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Berichte und Infos 2001

 

Engstingen, 23.01.2002

 

WETTERRING 2000+

 

KLIMASTATION ENGSTINGEN: WETTERJAHR 2001

 

FRÜHJAHRSNÄSSE – SPÄTSOMMER MIT HITZE UND TROCKENHEIT

SCHNEEFLOCKEN IM FRÜHSOMMER – WÄRMSTER OKTOBER SEIT ÜBER 100 JAHREN – WEISSE OSTERN UND WEIHNACHTEN - DAS JAHR 2001 WAR SONNIGER, WÄRMER UND NASSER ALS NORMAL

 

Die kunterbunte Wetterküche hatte auch im Jahr 2001 wieder einige Superlative und Überraschungen zu bieten. Insgesamt reihte sich das Jahr fast schon obligatorisch in die Reihe der wärmeren Jahrgänge ein, mit einer Jahresniederschlagsmenge von 1131 mm (120 %) war es deutlich nasser wie gewöhnlich. Die jährliche Sonnenscheindauer lag mit 1648 Stunden (102 %) etwas über dem langjährigen Durchschnittswert.

Im Januar warteten die Wintersportler vergeblich auf einen richtigen Wintereinzug. Im schneeärmsten Jahresauftakt seit 8 Jahren dominierten eindeutig die Regenwolken. Der Spätwinter kam dann im Februar erst nach einer langen Vorfrühlingsphase doch noch zu seinem Recht. In der letzten Februarwoche und in der 1. Märzwoche stieg die Schneedecke nochmals bis auf 22 cm an, dann war jedoch Winterschluß und mildes Frühlingswetter angesagt. Doch anstatt reichlicher Frühjahrssonne, brausten sage und schreibe 16 Tiefs im März über unsere Region hinweg und hinterließen eine Nässe wie schon lange nicht mehr. Mit 171 mm (normal 60) war es nach 1988 der zweitnasseste März seit über 100 Jahren. Es folgte fast standesgemäß ein typisch wechselhafter und zudem noch kühler April.

Dabei meldete sich der Spätwinter an Ostern mit einer Schneedecke bis zu 7 cm zurück. Ein sog. kleinräumiger Kaltlufttropfen führte schließlich noch am 21. mit 13 cm Neuschnee zum stärksten Aprilschneefall seit 16 Jahren. Der Gesamtwinter 2000/01 brachte es aber nur auf ganze 48 Schneetage, während es im Durchschnitt 88 sind.

Nach dem trüben, nassen und kühlen Frühlingsauftakt blieb es nun dem Wonnemonat Mai vorbehalten, für eine Wetterbesserung zu sorgen. Und das tat er dann auch mit Bravour. Der geradezu bilderhaft schöne Wonnemonat verwöhnte die gesamte Region mit viel Sonnenschein und reichlicher Wärme. An immerhin 17 Tagen kletterte das Thermometer dabei über die 20°-Marke. Die Eisheiligen waren überhaupt kein Thema und selbst in den Kältemulden blieb man von den Spätfrösten verschont. Die beiden Hochs „RITA“ und „SANDRA“ trugen durch eine 11-tägige Sonnenphase zum Abtrocknen der Böden dazu bei, so daß bereits recht früh mit der Heuernte begonnen werden konnte. Maikäfer nutzten die Schönwetterperiode hingegen für ihre abendlichen Rundflüge. Der Sommer konnte nun also getrost kommen. Und wie er kam: Volle Kanne Schafskälte zum Junibeginn. Erstmals wieder nach 39 Jahren gab es an Pfingsten am 3. Juni sogar wieder Schneeflocken in einem Sommermonat. Über 2 Wochen lang regnete es fast an jedem Tag, doch stiegen die Temperaturen wieder deutlich an. Erst mit der Sommersonnwende kam es durch das Hoch „ZIZZY“  zu einem Wetterwechsel. Vier Tage lang blieb es wolkenlos und die hochstehende Sommersonne ließ das Quecksilber bis auf 28°C im Schatten ansteigen. Der Hochsommer war da.

Der erste Wärmehöhepunkt wurde am 6. Juli mit fast 30° erreicht. Vom 12. –20. Juli legte der Sommer mit einer 8-tägigen Regenperiode eine kleine Pause ein. Dann etablierten sich die beiden Hochs „FABIOLA“ und „GILDA“ und ließen die wärmste Jahreszeit sich voll entfalten. Der August wurde schließlich der wärmste Jahresmonat und hatte am 15. mit 31.5°C auch die höchste Temperatur.

Eine sog. Omegahochwetterlage blockte lange Zeit die Schlechtwetterfronten vom Atlantik ab und lenkte mit Ostwinden eine angenehm warme und trockene Kontinentalluft auf die Albhochfläche. Lokale Hitzegewitter waren daher selten und auch die Hagelfälle hielten sich in Grenzen. Dafür gab es oft ideale Bedingungen für Freizeitvergnügungen und auch die Getreideernte lief auf Hochtouren.

Es war schließlich der wärmste Sommer seit 7 Jahren.

Mit dem Monatswechsel zu September war die wärmste Jahreszeit aber bereits vorbei. Kein Altweibersommer weit und breit, dafür aber Regen fast ohne Ende. Insgesamt 13 Tiefs brachten eine zweiwöchige Regenphase. Mit nur 82 Stunden Sonnenschein war es einer der trübsten Frühherbstmonate in den letzten 50 Jahren. Dafür folgte hingegen ein goldener Oktober mit einigen absoluten Superlativen. Wärmster Oktober seit über 100 Jahren !  Oktober wärmer als September !

An 7 Tagen lagen die Nachmittagswerte über der 20°-Marke, sämtliche Nächte blieben frostfrei.

Der erste Herbstfrost trat dann am 1. November auf und am 8. begann es zu schneien. Der Frühwinter versuchte im November mehrmals, aber vergeblich, bereits richtig Fuß zu fassen. Immerhin wurden 10 Schneetage notiert. Ein recht turbulenter Dezember rundete dann das Wetterjahr 2001 ab. Dabei war es in der ersten Dezemberhälfte geradezu frühlingshaft mild mit Temperaturen bis +10°C. Doch dann übernahmen Väterchen Frost und Frau Holle das Zepter. Kräftige Schneefälle sorgten für die schneereichsten Weihnachten seit 15 Jahren. Bis zu 24 cm hoch lag der Schnee am 27. Dezember.

Zuvor war es allerdings rekordverdächtig kalt. In den Frühstunden des Hl. Abend wurde mit –24.7°C nicht nur die kälteste Temperatur im Jahre 2001 gemessen, sondern auch die kälteste Dezembertemperatur in Engstingen seit dem Meßbeginn im Jahre 1987. Die märchenhafte Winter-

landschaft wurde am 28.+29. Dezember durch das Sturmtief Noah kurzzeitig zerstört. Starker Schneefall und Frosttemperaturen verhalfen der Alb aber noch rechtzeitig vor dem Jahreswechsel wieder zu einer richtigen Winterlandschaft. Bei Dauerfrost und Pulverschnee von ca. 15 cm hieß es überall: Ski und Rodel gut.

 

Klimabilanz 2001: Mit einem Jahresmittel von 7.4°C war das Jahr 2001 um 0.7° wärmer als üblich (2000: 7.9°C). Im Oktober trat der größte Wärmeüberschuß auf, hingegen im September das größte Wärmedefizit. Der Dezember war der kälteste Monat, der August der wärmste. Niederschlag fiel an 216 Tagen (normal 200), insgesamt wurden 1131 mm notiert (normal 945). Nassester Monat war der März, der trockenste der August mit 51 mm. Die Sonne schien 1648 Stunden lang, 2 % länger als üblich. Ohne Sonne waren 63 Tage, hingegen gab es aber 52 Tage mit über 10 Stunden Sonnenschein. Sonnigster Monat war der August mit 254 Stunden, am trübsten war es im März mit nur 54 Stunden Sonne. Gewittertage: 20 (normal 35). Nebeltage: 47 (normal 73)

 

Roland Hummel

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KLIMASTATION ENGSTINGEN: WETTERJAHR 2001 

              TEMPERATUR      NIEDERSCHLAG        SONNE

 

JANUAR   :  -0.3°C (+1.8°)    82 mm (137 %)   80 STD. (183 %)

 

FEBRUAR  :   0.6°C (+1.6°)    69 mm (121 %)   83 STD. (121 %)

 

MÄRZ     :   4.6°C (+2.6°)   171 mm (285 %)   54 STD. ( 45 %)

 

APRIL    :   5.2°C (-0.7°)    94 mm (111 %)  113 STD. ( 72 %)

 

MAI      :  13.4°C (+3.0°)    74 mm ( 72 %)  244 STD. (122 %)

 

JUNI     :  12.8°C (-0.8°)    97 mm ( 81 %)  217 STD. (106 %)

 

JULI     :  16.5°C (+0.8°)    71 mm ( 76 %)  254 STD. (115 %)

 

AUGUST   :  16.9°C (+1.8°)    51 mm ( 48 %)  231 STD. (113 %)

 

SEPTEMBER:   9.2°C (-2.8°)   153 mm (232 %)   82 STD. ( 49 %)

 

OKTOBER  :  10.7°C (+3.1°)    84 mm (137 %)  151 STD. (121 %)

 

NOVEMBER :   1.2°C (-1.1°)   112 mm (155 %)   77 STD. (129 %)

 

DEZEMBER :  -2.1°C (-1.2°)    74 mm (119 %)   63 STD. (144 %)   

 

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JAHR 2001:   7.4°C (+0.7°)  1131 mm (120 %) 1648 STD. (102 %)

 

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Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

 

KLIMASTATION ENGSTINGEN: DEZEMBER 2001

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag Schneehöhe

  1.   7.6    9.2     6.8      .      2.8         .   

  2.   5.6    8.1     3.9     0.2     0.0         .

  3.   4.9    5.3     3.9      .      0.3         .

  4.   5.6    7.0     4.6     0.1     1.3         .

  5.   5.8    9.4     3.0      .      1.6         .

  6.   3.7    8.8     1.4      .      1.4         .

  7.   0.1    1.7   - 1.2     0.1      .          .

  8. - 1.3    1.3   - 3.4     2.5      .          .

  9. - 3.5    0.8   - 5.1     7.5      .          .

 10. – 3.1    3.0   - 7.1     7.5     0.0*        .

 11. - 1.0    0.5   - 3.8      .      0.4*        R

 12. – 0.9   -0.3   - 1.8      .      0.3*        0

 13. - 7.7   -0.5   -14.0     0.8     0.5*        0

 14. –11.6   -9.0   -14.3     5.9     0.0*        2

 15. – 7.5   -3.8   -13.3     7.5      .          2

 16. – 6.3   -3.4   -11.0     7.2      .          2

 17. – 4.2   -2.7   -10.0      .      0.0*        2

 18. – 3.6   -2.6   - 4.1      .      0.0*        2

 19. – 2.3   -0.3   - 4.5      .      0.5*        2

 20. – 5.3   -0.6   -13.0     3.0     2.0*        2

 21. – 4.3   -1.3   -16.0     2.5     1.7*        4

 22. – 2.7   -0.6   - 4.9      .      3.9*        6 

 23. –10.6   -4.8   -21.5      .      2.0*       13

 24. –10.3   -3.2   -24.7     5.0     0.5*       15 

 25.   0.6    1.9   - 4.0      .     10.7*       12

 26. – 3.4    0.1   - 6.0      .      5.4*       23 

 27. – 3.8   -0.7   -10.5     6.0     1.4*       24

 28.   3.7    4.9   - 0.7      .      6.0        20  

 29.   3.1    6.4   - 1.0      .     28.2*        5

 30. – 4.3   -1.0   - 6.4     6.2     2.0*       11

 31. – 7.4   -4.5   -14.5     1.3     0.7*       16 

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  Ø   -2.1    0.9   - 6.2    63.3 ST 73.6 mm      5.3 cm

ljh Ø –0.9    2.4   - 4.3    44.0 ST 62.0 mm      7.7 cm

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KALTER DEZEMBER MIT VIEL SCHNEE AN WEIHNACHTEN – STURMTIEF

NOAH VERMIESTE DAS WINTERSPORTVERGNÜGEN – REKORDKÄLTE

AN HL. ABEND: Nach einem ähnlich milden Dezemberbeginn wie im Vorjahr übernahm Väterchen Frost ab der 2. Dekade das Kommando. Trotz Dauerfrost war noch kein richtiger Wintersport möglich, da nur eine dünne Schneedecke lag. Stärkere Schneefälle setzten dann zur Zeit der Wintersonnwende ein und verhalfen zum schneereichsten Weihnachtsfest seit 15 Jahren. In den Morgenstunden des Hl. Abend war es zuvor noch klirrend kalt. Es war die kälteste Dezembertemperatur an der Engstinger Wetterstation seit Meßbeginn im Jahre 1987. An der Kohlstetter Kläranlage wurden sogar –30°C registriert. Die märchenhafte Winterlandschaft wurde am 28.+29. leider durch das Sturmtief NOAH zerstört. Mit viel Regen im Gepäck brauste der Tiefdruckwirbel samt einer zusätzlichen Warmfrontwelle über die Alb hinweg. Erst die rückseitige Kaltluft sorgte mit erneutem kräftigem Schneefall wieder für eine richtige Winterlandschaft, so daß am klirrend kalten Jahresende bei einer Schneedecke von ca. 16 cm die Wintersportler erneut auf ihre Kosten kamen.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

Engstingen, 26.12.2001 

WETTERRING 2000+ 

WEIHNACHTEN MIT KÄLTE UND REICHLICH SCHNEE

REKORDKÄLTE AN HL. ABEND – SCHNEEREICHSTES FEST SEIT 20 JAHREN – SKI UND RODEL GUT – SCHNEEVERWEHUNGEN

SONNIGES DAUERFROSTWETTER AM JAHRESWECHSEL

Mit klirrender Kälte nach einer sternenklaren Nacht begann der Hl. Abend. Die Albhochfläche war zu diesem Zeitpunkt in eine ca. 15-20 cm hohe Schneedecke eingehüllt. Verbreitet wurden in den frühen Morgenstunden bis zu –25°C auf der Mittleren Alb gemessen. Die bekannten Kältemulden registrierten sogar absolute Kälterekorde. So wurden im Sonnenbühler Gr. Rinnental –33.3°C in der Klimahütte (2 m offizielle Meßhöhe für Temperaturen) und –35.3°C knapp über der Schneeoberfläche gemessen. Es waren die kältesten Temperaturen dort seit dem Meßbeginn vor 14 Jahren. In einer Doline auf dem Flugplatz Degerfeld nahe Bitz wurde mit –36.0°C (2 m) sogar die absolut kälteste Temperatur Baden-Württembergs seit mindestens 130 Jahren registriert. Da es im weiteren Tagesverlauf aber ziemlich sonnig war, stiegen die Nachmittagswerte bis auf ca. –6°C an. Ski und Rodel gut inmitten einer herrlichen Winterlandschaft. Aufkommender Westwind kündigte dann bereits am Abend  einen erneuten Wetterwechsel an.

Am 1. Weihnachsfeiertag begann es wieder zu schneien. Dabei stieg die 0°-Marke bis auf ca. 850 m Seehöhe an, so daß aus dem lockeren Pulverschnee zusehends eine Pappschneedecke wurde. Dennoch traten zum Teil erhebliche Schneeverwehungen durch den starken Wind auf und behinderten den Straßenverkehr. In der Nacht zum 2. Festtag erreichte dann die Kaltfront des Sturmtiefs unsere Region. Die Temperaturen sanken wieder unter den Gefrierpunkt und bis zum Morgen fielen ca. 10-15 cm pulvriger Neuschnee. Damit erhöhte sich die Gesamtschneedecke auf ca. 20-35 cm. Solch hohe Mengen der weißen Pracht lagen auf der Mittleren Alb zum Festausklang letztmals vor 20 Jahren. Die weiteren Aussichten: nach einem erneuten Sturmtief beruhigt sich die Wetterküche am Jahreswechsel. Bei ruhigem Dauerfrostwetter mit längeren sonnigen Abschnitten präsentiert sich die Alb dann von seiner besten winterlichen Seite.

Roland Hummel

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Engstingen, 04.12.2001

KLIMASTATION ENGSTINGEN: NOVEMBER 2001

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag Schneehöhe

  1.   1.9    7.6    -1.7     2.4      .          .

  2.   2.8    9.5    -3.7     8.8      .          .

  3.   4.2   11.8    -0.5     8.8      .          .

  4.   4.7   11.9    -2.1     5.3      .          .

  5.   5.3    8.3     3.0     1.8      .          .

  6.   4.4    7.3    -0.2     2.6     8.4         . 

  7.   7.6    9.2     5.0      .     12.1         .

  8.   4.8    9.2    -0.1      .     14.7*        .

  9.  –1.3   -0.1    -2.2     1.2     5.7*        1

 10.  –3.4    1.8    -8.4     6.7      .          6

 11   -3.7    4.1   -10.9     6.8      .          4

 12.  –1.2    1.8    -8.8     3.6     2.8         3

 13.  –0.0    2.9    -1.9      .      4.4*        2

 14.  –2.2    0.0    -4.9     0.9      .          1

 15.  –3.0    2.3    -7.3     7.9      .          R

 16.  –0.2    5.3    -8.8     4.1      .          R

 17.   0.4    4.4    -1.6     4.9      .          R

 18.  –0.3    6.0    -2.3     4.6      .          R

 19.  –1.4    0.2    -3.1      .      0.4*        R

 20.   1.2    4.5    -1.7     0.4      .          0

 21.  –0.6    4.8    -4.6     1.6      .          .

 22.   1.2    6.2    -4.2     1.2    15.0*        .

 23.  –1.6   -0.9    -2.4     0.3     4.0*        6

 24.   0.0    0.8    -1.9      .      3.8*       10

 25.   2.7    4.2     0.8      .      5.2        10

 26.   4.1    5.4     2.8      .      1.4         R

 27.   2.1    5.1    -1.5      .      2.5         .

 28.   0.8    1.8    -2.4      .     10.4*        . 

 29.   1.7    4.8    -1.1     3.4    13.0*        R

 30.   6.0    7.0     1.4      .      7.7         .

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  Ø    1.2    5.0    -2.5    77.3 S 111.5 mm     1.4 cm

ljh Ø  2.3    6.2    -1.1    60.0 S  72.0 mm     2.0 cm

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DER FRÜHWINTER VERSUCHTE VERGEBLICH FUSS ZU FASSEN –

HÄUFIGES WECHSELSPIEL VON KALT UND WARM:

Im letzten met. Herbstmonat gab der Frühwinter bereits mehrmals seine Visitenkarte ab. Fast standesgemäß fiel am 8. der erste Schnee. Schlitten fahren war dann am 10. möglich. Zuvor war es ziemlich sonnig bei milden Spätherbsttemperaturen. Nach einer mehrtägigen trockenen Phase zur Monatsmitte formierten sich am 23. erneut dicke Schneewolken und hüllten am 24. die Albhochfläche in eine ca. 10 cm hohe Schneedecke ein. Rodeln war wieder möglich, hingegen noch kein Skiliftbetrieb. Das muntere Wechselspiel von Kalt- und Warmluft setzte sich auch gegen Monatsende hin weiter fort, wobei die milden Atlantikluftmassen am Monatswechsel eindeutig die Oberhand behielten und ähnlich wie im letzten Jahr für einen sehr milden Hochwinterauftakt sorgten.

Der November 2001 war um über 1° kälter als üblich. An immerhin 25 Tagen wurden Frostwerte registriert, hingegen herrschte nur an 2 Tagen Dauerfrost. Mit 111.5 mm Niederschlag gab es über das 1.5-fache der Normalmenge, aber auch die Sonne konnte mit 77.3 Stunden um mehr als 13 Stunden Überschuß verbuchen.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+     

 

Engstingen, 24.11.2001

                                                                                                                      WETTERRING 2000+

10 – 12 CM SCHNEE AUF DER MITTLEREN ALB 

DIE MEISTEN SKILIFTE SIND ABER NOCH NICHT IN BETRIEB

SCHLITTENPARTIEN UND VEREINZELT LANGLAUF MÖGLICH

Auf der Mittleren Alb gab es in der vergangenen Nacht nochmals eine Neuschneeauflage von ca. 2-4 cm. Bei einer Gesamtschneehöhe von meist 10-12 cm ist vereinzelt Wintersport möglich. Auf Grund einer fehlenden festen Unterlage sind aber die meisten Lifte noch nicht in Betrieb. Rodeln ist jedoch überall möglich und auch die Skilangläufer können ihre ersten Spuren im Schnee selber ziehen. Die Loipen sind jedoch nicht maschinell gespurt. Manuell gespurt ist die Täler-Skiloipe Sonnenbühl mit Start beim Golfplatzzentrum in Undingen. Es handelt sich noch meist um Pulverschnee, jedoch nähert sich die Temperatur der 0°-Marke. Weitere Niederschlagsfelder nähern sich heute und morgen aus Nordwesten. Da die Temperatur noch etwas ansteigt gehen die Niederschläge in Lagen von 600-750 m zunehmend in Schneeregen über und verschlechtern die Schneequalität. Auf der etwas höheren Zollernalb liegen derzeit bis zu 15 cm Schnee und hier kann es in Lagen von 800-950 m sogar noch etwas Neuschneezuwachs geben.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

                                                                                                                          

Engstingen, 23.11.2001

WETTERRING 2000+

4 – 7 CM NEUSCHNEE AUF DER MITTLEREN ALB – RODELN MÖGLICH

Die Niederschläge gingen in der Nacht auf der Alb in Schnee über. So lag in den Frühstunden eine ca. 4-7 cm hohe, zum Teil verwehte Pulverschneedecke. Im Laufe des Tages entwickelten sich immer wieder einzelne Schneeschauer, die bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt die Schneehöhe nun auf ca. 5-10 cm anwachsen ließen. Wintersport ist aber auf Grund einer fehlenden Altschneeunterlage heute nur in Form von Rodeln möglich. Zum Skifahren an den Liften bedarf es zumindest noch einer weiteren Schneeauflage von 5-7 cm. Die vorherrschende Kälte hält noch bis zum Sonntag an, dann erfolgt eine leichte Milderung und Tauwetter.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

Engstingen, 07.11.2001

 

WETTERRING 2000+

 

WINTERPROGNOSE 2001/02

MILDER HOCHWINTER MIT WENIG SCHNEE – WINTERSPORT

HAUPTSÄCHLICH IM FRÜH- UND SPÄTWINTER MÖGLICH

 

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und auch die ersten Schneeflocken und die erste spätherbstliche Schneedecke noch längst keinen Winter. So gesehen ist der heuer fast pünktlich eintreffende erste Wintereinbruch in der ersten Novemberdekade nur das erste Signalzeichen der bevorstehenden kältesten Jahreszeit. Wie wird er denn nun, der nächste Winter? Kalt, mit viel Schnee oder gar ein Jahrhundertwinter? Oder doch, wie häufig in den letzten Jahren, wieder mild mit nur wenigen Schneetagen?

Zuverlässige Wetter-Prognosen über einen solch langen Zeitraum gibt es bis heute immer noch nicht.

Ein Rechenmodell der Freien Universität Berlin, gefüttert mit umfangreichem Datenmaterial, liefert jedoch seit Jahren eine bis zu 5-monatige Vorausschau der Großwetterlagen in Mitteleuropa und speziell in Deutschland. Basierend auf den Luftdruck der vorangegangenen Monate sucht man sog. Analogjahre mit deren Folgewitterung. Für die diesjährige Winterprognose tat sich selbst dieses Modell recht schwer, da kaum Vergleichsjahre zu finden waren, die einen ähnlichen Verlauf wie heuer hatten. Demnach gibt der Frühwinter im November bereits einige Tage lang sein erstes Stelldichein und auch bis Mitte Dezember ist Kälte und Schnee ein Thema. Dann ist aber das erste Pulver bereits verschossen, denn der Kern- bzw. Hochwinter von Ende Dezember bis Ende Januar wird hauptsächlich durch milde Westwetterlagen geprägt. Vorfrühlingshafte Temperaturen, häufige Regenfälle und viele schneelose Tage sind die logische Folge. Im Januar wird es den größten Wärmeüberschuß aller Wintermonate geben. Erst im Spätwinter Ende Januar und im Februar meldet sich dann der Spätwinter noch einmal zu Wort. 2-3 Wochen lang Kälte und Schnee sind hier wohl am wahrscheinlichsten. Aber auch der Februar und der März weisen insgesamt einen leichten Wärmeübschuß gegenüber den langjährigen Werten auf.  

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

 

Engstingen, 05.11.2001

 

KLIMASTATION ENGSTINGEN: OKTOBER 2001

Datum Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag Schneehöhe

  1.  14.0   17.5     6.8     0.2      1.8        .

  2.  15.6   24.4    10.8    10.7       .         .

  3.  14.0   20.6     8.3     4.2     16.0        .

  4.   8.3   14.3     2.6     6.0       .         .

  5.   9.4   17.0     1.9     3.6      0.6        .

  6.  13.8   20.7    10.0     7.3      1.4        .

  7.  11.6   14.6     7.5     0.2      9.5        .

  8.  10.6   15.0     8.0     1.2      6.0        .

  9.  10.0   15.0     7.1     4.6       .         .

 10.   9.7   17.2     4.9     8.6       .         .

 11    8.8   19.2     3.1    10.1       .         .

 12.  10.9   22.3     3.6     8.0       .         .

 13.  11.6   23.1     4.3     9.3       .         .

 14.  12.7   21.6     6.1     7.5       .         .

 15.  13.6   21.6     6.6     8.0      0.6        .

 16.  12.8   18.0     7.8     6.2       .         .

 17.   9.7   13.4     4.8     0.4       .         .

 18.  11.2   18.9     7.0     6.3       .         .

 19.  10.7   18.0     7.8     7.5       .         .

 20.  10.6   17.5     6.9     5.5      7.4        .

 21.   9.9   13.5     5.2     0.8      3.0        .

 22.   8.4   13.0     2.4     3.7       .         .

 23.   9.1   13.7     1.4     2.6     12.2        .

 24.   9.2   13.0     7.4     2.2     12.3        .

 25.   8.4   11.2     6.5     1.2      5.0        .

 26.   7.9   14.5     3.1     5.8       .         .

 27.   9.1   14.3     1.7     0.1       .         .

 28.   9.4   14.9     6.4     0.6       .         .

 29.  11.9   16.4     5.5     5.5       .         .

 30.  10.3   19.0     5.8     6.5       .         .

 31.   9.8   19.7     4.4     6.2      7.9        .

-------------------------------------------------------

  Ø   10.7   17.2     5.7   150.6 STD 83.7 mm     . cm 

ljh Ø  7.6   12.8     3.2   124.0 STD 61.0 mm

-------------------------------------------------------      

 

WÄRMSTER OKTOBER SEIT ÜBER 100 JAHREN AUF DER MITTLEREN

ALB – DER OKTOBER WAR WÄRMER ALS DER SEPTEMBER –

GOLDENER OKTOBER MIT 7 TAGEN ÜBER 20°C – KEIN FROSTTAG:

Nach einem völlig verkorksten Herbstbeginn zeigte sich der Oktober von seiner allergoldigsten Seite und wartete mit einigen Superlativen auf:

WÄRMSTER OKTOBER SEIT BEGINN DER TEMPERATURMESSUNGEN!

Und diese gehen auf der Mittleren Alb z.Teil über 100 Jahre. Bisheriger Spitzenreiter in Sachen Wärme war der Oktober 1995. 7 Hochs sorgten heuer für reichhaltigen Sonnenschein und hohe Nachmittagswerte, gleichzeitig hielt der häufige Nachtnebel die Temperatur ziemlich hoch. Die ständig vorhandene südwestliche Grundströmung tat ihr übriges mit wolkenreicher feuchtwarmer Atlantikluft. All diese Wärmefaktoren zusammen ergaben eine Monatsmitteltemperatur, die so mancher September nicht aufweisen kann. Nach 1995 war es auch heuer seit 100 Jahren erst das zweite mal der Fall, daß der Oktober im selben Jahr wärmer als der September war. Am 2. wurde mit 24.4°C nur knapp ein richtiger Sommertag verfehlt. Während Ende Oktober 1974 bereits ca. 10 cm Schnee einige Tage lang lagen, stieg das Thermometer heuer auf ebenfalls rekordverdächtige 19.7°C an. Eine sehr seltene Klimakonstellation also, daß der Oktober wärmer und feuchter als üblich war (rel. Luftfeuchte  90 % !) und dennoch überdurchschnittlich viel Sonne hatte.

 

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

 

Engstingen, 04.10.2001

 

KLIMASTATION ENGSTINGEN: SEPTEMBER 2001

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag

  1.  11.1    14.4     8.6    2.8      0.8

  2.  11.3    16.9     5.0    6.9       .

  3.  14.2    21.5     3.2   11.3       . 

  4.  10.6    13.8     8.6    0.2      9.3

  5.   8.9    11.8     8.0    0.3      8.4

  6.  10.8    15.0     7.5    4.2      3.0

  7.  11.1    13.7    10.0    0.2      2.0

  8.  10.7    13.0     6.7     .      36.2

  9.   6.5     9.9     4.4    2.9      5.1

 10.   7.1     9.5     3.9    0.2      3.0

 11.   8.0    10.5     5.0    4.2      0.7

 12.   9.8    12.3     7.6    0.2      0.6

 13.  10.9    15.1     6.7    0.4      9.3

 14.   8.8    12.5     5.0    2.5      2.8

 15.  10.0    13.7     7.3    3.4     16.0

 16.   6.7     9.2     5.1    1.8     18.7

 17.   5.9     8.5     3.0    0.2      8.8

 18.   4.4    11.7     0.5    3.9       .

 19.   8.1    13.4   - 0.8    4.1      1.0

 20.  10.8    14.1     8.9    0.5      6.5

 21.   8.5    13.2     2.9    1.6      3.3

 22.   6.9    13.4     1.9    6.1       .

 23.   8.2    10.3     1.1    0.1     11.5

 24.   9.4    12.9     5.9    1.2      0.5

 25.   7.6    11.4     2.8    0.1       .

 26.   8.4    13.1     4.0    2.8      0.5

 27.  10.2    17.5     4.7    4.9       .

 28.   8.8    19.1     1.3    9.7       .

 29.  12.1    18.0     4.7    1.3      3.9

 30.  11.2    17.0     6.9    3.5      0.9

---------------------------------------------

  Ø    9.2    13.5     5.0   81.5 ST 152.8 mm

ljh Ø 12.0    17.8     6.9  168.0 ST  66.0 mm 

---------------------------------------------

 

NASSESTER SEPTEMBER SEIT 47 JAHREN – 23 REGEN-

TAGE – 13 TIEFS VERMIESTEN DEN FRÜHHERBST:

Kein Altweibersommer, dafür Regen fast ohne Ende. Der erste met. Herbstmonat zeigte sich seiner ungemütlichsten Seite. Ganze 2 Hochs versuchten vergeblich den Altweibersommer zu etablieren, dagegen nisteten sich 13 Tiefs bei uns ein. An den 23 Regentagen des Monats fielen insgesamt 152.8 mm, damit fast das 2.5-fache der üblichen Menge. Letztmals noch mehr Septemberregen gab es 1954 auf der Mittleren Alb mit 180-200 mm. Mit einem Temperaturmittel von nur 9.2°C war es zudem deut-lich kühler als üblich. Nur noch am 3. wurde die 20°-Marke übertroffen. Durch das oft windige und feuchte Westwindwetter gab es hingegen nur eine Frostnacht. Frost knapp über der Erdoberfläche wurde in 3 Nächten registriert, dabei war am 19. die gesamte Albhochfläche erstmals in diesem Herbst mit einer Reifschicht überzogen. Mit nur 81.5 Stunden Sonnenschein gab es nur die Hälfte der üblichen Summe. Somit war es auch einer der trübsten September in den letzten 50 Jahren (1997: 250 Stunden Sonne!). Am Monatsende stellte sich eine wärmeversprechende Südwestwetterlage ein und ließ die Hoffnung auf einen goldenen Oktober verstärkt aufkommen.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+                                                            

  

Engstingen, 01.09.2001

WETTERRING 2000+

KLIMASTATION ENGSTINGEN (705 m NN)

 

METEOROLOGISCHER SOMMER 2001: (JUNI+JULI+AUGUST)

WÄRMSTER SOMMER SEIT 7 JAHREN AUF DER MITTLEREN ALB

ÜBER 700 STUNDEN SONNENSCHEIN – NUR 44 REGENTAGE

AUGUST DURCH EIN OMEGAHOCH WÄRMSTER JAHRESMONAT

                    TROCKENHEIT IM SPÄTSOMMER  

 

Klimastation Engstingen:  Juni 2001:       12.8°C (-0.8°)     217 Std. Sonne      97 mm Regen

                                          Juli  2001:       16.5°C (+0.8°)    254 Std. Sonne      71 mm Regen

                                      August 2001:       16.9°C (+1.8°)    231 Std. Sonne      51 mm Regen

 

                       Met Sommer 2001:   15.4°C (+0.6°)    701 Stunden Sonne (normal 628 Stunden)

                                                                               44 Regentage (normal 52)

                                                                               219 mm Regen (normal 320 mm)

 

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

KLIMASTATION ENGSTINGEN: AUGUST 2001

 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne  Niederschlag

  1.   19.5    25.7    13.3   10.8      .

  2.   22.4    30.6    10.8    9.0     5.5

  3.   17.1    20.0    14.5     .     12.7

  4.   15.3    20.4    12.8    3.2     1.2

  5.   14.8    19.4    10.7    8.5      .

  6.   15.4    20.1     7.9    2.8     0.9

  7.   17.0    20.9    13.0    2.3     1.2

  8.   16.0    20.6    12.4    5.4     3.5

  9.   16.1    20.5    10.3    2.8     2.7

 10.   12.8    17.5     8.1    9.5      .

 11.   11.3    16.9     4.8   10.7      .

 12.   13.7    22.3     3.1   11.5      .

 13.   16.8    25.5     6.3   12.4      .

 14.   20.4    29.1     8.9   13.4      .

 15.   21.6    31.5    10.7   12.4      .

 16.   20.2    28.6    12.2    7.1     4.8

 17.   18.0    23.8    13.6    3.7     0.2

 18.   18.3    26.4    12.3    7.0     0.3

 19.   19.8    25.9    12.1    7.6     4.4

 20.   15.4    20.0    12.1    2.4     3.0

 21.   16.2    23.1     9.5    9.9      .

 22.   15.6    23.2     8.7    8.0      .

 23.   17.3    25.0     9.2    9.6      .

 24.   18.4    27.5    10.0    9.8      .

 25.   19.9    28.5    10.3   10.4      .

 26.   19.5    29.3    10.8   11.1      .

 27.   19.3    28.9    11.8    8.2     0.0

 28.   14.1    20.6     7.4    7.6      .

 29.   14.2    23.2     5.1   10.8      .

 30.   14.1    20.7     6.2    1.5     7.7

 31.   11.9    15.3     8.4    1.4     2.9

---------------------------------------------

  Ø    16.9    23.6     9.9  230.8 S  51.0 mm

ljh Ø  15.1    20.7     9.6  204.0 S 106.0 mm

ljh

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 WÄRMSTER AUGUST SEIT 9 JAHREN – HUNDSTAGE

  MIT VIEL SONNE – 13 SOMMERTAGE – OMEGAHOCH

  JOHANNA MIT SPÄTSOMMERHITZE – SOMMER 2001

  ENDETE AM 30. :

Hochdruckwetterlagen bestimmten nahezu den ganzen Monat lang das Wettergeschehen und ließen den Spätsommer sich voll entfalten. Am 15. August wurde mit 31.5°C die höchste Jahrestemperatur gemessen. Fast 2 Wochen lang bestimmte dann ein sog. Omegahoch den Wetterablauf. Atlantische Schlechtwetterfronten aus Westen wurden abgeblockt, dagegen angenehm warme Kontinentalluft mit einem Ostwind herangeführt. Ideale Wetterbedingungen sowohl für Freizeitvergnügungen, als auch für die Getreideernte. Bei einer niedrigen Luftfeuchte blieb auch der Schwitzfaktor einigermaßen in erträglichen Grenzen. Der wärmste Sommer seit 7 Jahren verabschiedete sich am 30. Der August 2001 war fast 2° wärmer als normal. Es war der wärmste August seit 9 Jahren und auch der wärmste Jahresmonat 2001. Mit 231 Stunden hatte die Spätsommersonne ebenfalls ein deutliches Plus aufzuweisen. Dagegen war es recht trocken: ganze 51 mm Regen wurden gemessen, damit nicht einmal die Hälfte der üblichen Augustmenge.

 Roland Hummel

Engstingen, 14.08.2001

KLIMASTATION ENGSTINGEN: JULI 2001

  Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag

  1.  15.4   19.7     11.0    8.7      .

  2.  15.2   21.2      7.8   11.3      .

  3.  16.8   22.4      6.9   14.8      .

  4.  18.4   24.1      9.6   14.8      .

  5.  20.9   26.6      9.7   12.1      .

  6.  22.1   29.1     14.5   12.9     0.0

  7.  15.6   22.9     12.6    4.9     3.3

  8.  15.4   19.4     11.8    2.5      .

  9.  15.2   20.8      8.2    8.0      .

 10.  19.0   25.0      6.3   11.3      . 

 11.  15.5   20.0     10.4    4.3      .

 12.  15.0   21.0      7.0    7.8     11.0

 13.  15.5   18.2     13.0    1.8      1.7

 14.  18.0   21.7     14.1    1.6     10.5

 15.  10.5   14.9      7.6     .      27.6

 16.  10.2   14.8      6.7    1.0      1.0

 17.  14.1   17.7      6.4    8.6      0.2

 18.  12.7   16.4      8.8    4.2      7.5

 19.  12.8   18.8      8.1    5.1      1.1

 20.  11.8   14.9      8.3    0.3      6.3

 21.  14.0   19.7      7.7   10.2       .

 22.  17.0   24.9      6.2   13.0       .

 23.  18.8   25.8      8.8   11.2       .

 24.  17.0   22.1     11.8    6.8      0.8

 25.  18.1   25.4      9.8   10.8       .

 26.  18.5   26.2      9.7   12.0       .

 27.  20.0   27.9     10.3   11.4       .

 28.  19.6   28.2     11.4    7.3       .

 29.  18.8   25.3     13.7    8.5       .

 30.  18.4   26.6     10.3   13.5       .

 31.  21.8   29.1      9.6   13.2       .

---------------------------------------------

  Ø   16.5   22.3      9.6  253.9 ST  71.0 mm

ljh Ø 15.7   20.9      9.8  220.0 ST  93.0 mm

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WÄRMSTER JULI SEIT 6 JAHREN – 254 STUNDEN SONNE

HUNDSTAGE MIT HOCHSOMMERWETTER : 

Endlich wieder einmal ein Hochsommermonat, der sich dieses Prädikat verdient hat. In der nahezu trockenen ersten Monatsdekade stiegen die Höchst- temperaturen bis auf 29°C am 6. An. Der Sommer legte dann für eine Woche eine kleine Pause ein. Vom 12-20.gab es 8 Regentage in Folge. Mit Beginn der sog. Hundstage etablierten sich dann aber die Sommerhochs „FABIOLA“ und besonders „GILDA“ in unserer Region. Es herrschte Bade- und schönes Freizeitwetter bis zum Monatsende. Mit ebenfalls 29°C näherte sich der Hochsommer am Monatsende seinem (vorläufigen) Höhepunkt. Es war der wärmste Juli seit 1995. Mit ca. 254 Stunden Sonnenschein gab es ein deutliches Plus. Vor 1 Jahr wurden lediglich 184 Stunden im Juli registriert.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+ 

 

Engstingen, 04.07.2001

KLIMASTATION ENGSTINGEN: JUNI 2001

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag

  1.  10.3   14.6      6.4    3.4     0.5

  2.   9.6   11.4      8.1    0.2     8.7

  3.   4.8    9.2      2.3    4.3    10.0*

  4.   6.7   12.0      4.1    6.4      .

  5.  11.5   19.9    - 0.6   12.9     0.6

  6.  12.4   17.6      8.9    4.5     0.7

  7.  13.8   18.5      8.8    5.6     0.1

  8.  10.9   13.3      8.2     .      9.0

  9.  10.4   11.5      7.5     .      6.5

 10.   9.6   12.4      7.6     .      8.5

 11.   7.4   10.5      2.7    6.9     2.0

 12.  11.3   18.1      0.7   13.6      . 

 13.  14.1   21.2      3.4    6.1     0.7

 14.  13.2   18.8      6.2    6.2      .

 15.  15.8   24.0      6.0    6.6    14.2

 16.  12.6   17.0     10.7    0.9     9.3

 17.  12.4   16.5     10.0    6.4     5.7

 18.  10.4   12.4      9.2    1.1     8.3

 19.   9.2   14.6      3.8    5.8     0.2

 20.  12.0   19.0      1.9   10.3      .

 21.  16.5   21.7      5.3   12.8      .

 22.  12.0   17.3      4.6   13.4      .   

 23.  13.5   19.8      2.6   14.8      .

 24.  16.0   23.4      4.2   14.8      .

 25.  17.5   24.4      6.6   14.8      .

 26.  19.2   26.2      7.7   14.8      .

 27.  19.6   27.6      9.0    8.0    10.4

 28.  14.8   18.4     10.2    1.5     1.2

 29.  16.7   23.3      7.9   12.3      .

 30.  19.0   24.6      8.1    8.3     0.7

---------------------------------------------

  Ø   12.8   18.0      6.1  216.7 S  97.3 mm

ljh Ø 13.6   18.6      8.0  204.0 S 120.0 mm 

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SCHAFSKÄLTE KAM ZWEIMAL MIT BODENFROST –

 

DER JUNI WAR KÜHLER ALS DER MAI- FRÜHSOMMER-

 

HOCH ZISSI MIT VIEL SONNENSCHEIN – SCHNEEREGEN AM 3. JUNI: 

 

In der ersten Monatsdekade dominierte die sog.Schafskälte. Am 3. Juni gab es in der Höhenkaltluft starke Schauer, zeitweise fielen dicke nasse Schneeflocken. Letzt Damals bildete sich sogar eine Schneedecke von mehreren cm Höhe. Zur Monatsmitte blieb es heuer zwar weiterhin unbeständig, doch wurde es tagsüber wärmer. Zur Zeit der Sommersonnwende nahm das Frühsommerhoch „ZISSI“ das Wetterzepter in die Hand. 4 Tage in Folge mit maxmimalem Sonnenschein ließen die Temperatur bis auf 27.6°C ansteigen. Am 27. Juni, dem sog. Siebenschläfertag, der ja für den Hoch-Sommer richtungsweisend sein soll, wurde die Schönwetter-Periode durch Gewitter und Regengüsse beendet. Hoffentlich kein schlechtes Ohmen für die wärmste Jahreszeit. Mit einem Mittel von nur 12.8° war der Juni 2001 etwas kälter als der Mai. Das erste Halbjahr 2001 war wärmer und feuchter als üblich.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

Engstingen, 05.06.2001

WETTERRING 2000+

SCHAFSKÄLTE AUF DEM HÖHEPUNKT –  FROSTNACHT IM SOMMER  AUF DER ALB - AM KÄLTEPOL IM GR. RINNENTAL –4°C

In der vergangenen Nacht sanken die Temperaturen in der klaren und trockenen Polarluft auf der Alb verbreitet unter den Gefrierpunkt. Die Mittlere Alb war in der Frühe mit einer dünnen Reifschicht überzogen. Frostschäden bei empfindlichen Pflanzen !!! An der Engstinger Klimastation wurde eine Tiefsttemperatur von –0.6°C in 2 m Höhe gemessen und knapp über der Erdoberfläche zeigte das Thermometer sogar –2.6°C an. Noch kälter war es in den Muldenlagen, Trockentälern und Dolinen. Im Gr. Rinnental zwischen Sonnenbühl und Engstingen wurden –4°C gemessen. Hier zeichnet sich heute eine enorme Tagesschwankung der Temperatur ab, denn durch den heutigen sonnigen Tag steigt dort die Temperatur bis auf +20°C an !!

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

Engstingen, 04.06.2001 

WETTERRING 2000+

VOLLE KANNE SCHAFSKÄLTE AN PFINGSTEN

SCHNEEREGENSCHAUER IM METEOROLOGISCHEN SOMMER

NACH 39 JAHREN WIEDER JUNI-SCHNEEFLOCKEN AUF DER ALB

Die sog. Schafskälte hat heuer voll zugeschlagen. Pünktlich zum Pfingstfest kamen die zu dieser Jahreszeit kältesten Luftmassen auf dem direkten Weg vom Nordatlantik zu uns. In der labil geschichteten Höhenkaltluft bildeten sich kräftige Schauerwolken, die sich dann besonders am Nachmittag des Pfingstsonntages über der Alb entluden. Neben Blitz und Donner prasselten örtlich starke Graupelschauer hernieder und nasse Schneeflocken erinnerten eher an den vergangenen Winter. Schneefall im meteorologischen Sommer hat es letztmals vor sage und schreibe 39 Jahren auf der Mittleren Alb gegeben. Am 1.+2. Juni 1962 bildete sich damals örtlich sogar noch eine geschlossene Schneedecke von 5-10 cm !  Ganz so schlimm wurde es dann heuer doch nicht, auch wenn die Ausflugsaktivitäten durch das nasskalte Wetter doch stark eingeschränkt wurden. In der Nacht auf Pfingstmontag sanken die Temperaturen dann örtlich bis nahe auf den Gefrierpunkt. Durch die lebhafte Luftströmung trat wenigstens kein Bodenfrost auf. Am Pfingstmontag blieb es zwar mit 8-10° für die Jahreszeit weiterhin zu kalt, doch konnte sich die Sonne immerhin ab und zu kleine Lichtblicke verschaffen. In der klaren und wieder trockenen Luft konnte man sogar örtlich den wieder schneebedeckten Hochschwarzwald und die mit reichlich Neuschnee  versehenen Alpen bestaunen.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

Engstingen, 01.06.2001

KLIMASTATION ENGSTINGEN: MAI 2001  

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag Schneehöhe

  1.  14.2   22.6     6.2     6.9      .          .

  2.  15.4   24.3     4.9    12.4      .          .

  3.  13.9   21.1     6.9     6.2     1.9         .

  4.  13.0   17.2     4.9     2.9      .          .

  5.   8.6   12.9     5.1      .      7.8         .

  6.   5.6    6.3     4.8      .      1.0         .

  7.   6.8    8.0     5.0      .      0.6         .

  8.   8.6   10.5     5.9      .       .          .

  9.  13.2   18.5     7.2     7.9      .          .

 10.  14.8   19.9     7.3    14.0      .          .

 11   13.6   20.1     4.4    11.0      .          .

 12.  13.9   20.0     3.3    13.7      .          .

 13.  15.4   22.2     5.7    11.8     0.1         .

 14.  14.1   20.7     7.6     3.2     9.8         .

 15.  10.6   14.4     5.8     1.5     2.4         .

 16.  13.1   19.0     5.4     5.0    28.5         .

 17.  11.7   15.1     9.1     0.3     8.0         .

 18.   7.2   10.0     3.8     2.5    11.8         .

 19.   8.0   14.8     0.5     8.9      .          .

 20.  12.7   18.2     1.2    13.9      .          .

 21.  14.6   20.5     4.1    13.6      .          .

 22.  13.0   18.3     5.3     8.7      .          .

 23.  14.8   21.0     8.2    14.4      .          .

 24.  16.2   23.3     6.3     8.0      .          .

 25.  15.3   22.1     8.0    11.8      .          .

 26.  16.9   23.7     5.0    11.5      .          .

 27.  19.0   24.9     8.4     9.1      .          .

 28.  17.8   24.8    10.7    10.3      .          .

 29.  19.8   25.0    10.3    11.8      .          .

 30.  17.4   24.8    10.2    12.6     1.6         .

 31.  15.3   20.8    10.3     9.8     0.3         .

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  Ø   13.4   18.9     6.2   243.7 S  73.8 mm      .  cm 

ljh Ø 10.4   15.4     5.0   200.0 S 103.0 mm     0.0 cm  

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WÄRMSTER WONNEMONAT SEIT MINDESTENS 50 JAHREN :  

Ein wahrlich bilderbuchhafter Frühlingsmonat. Der Wonnemonat Mai verwöhnte uns mit viel Sonnenschein, dazu gesellte sich frühsommerliche Wärme und selbst in den Engstinger Talkessellagen blieb man von den gefürchteten Spätfrösten weitgehend verschont. Bereits am 9. Mai starteten die Maikäfer ihre abendlichen Rundflüge. Zur Monatsmitte regnete es zum Teil ergiebig.

Ab dem 19. war die Zeit der ersten frühsommerlichen Hochs gekommen. Die beiden Hochs RITA+SANDRA sorgten für eine 11-tägige Trockenperiode. Bei Temperaturen von 23-25°C weckte das herrliche Bade- bzw. Heuwetter so manche Hoffnung auf einen Bilderbuchsommer.

Der Mai 2001 erreichte mit einem Mittel von 13.4° C fast den Normalwert des Juni. Es war der wärmste Mai auf der Mittleren Alb seit mindestens 50 Jahren. Da der Langfristcomputer einen kühlen und nassen Frühsommer vorausge Sonnenschein-bilanz des Wonnemonats erreichen können.

 

Roland Hummel

WETTERRING 2000+ 

   

Engstingen, 16.05.2001

WETTERRING 2000+

WINTERBILANZ 2000/01 – SOMMERPROGNOSE 2001

ZWEITSCHNEEÄRMSTER WINTER SEIT 50 JAHREN

UNBESTÄNDIGES FRÜH- UND HOCHSOMMERWETTER

Erst Mitte Mai kann auf der Alb eine entgültige Winterbilanz gezogen werden, da bis zur Zeit der sog. Eisheiligen hier immer noch Schnee fallen kann. Die kälteste Jahreszeit verdiente sich dabei wieder einmal nicht das Prädikat Winter. Ganze 8 Schneetage wurden bis zum Jahresende gezählt. Dabei war es im Dezember lange Zeit richtig frühlingshaft mit Nachmittagswerten von 10-13°C. Auch der Kernwinter brachte im Januar und Februar nur kurzzeitige Kältephasen. Eine dünne geschlossene Schneedecke hielt sich oft nur wenige Tage lang, Ski und Rodel war nur sporadisch möglich. Erst in der letzten Februarwoche und in der ersten Märzwoche kam ein spätwinterlicher Schneehauch auf. Die Schneefälle Mitte April konnten die magere Schneebilanz nicht mehr entscheidend verändern, zudem ist Schnee zu dieser fortgeschrittenen Jahreszeit nicht mehr für Wintersport dienlich. So gab es insgesamt im Gesamtwinter 2000/01 nur 48 Schneetage (normal 88). Er war nach dem Winter 1989/90 der schneeärmste Winter seit mindestens 50 Jahren auf der Mittleren Alb.

Bereits im vergangenen Oktober wurde der Verlauf des Winters mit seinen vielen Großwetterlagen ziemlich genau vorhergesagt. Nun wurde der Langfristcomputer der Freien Uni Berlin wieder mit neuem Datenmaterial gefüttert, um eine Sommerprognose zu erhalten. Im Volksmund heißt es ja bekanntlich: auf keinen richtigen Winter, folgt auch kein richtiger Sommer. Das scheint sich auch durch die Computeranalyse leider zu bestätigen. Danach gestaltet sich das diesjährige Sommerwetter ähnlich wie im vergangenen Jahr. Der Frühsommer wird kühl und sehr unbeständig im Juni ausfallen und auch der Hochsommer zeigt sich lange von seiner wechselhaften Seite. Erst Ende Juli und im August werden den Schönwetterhochs größere Chancen eingeräumt. 

Roland Hummel

WETTERRING 2000+   

 

Engstingen, 07.05.2001

KLIMASTATION ENGSTINGEN: APRIL 2001

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag Schneehöhe

  

  1.   7.4    15.9    -1.9   12.0       .         .

  2.   9.3    19.1    -0.9   12.0       .         .

  3.   8.2    14.1     3.3    3.0       .         .

  4.   7.6    16.5     1.5    3.6      3.7*       .

  5.   4.6     8.9     1.1    8.6      0.9*       .

  6.   8.3    11.3     2.8    2.7      7.8        .

  7.   4.2     8.0     0.7    0.2      5.7        .

  8.   4.8    10.6    -1.3    7.4      1.5        .

  9.   5.0     8.0     2.4    0.6      5.3        .

 10.   5.4     9.1     3.8    0.1      6.1        .

 11.   5.4     7.6     3.7    0.8      1.7        .

 12.   4.7     8.5     2.0    3.3      0.2*       .

 13.   0.3     3.1    -1.4    7.6      2.2*       R

 14.  –0.3     2.2    -3.6    3.3      4.2*       5

 15.   1.9     3.7    -1.7     .       6.3*       7

 16.   2.9     5.9     0.9    0.4      8.2*       .

 17.   2.4     5.8     0.1    1.4      4.1*       2

 18.   2.6     6.5    -0.2    1.0      4.2*       .

 19.   1.2     5.5    -2.0    7.5      0.0*       1

 20.   1.8     4.3    -3.2    1.6      2.8*       .

 21.  –0.6     0.3    -2.9     .      12.5*       4

 22.   1.1     3.3    -2.0    0.3       .        13

 23.   3.6    10.6    -4.6    7.3       .         7

 24.   8.1    16.0    -1.8    8.2      2.0        R

 25.   7.4    13.5     3.5    0.1      7.7        .

 26.   5.0    11.6     0.1    7.5      0.4        .

 27.   8.5    14.6    -1.0    3.8      2.9        .

 28.   9.6    13.5     6.6    1.5      3.3        .

 29.  11.4    16.0     7.0    1.1      0.6        .

 30.  13.5    20.9     6.6    7.2       .         .

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  Ø    5.2     9.8     0.6  113.1 STD 94.3 mm    1.3 cm

ljh Ø  5.9    10.6     1.2  156.0 STD 85.0 mm    1.0 cm

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LAUNISCHES WETTER – OSTEREIERSUCHE IM SCHNEE -  WENIG

SONNE- SCHNEEREICHSTER APRIL SEIT 16 JAHREN: 

Mit 24 Stunden Sonnenschein an den ersten beiden Tagen begann der April 2001 recht verheißungsvoll. Vom 4.- 21. folgte aber eine 18-tägige Niederschlagsserie. Dabei wurde es immer kühler und an Ostern meldete sich der Spätwinter nochmals zurück. Am 21. führte dann ein sog. kleinräumiger Kaltlufttropfen zum stärksten April-Schneefall seit 16 Jahren. Während an der Engstinger Klimastation am 22. eine Schneehöhe von 13 cm gemessen wurde, fielen im Niederschlagszentrum im Raum Gönningen-Öschingen sogar bis zu 35 cm Neuschnee. Bei weiterhin wechselhaftem Wetter wurde es in der letzten Aprilwoche wieder spürbar wärmer, so daß die Vegetation nach der spätwinterlichen Zwangspause einen erneuten Schub bekam. Am Monats- letzten wurde nachmittags mit 20.9°C heuer erstmals die 20°-Marke übertroffen. Gleichzeitig begann standesgemäß die flächendeckende Löwenzahnblüte auf der Mittleren Alb.

Mit einer Mitteltemperatur von 5.2°C war der April um 0.7° kälter als normal. Es fielen insgesamt 94 mm, somit ca. 10 % mehr als üblich. Nur 113 Stunden Sonnenschein wurden notiert. Noch weniger Aprilsonne gab es letztmals 1995.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

   

Engstingen, 17.04.2001

WETTERRING 2000+

KUNTERBUNTES OSTERWETTER – VOM SCHNEE BIS ZUM GEWITTER WAR ALLES IN DER WETTERPALETTE VORHANDEN- WEITERHIN KÜHLES SCHAUERWETTER IN DER NACHÖSTERLICHEN WOCHE

So kunterbunt wie die gefärbten Ostereier gestaltete sich auch heuer das Osterwetter. Sonne, Wolken, Wind, Regen, Schnee, Graupel und Gewitter konnte man in den letzten Tagen rasch abwechselnd erleben.

An Karfreitag war es zunächst recht sonnig, bevor die ersten Schauerstaffeln mit kalter Luft aus dem hohen Norden eintrafen. In der Nacht auf Karsamstag fielen ca. 5 cm Neuschnee und hüllten die Albhochfläche wieder in ein weißes Winterkleid. Die Sonne verwandelte tagsüber die Landschaft wieder in Grün, doch zogen in der Ostersonntagnacht erneut dicke Schneewolken über die Alb.

Bei der erschwerten Ostereiersuche lagen am Sonntag erneut ca. 7 cm Schnee. Den ganzen Tag über hielten die Dauerniederschläge an, aus dem Schneefall wurde Schneeregen und am Nachmittag verhinderten weitere Regenfälle einen längeren Spaziergang.

Auch am Ostermontag gestaltete sich das Wetter weiterhin typisch aprilhaft. Um die Mittagszeit wurde es plötzlich dunkel und ein kräftiger Schneeschauer überzog die Landschaft erneut mit einer dünnen Schneedecke. Dabei fielen Flocken mit einer außerordentlichen Größe. Am Nachmittag konnte sich endlich die Sonne für wenige Minuten durch die Wolkenmassen kämpfen. Den krönenden Abschluß des vielfältigen Wetters machte dann noch am Abend ein Gewitter mit einem Graupelschauer.

Die nachösterliche Woche begann erneut mit einem kräftigen Schneeschauer, so daß bei einer Schneehöhe von 1-2 cm die Alb erneut stundenlang wieder ein weißes Winterkleid angezogen hat.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

Engstingen, 15.04.2001 

WETTERRING 2000+ 

OSTERHASE IM SCHNEE – 7 CM NEUSCHNEE FIELEN IN DER OSTERNACHT – WEITERHIN UNBESTÄNDIGES APRILWETTER

Weihnachten im Klee – Ostern im Schnee: so lautet eine alte Bauernregel, die heuer genau zutraf.

An Weihnachten war es bekanntlich schneelos und frühlingshaft mild, während es jetzt an Ostern spätwinterlich kalt geworden ist und zudem Frau Holle kräftig ihre Betten ausgeschüttelt hat. Bereits gestern früh lagen 5 cm Neuschnee, der aber im Laufe des Tages weitgehend wieder weggeschmolzen ist. Doch in der Nacht auf Ostersonntag kamen wie erwartet erneut dicke Schneewolken aus Nordwesten herangezogen und hüllten die Alblandschaft bis zum frühen Morgen erneut in ein dichtes weißes Winterkleid ein. Bei einer Schneehöhe von ca. 5-7 cm kann ohne große Mühe ein Treffen vom Schneemann mit dem Osterhasen arangiert werden.

Da nun aber die größte Kälte vorbei ist (über der Schneeoberfläche wurden gestern bis zu –8.6°C an der Klimastation im Gr. Rinnental zwischen Engstingen und Sonnenbühl  gemessen), gehen die Niederschläge durch die etwas mildere Westluft zunehmend in Schneeregen und später in Regen über.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+ 

   

Engstingen, 01.04.2001

KLIMASTATION ENGSTINGEN: MÄRZ 2001

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag Schneehöhe

  1.  –1.3    2.3     -7.2    2.1     1.3*       15

  2.  -0.6    3.4     -6.6    5.5    10.5*       16

  3.   0.3    0.8     -0.6     .      8.3*       22

  4.   2.6    5.5      0.5    0.9     8.0*       19 

  5.   1.6    3.6      0.3    2.3      .         12

  6.  –0.8    1.4     -1.7     .       .         11 

  7.   2.1    4.8     -2.4     .      3.6        11

  8.   5.8   11.0      0.8    0.7     6.7         7

  9.   6.1    9.0      4.3    2.2     0.3         R

 10.   5.9    7.3      2.8     .      8.2         R

 11    8.3    9.9      5.6     .     12.1         .

 12.   7.5   10.9      5.6     .     14.0         .

 13.   4.4    7.5      2.7    4.4     6.1*        .

 14.   2.2    5.2      0.8    1.0     2.6         0

 15.   7.4    9.8      1.3    0.3     0.3         .

 16.   7.8   16.2      2.0    8.0     3.6         .

 17.   7.0    9.0      6.0     .      7.2         .

 18.   7.1   11.1      3.3    1.1     5.0         .

 19.   1.6    7.0      0.7    1.8     0.4*        .

 20.  –0.1    1.5     -4.8     .     15.4*        .

 21.   7.5   11.0      0.8     .     21.4         .

 22.   8.0    9.9      6.0    1.1     2.2         .

 23.   9.4   17.1      2.8    4.4    12.0         .

 24.  10.0   13.7      5.4    1.7    10.7         .

 25.   7.9   12.2      6.2    1.5     5.5         .

 26.   1.4    6.2      0.1    0.1      .          .

 27.   2.4    6.1     -0.4    0.6      .          .

 28.   6.0   11.3     -1.7    1.6     3.4         .

 29.   5.8    8.7      4.1    0.6     2.0         .

 30.   3.1    8.0      0.9    2.2     0.2         .

 31.   5.7   12.6     -3.6   10.2      .          .

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  Ø    4.6    8.2      1.1   54.3 ST 171.0 mm    3.6 cm

ljh Ø  2.0    6.5     -2.1  120.0 ST  60.0 mm    8.7 cm

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ZWEITNASSESTER MÄRZ SEIT 100 JAHREN-  26 TAGE MIT NIEDER-

SCHLÄGEN – SPÄTWINTERWETTER AM ANFANG- DEUTLICHER

TEMPERATURÜBERSCHUSS TROTZ SEHR WENIG SONNE:

Der März wartete heuer mit einem kunterbunten Wetterverlauf auf. Insgesamt brausten 16 Tiefs über unsere Region hinweg und hinterließen eine Nässe wie schon lange nicht mehr. In der ersten Märzwoche gab der Spätwinter nochmals seine Visitenkarte ab. Am 3. wurde mit 22 cm die höchste Schneehöhe des gesamten Winters gemessen. Die magere Wintersportsaison war aber bereits wenige Tage später beendet. Am 7. begann eine 19-tägige Regentagserie. Da die Bodentemperaturen aber recht hoch waren und kein Schmelzwasser hinzukam, blieb Hochwasser aus. Am 24. wurde nachmittags das erste Gewitter des Jahres beobachtet. Erst am Monatsletzten war der Regenwetterspuk vorbei. Die Sonne schien erstmals wieder über 10 Stunden lang. Der März 2001 war deutlich wärmer als normal, obwohl die Sonne mit nur 54 Stunden seit 1988 einen Negativrekord aufstellte. Der März 1988 war mit 218 mm gleichzeitig der bislang nasseste seit 100 Jahren auf der Mittleren Alb, gefolgt nun vom diesjährigen März, der mit 171 mm immerhin fast die dreifache Menge des Normalwertes erreichte.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

Engstingen, 17.03.2001

WETTERRING 2000+

SONNIGER FRÜHLINGSTAG WAR NUR EINE EINTAGSFLIEGE

GESTERN BISLANG WÄRMSTER TAG DES JAHRES: 16.2°C

HEUTE UND IN DEN NÄCHSTEN TAGEN REGENWETTER

Ein sonniger und warmer Frühlingstag verwöhnte die Älbler nach einer langen Regentagserie.Am gestrigen Nachmittag kletterten die Temperaturen selbst im Schatten bis auf über 16°C an. 

Doch die Regenpause war nur von kurzer Dauer. Bereits in den Abendstunden kündigte sich ein neues Tief mit Luftdruckfall an. Bis heute früh fielen erneut 4 mm Regen und auch am Nachmittag setzte erneut kräftiger Regen ein. In den nächsten Tagen ziehen immer wieder Regenfronten durch, so daß die Sonne kaum größere Lücken finden wird. Es bleibt für die Jahreszeit relativ mild mit Werten von ca. 3-6°C auf der Albhochfläche.

Die erste Märzhälfte war deutlich milder wie üblich und brachte bereits über 100 % der normalen Regenmenge.

 

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

 

Engstingen, 13.03.2001

WETTERRING 2000+

IN 3 TAGEN FIEL BEREITS ÜBER DIE HÄLFTE DES NORMALEN

MÄRZNIEDERSCHLAGES – NACH DEM DAUERREGEN FOLGEN

NOCH EINZELNE SCHAUER- VORFRÜHLING IN DER REGION

Ein total verregnetes Wochenende liegt inzwischen hinter uns, aber auch der Start in die neue Arbeitswoche fiel angesichts der dicken Regenwolken doch ziemlich schwer. Die derzeitigen Südwest- bis Westwetterlagen führen immer wieder neue Wolkenpakete heran aus denen es doch zum Teil kräftig schüttet. Zwar hat die Neckar/Albregion nicht soviel an Regen wie unserer westlicher Nachbar Schwarzwald abbekommen, doch es sind in den letzten 72 Stunden auch hier recht ordentliche Mengen registriert worden: 

Engstingen:  35 mm, Bad Urach:  33 mm,  Münsingen:  33 mm, Sonnenbühl:  30 mm, Reutlingen:  29 mm,  Tübingen:  23 mm.

Der März ist normalerweise einer der trockensten Monate des Jahres in der Region. Auf der Mittleren Alb fallen durchschnittlich nur 60 mm, im Albvorland sogar nur 40 mm. In den letzten 72 Stunden hat es somit fast überall bereits mehr als die Hälfte der Normalmenge geregnet.

Auch heute fallen noch einige Schauer, in den Kammlagen der Alb mit Schnee oder Graupel vermischt. Im weiteren Wochenverlauf  entspannt sich sich die Regensituation. Die Sonne gewinnt

zunehmend die Oberhand und die Nachmittagstemperaturen steigen im Albvorland und entlang des Neckars auf 12-16°C an. Auch auf der inzwischen wieder nahezu schneefreien Alb läßt der Vorfrühling bei Werten über 10°C grüßen. Eine erneute spätwinterliche Eskapade findet vorerst nicht statt.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+              

 

Engstingen, 03.03.2001

WETTERRING 2000+

SPÄTWINTER AUF DEM HÖHEPUNKT -  20-30 CM SCHNEE AUF

DER  MITTLEREN ALB -  REGEN IM ANMARSCH -  FRÜHLINSWETTER IN DER KOMMENDEN WOCHE– HOCHWASSER

NÄCHSTE WOCHE SCHMELZEN DIE SCHNEEMÄNNER IN DER FRÜHLINGSSONNE

Die stundenlangen Schneefälle brachten der Mittleren Alb einen Neuschneezuwachs von 10-15 cm.

Bei einer Gesamtschneehöhe von 20-30 cm sind die Wintersportbedingungen gut. Bis in eine Höhenlage von 750 m handelt es sich allerdings um Pappschnee bei einer Lufttemperatur um den Gefrierpunkt, darüber noch um Pulverschnee. Es sind die größten Schneemengen des gesamten Winters. Da die Temperatur im Laufe des Tages etwas ansteigt, gehen die Niederschläge ganz allmählich in Schneeregen oder sogar Regen über und verschlechtern ab morgen die Schneesituation. Die Lifte werden heute natürlich in Betrieb genommen und einige Loipen gespurt.

In der kommenden Woche setzt sich zunehmend milde Frühlingsluft aus Südwesten durch und führt zu einem raschen Abtauen der Schneedecke. Dieser Vorgang führt erfahrungsgemäß zu einem starken anschwellen der Bach- und Flußpegelstände. Im Albvorland können dabei die Temperaturen bis auf 15°C ansteigen und auch auf der Alb kann die 10°-Marke übertroffen werden. Zunächst einmal also das vorläufige Ende der Schneemänner.

 

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

Engstingen, 01.03.2001 

KLIMASTATION ENGSTINGEN: FEBRUAR 2001

 

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag Schneehöhe

 

  1.  –3.6   -1.4    - 5.7    2.8     1.8*        1

  2.  –3.4   -0.4    - 4.9    1.2    10.1*        5    

  3.   2.4    3.0    - 4.0     .     11.3*       15

  4.   4.4    9.2      2.3    1.3     0.7         5

  5.   6.1    7.5      3.0    0.4     3.3         R

  6.   5.6   12.8      3.0    4.7      .          .

  7.   7.9   15.5      0.0    1.9      .          .

  8.   5.5   12.0      0.8    0.7     0.0         .

  9.   2.9    5.5      1.9     .      0.3         .

 10.  –0.6    7.5    - 5.0    9.0      .          .

 11.   3.1   12.6    - 5.0    7.4      .          .

 12.   4.9   11.6    - 2.2    0.3     0.9         .

 13.   2.4    6.1      0.5     .      0.3         .

 14.   1.8    6.5    - 1.5    9.3      .          .

 15.   2.0   10.2    - 1.2    9.4      .          .

 16.   2.3    9.0    - 4.6    8.5     0.6*        .

 17.   0.3    3.4    - 0.7     .      0.8*        .

 18.   0.2    4.5    - 1.4    4.8      .          .

 19.   1.6    4.7    - 0.8    3.1     0.5*        .

 20.   0.0    1.6    - 0.6    0.1     2.0*        0

 21.   1.6    4.5    - 1.9    3.8     9.3*        0

 22.   1.2    2.1    - 0.2     .     10.3*        1

 23.  –1.2    1.5    - 2.5     .     15.5*        5

 24.  –4.2   -0.4    - 8.0    1.4     1.0*       17

 25.  –9.1   -0.5    -13.8    3.2      .         18

 26. –10.9   -2.2    -16.7    2.0     0.3*       17 

 27.  –3.6    3.2    -17.2    7.2      .         17 

 28.  –3.1    2.6    - 8.2     .       .         16

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  Ø    0.6    5.4    - 3.4   82.5 ST 69.0 mm     4.2 cm

ljh Ø –1.0    3.0    - 4.7   68.0 ST 57.0 mm    12.9 cm

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DER VORFRÜHLING KAM VOR DEM SPÄTWINTER – AUCH DER LETZTE WINTERMONAT WAR MILDER ALS NORMAL – ZWEITSCHNEEÄRMSTER KERNWINTER SEIT MINDESTENS 50 JAHREN AUF DER MITTLEREN ALB

Verkehrte Wetterwelt: zunächst herrschte Frühlingswetter, dann erst folgte der Spätwinter. Die Schneedecke am Monatsanfang schmolz in der Frühlingssonne rasch dahin. Am 7. stieg die Nachmittagstemperatur bis auf 15.5°C an. In der Folgezeit war es tagsüber weiterhin recht mild, während in den Nächten leichter Frost herrschte. Im letzten Februardrittel meldete sich der Spätwinter zurück. Nach kräftigen Schneefällen lag am 24. eine wintersporttaugliche Schneedecke. Auf die Schneefälle folgten bitterkalte Nächte mit Starkfrosttemperaturen bis zu -17°C am 27. Knapp über der Schneeoberfläche wurden sogar –22°C gemessen. Es waren die bislang kältesten Werte dieses Winters. In der Zeit von Anfang Dezember bis Ende Februar war es heuer nach dem Winter 1989/90 der schneeärmste Kernwinter seit mindestens 50 Jahren auf der Mittleren Alb. Wie bereits die Vormonate, war auch der Februar milder als üblich.

Hinweis: Auf der Homepage der Engstinger Wetterfirma WETTERRING 2000+ können u.a. aktuelle Berichte sowie diese Monatsrückblicke angeschaut werden.

Internetadresse:  www.wetterring.de            E-Mail:  humwetter@aol.com   

Roland Hummel

WETTERRING 2000+ 

 

Engstingen, 26.02.2001

WETTERRING 2000+

KÄLTESTE NACHT DES WINTERS AUF DER ALBHOCHFLÄCHE

VERBREITET –15°C  -  -23°C AM KÄLTEPOL IM GR. RINNENTAL

BEI 15-20 CM GESAMTSCHNEE WEITERHIN SKI UND RODEL GUT

Die spätwinterliche Kälte befindet sich derzeit auf dem Höhepunkt. In der sternenklaren und windschwachen Nacht sanken die Werte in den Starkfrostbereich ab. An der Engstinger Klimastation wurden in den Frühstunden –16.7°C gemessen, knapp über der Schneeoberfläche waren es sogar -20.2°C. Noch kälter war es an der Klimastation im Gr Rinnental zwischen Engstingen und Sonnenbühl. Dort gab es Frost bis zu –23.3°C (2 m Höhe) und –24.3°C knapp über der Schneeoberfläche. Nach einigen Schneeschauern während des Tages klart es auch in der folgenden Nacht wieder auf und es ist erneut mit Starfrost zu rechnen. In den nächsten Tagen kommen mehr Wolken mit milderer Luft aus Westen heran, die Schneefallgrenze steigt dabei bis auf ca. 600 m Höhe an.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

 

Engstingen, 24.02.2001  

WETTERRING 2000+

15 – 20 CM SCHNEE AUF DER MITTLEREN ALB – SKI UND RODEL GUT

NACH DEM SCHNEEFALL FOLGEN KALTE FROSTNÄCHTE  

Frau Holle hat seit gestern ganze Arbeit geleistet. Die bislang stärksten Schneefälle des gesamten Winters verwandelten die Alb in eine richtige Spätwinterlandschaft. Da die Temperaturen bis zum frühen Morgen auf –7°C absanken, handelt es sich nun durchweg um Pulverschnee. Endlich genug Schnee für die gesamte Wintersportpalette. Mit zumeist 15-20 cm, örtlich sogar 25 cm Schneehöhe

werden heute die meisten Lifte in Betrieb genommen und einige Loipen gespurt. Einzelne Schneeschauer erhöhen die Schneedecke im Laufe des Tages noch um einige cm, so daß die guten Wintersportbedingungen sich noch etwas verbessern.

Tagsüber liegen in den nächsten Tagen die Werte um den Gefrierpunkt, während die zunehmend wolkenfreien Nächte zum Teil bitterkalt werden. Dabei sinken die Temperaturen im Albvorland bis auf –10°C ab, auf der Alb verbreitet unter –15°C und in den extremen Kältemulden sogar bis auf  -20°C.

Zur Wochenmitte erfolgt eine spürbare Frostabschwächung und tagsüber leichtes Tauwetter.

Am nächsten Wochenende sind erneute Schneefälle auf der Alb nicht ausgeschlossen, während im Albvorland es bei Werten um 3-4°C zu Schneeregen oder Regenfällen kommt. Dabei weht zum Teil ein böiger Nordwestwind, der auf der Albhochfläche für Schneeverwehungen sorgt. Der Spätwinter gibt seine Vormachtstellung in den Mittelgebirgen noch längst nicht auf.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

     

Engstingen, 20.02.2001

WETTERRING 2000+

DER SPÄTWINTER MELDET SICH AN - DÜNNE NEUSCHNEEDECKE AUF DER ALB - NORDPOLARLUFT AM KOMMENDEN WOCHENENDE - SKI UND

RODEL DANN GUT AUF DER MITTLEREN ALB ??

Wie bereits vom Berliner Langfristprognose-Computer im vergangenen November vorhergesagt, stellt sich nun eine spätwinterliche Wetterlage in unserer Region ein. In der vergangenen Nacht haben leichte Schneefälle die Alb wieder in ein dünnes weißes Winterkleid eingehüllt. Auch heute noch schneit es noch leicht bei einer Schneefallgrenze von ca. 500-600 m.

In den nächsten Tagen bleibt es überwiegend wechselhaft. Dabei kommt die Luft zunächst aus nordwestlicher Richtung, am Wochenende dann direkt aus dem hohen Norden zu uns.

Die spannende Frage stellt sich nun für die Wintersportler: reicht es noch zum Skifahren auf der Alb?

Da die 0°- Grenze in den nächsten Tagen tagsüber bei ca. 800 m liegt, gibt es wohl zunächst nur Pappschnee. Mit dem Einsickern der skandinavischen Kaltluft treten dann nächtliche Fröste bis zu

-10°C auf, tagsüber fallen einzelne Schneeschauer. Deren Intensentät ist nur schwer abzuschätzen.

Während im Albvorland ein typisches Aprilwetter mit einem bunten Sonne-Wolkengemisch herrscht,

hofft man auf der Alb auf dicke Schneewolken, die genügend Schnee für ein richtiges Skiwochenende.

fallen lassen.In Dottingen wartet man ja schon sehnsüchtig auf das riesengroße Schneefestival.

Bis zum Monatswechsel bleibt es weiterhin ziemlich kalt mit Nachtfrösten bis zu -8°C im Albvorland und -12°C auf der Alb.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

Engstingen, 02.02.2001

WETTERRING 2000+

WIEDER NUR EIN KURZES WINTERGASTSPIEL - 5 CM SCHNEE AUF DER MITTLEREN ALB - RODELN MÖGLICH - SKILIFTE NICHT IN BETRIEB - FRÜHLINGSWETTER IN DER NÄCHSTEN WOCHE

Über Nacht ist es in der gesamten Neckar/Alb-Region wieder weiß geworden. Während aber im Albvorland nur ein Hauch von der weißen Pracht liegt, sind es auf der Mittleren Alb immerhin ca. 5 cm.

Es reicht aber für Wintersoprtler allenfalls zu einer Schlittenfahrt auf lockerem Pulverschnee.

Aus den Wolken rieselt es heute zwar noch etwas, doch ist ein Ende dieses erneut nur kurzen Winterintermezzos abzusehen. Bereits morgen nähert sich aus Westen ein Tiefausläufer. Zunächst wird es zwar noch stundenlang schneien, aber bei fortschreitender Temperaturerhöhung geht der Niederschlag im Flachland in Regen über und auch auf der Alb wird aus dem Pappschnee zusehends Nassschnee.

In der nächsten Woche stellt sich eine intensive Südwestwetterlage, ähnlich wie Anfang Dezember, ein. Bis zur Wochenmitte steigen dabei die Temperaturen nachmittags im Albvorland bis auf 12°C an und auch auf der wieder schneefreien Alb erreichen die Werte 8°C. Die milde Frühlingsströmung wird mindestens 1 Woche lang anhalten.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

 

Engstingen, 01.02.2001

KLIMASTATION ENGSTINGEN: JANUAR 2001

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag Schneehöhe

  1.  –2.0    0.6    -12.0    0.1     6.0         7

  2.   2.3    4.2    - 1.1     .     11.0         4    

  3.   0.3    5.4    - 1.9    1.3      .          R  

  4.   1.5    3.3    - 3.0     .      0.3         R 

  5.   5.4    7.5      1.1     .     17.7         . 

  6.   3.0    9.0      0.8     .     12.5*        .

  7.   1.4    2.8      0.2     .      0.7         0

  8.   0.6    2.0    - 0.3     .      1.2         .

  9.  –1.2    2.5    - 2.8    3.6     0.2*        .

 10.   0.8    2.4    - 3.2    0.9     5.6*        0

 11.   2.6    4.2      0.6     .      1.0         R

 12.  –1.6    2.8    - 3.1     .       .          .

 13.  –5.2   -2.3    - 6.1    7.8      .          . 

 14.  –5.0   -1.1    - 8.0    7.9      .          .

 15.  –8.8   -3.4    -11.3    8.0      .          .

 16.  –2.2    2.8    -11.5    7.2      .          .

 17.  –2.2    6.8    - 7.5    6.2     0.6*        .

 18.  –1.6    1.1    - 5.4    0.1     0.0*        1

 19.  –1.7    1.3    - 7.8    0.2     0.7*        R

 20.   0.4    1.4    - 0.4     .      3.8*        1

 21.  –4.1    1.0    -11.3    6.4     3.6*        8

 22.   1.0    5.3    - 3.2    4.1     1.8         8

 23.   3.6    5.5    - 0.8    3.8     0.3         2

 24.   3.6    7.9      2.0     .      9.1         R

 25.   3.9    8.9      0.1    5.2     2.7         .

 26.   0.3    4.7    - 1.8    3.0     1.7*        .

 27.   1.0    3.6    - 2.8    4.9     1.2         1

 28.  –1.2    5.3    - 6.2    7.5      .          1

 29.  –2.4    1.0    - 7.2    0.6      .          R

 30.  –1.6    0.5    - 2.5    0.6     0.0*        R

 31.  –1.7    0.4    - 5.0    1.0     0.7*        R

---------------------------------------------------------

  Ø   -0.3    3.1    - 3.9   80.4 ST 82.4 mm     1.1 cm

ljh Ø –2.1    1.3    - 5.7   44.0 ST 60.0 mm    13.1 cm

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SCHNEEÄRMSTER JANUAR SEIT 8 JAHREN – ERSTER JAHRESMONAT

DEUTLICH MILDER ALS NORMAL- NUR 3 TAGE MIT DAUERFROST:

Die Wintersportler warteten vergeblich auf einen richtigen Wintereinzug mit viel Schnee und Minustemperaturen. War es einmal kalt, so fiel kein Nieder ersten 12 Tage waren meist wolkenverhangen, trüb und sehr wechselhaft.

Zur Monatsmitte strahlte dann die Wintersonne tagelang von einem blauen Himmel. Dennoch war es gerade in dieser Zeit am kältesten. In der letzten Januardekade kam es dann zwar zu einigen Schneefällen, doch handelte es sich meist um Papp- oder Nassschnee. Es war der schneeärmste Januar seit 8 Jahren. Der Gesamtwinter 2000/01 rangiert damit immer noch an 2. Stelle der schneeärmsten Winter auf der Mittleren Alb in den letzten 50 Jahren.

Der Treibhauseffekt zeigte wieder einmal seine Auswirkungen. Ob der Spät

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

Engstingen, 22.01.2001

 

WETTERRING 2000+

KLIMASTATION ENGSTINGEN: DAS WETTERJAHR 2000

ZWEITWÄRMSTES JAHR DER LETZTEN 100 JAHRE

10 MONATE WÄRMER ALS NORMAL - IM JULI FIEL DER HOCHSOMMER IN EIN KALTES LOCH - 1624 STUNDEN SONNE

VON DER WILDEN HILDE IM JANUAR BIS ZUR ERDBEERBLÜTE IM DEZEMBER

Auch das allerletzte Jahr des alten Jahrtausends brachte viele interessante Wetterereignisse und einige meteorologische Superlative. In die Annalen des Engstinger Klimaarchives geht es als das zweitwärmste des Jahrhunderts ein. Nur 1994 lag die Jahresmitteltemperatur noch geringfügig höher.

10 Monate hatten anno 2000 einen Temperaturüberschuß. Nur im Januar und ausgerechnet im Hochsommermonat Juli gab es Temperaturdefizite. Mit einer Niederschlagsmenge von 994 mm (105 %), sowie 1624 Stunden Sonnenschein (101 %) wurden ziemlich normale Jahreswerte erreicht.

Seiner Rolle als kältester Jahresmonat wurde der Januar völlig gerecht. Die wilde „HILDE“, fegte mit ihren Schneewolken im letzten Januardrittel über die Alb und hinterließ eine tief verschneite Winterlandschaft. Es folgten bitterkalte Nächte mit Frosttemperaturen bis zu -25.6°C. Am Monatsende aber war die Alb wieder nahezu schneefrei, da atlantische Tiefs mit Frühlingsluft und Regenwetter heranbrausten. Durch weitere Tiefs gestaltete sich das Wetter im Februar so wechselhaft wie im April.

Auch im März waren ständig wechselnde Wetterlagen an der Tagesordnung. Ausgerechnet der ansonsten wetterwendische April zeigte dagegen ein völlig ungewohntes Gesicht. Im drittwärmsten April seit 40 Jahren dominierte frühsommerliche Wärme bis zu 24°C und Trockenheit. Saharaluft lag in der letzten Aprilwoche über der Alb und trübte den blauen Himmel.

Eine verkehrte Wetterwelt herrschte auch im Wonnemonat Mai. In der ersten Hälfte war es bereits so warm wie im Juni, während die Temperaturen im letzten Drittel auf April-Niveau zurückgingen. Zur Zeit der sog. Eisheiligen war es zur Monatsmitte warm und feucht, damit ideales Pflanzenwachstum. Der Frühling 2000 war der wärmste seit 19 Jahren.

Auch der Frühsommer wollte da temperaturmäßig nicht nachstehen und legte sich im Juni mächtig ins Zeug. Fast 300 Stunden lang schien die Sonne und ließ die Nachmittagstemperaturen oft auf 25-30°C ansteigen. Dank Hoch „AXEL“ gab es tagsüber Badewetter und abendliches Grillpartyvergnügen. Dem Hochsommer stand eigentlich nichts mehr im Wege. Doch mit der Sommersonnwende fiel die Temperaturkurve plötzlich steil bergab. Die verspätete Schafskälte war da. Am 27. Juni, dem sog. Siebenschläfertag gab es in der Frühe sogar nochmals leichten Bodenfrost. Das verhieß nichts Gutes und so sollte es schließlich in der Folgezeit auch kommen. Auf den wärmsten Juni seit 24 Jahren folgte prompt der kühlste Juli seit 20 Jahren. Die erste Hochsommerwoche war mit Temperaturen bis zu 27°C noch recht warm, doch dann tat sich am 8. ein großes Sommerloch auf. Kühles und schmuddeliges Schneckenwetter vermieste lange Zeit jegliches Urlaubsvergnügen für die Daheimgebliebenen. Die Bademeister der Region konnten ihre Gäste zeitweise an einer Hand abzählen. Erst in der zweiten Augustwoche vertrieb Hoch „GERRIT“ die dicken Regenwolken und verhalf dem Spätsommer zu seinem Auftritt. Dieser dauerte aber auch nicht allzu lange, denn bereits am 27. August zog der Frühherbst auf der Alb ein. Insgesamt war der Sommer 2000 jedoch aus klimatologischer Sicht weitaus besser als sein schlechter Ruf.

Im Herbstmonat September sorgten die ersten herbstlichen Tiefs für eine Menge Wolken und Regennachschub. Der sog. Altweibersommer fand nur sporadisch statt, eine längere Schönwetterphase fehlte völlig. Am 27. gab es im Bereich Sonnenbühl-Engstingen- Hohenstein ein heftiges Gewitter mit Hagel, der die Landschaft stellenweise in eine frühwinterliche Landschaft verwandelte. Auch der Oktober zeigte sich nicht von seiner besten Seite. Nur 64 Stunden Sonnenschein, dafür aber 20 Tage mit Regen. Durch den hohen Bedeckungsgrad blieben die Nächte verhältnismäßig mild und, mit Ausnahme des 8., sogar frostfrei.

Am 17. November gab der Frühwinter ein erstes kurzes Gastspiel. Doch zum Monatsende hin wurde es durch eine südwestliche Luftströmung immer wärmer. In der ersten Dezemberhälfte blieb es weiterhin frühlingshaft mild und in einigen Gärten begannen sogar die Erdbeeren zu blühen. Nach den ersten grünen Weihnachten seit 8 Jahren verabschiedete sich der Dezember aber standesgemäß mit

einer Schneedecke von 8 cm und klirrender Kälte bis -12°C am Sylvesterabend.

Roland Hummel

 

Klimatologische Bilanz: Mit einer Mitteltemperatur von 7.9°C (normal 6.7°) war das Jahr 2000 nach 1994 (8.2°) das wärmste in den letzten 100 Jahren. Mit Ausnahme von Januar und Juli waren alle übrigen Monate wärmer als üblich. Der August war der wärmste Jahresmonat. Die Temperaturspanne reichte anno 2000 von -25.6°C am 25. Januar bis zu 30.2°C am 20.8. Sommertage mit Werten über 25°C wurden immerhin 23 notiert (normal 18), dagegen gab es nur 104 Frosttage (normal 136). Dauerfrost gab es sogar nur an 14 Tagen (normal 40).

Die Sonne schien mit 1624 Stunden nur geringfügig länger als üblich. Sonnigster Jahresmonat war der Juni mit 291 Stunden, während der trübste Jahresmonat Dezember es nur auf 49 Stunden brachte. Ohne Sonne waren 61 Tage, hingegen standen 55 Tage mit über 10 Stunden Sonnenschein.

Niederschlag fiel an 210 Tagen (normal 200) und summierte sich auf 994 mm (normal 945 mm). Trockenster Jahresmonat war überraschend der April mit lediglich 39 mm, dicht gefolgt vom Juni mit 40 mm und Dezember mit 41 mm. Nassester Monat war der Wonnemonat Mai mit 134 mm, gefolgt vom März mit 131 mm und Juli mit 126 mm. Gewittertage wurden 37 notiert (normal 35).

Monatsbilanzen:

                 Mittel         Sonne              Niederschlag

JANUAR 2000     -2.5°(-0.4)     64 Std.(146 %)     62 mm (102 %)

FEBRUAR 2000     1.8°(+2.8)    110 Std.(192 %)     78 mm (114 %)

März 2000        3.2°(+1.2)    104 Std.( 87 %)    131 mm (218 %)

APRIL 2000       8.3°(+2.4)    156 Std.(100 %)     39 mm ( 46 %)

MAI 2000        12.1°(+1.7)    188 Std.( 94 %)    134 mm (130 %)

JUNI 2000       15.5°(+2.1)    291 Std.(143 %)     40 mm ( 33 %)

JULI 2000       13.6°(-2.1)    184 Std.( 84 %)    126 mm (136 %)

AUGUST 2000     16.1°(+1.0)    218 Std.(107 %)     76 mm ( 72 %)

SEPTEMBER 2000  12.3°(+0.3)    154 Std.( 91 %)    121 mm (184 %)

OKTOBER 2000     8.6°(+1.0)     64 Std.( 52 %)     49 mm ( 81 %)

NOVEMBER 2000    3.8°(+1.5)     75 Std.(124 %)     65 mm ( 90 %)

DEZEMBER 2000    1.8°(+2.7)     49 Std.(110 %)     41 mm ( 66 %)

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JAHR 2000        7.9°(+1.2)   1624 Std.(101 %)    994 mm (105 %)

 

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

Engstingen, 21.01.2001

WETTERRING 2000+

DER WINTER KAM ÜBER NACHT - 6-8 CM SCHNEE AUF DER MITTLEREN ALB - SKILIFTE NICHT IN BETRIEB- RODELN AUF PULVERSCHNEE MÖGLICH - FROSTIGER SONNTAGMORGEN -

-15°C IN DEN MULDENLAGEN - TAUWETTER UND REGEN FOLGEN IN DER NÄCHSTEN WOCHE

Ein Schneefallgebiet ist in der Nacht über die Region gezogen und hat doch etwas mehr Schnee als erwartet hinterlassen. Im Albvorland ist die Neuschneedecke ca. 1-3 cm hoch, auf der Mittleren Alb liegt eine geschlossene Pulverschneedecke von ca. 6-8 cm. Etwas zu wenig, um die Lifte in Betrieb nehmen zu können, aber doch ausreichend für eine zünftige Schlittenfahrt. Nach einem frostigen Morgen mit Werten unter -10°C auf der Alb, in Frostmulden wurden bis unter -15°C gemessen und im Sonnenbühler Rinnental gab es sogar -18°C knapp über der Schneeoberfläche, scheint nun die Sonne und läßt die Temperaturen bis zum Nachmittag bis in die Nähe des Gefrierpunktes ansteigen.

Man sollte das herrliche Winterwetter heute in vollen Zügen genießen, denn ab morgen macht sich die Sonne zusehends rar. Neue Wolkenfelder kommen rasch herangezogen. Zunächst gibt es noch nassen Schnee oder sogar gefährlichen Glatteisregen, später setzt bis in alle Höhenlagen nachhaltiges Tauwetter ein. Bei Temperaturen bis zu 10°C im Albvorland und 6°C auf der Albhochfläche ist das kurze Winterintermezzo dieses Wochenendes schnell beendet.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

Engstingen, 19.01.2001

WETTERRING 2000+

NUR EIN KURZES WINTERINTERMEZZO AM WOCHENENDE

WINDIGES UND MILDES REGENWETTER IN DER LETZTEN JANUARWOCHE - KEIN WINTERSPORT AUF DER ALB MÖGLICH

GLATTEISGEFAHR AM MONTAG

Es ist zwar heute ziemlich kalt in der Alb/Neckarregion, auch der Erdboden ist durch die Kälte der letzten Tage bis in eine Tiefe von ca. 20-25 cm gefroren, doch zum richtigen winterlichen Gefühl fehlt einfach der Schnee. Gestern früh lag auf der Mittleren Alb noch eine dünne Neuschneedecke von ca. 1 cm, heute sind nur noch einzelne Schneeflecken anzutreffen. Bis zum Sonntag können kleinere und schwache Niederschlagsfelder zwar noch einige Schneeflocken herunterrieseln lassen, doch reicht es bei weitem nicht für Wintersport in unserer Region.

In der letzten Januarwoche gibt es wieder stärkere Niederschläge, zuerst noch als gefährlichen Glatteisregen, dann auschließlich Regen- oder Regenschauer bis in die höchsten Lagen. Dabei frischt der Westwind stärker auf und läßt die Temperaturen zeitweise auf vorfrühlingshafte 10°C im Albvorland und 6°C auf der Alb ansteigen. Die milde Westwetterlage wird voraussichtlich längere Zeit anhalten.

Enttäuschte Wintersportler müssen all ihre Hoffnungen auf den Februar setzen. Ein Blick in die Historie: vor genau 100 Jahren war es ganz ähnlich. Der Januar 1901 war nahezu schneelos, während die Schneedecke sich bis Mitte Februar auf 25 cm im Albvorland und 35 cm auf der Alb erhöhte.

Roland Hummel

WETTERRING 2000+

 

Engstingen, 01.01.2001

KLIMASTATION ENGSTINGEN: DEZEMBER 2000

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag  Schneehöhe

 1.    3.1      10.5     -2.0     4.7       0.0          .

 2.    3.8       9.6      1.0      .        0.4          .

 3.    4.0       7.1     -0.9      .         .           .

 4.    4.4       8.2      1.9     3.6       3.8          .

 5.    3.1      10.5     -0.6     6.8        .           .

 6.    4.8       7.8     -1.4     0.4       0.2          .

 7.    4.9       9.5     -0.9     2.2       1.9          .

 8.    7.2      11.2      5.1     0.6       1.4          .

 9.    4.6       9.3      1.8     1.9        .           .

10.    6.4       7.9      0.9      .        2.0          .

11.    7.2      13.4      4.0     4.7        .           .

12.    7.1      11.1      4.1     1.3        .           .

13.    8.6      12.6      4.5     2.4       0.0          .

14.    5.7       8.2      4.8      .        0.6          .

15.    1.7       5.5      0.9     2.0       6.0*         .

16.   -0.2       0.9     -0.8     0.3       5.0*         4

17.    1.0       2.7     -1.1      .        0.5*         6

18.    0.4       2.9     -1.9     1.5       7.5*         5

19.    3.2       6.9      0.9     0.3       1.0          2

20.   -1.9       3.0     -2.8      .         .           .

21.   -4.4      -2.6     -5.5      .         .           .

22.   -6.4      -4.5     -6.9      .         .           .

23.   -3.2       5.7    -10.1     7.4        .           .

24.   -2.0       1.4     -8.1     0.2       0.1          .

25.    1.9       3.9     -0.7      .        2.7          .

26.    2.4       6.8      0.8     3.4       0.3          .

27.    1.6       9.3     -1.4     4.1       0.7          .

28.   -0.5       2.9     -3.2     0.2       0.3*         .

29.   -1.6      -0.2     -5.3      .        4.0*         R

30.   -2.6      -0.4     -5.0      .        2.4*         5

31.   -7.2      -0.9    -12.0     0.6       0.0*         8

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     Ø 1.8       5.8     -1.3    48.6 ST   40.8 mm     1.0 cm

ljh Ø -0.9       2.4     -4.3    44.0 ST   62.0 mm     7.7 cm

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FRÜHLINGSERWACHEN IM HOCHWINTER - WÄRMSTER

DEZEMBER SEIT 15 JAHREN- GRÜNE WEIHNACHTEN:

Der Hochwintermonat Dezember präsentierte sich in der ersten Hälfte von

einer ungewöhnlich milden Seite. Über 2 Wochen lang steuerten atlantische

Tiefs subtropische Warmluft in unsere Region. Mit 13.4°C wurde am 11. der

Monatshöchstwert gemessen. In den Nächten blieb es oft frostfrei. Da ständig

ein Frühlingshauch in der Luft lag, begann sich die Vegetation zu rühren. In

einigen Gärten begannen die Erdbeeren zu blühen. Die Mitteltemperatur ent-

sprach zu dieser Zeit den normalen Werten von Mitte April. Seit 200 Jahren

war es der wärmste Abschnitt eines Dezembers auf der Mittleren Alb. Daß es

letztendlich kein absoluter Rekordmonat wurde verhinderten 2 Kaltluftein-

brüche. Nach 7 Jahren in Folge mit weißen Weihnachten gab es heuer grüne

Feiertage. Erst kurz vor Jahresende fiel wieder Schnee, gerade ausreichend

für eine Schlittenfahrt auf dem Kreuzberg oder am Katzenbuckel. Knackige

Kälte gab es am Silvesterabend, als die Temperatur kurzzeitig bis auf -12°C

im Engstinger Talkessel absank.

Roland Hummel

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