.1 -2.2 1.2 5.7* 1 10. –3.4 1.8 -8.4 6.7 . 6 11 -3.7 4.1 -10.9 6.8 . 4 12. –1.2 1.8 -8.8 3.6 2.8 3 13. –0.0 2.9 -1.9 . 4.4* 2 14. –2.2 0.0 -4.9 0.9 . 1 15. –3.0 2.3 -7.3 7.9 . R 16. –0.2 5.3 -8.8 4.1 . R 17. 0.4 4.4 -1.6 4.9 . R 18. –0.3 6.0 -2.3 4.6 . R 19. –1.4 0.2 -3.1 . 0.4* R 20. 1.2 4.5 -1.7 0.4 . 0 21. –0.6 4.8 -4.6 1.6 . . 22. 1.2 6.2 -4.2 1.2 15.0* . 23. –1.6 -0.9 -2.4 0.3 4.0* 6 24. 0.0 0.8 -1.9 . 3.8* 10 25. 2.7 4.2 0.8 . 5.2 10 26. 4.1 5.4 2.8 . 1.4 R 27. 2.1 5.1 -1.5 . 2.5 . 28. 0.8 1.8 -2.4 . 10.4* . 29. 1.7 4.8 -1.1 3.4 13.0* R 30. 6.0 7.0 1.4 . 7.7 . ------------------------------------------------------- Ø 1.2 5.0 -2.5 77.3 S 111.5 mm 1.4 cmljh Ø 2.3 6.2 -1.1 60.0 S 72.0 mm 2.0 cm -------------------------------------------------------
DER FRÜHWINTER VERSUCHTE VERGEBLICH FUSS ZU FASSEN –HÄUFIGES WECHSELSPIEL VON KALT UND WARM: Im letzten met. Herbstmonat gab der Frühwinter bereits mehrmals seine Visitenkarte ab. Fast standesgemäß fiel am 8. der erste Schnee. Schlitten fahren war dann am 10. möglich. Zuvor war es ziemlich sonnig bei milden Spätherbsttemperaturen. Nach einer mehrtägigen trockenen Phase zur Monatsmitte formierten sich am 23. erneut dicke Schneewolken und hüllten am 24. die Albhochfläche in eine ca. 10 cm hohe Schneedecke ein. Rodeln war wieder möglich, hingegen noch kein Skiliftbetrieb. Das muntere Wechselspiel von Kalt- und Warmluft setzte sich auch gegen Monatsende hin weiter fort, wobei die milden Atlantikluftmassen am Monatswechsel eindeutig die Oberhand behielten und ähnlich wie im letzten Jahr für einen sehr milden Hochwinterauftakt sorgten. Der November 2001 war um über 1° kälter als üblich. An immerhin 25 Tagen wurden Frostwerte registriert, hingegen herrschte nur an 2 Tagen Dauerfrost. Mit 111.5 mm Niederschlag gab es über das 1.5-fache der Normalmenge, aber auch die Sonne konnte mit 77.3 Stunden um mehr als 13 Stunden Überschuß verbuchen. Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 24.11.2001 WETTERRING 2000+ 10 – 12 CM SCHNEE AUF DER MITTLEREN ALB DIE MEISTEN SKILIFTE SIND ABER NOCH NICHT IN BETRIEB SCHLITTENPARTIEN UND VEREINZELT LANGLAUF MÖGLICH Auf der Mittleren Alb gab es in der vergangenen Nacht nochmals eine Neuschneeauflage von ca. 2-4 cm. Bei einer Gesamtschneehöhe von meist 10-12 cm ist vereinzelt Wintersport möglich. Auf Grund einer fehlenden festen Unterlage sind aber die meisten Lifte noch nicht in Betrieb. Rodeln ist jedoch überall möglich und auch die Skilangläufer können ihre ersten Spuren im Schnee selber ziehen. Die Loipen sind jedoch nicht maschinell gespurt. Manuell gespurt ist die Täler-Skiloipe Sonnenbühl mit Start beim Golfplatzzentrum in Undingen. Es handelt sich noch meist um Pulverschnee, jedoch nähert sich die Temperatur der 0°-Marke. Weitere Niederschlagsfelder nähern sich heute und morgen aus Nordwesten. Da die Temperatur noch etwas ansteigt gehen die Niederschläge in Lagen von 600-750 m zunehmend in Schneeregen über und verschlechtern die Schneequalität. Auf der etwas höheren Zollernalb liegen derzeit bis zu 15 cm Schnee und hier kann es in Lagen von 800-950 m sogar noch etwas Neuschneezuwachs geben. Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 23.11.2001 WETTERRING 2000+ 4 – 7 CM NEUSCHNEE AUF DER MITTLEREN ALB – RODELN MÖGLICH Die Niederschläge gingen in der Nacht auf der Alb in Schnee über. So lag in den Frühstunden eine ca. 4-7 cm hohe, zum Teil verwehte Pulverschneedecke. Im Laufe des Tages entwickelten sich immer wieder einzelne Schneeschauer, die bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt die Schneehöhe nun auf ca. 5-10 cm anwachsen ließen. Wintersport ist aber auf Grund einer fehlenden Altschneeunterlage heute nur in Form von Rodeln möglich. Zum Skifahren an den Liften bedarf es zumindest noch einer weiteren Schneeauflage von 5-7 cm. Die vorherrschende Kälte hält noch bis zum Sonntag an, dann erfolgt eine leichte Milderung und Tauwetter. Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 07.11.2001
WETTERRING 2000+
WINTERPROGNOSE 2001/02 MILDER HOCHWINTER MIT WENIG SCHNEE – WINTERSPORT HAUPTSÄCHLICH IM FRÜH- UND SPÄTWINTER MÖGLICH
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und auch die ersten Schneeflocken und die erste spätherbstliche Schneedecke noch längst keinen Winter. So gesehen ist der heuer fast pünktlich eintreffende erste Wintereinbruch in der ersten Novemberdekade nur das erste Signalzeichen der bevorstehenden kältesten Jahreszeit. Wie wird er denn nun, der nächste Winter? Kalt, mit viel Schnee oder gar ein Jahrhundertwinter? Oder doch, wie häufig in den letzten Jahren, wieder mild mit nur wenigen Schneetagen? Zuverlässige Wetter-Prognosen über einen solch langen Zeitraum gibt es bis heute immer noch nicht. Ein Rechenmodell der Freien Universität Berlin, gefüttert mit umfangreichem Datenmaterial, liefert jedoch seit Jahren eine bis zu 5-monatige Vorausschau der Großwetterlagen in Mitteleuropa und speziell in Deutschland. Basierend auf den Luftdruck der vorangegangenen Monate sucht man sog. Analogjahre mit deren Folgewitterung. Für die diesjährige Winterprognose tat sich selbst dieses Modell recht schwer, da kaum Vergleichsjahre zu finden waren, die einen ähnlichen Verlauf wie heuer hatten. Demnach gibt der Frühwinter im November bereits einige Tage lang sein erstes Stelldichein und auch bis Mitte Dezember ist Kälte und Schnee ein Thema. Dann ist aber das erste Pulver bereits verschossen, denn der Kern- bzw. Hochwinter von Ende Dezember bis Ende Januar wird hauptsächlich durch milde Westwetterlagen geprägt. Vorfrühlingshafte Temperaturen, häufige Regenfälle und viele schneelose Tage sind die logische Folge. Im Januar wird es den größten Wärmeüberschuß aller Wintermonate geben. Erst im Spätwinter Ende Januar und im Februar meldet sich dann der Spätwinter noch einmal zu Wort. 2-3 Wochen lang Kälte und Schnee sind hier wohl am wahrscheinlichsten. Aber auch der Februar und der März weisen insgesamt einen leichten Wärmeübschuß gegenüber den langjährigen Werten auf. Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 05.11.2001
KLIMASTATION ENGSTINGEN: OKTOBER 2001 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe 1. 14.0 17.5 6.8 0.2 1.8 . 2. 15.6 24.4 10.8 10.7 . . 3. 14.0 20.6 8.3 4.2 16.0 . 4. 8.3 14.3 2.6 6.0 . . 5. 9.4 17.0 1.9 3.6 0.6 . 6. 13.8 20.7 10.0 7.3 1.4 . 7. 11.6 14.6 7.5 0.2 9.5 . 8. 10.6 15.0 8.0 1.2 6.0 . 9. 10.0 15.0 7.1 4.6 . . 10. 9.7 17.2 4.9 8.6 . . 11 8.8 19.2 3.1 10.1 . . 12. 10.9 22.3 3.6 8.0 . . 13. 11.6 23.1 4.3 9.3 . . 14. 12.7 21.6 6.1 7.5 . . 15. 13.6 21.6 6.6 8.0 0.6 . 16. 12.8 18.0 7.8 6.2 . . 17. 9.7 13.4 4.8 0.4 . . 18. 11.2 18.9 7.0 6.3 . . 19. 10.7 18.0 7.8 7.5 . . 20. 10.6 17.5 6.9 5.5 7.4 . 21. 9.9 13.5 5.2 0.8 3.0 . 22. 8.4 13.0 2.4 3.7 . . 23. 9.1 13.7 1.4 2.6 12.2 . 24. 9.2 13.0 7.4 2.2 12.3 . 25. 8.4 11.2 6.5 1.2 5.0 . 26. 7.9 14.5 3.1 5.8 . . 27. 9.1 14.3 1.7 0.1 . . 28. 9.4 14.9 6.4 0.6 . . 29. 11.9 16.4 5.5 5.5 . . 30. 10.3 19.0 5.8 6.5 . . 31. 9.8 19.7 4.4 6.2 7.9 . ------------------------------------------------------- Ø 10.7 17.2 5.7 150.6 STD 83.7 mm . cmljh Ø 7.6 12.8 3.2 124.0 STD 61.0 mm -------------------------------------------------------
WÄRMSTER OKTOBER SEIT ÜBER 100 JAHREN AUF DER MITTLEREN ALB – DER OKTOBER WAR WÄRMER ALS DER SEPTEMBER – GOLDENER OKTOBER MIT 7 TAGEN ÜBER 20°C – KEIN FROSTTAG: Nach einem völlig verkorksten Herbstbeginn zeigte sich der Oktober von seiner allergoldigsten Seite und wartete mit einigen Superlativen auf: WÄRMSTER OKTOBER SEIT BEGINN DER TEMPERATURMESSUNGEN! Und diese gehen auf der Mittleren Alb z.Teil über 100 Jahre. Bisheriger Spitzenreiter in Sachen Wärme war der Oktober 1995. 7 Hochs sorgten heuer für reichhaltigen Sonnenschein und hohe Nachmittagswerte, gleichzeitig hielt der häufige Nachtnebel die Temperatur ziemlich hoch. Die ständig vorhandene südwestliche Grundströmung tat ihr übriges mit wolkenreicher feuchtwarmer Atlantikluft. All diese Wärmefaktoren zusammen ergaben eine Monatsmitteltemperatur, die so mancher September nicht aufweisen kann. Nach 1995 war es auch heuer seit 100 Jahren erst das zweite mal der Fall, daß der Oktober im selben Jahr wärmer als der September war. Am 2. wurde mit 24.4°C nur knapp ein richtiger Sommertag verfehlt. Während Ende Oktober 1974 bereits ca. 10 cm Schnee einige Tage lang lagen, stieg das Thermometer heuer auf ebenfalls rekordverdächtige 19.7°C an. Eine sehr seltene Klimakonstellation also, daß der Oktober wärmer und feuchter als üblich war (rel. Luftfeuchte 90 % !) und dennoch überdurchschnittlich viel Sonne hatte.
Roland Hummel
WETTERRING 2000+
Engstingen, 04.10.2001
KLIMASTATION ENGSTINGEN: SEPTEMBER 2001 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag 1. 11.1 14.4 8.6 2.8 0.8 2. 11.3 16.9 5.0 6.9 . 3. 14.2 21.5 3.2 11.3 . 4. 10.6 13.8 8.6 0.2 9.3 5. 8.9 11.8 8.0 0.3 8.4 6. 10.8 15.0 7.5 4.2 3.0 7. 11.1 13.7 10.0 0.2 2.0 8. 10.7 13.0 6.7 . 36.2 9. 6.5 9.9 4.4 2.9 5.1 10. 7.1 9.5 3.9 0.2 3.0 11. 8.0 10.5 5.0 4.2 0.7 12. 9.8 12.3 7.6 0.2 0.6 13. 10.9 15.1 6.7 0.4 9.3 14. 8.8 12.5 5.0 2.5 2.8 15. 10.0 13.7 7.3 3.4 16.0 16. 6.7 9.2 5.1 1.8 18.7 17. 5.9 8.5 3.0 0.2 8.8 18. 4.4 11.7 0.5 3.9 . 19. 8.1 13.4 - 0.8 4.1 1.0 20. 10.8 14.1 8.9 0.5 6.5 21. 8.5 13.2 2.9 1.6 3.3 22. 6.9 13.4 1.9 6.1 . 23. 8.2 10.3 1.1 0.1 11.5 24. 9.4 12.9 5.9 1.2 0.5 25. 7.6 11.4 2.8 0.1 . 26. 8.4 13.1 4.0 2.8 0.5 27. 10.2 17.5 4.7 4.9 . 28. 8.8 19.1 1.3 9.7 . 29. 12.1 18.0 4.7 1.3 3.9 30. 11.2 17.0 6.9 3.5 0.9 --------------------------------------------- Ø 9.2 13.5 5.0 81.5 ST 152.8 mmljh Ø 12.0 17.8 6.9 168.0 ST 66.0 mm ---------------------------------------------
NASSESTER SEPTEMBER SEIT 47 JAHREN – 23 REGEN- TAGE – 13 TIEFS VERMIESTEN DEN FRÜHHERBST: Kein Altweibersommer, dafür Regen fast ohne Ende. Der erste met. Herbstmonat zeigte sich seiner ungemütlichsten Seite. Ganze 2 Hochs versuchten vergeblich den Altweibersommer zu etablieren, dagegen nisteten sich 13 Tiefs bei uns ein. An den 23 Regentagen des Monats fielen insgesamt 152.8 mm, damit fast das 2.5-fache der üblichen Menge. Letztmals noch mehr Septemberregen gab es 1954 auf der Mittleren Alb mit 180-200 mm. Mit einem Temperaturmittel von nur 9.2°C war es zudem deut-lich kühler als üblich. Nur noch am 3. wurde die 20°-Marke übertroffen. Durch das oft windige und feuchte Westwindwetter gab es hingegen nur eine Frostnacht. Frost knapp über der Erdoberfläche wurde in 3 Nächten registriert, dabei war am 19. die gesamte Albhochfläche erstmals in diesem Herbst mit einer Reifschicht überzogen. Mit nur 81.5 Stunden Sonnenschein gab es nur die Hälfte der üblichen Summe. Somit war es auch einer der trübsten September in den letzten 50 Jahren (1997: 250 Stunden Sonne!). Am Monatsende stellte sich eine wärmeversprechende Südwestwetterlage ein und ließ die Hoffnung auf einen goldenen Oktober verstärkt aufkommen. Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 01.09.2001 WETTERRING 2000+KLIMASTATION ENGSTINGEN (705 m NN)
METEOROLOGISCHER SOMMER 2001: (JUNI+JULI+AUGUST) WÄRMSTER SOMMER SEIT 7 JAHREN AUF DER MITTLEREN ALB ÜBER 700 STUNDEN SONNENSCHEIN – NUR 44 REGENTAGE AUGUST DURCH EIN OMEGAHOCH WÄRMSTER JAHRESMONAT TROCKENHEIT IM SPÄTSOMMER
Klimastation Engstingen: Juni 2001: 12.8°C (-0.8°) 217 Std. Sonne 97 mm Regen Juli 2001: 16.5°C (+0.8°) 254 Std. Sonne 71 mm Regen August 2001: 16.9°C (+1.8°) 231 Std. Sonne 51 mm Regen
Met Sommer 2001: 15.4°C (+0.6°) 701 Stunden Sonne (normal 628 Stunden) 44 Regentage (normal 52) 219 mm Regen (normal 320 mm)
Roland Hummel WETTERRING 2000+
KLIMASTATION ENGSTINGEN: AUGUST 2001 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag 1. 19.5 25.7 13.3 10.8 . 2. 22.4 30.6 10.8 9.0 5.5 3. 17.1 20.0 14.5 . 12.7 4. 15.3 20.4 12.8 3.2 1.2 5. 14.8 19.4 10.7 8.5 . 6. 15.4 20.1 7.9 2.8 0.9 7. 17.0 20.9 13.0 2.3 1.2 8. 16.0 20.6 12.4 5.4 3.5 9. 16.1 20.5 10.3 2.8 2.7 10. 12.8 17.5 8.1 9.5 . 11. 11.3 16.9 4.8 10.7 . 12. 13.7 22.3 3.1 11.5 . 13. 16.8 25.5 6.3 12.4 . 14. 20.4 29.1 8.9 13.4 . 15. 21.6 31.5 10.7 12.4 . 16. 20.2 28.6 12.2 7.1 4.8 17. 18.0 23.8 13.6 3.7 0.2 18. 18.3 26.4 12.3 7.0 0.3 19. 19.8 25.9 12.1 7.6 4.4 20. 15.4 20.0 12.1 2.4 3.0 21. 16.2 23.1 9.5 9.9 . 22. 15.6 23.2 8.7 8.0 . 23. 17.3 25.0 9.2 9.6 . 24. 18.4 27.5 10.0 9.8 . 25. 19.9 28.5 10.3 10.4 . 26. 19.5 29.3 10.8 11.1 . 27. 19.3 28.9 11.8 8.2 0.0 28. 14.1 20.6 7.4 7.6 . 29. 14.2 23.2 5.1 10.8 . 30. 14.1 20.7 6.2 1.5 7.7 31. 11.9 15.3 8.4 1.4 2.9 --------------------------------------------- Ø 16.9 23.6 9.9 230.8 S 51.0 mmljh Ø 15.1 20.7 9.6 204.0 S 106.0 mm ljh --------------------------------------------
WÄRMSTER AUGUST SEIT 9 JAHREN – HUNDSTAGE MIT VIEL SONNE – 13 SOMMERTAGE – OMEGAHOCH JOHANNA MIT SPÄTSOMMERHITZE – SOMMER 2001 ENDETE AM 30. : Hochdruckwetterlagen bestimmten nahezu den ganzen Monat lang das Wettergeschehen und ließen den Spätsommer sich voll entfalten. Am 15. August wurde mit 31.5°C die höchste Jahrestemperatur gemessen. Fast 2 Wochen lang bestimmte dann ein sog. Omegahoch den Wetterablauf. Atlantische Schlechtwetterfronten aus Westen wurden abgeblockt, dagegen angenehm warme Kontinentalluft mit einem Ostwind herangeführt. Ideale Wetterbedingungen sowohl für Freizeitvergnügungen, als auch für die Getreideernte. Bei einer niedrigen Luftfeuchte blieb auch der Schwitzfaktor einigermaßen in erträglichen Grenzen. Der wärmste Sommer seit 7 Jahren verabschiedete sich am 30. Der August 2001 war fast 2° wärmer als normal. Es war der wärmste August seit 9 Jahren und auch der wärmste Jahresmonat 2001. Mit 231 Stunden hatte die Spätsommersonne ebenfalls ein deutliches Plus aufzuweisen. Dagegen war es recht trocken: ganze 51 mm Regen wurden gemessen, damit nicht einmal die Hälfte der üblichen Augustmenge. Roland Hummel Engstingen, 14.08.2001 KLIMASTATION
ENGSTINGEN: JULI 2001
1. 15.4
19.7 11.0
8.7 .
2. 15.2
21.2 7.8
11.3 .
3. 16.8
22.4 6.9
14.8
.
4. 18.4
24.1 9.6
14.8
.
5. 20.9
26.6 9.7
12.1 .
6. 22.1
29.1
14.5 12.9
0.0
7. 15.6
22.9 12.6
4.9 3.3
8. 15.4
19.4 11.8
2.5 .
9. 15.2
20.8 8.2
8.0 . 10.
19.0 25.0
6.3 11.3 .
11.
15.5 20.0
10.4 4.3
. 12.
15.0 21.0
7.0 7.8
11.0 13.
15.5 18.2
13.0 1.8
1.7 14.
18.0 21.7
14.1 1.6
10.5 15.
10.5 14.9
7.6 .
27.6 16.
10.2 14.8
6.7 1.0
1.0 17.
14.1 17.7
6.4 8.6
0.2 18.
12.7 16.4
8.8 4.2
7.5 19.
12.8 18.8
8.1 5.1
1.1 20.
11.8 14.9
8.3 0.3
6.3 21.
14.0 19.7
7.7 10.2
. 22.
17.0 24.9
6.2 13.0
. 23.
18.8 25.8
8.8 11.2
. 24.
17.0 22.1
11.8 6.8
0.8 25.
18.1 25.4
9.8 10.8
. 26.
18.5 26.2
9.7 12.0
. 27.
20.0 27.9
10.3 11.4
. 28.
19.6 28.2
11.4 7.3
. 29.
18.8 25.3
13.7 8.5
. 30.
18.4 26.6
10.3 13.5
. 31.
21.8 29.1
9.6 13.2
. ---------------------------------------------
Ø 16.5
22.3 9.6
253.9 ST 71.0 mm
ljh Ø 15.7
20.9 9.8
220.0 ST
93.0 mm ---------------------------------------------- WÄRMSTER JULI SEIT 6 JAHREN – 254 STUNDEN SONNE HUNDSTAGE MIT HOCHSOMMERWETTER : Endlich wieder einmal ein Hochsommermonat, der sich dieses Prädikat verdient hat. In der nahezu trockenen ersten Monatsdekade stiegen die Höchst- temperaturen bis auf 29°C am 6. An. Der Sommer legte dann für eine Woche eine kleine Pause ein. Vom 12-20.gab es 8 Regentage in Folge. Mit Beginn der sog. Hundstage etablierten sich dann aber die Sommerhochs „FABIOLA“ und besonders „GILDA“ in unserer Region. Es herrschte Bade- und schönes Freizeitwetter bis zum Monatsende. Mit ebenfalls 29°C näherte sich der Hochsommer am Monatsende seinem (vorläufigen) Höhepunkt. Es war der wärmste Juli seit 1995. Mit ca. 254 Stunden Sonnenschein gab es ein deutliches Plus. Vor 1 Jahr wurden lediglich 184 Stunden im Juli registriert. WETTERRING 2000+ Engstingen, 04.07.2001 KLIMASTATION
ENGSTINGEN: JUNI 2001 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag
1. 10.3
14.6 6.4
3.4 0.5
2. 9.6
11.4 8.1
0.2 8.7
3. 4.8
9.2 2.3
4.3 10.0*
4. 6.7
12.0 4.1
6.4 .
5. 11.5
19.9 - 0.6 12.9
0.6
6. 12.4
17.6 8.9
4.5 0.7
7. 13.8
18.5 8.8
5.6 0.1
8. 10.9
13.3 8.2
. 9.0
9. 10.4
11.5 7.5
. 6.5
10.
9.6 12.4
7.6 .
8.5 11.
7.4 10.5
2.7 6.9
2.0 12.
11.3 18.1
0.7 13.6
. 13.
14.1 21.2
3.4 6.1
0.7 14.
13.2 18.8
6.2 6.2
. 15.
15.8 24.0
6.0 6.6
14.2 16.
12.6 17.0
10.7 0.9
9.3 17.
12.4 16.5
10.0 6.4
5.7 18.
10.4 12.4
9.2 1.1
8.3 19.
9.2 14.6
3.8 5.8
0.2 20.
12.0 19.0
1.9 10.3
. 21.
16.5 21.7
5.3 12.8
. 22.
12.0 17.3
4.6 13.4
. 23.
13.5 19.8
2.6 14.8
. 24.
16.0 23.4
4.2 14.8
. 25.
17.5 24.4
6.6 14.8
. 26.
19.2 26.2
7.7 14.8
. 27.
19.6 27.6
9.0 8.0
10.4 28.
14.8 18.4
10.2 1.5
1.2 29.
16.7 23.3
7.9 12.3
. 30.
19.0 24.6
8.1 8.3
0.7 ---------------------------------------------
Ø 12.8
18.0 6.1
216.7 S 97.3 mm
ljh Ø 13.6
18.6 8.0
204.0 S 120.0 mm ---------------------------------------------
SCHAFSKÄLTE KAM ZWEIMAL MIT BODENFROST –
DER
JUNI WAR KÜHLER ALS DER MAI- FRÜHSOMMER-
HOCH ZISSI MIT VIEL SONNENSCHEIN – SCHNEEREGEN AM 3. JUNI:
In der ersten Monatsdekade dominierte die sog.Schafskälte. Am 3. Juni gab es in der Höhenkaltluft starke Schauer, zeitweise fielen dicke nasse Schneeflocken. Letzt Damals bildete sich sogar eine Schneedecke von mehreren cm Höhe. Zur Monatsmitte blieb es heuer zwar weiterhin unbeständig, doch wurde es tagsüber wärmer. Zur Zeit der Sommersonnwende nahm das Frühsommerhoch „ZISSI“ das Wetterzepter in die Hand. 4 Tage in Folge mit maxmimalem Sonnenschein ließen die Temperatur bis auf 27.6°C ansteigen. Am 27. Juni, dem sog. Siebenschläfertag, der ja für den Hoch-Sommer richtungsweisend sein soll, wurde die Schönwetter-Periode durch Gewitter und Regengüsse beendet. Hoffentlich kein schlechtes Ohmen für die wärmste Jahreszeit. Mit einem Mittel von nur 12.8° war der Juni 2001 etwas kälter als der Mai. Das erste Halbjahr 2001 war wärmer und feuchter als üblich. Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 05.06.2001 WETTERRING 2000+SCHAFSKÄLTE
AUF DEM HÖHEPUNKT – FROSTNACHT
IM SOMMER AUF DER ALB - AM KÄLTEPOL
IM GR. RINNENTAL –4°C WETTERRING 2000+
Engstingen, 04.06.2001 WETTERRING 2000+VOLLE KANNE SCHAFSKÄLTE AN PFINGSTEN SCHNEEREGENSCHAUER
IM METEOROLOGISCHEN SOMMER NACH
39 JAHREN WIEDER JUNI-SCHNEEFLOCKEN AUF DER ALB Die sog. Schafskälte hat heuer voll zugeschlagen. Pünktlich zum Pfingstfest kamen die zu dieser Jahreszeit kältesten Luftmassen auf dem direkten Weg vom Nordatlantik zu uns. In der labil geschichteten Höhenkaltluft bildeten sich kräftige Schauerwolken, die sich dann besonders am Nachmittag des Pfingstsonntages über der Alb entluden. Neben Blitz und Donner prasselten örtlich starke Graupelschauer hernieder und nasse Schneeflocken erinnerten eher an den vergangenen Winter. Schneefall im meteorologischen Sommer hat es letztmals vor sage und schreibe 39 Jahren auf der Mittleren Alb gegeben. Am 1.+2. Juni 1962 bildete sich damals örtlich sogar noch eine geschlossene Schneedecke von 5-10 cm ! Ganz so schlimm wurde es dann heuer doch nicht, auch wenn die Ausflugsaktivitäten durch das nasskalte Wetter doch stark eingeschränkt wurden. In der Nacht auf Pfingstmontag sanken die Temperaturen dann örtlich bis nahe auf den Gefrierpunkt. Durch die lebhafte Luftströmung trat wenigstens kein Bodenfrost auf. Am Pfingstmontag blieb es zwar mit 8-10° für die Jahreszeit weiterhin zu kalt, doch konnte sich die Sonne immerhin ab und zu kleine Lichtblicke verschaffen. In der klaren und wieder trockenen Luft konnte man sogar örtlich den wieder schneebedeckten Hochschwarzwald und die mit reichlich Neuschnee versehenen Alpen bestaunen. Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 01.06.2001 KLIMASTATION
ENGSTINGEN: MAI 2001 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe
1. 14.2
22.6 6.2
6.9 .
.
2. 15.4
24.3 4.9
12.4 .
.
3. 13.9
21.1 6.9
6.2 1.9
.
4. 13.0
17.2 4.9
2.9 .
.
5. 8.6
12.9 5.1
. 7.8
.
6. 5.6
6.3 4.8
. 1.0
.
7. 6.8
8.0 5.0
. 0.6
.
8. 8.6
10.5 5.9 .
.
.
9. 13.2
18.5 7.2
7.9 .
. 10.
14.8 19.9
7.3 14.0
.
. 11
13.6 20.1
4.4 11.0
.
. 12.
13.9 20.0
3.3 13.7
.
. 13.
15.4 22.2
5.7 11.8
0.1 . 14.
14.1 20.7
7.6 3.2
9.8
. 15.
10.6 14.4
5.8 1.5
2.4
. 16.
13.1 19.0
5.4 5.0
28.5
. 17.
11.7 15.1
9.1 0.3
8.0
. 18.
7.2 10.0
3.8 2.5
11.8
. 19.
8.0 14.8
0.5 8.9
. . 20.
12.7 18.2
1.2 13.9
.
. 21.
14.6 20.5
4.1 13.6
.
. 22.
13.0 18.3
5.3 8.7
.
. 23.
14.8 21.0
8.2 14.4
. . 24.
16.2 23.3
6.3 8.0
.
. 25.
15.3 22.1
8.0 11.8
.
. 26.
16.9 23.7
5.0 11.5
.
. 27.
19.0 24.9
8.4 9.1
.
. 28.
17.8 24.8
10.7 10.3
.
. 29.
19.8 25.0
10.3 11.8
.
. 30.
17.4 24.8
10.2 12.6
1.6
. 31.
15.3 20.8
10.3 9.8
0.3
. ---------------------------------------------------------
Ø 13.4
18.9 6.2
243.7 S 73.8 mm
. cm
ljh Ø 10.4
15.4 5.0
200.0 S 103.0 mm 0.0 cm
---------------------------------------------------------
WÄRMSTER WONNEMONAT SEIT MINDESTENS 50 JAHREN : Ein wahrlich bilderbuchhafter Frühlingsmonat. Der Wonnemonat Mai verwöhnte uns mit viel Sonnenschein, dazu gesellte sich frühsommerliche Wärme und selbst in den Engstinger Talkessellagen blieb man von den gefürchteten Spätfrösten weitgehend verschont. Bereits am 9. Mai starteten die Maikäfer ihre abendlichen Rundflüge. Zur Monatsmitte regnete es zum Teil ergiebig. Ab dem 19. war die Zeit der ersten frühsommerlichen Hochs gekommen. Die beiden Hochs RITA+SANDRA sorgten für eine 11-tägige Trockenperiode. Bei Temperaturen von 23-25°C weckte das herrliche Bade- bzw. Heuwetter so manche Hoffnung auf einen Bilderbuchsommer. Der Mai 2001 erreichte mit einem Mittel von 13.4° C fast den Normalwert des Juni. Es war der wärmste Mai auf der Mittleren Alb seit mindestens 50 Jahren. Da der Langfristcomputer einen kühlen und nassen Frühsommer vorausge Sonnenschein-bilanz des Wonnemonats erreichen können.
Roland Hummel WETTERRING 2000+ Engstingen, 16.05.2001 WETTERRING 2000+WINTERBILANZ
2000/01 – SOMMERPROGNOSE 2001 UNBESTÄNDIGES
FRÜH- UND HOCHSOMMERWETTER Erst Mitte Mai kann auf der Alb eine entgültige Winterbilanz gezogen werden, da bis zur Zeit der sog. Eisheiligen hier immer noch Schnee fallen kann. Die kälteste Jahreszeit verdiente sich dabei wieder einmal nicht das Prädikat Winter. Ganze 8 Schneetage wurden bis zum Jahresende gezählt. Dabei war es im Dezember lange Zeit richtig frühlingshaft mit Nachmittagswerten von 10-13°C. Auch der Kernwinter brachte im Januar und Februar nur kurzzeitige Kältephasen. Eine dünne geschlossene Schneedecke hielt sich oft nur wenige Tage lang, Ski und Rodel war nur sporadisch möglich. Erst in der letzten Februarwoche und in der ersten Märzwoche kam ein spätwinterlicher Schneehauch auf. Die Schneefälle Mitte April konnten die magere Schneebilanz nicht mehr entscheidend verändern, zudem ist Schnee zu dieser fortgeschrittenen Jahreszeit nicht mehr für Wintersport dienlich. So gab es insgesamt im Gesamtwinter 2000/01 nur 48 Schneetage (normal 88). Er war nach dem Winter 1989/90 der schneeärmste Winter seit mindestens 50 Jahren auf der Mittleren Alb. Bereits im vergangenen Oktober wurde der
Verlauf des Winters mit seinen vielen Großwetterlagen ziemlich genau
vorhergesagt. Nun wurde der Langfristcomputer der Freien Uni Berlin wieder mit
neuem Datenmaterial gefüttert, um eine Sommerprognose zu erhalten. Im
Volksmund heißt es ja bekanntlich: auf keinen richtigen Winter, folgt auch kein
richtiger Sommer. Das scheint sich auch durch die
Computeranalyse leider zu bestätigen. Danach gestaltet sich das diesjährige
Sommerwetter ähnlich wie im vergangenen Jahr. Der Frühsommer wird kühl und
sehr unbeständig im Juni ausfallen und auch der Hochsommer zeigt sich lange von
seiner wechselhaften Seite. Erst Ende Juli und im August werden den Schönwetterhochs
größere Chancen eingeräumt. Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 07.05.2001 KLIMASTATION
ENGSTINGEN: APRIL 2001
1.
7.4 15.9
-1.9 12.0
. . 2. 9.3 19.1 -0.9 12.0 . . 3. 8.2
14.1 3.3
3.0 .
.
4. 7.6
16.5 1.5
3.6 3.7*
.
5. 4.6
8.9 1.1
8.6 0.9*
.
6. 8.3
11.3 2.8
2.7 7.8
.
7. 4.2
8.0 0.7
0.2
5.7
.
8. 4.8
10.6 -1.3
7.4 1.5
.
9. 5.0
8.0 2.4
0.6 5.3
. 10.
5.4 9.1
3.8 0.1
6.1
. 11.
5.4 7.6
3.7 0.8
1.7
. 12.
4.7 8.5
2.0 3.3
0.2* . 13.
0.3 3.1
-1.4 7.6
2.2* R 14.
–0.3 2.2
-3.6 3.3
4.2* 5
15.
1.9 3.7
-1.7 .
6.3* 7 16.
2.9 5.9
0.9 0.4
8.2* .
17.
2.4 5.8
0.1 1.4
4.1* 2 18.
2.6 6.5
-0.2 1.0
4.2* . 19.
1.2 5.5
-2.0 7.5
0.0* 1 20.
1.8 4.3
-3.2 1.6
2.8* . 21.
–0.6 0.3
-2.9 .
12.5* 4
22.
1.1 3.3 -2.0
0.3 . 13 23.
3.6 10.6
-4.6 7.3
. 7 24.
8.1 16.0
-1.8 8.2
2.0
R 25.
7.4 13.5
3.5 0.1
7.7
. 26.
5.0 11.6
0.1 7.5
0.4
. 27.
8.5 14.6
-1.0 3.8
2.9
. 28.
9.6 13.5
6.6 1.5
3.3
. 29.
11.4 16.0
7.0 1.1
0.6
. 30.
13.5 20.9
6.6 7.2
.
. ---------------------------------------------------------
Ø 5.2
9.8 0.6
113.1 STD 94.3 mm 1.3
cm ljh Ø
5.9 10.6
1.2 156.0 STD 85.0 mm
1.0 cm ---------------------------------------------------------
LAUNISCHES WETTER – OSTEREIERSUCHE IM SCHNEE -
WENIG SONNE- SCHNEEREICHSTER APRIL SEIT 16 JAHREN: Mit 24 Stunden Sonnenschein an den ersten beiden Tagen begann der April 2001 recht verheißungsvoll. Vom 4.- 21. folgte aber eine 18-tägige Niederschlagsserie. Dabei wurde es immer kühler und an Ostern meldete sich der Spätwinter nochmals zurück. Am 21. führte dann ein sog. kleinräumiger Kaltlufttropfen zum stärksten April-Schneefall seit 16 Jahren. Während an der Engstinger Klimastation am 22. eine Schneehöhe von 13 cm gemessen wurde, fielen im Niederschlagszentrum im Raum Gönningen-Öschingen sogar bis zu 35 cm Neuschnee. Bei weiterhin wechselhaftem Wetter wurde es in der letzten Aprilwoche wieder spürbar wärmer, so daß die Vegetation nach der spätwinterlichen Zwangspause einen erneuten Schub bekam. Am Monats- letzten wurde nachmittags mit 20.9°C heuer erstmals die 20°-Marke übertroffen. Gleichzeitig begann standesgemäß die flächendeckende Löwenzahnblüte auf der Mittleren Alb. Mit einer Mitteltemperatur von 5.2°C war der April um 0.7° kälter als normal. Es fielen insgesamt 94 mm, somit ca. 10 % mehr als üblich. Nur 113 Stunden Sonnenschein wurden notiert. Noch weniger Aprilsonne gab es letztmals 1995. Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 17.04.2001 WETTERRING 2000+KUNTERBUNTES OSTERWETTER – VOM SCHNEE BIS ZUM GEWITTER WAR ALLES IN DER WETTERPALETTE VORHANDEN- WEITERHIN KÜHLES SCHAUERWETTER IN DER NACHÖSTERLICHEN WOCHE So kunterbunt wie die gefärbten Ostereier gestaltete sich auch heuer das Osterwetter. Sonne, Wolken, Wind, Regen, Schnee, Graupel und Gewitter konnte man in den letzten Tagen rasch abwechselnd erleben. An Karfreitag war es zunächst recht sonnig, bevor die ersten Schauerstaffeln mit kalter Luft aus dem hohen Norden eintrafen. In der Nacht auf Karsamstag fielen ca. 5 cm Neuschnee und hüllten die Albhochfläche wieder in ein weißes Winterkleid. Die Sonne verwandelte tagsüber die Landschaft wieder in Grün, doch zogen in der Ostersonntagnacht erneut dicke Schneewolken über die Alb. Bei der erschwerten Ostereiersuche lagen am Sonntag erneut ca. 7 cm Schnee. Den ganzen Tag über hielten die Dauerniederschläge an, aus dem Schneefall wurde Schneeregen und am Nachmittag verhinderten weitere Regenfälle einen längeren Spaziergang. Auch am Ostermontag gestaltete sich das Wetter weiterhin typisch aprilhaft. Um die Mittagszeit wurde es plötzlich dunkel und ein kräftiger Schneeschauer überzog die Landschaft erneut mit einer dünnen Schneedecke. Dabei fielen Flocken mit einer außerordentlichen Größe. Am Nachmittag konnte sich endlich die Sonne für wenige Minuten durch die Wolkenmassen kämpfen. Den krönenden Abschluß des vielfältigen Wetters machte dann noch am Abend ein Gewitter mit einem Graupelschauer. Die nachösterliche Woche begann erneut mit einem kräftigen Schneeschauer, so daß bei einer Schneehöhe von 1-2 cm die Alb erneut stundenlang wieder ein weißes Winterkleid angezogen hat. Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen,
15.04.2001 WETTERRING 2000+
OSTERHASE
IM SCHNEE – 7 CM NEUSCHNEE FIELEN IN DER OSTERNACHT – WEITERHIN UNBESTÄNDIGES
APRILWETTER Weihnachten im Klee – Ostern im Schnee: so lautet eine alte Bauernregel, die heuer genau zutraf. An Weihnachten war es bekanntlich schneelos und frühlingshaft mild, während es jetzt an Ostern spätwinterlich kalt geworden ist und zudem Frau Holle kräftig ihre Betten ausgeschüttelt hat. Bereits gestern früh lagen 5 cm Neuschnee, der aber im Laufe des Tages weitgehend wieder weggeschmolzen ist. Doch in der Nacht auf Ostersonntag kamen wie erwartet erneut dicke Schneewolken aus Nordwesten herangezogen und hüllten die Alblandschaft bis zum frühen Morgen erneut in ein dichtes weißes Winterkleid ein. Bei einer Schneehöhe von ca. 5-7 cm kann ohne große Mühe ein Treffen vom Schneemann mit dem Osterhasen arangiert werden. Da nun aber die größte Kälte vorbei ist (über der Schneeoberfläche wurden gestern bis zu –8.6°C an der Klimastation im Gr. Rinnental zwischen Engstingen und Sonnenbühl gemessen), gehen die Niederschläge durch die etwas mildere Westluft zunehmend in Schneeregen und später in Regen über. Roland Hummel WETTERRING 2000+ Engstingen, 01.04.2001 KLIMASTATION
ENGSTINGEN: MÄRZ 2001 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe
1. –1.3
2.3 -7.2 2.1
1.3* 15
2. -0.6
3.4 -6.6
5.5 10.5*
16
3. 0.3
0.8 -0.6
. 8.3*
22
4. 2.6
5.5 0.5
0.9 8.0*
19
5. 1.6
3.6 0.3
2.3 .
12
6. –0.8
1.4 -1.7
. .
11
7. 2.1
4.8 -2.4
. 3.6
11
8. 5.8
11.0 0.8
0.7 6.7
7
9. 6.1
9.0 4.3
2.2 0.3
R 10.
5.9 7.3
2.8 .
8.2
R 11
8.3 9.9
5.6 .
12.1
. 12.
7.5 10.9
5.6 .
14.0
. 13.
4.4 7.5
2.7 4.4
6.1*
. 14.
2.2 5.2
0.8 1.0
2.6
0 15.
7.4 9.8
1.3 0.3
0.3
. 16.
7.8 16.2
2.0 8.0
3.6
. 17.
7.0 9.0
6.0 .
7.2
. 18.
7.1 11.1
3.3 1.1
5.0
. 19.
1.6 7.0
0.7 1.8
0.4*
. 20.
–0.1 1.5
-4.8 .
15.4*
. 21.
7.5 11.0
0.8 .
21.4
. 22.
8.0 9.9
6.0 1.1
2.2
. 23.
9.4
17.1
2.8 4.4
12.0
. 24.
10.0 13.7
5.4 1.7
10.7
. 25.
7.9 12.2
6.2 1.5
5.5
. 26.
1.4 6.2
0.1 0.1
.
. 27.
2.4 6.1
-0.4 0.6
.
. 28.
6.0 11.3
-1.7 1.6
3.4
. 29.
5.8 8.7
4.1 0.6
2.0
. 30.
3.1 8.0
0.9 2.2
0.2
. 31.
5.7 12.6
-3.6 10.2
. . ---------------------------------------------------------
Ø
4.6 8.2
1.1 54.3 ST 171.0 mm
3.6 cm
ljh Ø
2.0 6.5
-2.1 120.0 ST
60.0 mm 8.7 cm ---------------------------------------------------------
ZWEITNASSESTER MÄRZ SEIT 100 JAHREN-
26 TAGE MIT NIEDER- SCHLÄGEN
– SPÄTWINTERWETTER AM ANFANG- DEUTLICHER TEMPERATURÜBERSCHUSS
TROTZ SEHR WENIG SONNE: Der März wartete heuer mit einem kunterbunten Wetterverlauf auf. Insgesamt brausten 16 Tiefs über unsere Region hinweg und hinterließen eine Nässe wie schon lange nicht mehr. In der ersten Märzwoche gab der Spätwinter nochmals seine Visitenkarte ab. Am 3. wurde mit 22 cm die höchste Schneehöhe des gesamten Winters gemessen. Die magere Wintersportsaison war aber bereits wenige Tage später beendet. Am 7. begann eine 19-tägige Regentagserie. Da die Bodentemperaturen aber recht hoch waren und kein Schmelzwasser hinzukam, blieb Hochwasser aus. Am 24. wurde nachmittags das erste Gewitter des Jahres beobachtet. Erst am Monatsletzten war der Regenwetterspuk vorbei. Die Sonne schien erstmals wieder über 10 Stunden lang. Der März 2001 war deutlich wärmer als normal, obwohl die Sonne mit nur 54 Stunden seit 1988 einen Negativrekord aufstellte. Der März 1988 war mit 218 mm gleichzeitig der bislang nasseste seit 100 Jahren auf der Mittleren Alb, gefolgt nun vom diesjährigen März, der mit 171 mm immerhin fast die dreifache Menge des Normalwertes erreichte. Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 17.03.2001 WETTERRING 2000+ GESTERN
BISLANG WÄRMSTER TAG DES JAHRES: 16.2°C HEUTE
UND IN DEN NÄCHSTEN TAGEN REGENWETTER Ein sonniger und warmer Frühlingstag verwöhnte die Älbler nach einer langen Regentagserie.Am gestrigen Nachmittag kletterten die Temperaturen selbst im Schatten bis auf über 16°C an. Doch die Regenpause war nur von kurzer Dauer. Bereits in den Abendstunden kündigte sich ein neues Tief mit Luftdruckfall an. Bis heute früh fielen erneut 4 mm Regen und auch am Nachmittag setzte erneut kräftiger Regen ein. In den nächsten Tagen ziehen immer wieder Regenfronten durch, so daß die Sonne kaum größere Lücken finden wird. Es bleibt für die Jahreszeit relativ mild mit Werten von ca. 3-6°C auf der Albhochfläche. Die erste Märzhälfte war deutlich milder wie üblich und brachte bereits über 100 % der normalen Regenmenge.
Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen, 13.03.2001 WETTERRING 2000+IN
3 TAGEN FIEL BEREITS ÜBER DIE HÄLFTE DES NORMALEN MÄRZNIEDERSCHLAGES
– NACH DEM DAUERREGEN FOLGEN NOCH
EINZELNE SCHAUER- VORFRÜHLING IN DER REGION Ein total verregnetes Wochenende liegt inzwischen hinter uns, aber auch der Start in die neue Arbeitswoche fiel angesichts der dicken Regenwolken doch ziemlich schwer. Die derzeitigen Südwest- bis Westwetterlagen führen immer wieder neue Wolkenpakete heran aus denen es doch zum Teil kräftig schüttet. Zwar hat die Neckar/Albregion nicht soviel an Regen wie unserer westlicher Nachbar Schwarzwald abbekommen, doch es sind in den letzten 72 Stunden auch hier recht ordentliche Mengen registriert worden: Engstingen: 35 mm, Bad Urach: 33 mm, Münsingen: 33 mm, Sonnenbühl: 30 mm, Reutlingen: 29 mm, Tübingen: 23 mm. Der März ist normalerweise einer der trockensten Monate des Jahres in der Region. Auf der Mittleren Alb fallen durchschnittlich nur 60 mm, im Albvorland sogar nur 40 mm. In den letzten 72 Stunden hat es somit fast überall bereits mehr als die Hälfte der Normalmenge geregnet. Auch heute fallen noch einige Schauer, in den Kammlagen der Alb mit Schnee oder Graupel vermischt. Im weiteren Wochenverlauf entspannt sich sich die Regensituation. Die Sonne gewinnt zunehmend die Oberhand und die Nachmittagstemperaturen steigen im Albvorland und entlang des Neckars auf 12-16°C an. Auch auf der inzwischen wieder nahezu schneefreien Alb läßt der Vorfrühling bei Werten über 10°C grüßen. Eine erneute spätwinterliche Eskapade findet vorerst nicht statt. Roland Hummel WETTERRING 2000+
Engstingen,
03.03.2001
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Wetterring 2000+ Churstraße 32 72829 Engstingen Tel. 07129 / 7147 Fax 07129 / 932045 |