ljh Ø 2.3 6.2
-1.1 60.0 ST 72.0 mm 2.0 cm
----------------------------------------------------------
MILDESTER
NOVEMBER SEIT 6 JAHREN – NUR 2 SCHNEETAGE:
Der letzte Herbstmonat war überwiegend von milden Luftmassen
geprägt. Insgesamt 13 Tiefs sorgten immer wieder für eine westliche bis
südwestliche Grundströmung. Der Frühwinter gab nur ein kurzes Gastspiel. Zum
Monatsende hin wurde es geradezu frühlingshaft mild. In einigen Gärten
blühten die Erdbeeren und auf den Wiesen reckten die Gänseblümchen ihre
Hälse in die Höhe.
MET.
HERBST 2000 (SEP+OKT+NOV): WÄRMSTER HERBST SEIT 13
JAHREN –
ALLE 3 MONATE MIT WÄRMEÜBERSCHUSS – HERBST 2000
OHNE
AUSSERGEWÖHNLICHE WETTEREREIGNISSE:
Der Herbst verlief aus klimatologischer Sicht ziemlich
unspektakulär. Im September trat kein richtiger Altweibersommer mehr auf und
auch der Oktober zeigte nur wenig von seiner goldenen Seite. Auch der
entweder neblig trübe oder stürmische November verlief in ruhigen Bahnen.
Insgesamt 32 Tiefs ließen keine längeren Schönwetterperioden zu, führten
aber zumeist sehr milde Meeresluft heran. So wurde es immerhin der mildeste
Herbst seit 1987, obwohl die Sonne nur 292 Stunden lang schien (normal 352).
Geregnet hat es 235 mm (normal 200 mm).
Roland Hummel
WETTERRING 2000+
Engstingen, 11.11.2000
WETTERRING 2000+
KLIMASTATION ENGSTINGEN:
DAS WETTER IN DER VEGETATIONSZEIT 2000 (APR-OKT)
1250 STUNDEN SONNE
- 585 MM REGEN - 114 REGENTAGE – 37 GEWITTER
EIN GUTES WACHSTUMSJAHR ZUM JAHRTAUSENDABSCHLUSS
Die Natur richtet sich derzeit langsam
aber sicher auf den Winter ein. Die meisten buntgefärbten Blätter der
Laubwälder sind bereits gefallen, während in Feld und Garten die letzten
anstehenden Arbeiten verrichtet werden. Bis auf wenige winterharte Salate
sind die Ernten eingebracht, obwohl noch einige Apfelbäume voll behangen
dastehen. Wie in jedem Jahr haben die verschiedensten Großwetterlagen von
April bis zum Oktober sowohl ihren positiven, als auch negativen Beitrag
dazu beigesteuert.
Bereits im April lief der Frühling
temperaturmäßig auf Hochtouren. Am 25.4. begann standesgemäß die
flächendeckende Löwenzahnblüte in 700-750 m Seehöhe. Der Wonnemonat Mai
brachte mit viel Wärme und Feuchtigkeit nahezu ideales Pflanzenwachstum. Die
ansonsten gefürchteten Spätfröste (sog. Eisheilige) blieben zur Monatsmitte
aus. Die leichten Bodenfröste in der letzten Maidekade konnten den
abgehärteten Pflanzen nicht mehr schaden, im Obstbaumblüten-Niveau wurden
ohnehin keine Frostwerte mehr gemessen. Geanu richtig folgte dann der
reichliche Sonnenschein im Frühsommer. Über 3 Wochen lang zeigte sich der
Juni in Höchstform. Das kräftige Sommerhoch „AXEL“ sorgte zur Heuerntezeit
für trockene Böden. Ende Juni fiel der Sommer aber plötzlich in ein tiefes
Loch. Auf den wärmsten Juni seit 24 Jahren folgte prompt der kühlste Juli
seit 20 Jahren. Dazu regnete es an 23 Tagen und die Mienen der Landwirte
verdunkelten sich von Tag zu Tag hinsichtlich der bevorstehenden
Getreideertnte. Aber Petrus hatte mit den Landwirten ein Einsehen und
schickte ein schönes Spätsommerwetter im August. Hoch „GERRIT“ ließ die
Mähdrescher auf Hochtouren laufen. Am 27. August packte der Sommer 2000
seine Koffer und verabschiedete sich von der Alb.
Das schöne Spätsommerwetter fand im
ersten Herbstmonat leider keine Fortsetzung. Die wenigen schönen und
trockenen Tage wurden zur Kartoffelernte genutzt, auch wenn die Böden nicht
immer völlig trocken waren. Die frostfreie Vegetationszeit hielt noch bis
zum 8. Oktober an, an dem die Albhochfläche erstmals wieder sich mit einer
morgentlichen Reifschicht zeigte. Obwohl der Oktober nur wenige goldene Tage
aufzuweisen hatte, mußte eine rekordverdächtige Menge an Obst verarbeitet
werden. Da bis zum Monatsende aber noch keine große Kälte herrschte und auch
keine frühwinterliche Eskapade stattfand, hatte man genügend Zeit für die
abschließenden Feld- und Gartenarbeiten. Am Erntedankfest strahlte dann so
mancher mit den Kürbismonstern um die Wette.
KLIMASTATISTIK:
Die Vegetationszeit
hatte heuer einen deutlichen Wärmeüberschuß. 6 von 7 Monaten waren wärmer
als normal, nur der Juli hatte eine negative Abweichung. Geregnet hat es an
114 Tagen (normal 116).
Insgesamt fielen in dieser Zeit fast 600
mm Regen (normal 634 mm). Gewitter traten immerhin an 37 Tagen auf (normal
32), doch hielten sich die örtlichen Hagelfälle durch den kühlen
Hochsommerabschnitt einigermaßen in Grenzen.
Roland Hummel
WETTERRING 2000+
KLIMASTATION ENGSTINGEN: OKTOBER 2000
Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe
1. 11.7 14.3
10.6 0.3 1.7 .
2. 9.6 13.9
7.9 1.4 2.3 .
3. 9.1 11.8
6.2 0.3 . .
4. 10.2 13.8
8.3 0.9 . .
5. 10.6 12.8
7.7 0.2 3.9 .
6. 6.5 10.3
5.1 2.6 . .
7. 3.3 8.0
1.2 1.1 0.0 .
8. 5.2 10.4
-2.8 8.2 8.0 .
9. 5.1 10.3
1.6 2.8 2.8 .
10. 6.2 9.9
0.4 3.2 0.3 .
11. 7.8 10.1
1.6 . 11.5 .
12. 8.6 11.4
6.7 . 0.0 .
13. 9.2 12.3
6.2 2.0 0.4 .
14. 9.7 15.2
7.1 2.0 . .
15. 12.6 19.8
8.1 0.8 . .
16. 8.3 16.7
4.1 5.6 . .
17. 8.7 12.4
4.8 1.4 0.4 .
18. 8.0 10.2
3.9 . 0.3 .
19. 9.8 11.2
7.7 . 1.7 .
20. 10.4 14.1
8.9 1.0 . .
21. 8.8 17.2
5.8 5.0 . .
22. 8.5 14.8
3.8 5.6 . .
23. 9.2 16.9
5.0 5.7 2.0 .
24. 10.7 14.9
5.2 1.6 1.0 .
25. 12.3 15.5
7.7 2.3 1.2 .
26. 8.2 12.9
6.9 . 2.4 .
27. 7.1 10.4
3.8 2.4 0.2 .
28. 8.6 16.8
1.8 5.7 0.4 .
29. 6.8 9.1
4.8 1.6 0.2 .
30. 10.4 14.0
2.6 0.3 3.7 .
31. 5.6 13.9
4.8 . 5.0 .
---------------------------------------------------------
Ø 8.6 13.1 5.1 64.0 ST 49.4 mm . cm
ljh Ø 7.6 12.8
3.2 124.0 ST 61.0 mm 0.1 cm
---------------------------------------------------------
KEIN GOLDENER OKTOBER – NUR 64 STUNDEN SONNENSCHEIN –
20 REGENTAGE – MILDESTER OKTOBER SEIT 5 JAHREN:
Insgesamt 12 Tiefdrucksysteme
gestalteten das Vollherbstwetter ziemlich trüb, wolkenverhangen und oft
regnerisch. Mildes und feuchtes Atlantikwetter verhinderte mit Ausnahme des
8. Oktobers zwar frostige Nächte, hingegen stiegen die Nachmittagswerte nur
noch auf maximal 15-20°C an. Durch die hohe Luftfeuchte gab es tagsüber
häufig einen bedeckten Himmel, nachts und frühmorgens hüllte sich die
Landschaft oft in Dunst und Nebel ein. Geregnet hat es an 20 Tagen (normal
14), die Menge blieb aber mit 49.4 mm unterdurchschnittlich. Gegen
Monatsende zogen die ersten Herbstturmtiefs vom Atlantik auf den
europäischen Kontinent. „ORATIA“, so hieß das mit einem Kerndruck von nur
940 hpa rekordverdächtige Tief, fegte mit Spitzenböen bis zu 80 km/h zwar
über die Albhochfläche, man blieb aber von stärker erwarteten Böen
verschont. Mit einer Mitteltemperatur von 8.6°C (normal 7.6°C) war es der
mildeste Oktober seit 5 Jahren, gleichzeitig bereits der 8. Monat in diesem
Jahr mit einem Wärmeüberschuß.
Roland Hummel
WETTERRING 2000+
KLIMASTATION ENGSTINGEN: SEPTEMBER 2000
Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag
1. 14.5
19.5 10.2 6.8 5.0
2. 10.6
14.8 8.9 3.3 5.3
3. 10.7
13.8 8.6 3.2 1.1
4. 9.4
12.7 6.3 2.9 3.6
5. 10.0 14.4
8.2 3.4 .
6. 9.8 15.2
2.8 2.8 15.0
7. 10.9 13.0
8.8 3.4 1.0
8. 11.1
19.2 2.6 11.8 .
9. 13.7
22.2 4.8 10.7 .
10. 13.9 23.5
6.2 11.3 .
11. 14.8
23.6 6.3 11.5 .
12. 16.0
24.9 6.1 10.0 0.0
13. 14.4
19.5 11.6 4.5 1.1
14. 14.5
19.8 9.8 2.6 .
15. 15.6 23.2
9.8 6.6 .
16. 12.4
17.3 10.9 3.2 15.0
17. 10.5 12.1
9.9 . 0.5
18. 11.9
17.1 10.0 4.1 .
19. 12.3
18.1 4.8 9.5 0.3
20. 12.4
18.9 10.8 2.6 36.2
21. 10.4
11.3 9.0 . 11.8
22. 9.6 15.3
7.0 0.8 .
23. 9.5 12.2
3.8 0.8 .
24. 11.0
19.5 4.5 6.5 .
25. 11.3
16.4 6.1 1.8 1.2
26. 14.1
20.9 10.4 5.4 .
27. 13.0
21.5 6.9 6.2 20.1
28. 14.2
22.0 9.8 8.2 .
29. 15.3
22.4 6.1 9.6 .
30. 12.6
14.9 10.1 0.1 4.2
---------------------------------------------
Ø 12.3 18.0 7.7 153.6 S 121.4 mm
ljh Ø 12.0
17.8 6.9 168.0 S 66.0 mm
---------------------------------------------
NUR EIN SPORADISCHER ALTWEIBERSOMMER –
NASSESTER SEPTEMBER SEIT 24 JAHREN – NOCH
KEIN FRÜHFROST – SPÄTES HAGELUNWETTER:
Der sog. Altweibersommer fand heuer nur tagesweise
statt.
Auf eine längere Schönwetterperiode wartete man
vergeblich.
Stattdessen sorgten die ersten herbstlichen Tiefs für
eine
Menge Wolken- und Regennachschub. Besonders am 20.+21.
schüttete es kräftig. Nach einer kurzen trockenen Phase
mit
morgentlichem Nebel kam es für die fortgeschrittene
Jahres-
zeit am 27. zu einem ungewöhnlich heftigen Unwetter mit
Hagelschlag. Am Spätnachmittag verdunkelte sich der
Him-
mel. Zunächst prasselten einzelne Hagelkörner wie
Kiesel-
steine hernieder, bevor ein kräftiger Platzregen
einsetzte. In
der folgenden halben Stunde mischte sich immer mehr
Hagel
unter den Regen. Durch die bis zu 2 cm im Durchmesser
großen Körner sah die Landschaft schon aus wie im Früh-
winter. Balkon- und Freilandpflanzen erlitten zum Teil
er-
hebliche Schäden. In einem Überlaufgraben waren noch
eine
Woche später die letzten Hagelkörner zu sehen !
Bodenfrost trat wie im Vorjahr im September noch nicht
auf.
Mit 121.4 mm hat es soviel geregnet wie seit 1976 nicht
mehr.
Roland Hummel
WETTERRING 2000+
Engstingen, 21.09.2000
WETTERRING 2000+
KLIMASTATION ENGSTINGEN: SOMMER 2000
DER SOMMER 2000 WAR BESSER ALS SEIN SCHLECHTER RUF
FAST
700 STUNDEN SONNENSCHEIN – 47 REGENTAGE
FRÜHSOMMER IM JUNI MIT HITZE UND VIEL SONNE – NASSES
HOCHSOMMERLOCH IM JULI – SPÄTSOMMER FREUNDLICH UND WARM
Der Sommer 2000 war bei weitem nicht so schlecht, wie
er von vielen abgestempelt wurde. Seinen schlechten Ruf verdankte die
wärmste Jahreszeit durch das anhaltend kühle und nasse Juliwetter.
Dabei startete der Frühsommer im Juni mit
außergewöhnlicher Hitze und viel Sonnenschein. Im wärmsten Juni seit 24
Jahren wurden 300 Stunden Sonnenschein registriert, also im Schnitt 10
Stunden pro Tag. Das Frühsommerhoch „AXEL“ sorgte über 3 Wochen lang für
Bade-, Heu- und Grillpartywetter. Mit der Sonnwende fielen die Temperaturen
durch eine verspätete Schafskälte plötzlich in den Keller. Postwendend
folgte der kühlste Juli seit 20 Jahren. Am 8. tat sich ein ungewöhnlich
langes Hochsommerloch auf. Erst ab dem 17. Juli kam die Sonne wieder
vermehrt zum Vorschein, nachdem es bis dahin laufend Regentage gab. Bis in
den August hinein und damit auch zum Beginn der Sommerferien und der
Haupturlaubszeit konnte sich kein weiteres Hoch etablieren.
Die Rettung kam dann ab dem 10. August in Form von
Spätsommerhoch „GERRIT“. Die Regenwolken wurden vertrieben und die
Temperaturen kletterten tagelang über die 25°C-Sommertagsmarke. Einzelne
lokale Hitzegewitter konnten das herrliche Bade- und Mähdrescherwetter nicht
wesentlich stören. Den heißesten Tag des Jahres gab es am 20. August mit
30°C. Leider viel zu früh mußte der Sommer dann am 26. August seine Koffer
packen. Mit einer frischen Brise zog der Frühherbst ein. Auf vielen Wiesen
zeigte sich auch bereits die Herbstzeitlose.
Im September, der klimatologisch bereits zum Herbst
zählt, konnte sich der Altweibersommer nur sporadisch bemerkbar machen. Zum
Beginn des kalendarischen Herbstanfanges gibt es durch ein Hoch wohl die
allerletzte Chance auf warme und sonnige Tage.
Die Wetterküche hat uns also folgendes Sommermenue
präsentiert. Eine leckere warme Vorspeise im Juni und auch ein vorzügliches
Dessert im August, hingegen als Hauptgericht im Juli eine kalte Wassersuppe
mit hartem Brot. Für verwöhnte Gaumen nicht das Wunschmenue, doch niemand
ist verhungert.
KLIMABILANZ: Der met. Sommer 2000 war insgesamt etwas
wärmer als normal. Er war sogar minimal wärmer als der Sommer 1999, wobei
dieser aber im September noch mit heißen Tagen aufwartete. Der August war
heuer der wärmste Jahresmonat. Auf der Alb gab es 22 Sommertage mit
Höchsttemperaturen über 25°C (normal 16). Die Sonne schien fast 700 Stunden
lang, damit 70 Stunden länger wie gewöhnlich. Die Häufigkeit der Gewitter
entsprach der Normalität und auch die lokalen Hitzegewitter hielten sich,
nicht zuletzt durch die kühle Juliwitterung, in Grenzen. Auch die 47
Regentage entsprachen der Normaltität. Insgesamt war der Sommer 2000 mit nur
240 mm (normal 330 mm) niederschlagsärmer wie gewöhlich.
Roland Hummel
WETTERRING
2000+
Kaum ist der Sommer vorbei, liegt die
Langfristvorhersage des Berliner Uni-Wettercomputers für den nächsten Winter
vor: Der Frühwinter beginnt recht früh und intensiv Mitte November. Der
Hochwinter wird dagegen ziemlich mild und schneearm ausfallen.
KLIMASTATION ENGSTINGEN: AUGUST 2000
Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag
1. 17.6
26.8 7.0 14.0 .
2. 15.9
20.9 9.3 2.2 4.1
3. 13.3
18.3 8.1 3.0 9.2
4. 12.9
17.5 8.8 3.2 0.4
5. 12.6
13.2 10.2 . 3.2
6. 13.2
16.9 11.8 0.8 2.5
7. 13.2
18.3 8.3 2.3 0.1
8. 15.4
20.3 10.2 1.6 1.1
9. 16.5
21.9 11.1 6.7 .
10. 17.1
24.8 9.4 12.5 .
11. 17.7
26.0 10.2 12.1 .
12. 17.7
26.5 9.1 12.8 .
13. 19.0
26.3 11.0 11.9 .
14. 19.1
28.1 10.8 10.9 .
15. 18.6
25.5 10.2 7.5 0.0
16. 18.1
26.2 11.8 11.4 .
17. 18.7
26.1 9.8 6.8 12.6
18. 16.9
21.9 13.0 2.8 0.5
19. 19.4
27.9 12.1 9.3 0.6
20. 21.8
30.2 13.3 10.6 4.2
21. 15.4
19.3 13.3 2.2 20.7
22. 14.0
19.6 11.5 6.7 .
23. 14.9
23.0 6.0 12.0 .
24. 15.8
26.1 7.9 12.6 .
25. 15.2
23.7 7.6 12.4 .
26. 18.4
25.0 10.8 12.2 .
27. 14.5
17.0 10.5 0.1 5.2
28. 13.5
18.5 10.0 7.0 .
29. 13.6
19.9 6.9 5.6 .
30. 14.8
21.0 7.3 4.9 10.5
31. 13.5
16.0 11.9 . 1.3
--------------------------------------------
Ø 16.1
22.3 10.0 218.1 S 76.2 mm
ljh Ø 15.1
20.7 9.6 204.0 S 106.0 mm
--------------------------------------------
AUGUST WAR DER WÄRMSTE JAHRESMONAT –
12 SOMMERTAGE – DER
SOMMER ENDETE AM 26.
HOCH GERRIT MIT
SONNIGEM SPÄTSOMMER:
Dem kühlen und regnerischen Hochsommer folgte ein
warmer,
sonniger und trockener Spätsommer. Dabei befand sich
der
Sommer in der ersten Augustdekade immer noch in einem
nassen Loch. Das Spätsommerhoch „GERRIT“ vertrieb dann
aber die Regenwolken und ließ die Temperaturen in der
Folge-
zeit kräftig ansteigen. Bei reichlich Sonnenschein und
Tages-
temperaturen zwischen 25° und 30°C herrschte ideales
Bade-
und Grillpartywetter, während die Mähdrescher bis in
die
Abendstunden ihre Arbeit verrichten konnten. Bis zum
26.
konnte sich der Sommer noch behaupten, bevor er die
Koffer
packte und aus der Region verschwand. Am 27. zog
standes-
gemäß der Frühherbst mit einer frischen Brise auf der
Alb ein.
Auch die frühe Herbstzeitlosenblüte zeigte recht
deutlich den
Jahreszeitenwechsel an.
Mit einer Mitteltemperatur von 16.1°C war der August
der
wärmste Jahresmonat (Juni: 15.5°C). Es wurden immerhin
12 Sommertage mit Werten über 25°C notiert (normal 6).
Roland Hummel
WETTERRING 2000+
KLIMASTATION ENGSTINGEN: JULI 2000
Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag
1. 18.0
25.0 7.0 10.2 1.2
2. 20.4
27.3 14.2 10.8 5.7
3. 16.4
20.5 15.3 2.7 3.0
4. 14.9
20.4 12.8 5.4 5.7
5. 14.3
20.1 9.4 8.6 0.0
6. 17.0
23.7 6.8 13.8 3.8
7. 16.1
24.7 11.8 5.5 15.4
8. 9.6
14.2 8.8 1.8 3.1
9. 10.9
13.2 7.4 0.4 4.8
10. 13.5
16.2 10.6 0.5 5.2
11. 11.4
16.0 9.8 4.3 2.0
12. 9.6
14.0 8.1 2.6 0.1
13. 10.5
13.8 2.9 . 4.4
14. 10.0
12.0 9.0 0.4 12.6
15. 8.2
11.9 7.6 2.6 9.5
16. 8.0
12.5 6.0 2.2 6.2
17. 11.2
17.0 4.1 8.2 .
18. 12.7
18.8 3.8 9.0 .
19. 12.6
16.8 9.3 9.6 0.0
20. 13.4
18.1 6.6 9.3 .
21. 13.9
20.5 7.4 12.9 .
22. 14.6
21.6 4.6 13.5 .
23. 15.3
20.0 7.8 0.8 3.8
24. 16.2
21.8 12.8 3.3 2.0
25. 16.2
21.5 11.1 8.7 2.4
26. 14.8
20.9 11.2 9.0 4.5
27. 16.6
22.4 7.8 6.1 15.7
28. 13.0
16.7 11.5 2.5 13.0
29. 13.0
16.8 10.1 3.0 1.2
30. 13.4
19.0 10.7 3.5 0.8
31. 15.0
22.3 5.6 12.8 .
--------------------------------------------
Ø 13.6
18.7 8.8 184.0 S 126.1 mm
ljh Ø 15.7
20.9 9.8 220.0 S 93.0 mm
--------------------------------------------
DER SOMMER FIEL IN EIN TIEFES LOCH
– KÜHLSTER
JULI SEIT 20 JAHREN - 23 REGENTAGE – 14 TIEFS:
Eine rege Tiefdrucktätigkeit vermieste mit tagelangem
Regen-
wetter gründlich die im Juni geweckten Hoffnungen auf
einen
richtigen Sommer. Dabei war die erste Juliwoche recht
sonnig und die Nachmittagstemperaturen stiegen bis auf
27.3°C am 2. an. Am 8. tat sich dann ein großes Sommer-
loch auf. Die Temperaturen purzelten weit in den Keller
und
erreichten selbst tagsüber nur Werte von 12-15°C. Am
13.
wurde in der Frühe nur noch 0.8°C knapp über dem
Erdboden
gemessen. Bis zur Monatsmitte gab es keinen einzigen
Tag
ohne Regen. Nur vom 17.-23. blieb es trocken. Die
Tempe-
raturen schafften jedoch kaum die 20°-Marke. Auch in
der
letzten regnerischen Juliwoche gelang dem Hochsommer
keine Rückkehr.
Roland Hummel
KLIMASTATION ENGSTINGEN: JUNI 2000
Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag
1. 13.4
21.2 2.7 9.3 .
2. 18.6
25.8 7.3 10.3 .
3. 19.6
27.9 8.9 11.1 0.0
4. 19.0
25.3 12.7 9.1 0.0
5. 16.4
24.3 12.4 6.9 11.8
6. 10.4
14.3 10.0 . 7.1
7. 10.6
15.9 7.9 11.5 .
8. 15.4
20.9 2.9 14.5 .
9. 19.2
27.1 7.7 13.6 .
10. 20.8
24.7 10.8 12.3 .
11. 16.4
20.5 11.5 1.6 1.5
12. 15.6
20.9 10.7 13.1 .
13. 19.3
24.6 9.4 11.8 0.8
14. 16.9
24.0 13.8 6.9 12.0
15. 15.7
20.2 13.1 4.7 0.7
16. 11.2
16.3 8.9 12.0 .
17. 11.8
18.6 2.3 15.0 .
18. 16.7
25.0 2.4 15.0 .
19. 19.5
28.3 6.8 15.1 .
20. 21.2
29.7 9.8 14.7 .
21. 21.5
29.1 12.2 12.7 .
22. 17.4
23.1 11.4 5.3 1.0
23. 14.1
17.6 12.5 6.9 0.0
24. 11.1
14.5 6.8 0.2 4.4
25. 10.2
13.2 7.3 1.3 0.7
26. 9.6
14.6 6.4 9.2 .
27. 10.7
17.4 -0.3 13.6 .
28. 13.1
18.9 1.6 7.9 .
29. 12.8
19.7 5.5 12.1 .
30. 15.4
21.1 5.6 13.3 .
----------------------------------------------
Ø
15.5 21.5 8.0 291.0 ST 40.0 mm
ljh.Ø 13.6
18.6 8.0 204.0 ST 120.0 mm
----------------------------------------------
WÄRMSTER, SONNIGSTER UND TROCKENSTER JUNI
SEIT 24 JAHREN – HITZEWELLEN UND SPÄTFROST:
Seit 1976 gab es keinen juni mehr, der so warm, sonnig
und
trocken war. Über 3 Wochen lang zeigte sich der
Frühsommer
in Höchstform. Das kräftige Sommerhoch „AXEL“ sorgte
tags-
über für Badewetter, abends für Grillpartyvergnügen.
Die Heu-
ernte konnte zur Monatsmitte auf trockenen Böden
eingebracht
werden. Hitzegewitter mit Platzregen hielten sich in
Engstingen
in Grenzen. Mit der Sommersonnwende wendete sich aber
die
Temperaturkurve plötzlich steil nach unten. Am 27., dem
Sieben-
schläfertag, gab es in der Frühe sogar Bodenfrost von
–2°C. In
den Feldern und Gärten traten einige Frostschäden auf.
Dennoch war der Juni um über 2° wärmer als normal. Mit
291
Stunden Sonnenschein war es der sonnigste Monat seit
Mai
1990. Im ansonsten regenreichsten Jahresmonat wurde mit
40 mm nur ein Drittel der normalen Regenmenge
registriert.
Die erste Jahreshälfte 2000 war außergewöhnlich warm.
Mit
Ausnahme des Januars hatten alle monate einen
deutlichen
Temperaturüberschuß. Die Nässe des Frühjahrs wurde
durch
den sehr trockenen Frühsommer nahezu wieder
ausgeglichen.
Roland Hummel
Engstingen, 23.06.2000
WETTERRING 2000+
KLIMASTATION ENGSTINGEN: FRÜHLING 2000
WÄRMSTER FRÜHLING
SEIT 19 JAHREN – HOCHSOMMER BEREITS IM MAI
Der Lenz zeigte heuer oft seine heiße Schokoladenseite.
Das bedeutete reichlich Wärme, viel Sonnenschein und trotzdem genug Nässe
für die Vegetation. Nimmt man den meteorologischen Zeitabschnitt (Mrz+Apr+Mai),
so war es der wärmste Frühling seit 19 Jahren. Rechnet man noch die sehr
warmen Juni-Tage bis zum kalendarischen Sommeranfang dazu, so war es das
wärmste Frühjahr seit mindestens 50 Jahren.
Dabei startete der Frühling im März mit einem typisch
wechselhaften Aprilwetter. Doch bereits im April wurden die Weichen auf
Frühsommerwetter gestellt. Im drittwärmsten April seit 40 Jahren konnte
sogar der Osterhase im T-Shirt beobachtet werden. Schon am 10. Mai war für
die Temperaturen die Sommertagsmarke von 25°C kein Hindernis mehr. Zur
Freude der Gärtner und Landwirte war auch in der Folgezeit von den sog.
Eisheiligen keine Spur zu sehen. In der feuchtwarmen Subtopikluft gab es
hingegen besonders viele Gewitter und Platzregen. Ende Mai war die
Vegetation ihrer normalen Zeit
ca. 2-3 Wochen im voraus. Statt wie erwartet feucht und
kühl lief der Frühsommer im Juni bereits zur Höchstform auf. Zur Zeit der
Sommersonnwende stieg das Quecksilber auf 29-30°C an. In den letzten
20 Jahren war es zu dieser Zeit nur einmal noch etwas
heißer. Am 21. Juni 1998 wurden 30.1° registriert.
Der met. Frühling 2000 war fast 2° wärmer als normal.
Es fielen 305 mm (125 %). Die Sonne schien während 450 Stunden (normal 475).
Bis zum kalendarischen Frühlingsende wurden zudem noch 221 Juni-Stunden
registriert (normal 140).
Ob der Hochsommer nun vollends durchstartet oder ob
doch noch die erwartete kühle Monsunwetterlage eintritt, wird die kommende
Siebenschläfer-Woche zeigen.
Roland Hummel
KLIMASTATION
ENGSTINGEN: MAI 2000
Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe
1. 11.9
15.8 7.2 2.1 0.3 .
2. 13.6
19.6 4.5 11.1 1.6 .
3. 11.6
18.4 6.2 4.1 5.0 .
4. 11.0
18.5 8.0 5.6 2.8 .
5. 12.8
20.0 5.0 7.1 0.7 .
6. 13.6
21.6 7.8 8.6 0.2 .
7. 13.2
21.1 5.2 4.1 0.3 .
8. 13.1
19.8 6.0 3.8 0.0 .
9. 15.0
23.4 6.0 11.3 . .
10. 17.0
25.1 7.1 11.1 . .
11. 18.4
24.7 11.3 8.5 6.7 .
12. 13.2
15.5 12.3 . 20.8 .
13. 14.6
20.0 11.6 6.6 0.0 .
14. 13.5
21.0 4.7 13.3 . .
15. 15.8
23.8 3.6 13.9 . .
16. 14.8
24.4 6.8 9.0 3.2 .
17. 15.3
21.5 9.2 8.5 6.3 .
18. 10.4
13.4 9.0 2.7 0.8 .
19. 8.4
11.7 5.8 4.1 2.2 .
20. 5.7
10.8 3.0 6.3 0.9 .
21. 9.5
14.6 -0.6 5.4 6.2 .
22. 7.8
11.0 5.7 1.8 0.1 .
23. 10.1
16.3 2.7 7.1 . .
24. 13.7
20.7 3.0 12.8 . .
25. 13.5
17.9 6.2 0.3 0.0 .
26. 15.4
20.0 6.1 5.4 6.0 .
27. 8.9
15.0 7.5 3.5 2.5 .
28. 9.6
16.5 2.2 0.5 6.3 .
29. 8.7
11.6 4.8 5.0 1.7 .
30. 8.6
12.7 0.4 2.3 57.7 .
31. 7.8
11.5 6.2 2.3 2.0 .
------------------------------------------------------
Ø
12.1 18.0 6.0 188.2 S 134.3 mm . cm
ljh.Ø 10.4
15.4 5.0 200.0 S 103.0 mm 0.0 cm
------------------------------------------------------
WONNEMONAT MIT FRÜHSOMMERWETTER – VIELE GEWITTER:
Verkehrte Wetterwelt im Mai. In der ersten
Monatshälfte war es so warm
wie im Juni, während die Temperaturen im letzten
Drittel eher dem April
entsprachen. Subtropische Warmluftmassen bestimmten
über 2 Wochen
den Wetterablauf. Fast jeden Tag bildeten sich
mächtige Quellwolken,
die sich besonders nachmittags und abends in Gewittern
entluden. Am
10. Mai, so früh wie schon lange nicht mehr, wurde
erstmals in diesem
Jahr die Sommertagsmarke von 25° erreicht. Stand der
Hochsommer
nun bereits bevor? Nein, ganz im Gegenteil, denn mit
dem für die Jahres-
zeit deutlich zu warmen Witterungsabschnitt war es
bereits am 18. wieder
vorbei. Am 21. gab sogar Väterchen Frost nochmals
seine ungeliebte
Visitenkarte ab. Am Monatsende wartete das Tief
„HEIKE“ noch mit
einem nassen Superlativ auf. 18 Stunden lang prasselte
es unaufhörlich.
Obwohl kein Gewitter auftrat wurde eine stolze
Regenmenge von fast
60 mm gemessen, damit mehr als die Hälfte der normalen
Maimenge.
Mit einem Monatsmittel von 12.1°C war der Mai 2000 um
fast 2° wärmer
als üblich, hatte mit 188 Stunden Sonnenschein durch
die vielen Quell-
wolken aber ein kleines Defizit. Es regnete an
immerhin 22 Tagen (normal
18 Tage) mit einer Gesamtsumme von 134.3 mm (130 %).
Rekordver-
dächtig hoch war die Anzahl der Gewittertage: 12.
Roland Hummel
KLIMASTATION ENGSTINGEN: APRIL
2000
Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe
1. 1.6
7.5 -1.2 2.7 2.0* R
2. 6.1
12.3 -3.7 10.3 . .
3. 10.0
17.7 0.0 5.8 0.0 .
4. 7.0
15.1 2.2 5.9 0.0 .
5. 4.6
9.7 3.0 0.1 11.8* .
6. 0.3
4.2 -1.0 5.5 . 0
7. 1.4
9.4 -6.9 11.5 . .
8. 5.9
12.4 -5.1 10.4 . .
9. 6.2
13.1 -0.6 7.8 . .
10. 6.4
12.8 -0.5 8.1 0.1 .
11. 6.6
10.3 2.4 2.2 8.2 .
12. 4.8
8.3 3.2 4.8 3.1 .
13. 4.0
6.9 1.3 0.8 2.9 .
14. 8.0
15.8 4.2 6.4 . .
15. 5.6
10.4 4.0 0.8 2.5 .
16. 8.2
13.9 -2.0 4.7 . .
17. 7.7
9.4 5.0 . 0.1 .
18. 7.6
9.9 4.6 . . .
19. 9.9
14.8 5.2 3.2 0.0 .
20. 9.9
18.2 0.6 11.7 . .
21. 14.4
21.4 3.2 7.3 . .
22. 14.3
24.2 4.3 9.2 . .
23. 13.2
19.3 6.2 3.2 7.9 .
24. 7.2
11.0 6.4 0.1 0.8 .
25. 9.3
16.9 1.2 10.4 . .
26. 15.3
22.2 3.1 10.2 . .
27. 13.8
18.4 5.8 0.4 . .
28. 15.4
23.0 4.6 7.4 . .
29. 11.9
15.0 10.1 1.2 . .
30. 12.7
17.4 10.0 3.9 . .
------------------------------------------------------
Ø
8.3 14.0 2.3 156.0 ST 39.4 mm 0.0 cm
ljh.Ø 5.9
10.6 1.2 156.0 ST 85.0 mm 1.0 cm
------------------------------------------------------
MAIWETTER IM APRIL – FRÜHSOMMERLICHE WÄRME UND
TROCKENHEIT- DRITTWÄRMSTER APRIL SEIT 40 JAHREN –
POLARLICHTER – SAHARALUFT – MAIKÄFERFLUG:
Nachdem der
März bereits einen typischen Aprilcharakter hatte,
ließ sich der April nicht
lange bitten und wartete entsprechend mit einem
Maiwetter auf. In der
ersten Dekade waren die Nächte noch frostig kalt. In
der kältesten April-
nacht konnte man nach langer Zeit wieder einmal
Polarlichter beobachten.
Kälte und Polarlichter verschwanden aber rasch und
machten einer für die
Jahreszeit außergewöhnlichen Erwärmung Platz.
Besonders das Tief
„VIRGINIA“ setzte eine richtige Warmluftpumpe ein.
Aus Nordafrika wurde trockene und warme Luft zu uns
transportiert. Der
Himmel war durch Schleierwolken, vielleicht auch durch
den erhöhten
Staubanteil, zeitwelig milchig trüb. Dennoch stiegen
die Nachmittagswerte
mühelos über die 20°-Marke und erreichten am 22.
(Ostersamstag) mit
24.2°C fast einen richtigen Sommertag. Eine sehr
ähnliche Großwetter-
lage gab es auch Ende April 1993. Die Vegetation
profitierte von der
Wärme. Die flächendeckende Löwenzahnblüte trat am 25.
April ein, etwa
4 Tage früher wie gewöhnlich. Am 29. starteten einige
Maikäfer ihre
abendlichen Rundflüge, ungewöhnlich früh für
Albverhältnisse. Nach 1961
und 1993 war es der drittwärmste April seit 40 Jahren.
Roland Hummel
KLIMASTATION ENGSTINGEN: MÄRZ
2000
Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe
1. 2.0
5.1 0.1 0.2 5.7* .
2. 0.2
2.0 -1.3 3.4 0.3* 4
3. 3.2
5.5 0.0 . 6.5* R
4. –0.2
4.3 -2.1 3.7 3.0* 1
5. –2.0
2.0 -5.8 6.4 0.2* 4
6. –0.4
8.2 -6.7 10.4 . R
7. 4.3
10.7 -5.1 10.1 . R
8. 7.6
9.7 5.3 0.6 3.0 .
9. 8.8
13.0 7.0 2.2 4.2 .
10. 6.6
8.2 5.1 0.4 0.0 .
11. 6.2
9.7 4.8 0.7 0.4 .
12. 2.9
9.0 -0.2 8.5 . .
13. 2.3
11.0 -4.5 9.8 1.0 .
14. 6.0
9.0 -0.8 0.2 10.1* .
15. 1.0
6.1 -1.9 4.8 4.2* 2
16. 2.3
3.4 -0.5 . 8.4* 4
17. 4.1
4.3 3.4 . 31.5 .
18. 2.8
4.3 2.2 . 11.7 .
19. 1.6
3.5 0.5 0.3 2.8 .
20. –1.5
6.3 -4.5 6.4 . .
21. 3.0
12.3 -3.4 9.3 . .
22. 3.9
15.1 -3.1 11.1 . .
23. 8.7
15.9 -2.0 3.9 0.1 .
24. 7.2
13.2 2.7 0.9 0.1 .
25. 4.8
12.4 1.4 3.6 . .
26. 3.8
6.0 0.0 . 3.0* .
27. 2.1
3.0 0.8 . 4.6* .
28. 2.6
7.0 0.9 0.9 . .
29. 1.8
5.0 0.5 . 18.6* .
30. 1.0
1.5 -0.1 . 11.4* 13
31. 2.2
9.1 -0.4 6.5 . 7
------------------------------------------------------
Ø
3.2 7.6 -0.2 104.3 ST 130.9 mm 1.1 cm
ljh.Ø 2.0
6.5 -2.1 120.0 ST 60.0 mm 8.7 cm
------------------------------------------------------
MILDER FRÜHLINGSBEGINN MIT SEHR VIEL NÄSSE – APRILWETTER
BEREITS IM VORAUS – KEIN STARKFROST – 12 TIEFS – 4
HOCHS:
Durch die zahlenmäßige Überlegenheit der Tiefs war
nahezu der gesamte
Monat von ständig wechselnden und meist unbeständigen
Wetterlagen ge-
prägt. Das milde Spätwinterwetter ging zunächst fast
nahtlos in den Vorfrüh-
ling über. Zwar gab es in der ersten Monatshälfte noch
einige Tage mit etwas
Neuschnee, der aber bald wieder wegtaute. In den ersten
19 Tagen des
März war es nur an 3 Tagen trocken. Vom 16.-18.
prasselte fast schon die
gesamte normale Monatsmenge hernieder. Nur zur Zeit des
kalendarischen
Frühlingsanfanges gab es einige sonnige Tage mit
Temperaturen über 15°C.
Am Monatsende meldete sich der Spätwinter in Form von
Schneetief
„MANON“ noch einmal zurück. Nach einem 15-stündigen
Dauerschneefall
wuchs die Schneedecke kurzzeitig bis auf 15 cm an.
Letztmals wurde an der
Klimastation vor 20 Jahren eine solche Menge zu diesem
Zeitpunkt gemessen.
Der März 2000 war um mehr als 1° milder als normal. Die
Sonne schien aber
nur 104 Stunden anstatt 120 Stunden. Mit einer
Niederschlagsmenge von
131 mm (normal 60 mm) war es der nasseste Lenzbeginn
seit 12 Jahren.
Roland Hummel
KLIMASTATION ENGSTINGEN: FEBRUAR 2000
Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe
1. 4.6
12.7 - 2.5 8.5 . .
2. 4.5
7.9 1.2 . 5.0 .
3. 1.8
4.9 1.0 0.3 0.0* .
4. 1.4
5.7 - 4.0 6.8 5.8 .
5. 3.8
11.7 1.0 4.1 . .
6. 3.3
11.3 - 0.5 1.4 0.0 .
7. 4.8
7.6 - 0.3 1.7 0.0 .
8. 7.9
10.0 4.1 1.1 6.2 .
9. 1.0
8.3 - 0.5 2.4 8.0* .
10. 2.2
7.0 - 3.9 7.2 6.2* 8
11. –1.6
5.1 - 3.5 0.1 0.0* 4
12. –1.2
0.8 - 6.5 1.5 0.5* R
13. 1.7
5.0 - 1.2 0.2 7.6* 0
14. 0.8
4.5 - 3.7 6.8 6.7 2
15. 4.2
6.3 0.9 0.8 12.5* .
16. 0.1
4.1 - 1.9 2.2 5.0* 0
17. –1.7
0.1 - 4.2 3.6 1.2* 6
18. 1.1
4.0 - 3.7 . 7.5* 6
19. 1.0
3.3 0.4 . 13.8* 3
20. –3.1
0.4 - 4.5 . 4.0* 8
21. –5.7
0.4 -11.1 2.3 0.8* 11
22. –3.0
3.8 -10.5 7.9 . 10
23. –0.4
3.3 - 7.6 0.5 . 9
24. 1.4
4.1 - 0.9 . 3.1* 8
25. 3.8
7.7 1.7 . 4.6 3
26. 2.0
6.6 - 1.7 2.5 0.7 R
27. 2.9
10.4 - 1.5 7.1 . .
28. 9.6
15.7 0.6 8.5 3.1 .
29. 4.8
10.3 3.0 . 7.2 .
----------------------------------------------------
Ø
1.8 6.3 - 2.1 77.5 ST 109.5 mm 2.7 cm
ljh.Ø
–1.0 3.0 - 4.7 68.0 ST 57.0 mm 12.9 cm
----------------------------------------------------
NASSES
UND MILDES WINTERENDE- VIEL WIND – WENIG SCHNEE
3 HOCHS – 16 TIEFS – VIELE WETTERWECHSEL:
Auch im letzten
Wintermonat konnte sich kein stabiles Hoch aufbauen.
Fast wie im April
waren daher ständige Wetterwechsel an der
Tagesordnung. Zwar gab es
noch zwei kleinere winterliche Phasen, doch war der
Frühling kaum mehr
zu bremsen. Bereits im ersten Monatsdrittel stiegen
die Nachmittagswerte
häufig über die 10°-Marke an. Schmuddelwetter mit viel
Wind reihte sich
vom 8.-21. an. Am 21. lagen in der Frühe 11 cm Schnee
bei einer Tempe-
ratur von –11°C Doch bereits wenige Tage später
leistete die atlantische
Wärmepumpe ganze Arbeit. Die Wintersportler mußten
ihre Utensilien als-
bald wieder einpacken. Bei 8.5 Stunden Sonnenschein
stieg das Thermo-
meter am 28. bis auf 15.7°C im Schatten an. Nicht nur
die heuer recht
frühzeitig zurückgekehrten Zugvögel genossen sichtlich
zufrieden das
strahlende Frühlingswetter. Doch fast wie den ganzen
Monat hindurch,
handelte es sich bei dem schönen Wetter wieder nur um
eine Eintags-
fliege. Am Schaltjahrtag wurde kein Sonnenstrahl mehr
registriert, dafür
aber der 20. Regentag des Monats.
Mit einer Mitteltemperatur von 1.8°C (normal –1.0°)
war der Februar heuer
der wärmste Wintermonat. Es gab keinen einzigen Tag
mehr mit Dauerfrost.
Mit 110 mm Niederschlag fiel fast das Doppelte von der
normalen Menge.
Die Spätwintersonne schien dennoch mit 78 Stunden um
fast 10 Stunden
länger wie üblich. Der meteorologische Winter
1999/2000 (Dez+Jan+Feb)
war deutlich milder als normal, hatte wieder weniger
Schnee wie üblich
und war gleichzeitig einer der nassesten der letzten
100 Jahre.
Roland Hummel
WETTERRING 2000+
KLIMASTATION ENGSTINGEN: JANUAR 2000
Datum Mittel Maximum Minimum Sonne
Niederschlag Schneehöhe
1. 0.6
1.8 - 3.2 . 2.7* 27
2. –1.1
1.7 - 2.8 0.6 . 18
3. –3.0
-0.8 - 8.6 0.2 . 17
4. 0.0
1.5 - 4.4 . 1.1 17
5. 0.9
5.8 - 0.4 1.7 . 15
6. –0.2
1.1 - 2.0 0.5 0.2 12
7. 0.8
1.9 - 0.6 . 0.0 11
8. 1.6
4.5 - 0.5 5.1 3.7 11
9. 1.4
2.6 - 0.3 . 7.0* 7
10. –0.3
1.2 - 0.8 . 3.7* 7
11. –1.9
-0.8 - 2.8 . . 9
12. –4.4
-2.8 - 4.9 . . 9
13. –3.0
-0.7 - 5.1 0.2 . 9
14. –4.9
1.8 - 7.9 5.6 . 9
15. –5.4
1.4 -12.7 7.9 0.0* 9
16. –4.8
-1.9 - 9.0 0.4 0.2* 9
17. 0.5
1.2 - 7.0 . 0.8* 9
18. 0.7
1.9 0.3 . 3.6 7
19. –1.7
0.3 - 3.2 3.3 0.8* 4
20. –1.4
0.2 - 3.1 1.4 1.0 6
21. –0.5
0.1 - 1.8 . 7.2 7
22. –0.6
0.2 - 1.1 . 5.2* 10
23. –3.3
-0.4 - 5.7 . 16.5* 15
24. –15.8
-5.7 -21.5 7.0 0.0* 25
25. –18.5
-6.3 -25.6 8.1 . 24
26. –14.3
-1.4 -23.2 8.4 . 23
27. –10.3
1.5 -18.8 8.4 . 22
28. –3.1
3.3 -16.3 5.5 . 21
29. 3.8
5.4 - 3.4 . 4.8 20
30. 6.5
7.7 5.1 . 3.0 2
31. 4.0
6.9 1.5 0.1 0.0 R
-----------------------------------------------------
Ø
-2.5 1.1 - 6.1 64.4 ST 61.5 mm 12.5 cm
ljh Ø
–2.1 1.3 - 5.7 44.0 ST 60.0
mm 13.1 cm
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WILDE HILDE MIT SCHNEE UND REKORDKÄLTE – VON DER
REKORDKÄLTE BIS ZUM FRÜHLINGSERWACHEN:
Während vor
einem Jahr der Januar eher frühlingshaft mild
war, dominierten heuer
Kälte und Schnee. Das winterliche Wetter zeigte
sich besonders in der
ersten Monatshälfte durch viele Wolken, Nebel
und überfrierender Nässe
von seiner unangenehmsten Seite. Doch dann
überschlugen sich ur-
plötzlich die Wetterereignisse. Die „wilde
Hilde“, ein isländisches Sturm-
tief fegte mit ihren Schneewolken über die
Albhochfläche und hinterließ
wieder eine tief verschneite Winterlandschaft.
Nach den Schneeräum-
arbeiten schlugen die Herzen des
Skiliftbetreibers und der Wintersportler
wieder deutlich höher. Die sternenklaren Nächte
wurden jedoch wie er-
wartet bitterkalt. Rekordkälte seit 13 Jahren
gab es am 25. mit –25.6°C
in der Wetterhütte und sogar –29.0°C wurden
knapp über der Schnee-
decke in den Frühstunden gemessen. (-35.0°C an
der Wetterstation im
Gr. Rinnental zwischen Engstingen und
Sonnenbühl, nahe der Bären-
höhle). Bei völliger Windstille und trockener
Luft war der Rekordkälte
aber sehr gut zu trotzen. Tagsüber zeigte sich
die sonnenüberflutete
Landschaft im allerbesten Panorama- und
Bilderbuchwetter. Doch das
herrliche Hochwinterwetter war bereits
vorprogrammiert. Aus Westen
brausten nun die atlantischen Tiefs „Johanna“,
„KERSTIN“ und „LIANE“
mit Frühlingsluft heran und jagten den Winter
mit einigen kräftigen Re-
gengüssen davon. Innerhalb von nur 48 Stunden
war es durch die
Schneefresser nahezu wieder schneefrei.
Roland Hummel