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Aktuelle Wetterinfos

Engstingen, 10.01.2006

                                                                                                                      

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KLIMASTATION ENGSTINGEN: DAS WETTERJAHR 2005

 

AUF DEN SCHNEEREICHSTEN WINTER SEIT 35 JAHREN

FOLGTE EIN DURCHSCHNITTSSOMMER – SONNIGER HERBST

Das Wetterjahr 2005 lieferte wie immer in unseren Breiten interessante und abwechslungsreiche Wetterlagen. Zwar gab es wie im Vorjahr keinen absoluten Jahrhundertrekord, doch konnten einige Monats- und Jahreszeitenextreme registriert werden. Das Jahr begann mit vorfrühlingshaften Temperaturen bis zu 12°C im ersten Januardrittel. Die zunächst ca.20 cm hohe Altschneedecke war bis Mitte Januar völlig weggetaut. Mit starken Schneefällen und Dauerfrost nistete sich der Winter dann am 24. Januar wieder ein und blieb noch nahezu 2 Monate. Das sibirische Kältehoch „AYAAN“ sorgte Ende Januar/Anfang Februar für ideale Wintersportbedingungen. Nachts war es zum Teil zwar bitterkalt, doch tagsüber war es sonnig und nicht ganz so empfindlich kalt. Zur Monatsmitte griff dann ein komplexes Tiefdrucksystem aus dem Mittelmeerraum in unser Wettergeschehen ein. Aus Adriawasser wurde auf weiten Umwegen dann Albschnee. Über 1 Woche lang schneite es immer wieder, die Schneedecke erhöhte sich bis auf 42 cm. Es war der schneereichste Februar seit 40 Jahren auf der Mittleren Alb. Ausgerechnet am 1. März, dem ersten met. Frühlingstag, war die spätwinterliche Kälteperiode auf ihrem Höhepunkt angelangt. In der Engstinger Klimahütte wurden -26.2°C gemessen, knapp über der Schneeoberfläche sogar –29.0°C. Doch der Winter räumte noch lange nicht das Feld. Nach weiteren Schneefällen wurde kurz vor Monatsmitte mit ca. einem halben Meter die höchste Schneehöhe des gesamten Winters Notiert. Doch dann ging es mit Volldampf in den Frühling. Innerhalb von 10 Tagen schmolz die Schneedecke bis auf einzelne Reste völlig weg. Da die Böden unter der Schneedecke nicht mehr gefroren waren, blieb Hochwasser zum Glück aus. Durch einen milden April mit viel Regen konnte die Vegetation ihren Rückstand ziemlich schnell aufholen. Richtiges Achterbahnwetter, wie sonst normalerweise im April, gab es dann im Wonnemonat Mai. Zuerst war es bereits frühsommerlich warm, dann folgte ein klassischer Kaltlufteinbruch. Die sog.„Eisheiligen“ kamen bereits vom 9.-12., somit ca. 1 Woche früher als ihrer kalendarischen Vorgabe. Bis zu –6.5°C wurden knapp über dem Erdboden gemessen. Viele ungeschützte Jungpflanzen und frische Triebe erlitten den Kältetod. Auch im Baumblütenniveau wurden noch ca. –3°C registriert.In der letzten Maiwoche trat dann die erste kleine Hitzewelle des Jahres auf. Am 28.+29. wurden mit fast 30°C Hitzewerte wie schon lange nicht mehr zu dieser Zeit gemessen. Doch schon 1 Woche später kam es zu einem erneuten Meereskaltluftvorstoß. Die sog. „Schafskälte“ traf ein und vom 8.-10. Juni war die Albhochfläche frühmorgens wieder reifbedeckt. In der mittleren Junidekade erwärmte die hochstehende Sonne dann aber zusehends die kühle Luftmasse. Zur Zeit der Sommersonnwende war es dann hochsommerlich warm, am 24. wurde mit 31°C die Hitzetagsmarke erstmals überschritten. Doch was das Juni-Ende wärmemäßig versprach, konnten die beiden folgenden Hochsommermonate Juli und August nicht aufrecht erhalten. Nur 2 kurze Wärmeperioden traten im Juli auf (mit der Jahreshöchsttemperatur von 31.9°C am 28.), dafür gab es zahlreiche Gewitter und viele Regengüsse. Auch im August fehlte ein stabiles Hoch, so daß atlantische Tiefs immer wieder freie Bahn nach Mitteleuropa hatten und den überwiegend wechselhaften Charakter aufrecht hielten. Mit spätsommerlichen Nachmittagstemperaturen und zum Teil heftigen Gewittergüssen startete dann der September. Am 9. packte der mittelmäßige Sommer dann endgültig seine Koffer. In der zweiten Septemberhälfte stellte sich deutlich ruhigeres Herbstwetter ein und es blieb längere Zeit trocken. Jetzt konnte man die notwendigen Garten- und Feldarbeiten erledigen. Der Oktober zeigte sich lange von seiner goldenen Seite. Quasi als Entschädigung für den durchwachsenen Sommer wurde es schließlich der sonnigste Oktober seit 20 Jahren. In der letzten Oktoberwoche wurden dabei nochmals Temperaturen bis zu 23.5°C registriert. Nachdem die morgentlichen Nebelbänke sich rasch aufgelöst hatten, konnte man den späten Altweibersommer nochmals richtig genießen. Auch im Nebelmonat November war es zunächst noch ziemlich sonnig und mild, doch dann ging es vom milden Spätherbst innerhalb von 2 Tagen direkt in den Winter hinein. Vom 18. an lag auf der Alb eine geschlossene Schneedecke, die in der letzten Novemberwoche auf eine wintersporttaugliche Höhe von 10-15 cm anwuchs. In der Polarluft sanken die Temperaturen bereits mehrfach unter –10°C ab. Auch der Dezember präsentierte sich überwiegend als richtiger Wintermonat mit Schnee und Kälte. Weiße Weihnachten und danach erneute Schneefälle, die zu einer Pulverschneedecke von 30 cm führten, gibt es bekanntlich nicht alle Jahre.

                                                                                                                  

KLIMADATEN JAHR 2005:

Mit einer mittleren Jahrestemperatur von 6.9°C war es um 0.2° wärmer als normal (2004: 7.0°C). Der Juli war heuer der wärmste Monat, im Februar war es am kältesten. Die Temperaturspanne reichte von 31.9°C am 28.07. bis zu –26.2°C am 01.03. Frosttage wurden 146 notiert (normal 136). Eistage mit Dauerfrost zählte man 45 (normal 40). Sommertage mit 25°C oder mehr gab es 33 (normal 18), die Hitzetagsmarke von 30° wurde 2 Mal überschritten (normal 2).

Die Sonne schien 1690 Stunden lang, damit um 5 % länger als üblich. Ohne Sonne waren 57 Tage, während an 49 Tagen mehr als 10 Stunden Sonnenschein gemessen wurden. Der Juni war wie bereits in den letzten 3 Jahren mit 259 Stunden der sonnigste Monat, im trüben Dezember gab es lediglich 43 sonnige Stunden. Niederschlag fiel an 216 Tagen, davon an 29 Tagen über 10 mm. Die Jahressumme von 1045 mm entsprach 111 % des langjährigen Normalwertes. Es wurden nur 29 Gewittertage registriert (normal 35). Auch die Hagelfälle (Engstingen blieb hagelfrei) waren auf der Albhochfläche wie im Vorjahr eher selten und nicht so intensiv. Der August war mit 129 mm der naßeste Monat, am trockensten war es im Oktober und November mit nur 48 bzw. 49  mm. Klare Luft und eine gute Fernsicht konnte man an 110 Tagen auf der Alb erleben, während Nebel nur an 50 Tagen in Engstingen für schlechte Sichtverhältnisse sorgte (normal 73).

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KLIMASTATION ENGSTINGEN: WETTERJAHR 2005

 

              TEMPERATUR      NIEDERSCHLAG        SONNE

JANUAR   :  -1.4°C (+0.7°)    84 mm (139 %)   87 STD. (197 %)

FEBRUAR  :  -3.9°C (-2.9°)    86 mm (150 %)   50 STD. ( 73 %)

MÄRZ     :   1.8°C (-0.2°)    84 mm (140 %)  124 STD. (103 %)

APRIL    :   7.7°C (+1.8°)    96 mm (113 %)  138 STD. ( 88 %)

MAI      :  11.2°C (+0.8°)   114 mm (117 %)  202 STD. (101 %)

JUNI     :  15.9°C (+2.3°)    69 mm ( 58 %)  259 STD. (127 %)

JULI     :  16.3°C (+0.6°)   116 mm (125 %)  184 STD. ( 83 %)

AUGUST   :  13.8°C (-1.3°)   129 mm (122 %)  198 STD. ( 97 %)

SEPTEMBER:  12.9°C (+0.9°)    97 mm (147 %)  169 STD. (101 %)

OKTOBER  :   9.0°C (+1.4°)    48 mm ( 78 %)  160 STD. (129 %)

NOVEMBER :   1.8°C (-1.5°)    49 mm ( 68 %)   79 STD. (131 %)

DEZEMBER :  -1.8°C (-0.9°)    74 mm (119 %)   43 STD. ( 98 %)     

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JAHR 2005:   6.9°C (+0.2°)  1045 mm (111 %) 1690 STD. (105 %)

 

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Engstingen, 09.01.2006

KLIMASTATION ENGSTINGEN:  DEZEMBER 2005

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag Schneehöhe

  1.   –6.8    -2.2    -12.6     0.2      .         13

  2.   –3.2     1.6    -12.6     3.9     0.4        12

  3.    1.4     2.2    - 0.8      .      1.5        11

  4.    4.2     5.4      2.2      .      3.3         9

  5.    1.0     5.1    - 3.2     2.2     1.2*        2

  6.    0.0     3.8    - 3.2     3.0     0.3*        1

  7.    0.1     2.0    - 3.0     0.6     0.4*        0

  8.    0.0     1.2    - 1.9      .      2.1*        0

  9.   –0.4     0.4    - 1.6      .       .          3

 10.   –2.7     0.0    - 4.0     5.4      .          2

 11.   –3.4     1.1    - 7.0     7.3      .          R

 12.   –1.4     3.2    - 7.0     7.4     0.3*        R

 13.   –0.3     1.0    - 1.1      .      0.1*        0

 14.   –0.7     0.1    - 1.5      .      0.2*        0

 15.    0.5     1.4    - 4.0     0.1     2.1*        0

 16.    1.6     3.7      0.0      .     18.4*        R

 17.   –2.6     0.2    - 3.0     2.9     6.8*       14

 18.   –3.4    -1.8    - 8.5     0.3     1.2*       21

 19.   –2.2    -1.1    - 4.9     0.5     3.7*       21

 20.   –2.2     1.1    - 5.0     3.1      .         23

 21.   –3.1    -0.8    - 9.0      .       .         21

 22.   –1.2     0.3    - 5.1      .      9.1*       20

 23.    0.6     2.3    - 1.0     0.3     0.6*       20   

 24.    0.7     1.9    - 2.3      .      1.1*       15

 25.    0.3     1.6    - 1.0      .      0.2*       13

 26.   –2.8     0.1    - 5.1     0.9     2.9*       12

 27.   –3.6    -1.7    - 5.3     0.9     5.8*       16

 28.   –6.8    -5.0    - 7.3      .      4.2*       24

 29.  –11.8    -5.8    -19.5      .      0.3*       30 

 30.  –10.9    -5.8    -20.8     3.7     6.2*       29

 31.    1.8     3.9    - 6.0     0.3     1.2        27  

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  Ø    -1.8     0.6    - 5.3    43.0 ST 73.6 mm   11.6 cm    

ljh Ø  –0.9     2.4    - 4.3    44.0 ST 62.0 mm    7.7 cm

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EIN WINTERMONAT MIT HOCHWINTERLICHEN  EIGENSCHAFTEN 

SCHNEEREICHSTER DEZEMBER SEIT 7 JAHREN – 28 SCHNEETAGE

SCHNEESTURM MIT WINTERGEWITTER -  WEISSE WEIHNACHTEN         

Nachdem sich der Frühwinter bereits im November richtig eingenistet hatte, fanden auch im Dezember die winterlichen Eigenschaften ihre Fortsetzung. Eine nordwestliche Luftströmung war zunächst die Hauptkomponente, die immer wieder feuchte Luftpakete aus dem europäischen Nordmeer heranführte. Die Folge waren überwiegend wolkenverhangene Tage mit häufigen Niederschlägen, die abwechselnd als Schnee oder Regen fielen. In der ersten Monatshälfte gab es somit einzelne Tauwettertage, die die Schneedecke bis zur Monatsmitte auf einzelne Flecken reduzierte. Mit der Drehung der Luftströmung auf Nord wurde dann aber kalte Luft auf dem direkten Weg von der Arktis herangeführt. Am 17. erreichte die erste Kaltluftstaffel unsere Region mit einem Schneesturm und Wintergewitter. Innerhalb von wenigen Stunden fielen 14 cm Neuschnee. Bis zum 20. schneite es immer wieder, genug also für Weiße Weihnachten. Die Schneebedingungen wurden durch erneute Schneefälle in der letzten Jahreswoche wieder nahezu ideal. Eine Pulverschneedecke von 30 cm gibt es nicht alle Jahre zu dieser Zeit. In der klaren Nacht vom 29./30. erreichte die polare Kälte ihren vorläufigen Höhepunkt. In der Klimahütte wurden -21°C registriert, knapp über der Schneeoberfläche  waren es –25°C. Am ruhigen Jahreswechsel war der Kältespuk aber bereits wieder vorbei, denn mildere atlantische Meeresluft läutete mit einem kräftigen Temperatursprung auf +2°C das neue Wetterjahr ein. Mit einem Temperaturmittel von –1.9°C war der Dezember 2005 um 1° kälter als normal, nach dem Februar zweitkältester Jahresmonat.

 

Jahr 2005:

Temperatur:           6.9°C (normal 6.7°),

Sonne:                  1690 Stunden (normal 1612),

Niederschlag:         1045  mm (normal 945).

 

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Engstingen, 03.12.2005

KLIMASTATION ENGSTINGEN:  NOVEMBER  2005

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag Schneehöhe

  1.    9.4    13.7      5.0     2.0     1.0         .

  2.    8.1    12.6      1.6     0.1    10.8         .

  3.   10.6    17.8      5.0     7.1     0.1         .

  4.    9.4    15.2      3.8     0.8     8.3         .

  5.    4.9     9.8      0.5     1.2     0.3         .

  6.    4.8     9.5     -2.0     5.6      .          .

  7.    4.5    11.2     -0.2     3.9      .          .

  8.    3.4    13.4     -2.4     7.1      .          .

  9.    5.3    16.2     -1.3     6.7      .          .

 10.    6.1    11.9     -1.1     2.0      .          .

 11.    5.3     8.2      2.9      .       .          .

 12.    4.9    13.3      0.0     5.6      .          .

 13.    4.0    13.2     -1.5     6.9      .          .

 14.    0.9     3.2     -0.8     1.2      .          .

 15.    4.3    10.4     -1.1     5.5     0.0         .

 16.    2.5     5.3     -0.1      .      0.3*        .

 17.    0.6     2.0     -2.9     0.7     2.2*        .

 18.   –0.3     1.6     -2.0     0.5     4.8*        1

 19.   –3.6     0.1     -6.3     1.6     0.0*        5

 20.   –1.6     2.4     -9.4     2.8     0.5*        4

 21.   –0.6     1.3     -3.9      .      8.0*        2

 22.   –2.3    –1.0     -4.1     1.3     0.0*        5

 23.   –2.9    -1.2     -4.8      .      0.0*        4

 24.   –5.1    -3.1     -6.4     5.1     4.0*        4

 25.   –5.6    -1.5    -12.9     2.9     3.3*        7

 26.   –6.7    -0.2    -12.9     4.4      .         12

 27.   –4.5    -1.5    -13.0     3.8     1.2*       11

 28.   –0.8     0.8     -2.1      .      3.6*       11

 29.   –0.1     1.3     -1.8      .      0.4*       14

 30.   –1.1    -0.4     -2.2      .       .         13

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  Ø     1.8     6.2     -2.5    78.8 ST 48.8 mm    3.1 cm

ljh Ø   2.3     6.2     -1.1    60.0 ST 72.0 mm    2.0 cm

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VOM MILDEN SPÄTHERBST DIREKT IN DEN EISKALTEN FRÜHWINTER

Heuer gab es einige interessante Großwetterlagen, die den Monatsverlauf mit einem großen Kontrast versahen. In der ersten Monatshälfte führte eine Südwestströmung für die Jahreszeit sehr milde Luft heran. Zwar waren die Nächte recht frisch, doch am Tage kletterten die Temperaturen bei zudem reichlich Sonnenschein oft auf 10-15°C an. Vom 6.-15. blieb es völlig trocken, so daß in Feld und Garten noch viele Arbeiten in aller Ruhe erledigt werden konnten. Vom Winter war bis dahin noch nichts zu sehen und zu spüren. Die mittlere Temperatur lag um einige Grade über dem langjährigen Wert und entsprach den Werten von Anfang Oktober. Doch innerhalb von 2 Tagen vollzog sich ein genereller Wechsel der Luftströmung. Aus dem Nordpolargebiet brauste zum ersten Mal in der kommenden kalten Jahreszeit ein intensiver Schwall von Meereskaltluft in unsere Region. Aus der Südströmung wurde quasi über Nacht eine Nordströmung. Der Frühwinter war plötzlich da. Vom 18. November an lag eine geschlossene Schneedecke, die zunächst einige Tage lang nur dünn war, gegen Monatsende reichte es aber bei einer Gesamtschneehöhe von 10-15 cm zu einigen Wintersportaktivitäten. Es war immerhin der schneereichste November seit 1999. Nach den Schneefällen in der letzten Novemberwoche durch das Tief „THORSTEN“ wurde es in den klaren Nächten schon bitterkalt. Mehrere Tage lang gab es Starkfrost unter –10°C, knapp über der Schneeoberfläche wurden am 26.+27. bis zu –17.5°C registriert. Mit einem Monatsmittel von 1.8°C war der November 2005 um 0.5°C kälter als normal, obwohl er zur Monatsmitte noch einen rekordverdächten Wärmeüberschuß hatte. Der meteorologische Herbst (Sep+Okt+Nov) war deutlich milder als normal (wärmster Herbst seit 5 Jahren.

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Engstingen, 02.11.2005

KLIMASTATION ENGSTINGEN:  OKTOBER  2005 

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag Schneehöhe

  1.    9.2    11.4      6.9      .      21.5        .

  2.    7.5     9.2      7.0      .       8.2        .

  3.    8.0     8.8      7.1      .       4.3        .

  4.   11.5    13.5      8.8      .       1.3        .

  5.   12.0    14.5      9.3     0.2      0.1        .

  6.   10.2    13.1      6.4     0.1       .         .

  7.    8.7    16.8      5.0     2.8       .         .

  8.   10.4    17.5      4.3     6.9       .         .

  9.    9.2    18.6      4.1    10.0       .         .

 10.    9.0    18.9      2.6     8.4       .         .

 11.    9.5    17.8      2.8     6.3       .         .

 12.    7.4    18.4      2.0     8.3       .         .

 13.    6.3    16.8      0.9     8.1       .         . 

 14.    6.5    17.9     -1.3     9.9       .         .

 15.    7.0    17.0     -0.8     8.7       .         .

 16.    8.0    15.5      0.6     9.7       .         .

 17.    5.4    11.4      1.7     9.9       .         .

 18.    4.2    10.1      0.4     7.3       .         .

 19.    5.4    13.3     -0.3     1.6      3.0        .

 20.    9.0    17.1      2.5     5.4       .         .

 21.   10.9    17.3      5.6     2.5      0.2        .

 22.   11.7    16.6      9.2     1.7      8.2        .

 23.    9.1    12.9      4.2     0.5       .         .

 24.    9.0    14.5      2.7     3.9       .         .

 25.   13.2    17.3      7.9     1.4      0.7        .   

 26.   11.2    17.7      4.9     4.0       .         .

 27.   10.0    21.0      2.8     8.7       .         .

 28.    9.1    21.7      2.0     8.9       .         .

 29.   10.0    23.5      1.4     8.6       .         .

 30.   10.0    22.3      2.9     8.8       .         .

 31.   10.1    18.6      2.3     7.4       .         .

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  Ø     9.0    16.2      3.7   160.0 ST  47.5 mm     .  cm 

ljh Ø   7.6    12.8      3.2   124.0 ST  61.0 mm    0.1 cm

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GOLDENER OKTOBER  MIT SPÄTEM ALTWEIBERSOMMER

SONNIGSTER OKTOBER SEIT 20 JAHREN – NUR 9 REGENTAGE

Der mittlere Herbstmonat zeigte sich heuer lange Zeit von seiner goldenen Seite. Obwohl die ersten Tage regnerisch und ohne jeglichen Sonnenstrahl waren, steigerte sich der Vollherbst noch erheblich in Sachen Wärme und Sonne. Sieben Hochs prägten den überwiegend ruhigen Verlauf des Wetters. Erste stürmische herbstliche Großwetterlagen oder gar frühwinterliche Eigenschaften blieben aus. So starteten die Tage frühmorgens oft mit Nebel oder Reif, nachmittags dominierte Sonnenschein und Wärme. Dabei konnte man besonders in der letzten Woche bei guter Fernsicht viele Aktivitäten in der freien Natur durchführen. Durch eine südwestliche Luftströmung traten für die fortgeschrittene Jahreszeit sehr hohe Nachmittagsgstemperaturen auf. Am 29. wurde es mit 23.5°C dabei nochmals spätsommerlich warm. Seit mindestens 20 Jahren war es noch nie so spät im Jahr so warm auf der Mittleren Alb. Auch mit Beginn des Spätherbstes im November überwiegt weiterhin eine westliche Komponente mit vorwiegend milden Meeresluftmassen. Mit einem Monatsmittel von 9.0°C war der Oktober um 1.4° wärmer als normal. Geregnet hat es nur an 9 Tagen (normal 14), dabei fielen 47.5 mm (normal 61). Allein 34 mm davon in den ersten 3 Tagen des Monats. Mit 160 Stunden Sonnenschein, 29 % mehr als üblich, war es der sonnigste Oktober seit 1985, obwohl nach einer Woche erst ganze 3 Stunden zu Buche standen. Es gab zwar immerhin 15 Nebeltage, doch beschränkte sich die Nebeldauer meist nur auf wenige Nacht- und Frühstunden.   

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Engstingen, 03.10.2005

KLIMASTATION ENGSTINGEN:  SEPTEMBER 2005 

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag Schneehöhe

  1.   18.8    26.2     11.7     8.7      .          .

  2.   18.0    23.5     14.8     5.4      .          .

  3.   17.4    23.9     11.7     7.2      .          .

  4.   17.5    23.4     12.6     9.8      .          .

  5.   16.2    24.2      7.4    11.5      .          .

  6.   18.3    25.7      9.5    10.5      .          .

  7.   16.7    26.1      8.6    11.2      .          .

  8.   17.8    26.4      8.9    11.2     0.0         .

  9.   17.5    23.6     13.0     4.2    43.5         .

 10.   15.5    19.2     13.3     0.5     8.5         .

 11.   15.3    18.8     11.0     0.8     0.0         .

 12.   14.8    19.3     11.6     1.0    27.7         .

 13.   14.2    15.1     13.7      .      0.3         .

 14.   13.4    16.9     10.9     0.7     0.0         .

 15.   14.5    19.1     10.2     1.1      .          .

 16.   11.2    17.1      6.7     0.2    13.3         .

 17.    5.6    10.2      0.7     4.0      .          .

 18.    7.4    12.7     -0.3     5.7      .          .

 19.    7.8    14.4      1.9    11.1      .          .

 20.    7.4    14.8     -0.7    11.4      .          .

 21.    7.8    16.0      0.2    11.3      .          .

 22.    9.0    18.1      1.9     9.2      .          .

 23.   10.8    20.6      3.3     7.6      .          .

 24.   11.2    20.1      3.4     9.1      .          .

 25.   13.3    21.4      5.9     6.0     0.0         .

 26.   12.3    16.4      7.8     0.7      .          .

 27.   12.2    16.7      8.9     0.2      .          .

 28.   10.1    14.8      8.5     1.5     0.7         .

 29.    8.7    12.3      5.9     0.2     3.2         .

 30.    7.0    12.5      0.8     7.1     0.0         .

---------------------------------------------------------

  Ø    12.9    19.0      7.4   169.1 ST 97.2 mm      . cm

ljh.Ø  12.0    17.8      6.9   168.0 ST 66.0 mm      . cm

---------------------------------------------------------

 

DER SOMMER ENDETE AM 9. SEPTEMBER MIT STARKREGENFALL     

WÄRMSTER SEPTEMBER SEIT 6 JAHREN – 4 SOMMERTAGE:

Der erste met. Herbstmonat war heuer zweigeteilt. In der ersten Monatshälfte war es noch spätsommerlich warm, einzelne Wärmegewitter entluden dabei größere Regenmengen. Die zweite Septemberhälfte zeigte dann ein deutlich ruhigeres Herbstwetter bei normalen Temperaturen und tagelanger Trockenheit. Was uns lange im August vorentalten blieb, brachte besonders die erste Septemberwoche: Sommertage mit bis zu 26°C und reichlich Sonne. Am 9. packte der Sommer 2005 dann endgültig seine Koffer, als eine Gewitterfront mit Starkregen über die Albhochfläche zog. Innerhalb von 4 Tagen fielen durch weitere kräftige Regengüsse ca. 80 mm, damit schon deutlich mehr wie die normale Monatsmenge. Dagegen war es dann vom 17.- 27. trocken, so daß die nassen Böden wieder etwas abtrocknen konnten. Am Monatsende deutete sich allerdings wieder ein genereller Wechsel zu wechselhaftem Regenwetter anstatt Goldener Oktober Auftakt an, da sich u.a.der ehemalige Wirbelsturm „RITA“ über den Atlantik kommend in unser Wettergeschehen einmischt. Mit einer Mitteltemperatur von 12.9°C (normal 12.0°C) war es der wärmste September seit 1999 und der zweitwärmste September seit 1991.  An 12 Tagen wurde die 20°-Marke übertroffen, Sommertage von 25°C oder darüber konnten immerhin noch 4 Stück verzeichnet werden (normal 2). Die Sonne brachte es mit 169 Stunden ziemlich genau auf den Normalwert. Messbare Regenmengen gab es zwar nur an 7 Tagen (normal 15), doch mit einer Summe von 97.2 mm fiel fast die eineinhalbfache normale Menge. Es war somit der 3. Monat in Folge mit einem deutlichen Regenüberschuß.

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Engstingen, 02.09.2005

KLIMASTATION ENGSTINGEN: AUGUST 2005 

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag

  1.   16.6    21.3      9.9     7.6     6.3

  2.   12.8    15.2     12.0      .     18.5

  3.   13.6    17.9     10.9     4.0      .

  4.   13.2    18.1      7.7    11.1      .

  5.   15.0    21.6      5.2     9.3     9.9

  6.   13.2    15.3     11.0     0.1      .

  7.   10.0    13.9      6.4     5.1     2.4

  8.   10.5    15.0      5.6     6.5      .

  9.   11.6    19.2      4.0    13.2      .

 10.   12.3    18.6      4.2    11.6      .

 11.   12.2    19.0      3.9    12.6      .

 12.   14.9    22.3      5.5    10.0     0.4

 13.   13.8    19.1      9.0     9.8      .

 14.   12.2    16.8      8.1     2.0     7.5

 15.   12.0    15.0      8.8     1.9     4.4

 16.   12.5    16.9      7.0     2.3      .

 17.   15.2    20.6      5.0    11.0      .

 18.   17.0    24.3     12.9     7.4      .

 19.   16.5    24.0     10.1     5.6     6.2

 20.   13.7    16.0     12.7     0.1     2.4

 21.   14.4    16.3     12.3      .     31.0

 22.   14.3    15.1     13.2      .     33.0

 23.   13.5    19.1     10.2     3.6     5.3

 24.   14.3    19.3      9.2     5.7     0.6

 25.   14.6    17.8     11.6     0.2     1.2

 26.   11.7    17.4      6.3     7.9      .

 27.   13.2    19.4      4.5     5.3      .

 28.   14.3    20.3      8.8    10.5      .

 29.   15.4    24.3      6.1    12.8      .

 30.   16.8    25.6      8.5    12.7      .

 31.   17.7    26.0      8.7     8.1      .

-----------------------------------------------

  Ø    13.8    19.1      8.4   198.0 S 129.1 mm

ljh Ø  15.1    20.7      9.6   204.0 S 106.0 mm

-----------------------------------------------

 

ERST NACH DEM MITTELMEERTIEF KAM DER SPÄTSOMMER

KÜHLSTER AUGUST SEIT 26 JAHREN – NUR 2 SOMMERTAGE

NASSESTER MONAT DES JAHRES – HOHE LUFTFEUCHTE:

Wie eigentlich schon den ganzen Sommer über, bildete sich kein größeres stationäres Hoch in Mitteleuropa, so daß die Tiefs immer wieder freie Bahn vom Atlantik her hatten. Kleinere Zwischenhochs wurden von den aktiven Fronten spielend leicht weggeschoben. Insgesamt waren 11 Tiefs im August die Spielverderber in Sachen Wärme und Sonnenschein.
Nicht genug der wechselhaften Witterung aus Westen. Nein, es bildete sich zudem noch ein kräftiges Mittelmeertief, das seine nasse Fracht auf Umwegen vom 21.-23. bei uns entlud. Innerhalb von 72 Stunden fielen dabei  ca. 70 mm Regen, das waren bereits 2/3 der gesamten normalen Monatsmenge. Erst in der letzten Augustwoche blieb es wieder trocken und die bis dato recht niedrigen Temperaturen stiegen wieder der Jahreszeit entsprechend an. Allerdings wurden erst an den letzten beiden Augusttagen sog. Sommertage registriert. Es war der kühlste August seit 1979. Durch die kühle Witterung wurden nur 3 Tage mit Gewitter notiert, dagegen aber bereits 5 Tage mit Nebel.

 

Klimabilanz met. Sommer 2005 (Juni+Juli+August): 

Mitteltemperatur:    15.3°C (+0.5°), Sommer 2004 ebenfalls 15,3°C,

Sonne:                   640 Std. (102 %),

Niederschlag:          315 mm (99 %).

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Engstingen, 05.08.2005

KLIMASTATION ENGSTINGEN: JULI 2005

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag

  1.   13.4    15.8     11.0     5.3      4.5

  2.   15.5    18.4     10.9     0.3       .

  3.   18.6    24.0     10.7     7.8       .

  4.   16.7    25.8     10.9     5.8      6.6

  5.   11.4    15.4      7.5     3.9      5.2

  6.   11.7    15.1      5.4     1.4     10.0

  7.   10.9    13.6      8.5     1.1      3.2

  8.   10.1    13.8      5.7     1.9      2.8

  9.   12.6    18.9      3.9    10.3      0.1

 10.   13.5    17.8      6.8     3.6     11.4

 11.   14.8    19.3     12.0     2.7      0.6

 12.   16.2    22.2     10.7     7.2      0.2

 13.   17.9    24.9      8.7    13.2       .

 14.   19.3    26.4      8.8    10.8       .

 15.   20.5    27.9      8.9    11.0       .

 16.   22.6    28.1     13.7    10.3       .

 17.   20.8    28.1     11.9    13.8       .

 18.   18.5    27.1     11.8     5.1      7.5

 19.   14.0    18.3      9.0     5.6      5.5

 20.   14.7    19.8      8.1     5.7     14.6

 21.   15.2    19.8     10.7     9.0       .

 22.   13.8    15.8     10.8     0.5       .

 23.   14.6    19.2     11.0     5.1      2.1

 24.   15.8    20.2     11.1     0.8     14.5

 25.   15.8    18.5     14.0      .      13.3

 26.   16.9    21.8     11.9     4.1      0.1

 27.   21.7    29.6     10.5    12.8       .

 28.   23.8    31.9     14.0    10.9      2.4

 29.   20.2    26.5     15.6     4.7     11.4

 30.   16.6    19.5     14.4     1.4      0.4

 31.   15.6    20.6     10.7     7.4       .

-------------------------------------------------

  Ø    16.3    21.4     10.3    183.5 ST 116.4 mm

ljh.Ø  15.7    20.9     9.8   220.0 ST  93.0 mm

-------------------------------------------------


DAS AZORENHOCH SCHICKTE NUR KLEINE ABLEGER

ZAHLREICHE GEWITTER UND VIELE REGENGÜSSE:

Es wird für den diesjährigen Sommer sehr schwierig das Prädikat „Supersommer“ noch zu erhalten. Nachdem bereits der Frühsommer ziemlich durchschnittlich verlief, konnte auch der Hochsommermonat Juli keine größeren Akzente setzen. Das Azorenhoch verharrte fast wie angewurzelt auf seiner gewöhnlichen Position auf dem Atlantik und entsandte nur zwei kleine Ableger in unsere Region. Viel häufiger strömte dagegen feuchte Meeresluft aus Westen und Nordwesten am Rande des Hochs in rascher Folge zu uns und gestalte den Wetterverlauf doch überwiegend wechselhaft. Dabei gab es zwei kurze Wärmehöhepunkte zur Monatsmitte mit bis zu 28°C und am 28. wurde mit 31.9°C der bisherige Spitzenwert des Jahres gemessen. Es bildeten sich entsprechend zahlreiche Gewitter (9 Gewittertage) und häufige Regenschauer beendeten die Trockenheit des Frühsommers. Die stärkste Gewitterfront zog am 29. abends mit Sturmböen bis zu 100 km/h über die Albhochfläche. Mit einer mittleren Temperatur von 16.3°C war der Juli 2005 um 0.6° wärmer als normal. Es gab 9 Sommertage (normal 7) mit Temperaturen von 25°C oder mehr. Mit einer Regenmenge von 116.4 mm war der Monat um 25 % nasser wie gewöhnlich. Es war bislang der nasseste Monat des Jahres.

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Engstingen, 03.07.2005

KLIMASTATION ENGSTINGEN: JUNI 2005 

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag

  1.   10.8    17.1      1.7    12.2      .

  2.   14.0    20.9      3.1    12.5      .

  3.   19.1    26.1      6.1    11.7      .

  4.   14.3    18.1     11.7     6.1     4.7  

  5.   12.0    15.4      9.2     3.5     0.2

  6.   11.3    14.2      8.9     2.2     6.5

  7.    5.8     9.5      0.5     4.2      .

  8.    7.4    12.8     -1.1     6.1      .

  9.    7.6    12.8      0.7     7.9      . 

 10.   10.2    15.8     -0.9     8.3      .

 11.   11.1    16.3      7.4     4.0     0.0

 12.   12.0    18.6      6.2     9.5     0.0

 13.   15.7    20.8      4.8     9.6     1.7

 14.   14.2    19.1      9.8     1.2     6.2

 15.   16.0    21.6     11.9     9.7      .

 16.   16.0    21.7      9.2     6.3      .

 17.   18.4    22.9     10.4     2.4      .

 18.   17.5    22.8     10.7     7.8      .

 19.   18.3    25.4      8.2    14.9      .

 20.   18.6    27.3      7.3    15.0      .

 21.   21.5    29.1      9.6    10.9      .

 22.   19.7    26.4     12.7    14.0      .  

 23.   21.1    29.2      9.2    13.9      .

 24.   23.5    31.0     13.7    11.6    34.1

 25.   20.7    27.0     16.1     8.5     1.4

 26.   20.8    26.0     14.4     8.6     0.0

 27.   20.9    27.7     13.8    11.7      .

 28.   22.4    29.0     15.0     9.1     0.2

 29.   19.4    26.1     14.3     9.0     6.6

 30.   17.6    21.3     13.8     6.1     6.5

-----------------------------------------------

  Ø    15.9    21.7      8.6   258.5 S  69.1 mm

ljh Ø  13.6    18.6      8.0   204.0 S 120.0 mm 

-----------------------------------------------


VON DER SCHAFSKÄLTE MIT VOLLDAMPF IN DEN HOCHSOMMER

Wie bereits der Wonnemonat Mai, verlief auch der erste met. Sommermonat dieses Jahres zweigeteilt. In der ersten Dekade sehr kühl und wechselhaft, ab der Monatsmitte bereits hochsommerlich. Nach einem sehr kurzen Wärmeintermezzo am 3. mit 26°C, kam es zu einem erneuten Meereskaltluftvorstoß aus Nordwesten. Die immer noch kalte subpolare Luftmasse, die sog. Schafskälte, machte sich breit und es wurde für die Jahreszeit empfindlich kühl. Tagsüber wurden nur noch 10-13°C gemessenund in den zum Teil sternenklaren Nächten wurde mehrfach Bodenfrost bis –3°C registriert. Zur Zeit der Sommersonnwende erreichten die Nachmittagswerte fast schon die Hitzetagsmarke von 30°C, die dann am 24. mit 31.0°C heuer zum ersten Mal geknackt wurde. Eine kräftige Gewitterfront mit Sturmböen und 34 mm Regen konnte in der folgenden Nacht nur kurzzeitig für Abkühlung und Feuchtigkeit sorgen. Bis zum Monatsende dominierterichtiges Hochsommerwetter mit einzelnen Hitzegewittern in einer schwülwarmen Dampfluft. Trotz des sehr kühlen Beginns, hatte der Juni 2005 am Schluß ein deutliches Wärmeplus aufzuweisen. Die Sonne schien an allen Tagen des Monats und brachte es auf stolze 258.5  Stunden (normal 204). Der Juni 2005 war mit nur 69 mm (normal 120) der erste Monat des Jahres der zu trocken war.

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Roland Hummel

 

KLIMASTATION ENGSTINGEN: MAI 2005

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag Schneehöhe

  1.   18.0     26.5     7.8    11.9      .          .

  2.   16.3     26.6     7.3     8.6     6.0         .

  3.   11.8     18.0     9.0     1.1    11.0         .

  4.    9.5     12.8     6.0     4.4     2.6         .

  5.    8.6     11.8     6.0     1.4     7.8         .

  6.    6.5      9.2     4.3     0.9     9.3         .

  7.    5.8      9.6     3.2     0.6    11.7         .

  8.    5.1      8.9     2.0     5.7     0.6         .

  9.    4.0      9.1    -0.8     8.1     2.5*        .

 10.    3.8     10.1    -2.0     5.4      .          .

 11     4.9     11.8    -3.3    13.5      .          .

 12.    9.2     14.8    -2.5    13.7      .          .

 13.   11.0     17.5     5.0     4.3     1.2         .

 14.   11.9     16.2     5.4     0.1     7.0         .          

 15.    9.6     12.8     4.9     4.4     1.2         .   

 16.    8.4     14.5     2.8     3.4    13.7         .

 17.    9.3     14.8     6.1     6.7     0.2         .

 18.    4.7      8.0     3.0      .      0.0         .

 19.    8.7     15.0     1.8     8.3      .          .

 20.   13.7     21.9     2.0    10.3     1.1         .

 21.   14.5     18.9    12.0     0.4     5.6         .

 22.   13.2     18.0    10.5     3.6    15.0         . 

 23.    8.8     11.4     6.6      .      9.6         .

 24.   11.1     17.5     5.8     8.7      .          .

 25.   15.3     23.0     3.7    13.5      .          . 

 26.   18.2     27.2     6.6    14.4      .          .

 27.   19.7     28.7     8.4    13.7      .          .

 28.   20.7     29.4     8.3    14.5      .          .

 29.   22.0     29.4    10.4    14.2      .          .

 30.   13.6     20.8     6.7     2.5     7.5         .

 31.    9.5     14.6     4.6     3.3      .          .

----------------------------------------------------------

  Ø    11.2     17.1     4.9   201.6 S  113.6 mm     .  cm

ljh Ø  10.4     15.4     5.0   200.0 S  103.0 mm    0.0 cm

----------------------------------------------------------

 

ACHTERBAHNWETTER IM WONNEMONAT- VERFRÜHTE EISHEILIGE

UND FRÜHSOMMERREKORDHITZE- AM MONATSLETZTEN BEGANN DIE

SCHAFSKÄLTE:

Während der ansonsten eher wetterwendische Frühlingsmonat April heuer ziemlich normal und unspektakulär verlief, zeigte sich der Wonnemonat Mai von einer ganz besonderen Seite. Zahlreiche und zum Teil rasch wechselnde Großwetterlagen führten die unterschiedlichsten Luftmassen in unsere Region und zu einem regelrechten Achterbahnwetter. So begann der letzte Frühlingsmonat mit 2 Sommertagen. Doch wie oft im Frühjahr drehte die Luftströmung mehr und mehr auf Nordwest und führte subpolare Luftmassen direkt zu uns. Dieser klassische Kaltlufteinbruch, die sog. „Eisheiligen“, kamen heuer also ca. 1 Woche vor der normalen kalendarischen Vorgabe. Es folgten sternenklare kalte Nächte. Für einige ungeschützte Jungpflanzen bedeutete dies den Kältetod. In der letzten Maidekade folgte auf die subpolare Kaltluft erneut subtropische Warmluft, entsprechend trat ein richtiger Temperaturkontrast auf. Am 27. Mai wurde mit 28.7°C ein neuer Mai-Rekord aufgestellt, der dann am 28.+29. mit jeweils 29.4°C nochmals übertroffen wurde. Durch einen nochmaligen Wetterumschwung wurde es am Monatsletzten aber wieder empfindlich kühl. Die verfrühte Schafskälte hatte tatsächlich schon begonnen.
Mit einem Temperaturmittel von 11.2°C war der Wonnemonat 2005 um fast 1° wärmer als normal. 6 Tage mit Temperaturen über 25°C wurden letztmals 1960 auf der Mittleren Alb gemessen.

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Roland Hummel

 

KLIMASTATION ENGSTINGEN:  APRIL 2005

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag Schneehöhe

  1.    5.4    11.8     -2.3     11.6       .          .

  2.    6.8    15.8     -1.2     11.8       .          .

  3.    7.3    16.3     -1.6      8.8       .          .

  4.    7.3    17.2     -1.2      8.9       .          .

  5.    7.2    13.8      0.1      2.3      0.7         .

  6.   11.0    16.2      4.9      4.9      5.2         .

  7.    8.4    11.2      6.0      0.4      7.6         .

  8.    4.1     6.5      2.2       .       3.5         .

  9.    0.6     2.2     -1.1       .       4.3*        .

 10.    2.8     6.3     -4.4      3.8       .          .

 11.    5.8    10.4      0.5      9.8       .          .

 12.    7.7    11.2      4.8      1.8       .          .

 13.    7.8    13.1      2.6      1.5       .          .

 14.    8.4    16.1      2.2      8.9       .          .

 15.    9.5    19.1     -0.2      9.7      1.5         .

 16.   11.1    17.0      6.0      3.2      7.8         .

 17.    7.4    12.3      2.1      5.4      8.9         .

 18.    8.0     9.4      6.8       .      11.6         .

 19.    6.2     7.8      5.2       .      11.3         .

 20.    4.2     5.2      3.7       .      16.6         .

 21.    3.4     8.6     -2.2      7.5      0.0*        .

 22.    4.9    13.4     -4.6     12.8       .          .

 23.    7.7    14.7     -2.1      1.4      4.3         .

 24.    9.8    12.3      6.9      0.2      5.9         .

 25.    8.5    11.2      7.2       .       1.4         .

 26.   10.1    14.0      5.5      6.0      1.1         .

 27.    7.7    12.2      4.3      0.4      4.0         .

 28.   11.2    17.1      2.5      6.5      0.0         .

 29.   14.5    20.1      9.5      0.7       .          .

 30.   16.0    23.6      6.2      9.2       .          .

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  Ø     7.7    12.9      2.3    137.5 ST  95.7 mm      .  cm

ljh Ø   5.9    10.6      1.2    156.0 ST  85.0 mm     1.0 cm

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MILDER APRIL MIT VIEL REGEN – NORMALER VEGETATIONSSTAND:

Der Jahreszeit entsprechend wechselhaft verlief der mittlere Frühlingsmonat. Entgegen vergangener Jahre gab es allerdings heuer keine größeren Besonderheiten. Insgesamt waren es 4 Hochdruckgebiete, hingegen deutlich mehr Tiefs (13). Die meist aus Westen herangezogenen Wetterfronten brachten reichliche Niederschläge, die nur kurzzeitig am 9. und am 21. als Schnee fielen. So konnte die Vegetation den durch den langen Spätwinter verursachten Rückstand doch sehr schnell wieder wettmachen, weil auch das Temperaturniveau meist überdurchschnittlich war. Nach der kältesten Aprilnacht am 22. mit Frost von –4.6°C in der Klimahütte und –8°C nahe des Erdbodens wurde es bis zum Monatsende immer wärmer. Am Monatsletzten wurde es mit einer Höchsttemperatur von 23.6°C fast schon hochsommerlich warm. Die flächendeckende Löwenzahnblüte begann auf der Mittleren Alb in 700 m Meereshöhe am 30., damit exakt zum gleichen Termin wie im Vorjahr und nur 2 Tage später als im langjährigen Schnitt.
Mit einem Monatsmittel von 7.7°C war der April 2005 um fast 2° milder als normal. Die Niederschlagsmenge war mit 95.7 mm (normal 85.0 mm) wie bislang in allen Monaten dieses Jahres überdurchschnittlich. Dagegen schaffte die Sonne mit 137.5 Stunden nur 88 % ihres Solls.

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Engstingen, 17.04.2005

KLIMASTATION ENGSTINGEN:  MÄRZ 2005

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag Schneehöhe

  1.   –14.0   -3.0     -26.2    8.1       .         39

  2.   –10.0    0.2     -19.3    7.9       .         38

  3.   – 5.8    4.5     -16.0    7.9       .         37

  4.   – 8.9    0.6     -16.1    7.7      0.6*       35

  5.   – 4.4   -0.6     -13.8    1.0      3.4*       34

  6.   – 7.7   -4.1     -13.0    0.6      1.2*       41

  7.   – 7.2   -2.6     -18.5    5.2      4.1*       41

  8.   – 1.1    0.4     - 3.8     .       6.8*       42

  9.   – 0.3    1.0     - 1.0    0.1      4.0*       44

 10.   – 4.2    1.5     -13.0    3.0      0.2*       46

 11.   – 2.6    2.1     -15.0    3.2      0.3*       41

 12.   – 0.7    1.7     - 3.0    0.2      7.5*       41

 13.   – 3.1    1.8     - 9.9    2.8      0.0*       48

 14.   – 1.0    5.9     -11.5    8.3      0.0        43 

 15.     1.8   10.3     - 4.3    9.7       .         41 

 16.     4.6   14.9     - 2.9   10.4       .         37

 17.     9.0   14.3     - 1.0    6.5      0.0        31

 18.     8.2   16.5       2.0   10.3       .         23

 19.     8.7   14.6       2.8    3.1      0.4        14

 20.     4.8    8.2       0.8     .        .          5

 21.     6.7   12.4       2.0    7.0       .          R

 22.     9.2   17.2     - 0.7    2.9      2.5         R

 23.     9.2   14.0       5.1    2.6      0.0         R

 24.     9.8   15.4       2.3    3.6     13.8         R

 25.     7.8   11.4       1.9    2.7      0.3         R

 26.     7.6   14.6     - 0.1    2.8     11.0         .

 27.     9.0   12.4       6.2    0.6      8.2         .

 28.     6.7   11.3       4.8    1.6      3.4         .

 29.     7.5   13.3       4.1    1.6      6.1         .

 30.     7.4    9.4       5.0     .       8.8         .

 31.     7.4   11.8       1.9    2.1      1.6         .

-----------------------------------------------------------

  Ø      1.8    7.5     - 4.8  123.5 S   84.2 mm    23.3 cm 

ljh Ø    2.0    6.5     - 2.1  120.0 S   60.0 mm     8.7 cm

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VOM SPÄTWINTER MIT VOLLDAMPF IN DEN FRÜHLING 

SCHNEEREICHSTER MÄRZ SEIT 17 JAHREN:

Zwei völlig verschiedene Gesichter hatte der erste Frühlingsmonat dieses Jahres. Bis zur Monatsmitte hatte der Spätwinter mit einer Rekordkälte am 1.   (Minimum: -26.2°C), sowie einer so großen Schneemenge wie seit 17 Jahren nicht mehr in einem März, die absolute Wetterherrschaft. Die Wintersportler kamen noch lange voll auf ihre Kosten. Am 12. erreichten die spätwinterlichen Verhältnisse bei einer Kaltfrontpassage mit schneesturmartigem Wintergewitter ihren Höhepunkt. Mit 48 cm Schnee wurde dabei die höchste Schneehöhe des Winters 2004/05 gemessen. Dann jedoch vollzog sich ein rascher und intensiver Wechsel zu richtig mildem Frühlingswetter. Am 22. wurde mit 17.2°C der Monatshöchstwert erreicht. Da es einige Tage lang zu Beginn des Tauwetters trocken blieb und die Nächte noch frostig waren, wurde das vorhandene große Hochwasserpotential zum Glück deutlich abgeschwächt. In der meist regnerischen letzten Märzwoche war nahezu die gesamte Schneemenge dann bereits verschwunden. Der Winter 2004/05 war der schneereichste seit 35 Jahren auf der Mittleren Alb. Mit einer mittleren Temperatur von 1.8°C war der März 2005 um 0.2° kälter als normal. Dabei war die erste Monatshälfte mit –4.6°C kälter als ein normaler Hochwintermonat, während es in der zweiten Hälfte mit +7.7°C so mild war wie normalerweise Ende April. Die Temperaturspanne war außergewöhnlich hoch und betrug 43.4°C. Die Frühlingssonne schaffte mit 124 Stunden ca. 3 % mehr als üblich. Mit 84 mm (normal 60 ) wurden dagegen deutlich mehr Niederschläge registriert.                  

Roland Hummel

 

KLIMASTATION ENGSTINGEN:  FEBRUAR 2005

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag Schneehöhe

  1.   –1.5     0.0    - 2.1     0.8      1.3*       25 

  2.   –0.6     0.3    - 2.0      .       6.2        26

  3.    0.2     1.1    - 0.5      .       0.9*       27

  4.   –1.6     2.0    - 5.7     2.9       .         26

  5.   –5.2    -2.6    - 7.6      .        .         25

  6.   –4.1    -1.5    - 6.3      .        .         25

  7.   –5.9     2.2    -11.3     5.7       .         25

  8.   –1.2     5.7    -11.3     8.3       .         24

  9.   –1.5     9.5    - 6.0     5.4       .         24

 10.    1.5     5.5    - 7.5     0.1      0.0        23

 11.    3.2     4.5      1.9      .       5.7        20    

 12.    5.3     8.5      0.7      .      18.6*       14

 13.   –1.1     1.1    - 2.7     1.4     10.5*        7

 14.   –2.0     0.0    - 3.1     3.2      8.6*       17

 15.   –4.4    -2.0    - 6.0      .       5.6*       27

 16.   –5.0    -4.1    - 5.3      .       7.6*       35

 17.   –4.5    -3.6    - 5.2      .       0.9*       41

 18.   –5.3    -3.0    - 9.3     0.5      0.2*       39

 19.   –3.6    -1.1    - 6.9      .       5.3*       37

 20.   –6.6    -1.2    -12.2     0.7      0.2*       37

 21.   –6.2    -3.5    -12.5      .       6.1*       36

 22.   –5.9    -4.1    - 7.1      .       4.9*       40

 23.   –8.4    -3.6    -12.6     1.4      0.2*       42

 24.   –7.8    –0.7    -12.8     5.2       .         41

 25.   –6.0    -0.5    -11.8     1.7       .         40

 26.   –6.6    -2.1    -15.4     2.9      1.5*       38            

 27.   –8.4    -5.5    -11.4      .       1.4*       38

 28.  –15.6    -6.7    -22.8     9.3       .         40

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  Ø    -3.9    -0.2    - 7.7    49.5 ST  85.7 mm     30.0 cm

ljh Ø  –1.0     3.0    - 4.7    68.0 ST  57.0 mm     12.9 cm

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SCHNEEREICHSTER FEBRUAR SEIT 40 JAHREN - AUS ADRIAWASSER

WURDE REICHLICH ALBSCHNEE - KÄLTESTER MET. WINTER SEIT 9 JAHREN:

Als ein richtiger Spätwintermonat wie schon lange nicht mehr präsentierte sich heuer der letzte met. Wintermonat. Hoher Luftdruck auf dem Atlantik verhinderte den ganzen Monat lang ein Übergreifen von milder Meeresluft aus Südwesten und Westen. Dagegen strömten auf der Ostseite des hohen Luftdruckes immer wieder kalte Polarluftstaffeln in unsere Region. Diese führten besonders zur Monatsmitte zu kräftigen Schneefällen in Verbindung mit einem Mittelmeertief, das in höheren Luftschichten zusätzlich für intensiven Feuchtigkeitsnachschub sorgte. Vom 13.-23. schneite es immer wieder, so daß sich die Schneedecke bis auf 42 cm erhöhte. Zuvor ließ Tauwetter vom 8.-13. die Schneedecke ziemlich schrumpfen. Am 9. stieg die Temperatur dabei bis auf +9.5°C an. Ab der Monatsmitte rauschten dann die Temperaturen in den Dauerfrostbereich, im letzten Monatsdrittel gab es ständig Starkfrostnächte. Die tiefste Temperatur wurde genau um Mitternacht vom 28.2. auf den 1.3. mit -22.8°C gemessen. Das war die kälteste Februartemperatur an der Engstinger Klimastation seit mindestens 18 Jahren. Mit einem Monatsmittel von –3.9°C war der Februar um fast 3° kälter als normal. Der Niederschlag fiel meist als Schnee und summierte sich auf 85.7 mm, somit 50 % mehr wie üblich. Dagegen konnte sich die Februarsonne mit nur 50 Stunden (73 %) nicht behaupten. Die durchschnittliche Schneehöhe betrug 30 cm. Vor 40 Jahren gab es letztmals noch mehr Februarschnee auf der Mittleren Alb. Letzter schneereichere Monat war der März 1988 mit 34 cm.

Klimabilanz met. Winter 2004/05 (Dez+Jan+Feb):

Temperaturmittel:  –2.4°C  (kältester Winter seit 9 Jahren).

Niederschlag:         252 mm (normal 198).

Sonne:                  220 Stunden (normal 156).

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KLIMASTATION ENGSTINGEN:  JANUAR 2005

Datum  Mittel  Maximum  Minimum  Sonne  Niederschlag Schneehöhe

  1.    1.6     2.5      0.6     1.4      0.6        20

  2.    1.0     5.0    - 0.9      .       8.3*       15  

  3.    0.9     1.9    - 0.9     1.4      0.0*       15

  4.    0.4     5.7    - 5.0     6.0       .         13

  5.    2.2     4.9    - 5.2     1.8      6.0        12

  6.    2.4     6.4    - 1.2     0.7      1.5        10

  7.    0.9     7.1    - 2.3     4.9       .          7

  8.    6.8    12.4    - 2.3     6.2      0.5         5

  9.    4.0     7.3      0.0     0.1      0.7         R

 10.    2.7    11.5    - 2.1     6.3       .          R

 11.    1.6     7.6    - 3.9     1.3      0.7         R 

 12.    4.1     7.7    - 1.1     0.6      4.9         R

 13.    1.4     4.0    - 1.1     5.3       .          .

 14.   –2.4     3.0    - 7.0     7.2       .          . 

 15.   –4.0     2.1    - 8.4     7.4       .          .

 16.   –4.3     4.8    - 8.8     7.4       .          .    

 17.   –0.3     7.5    - 7.7     7.7       .          .

 18.   –0.3     2.3    - 2.7      .       2.7*        .

 19.   –0.8     0.7    - 3.2     0.7      1.1*        1

 20.    4.4     5.8    - 0.9      .      16.3*        3  

 21.    1.2     6.1    - 0.1     3.1      2.7*        0

 22.   –1.2     1.5    - 4.7     3.4      0.8*        0

 23.   –3.5    -0.4    - 7.2     2.0      7.8*        1

 24.   –5.2    -3.0    - 6.3     0.3      5.3*       14

 25.   –6.5    -5.1    - 7.2     0.1      6.0*       23 

 26.   –7.8    -5.9    - 9.1      .       1.2*       30 

 27.  –11.2    -7.5    -15.1     0.5      0.2*       32

 28.  –11.0    -5.5    -18.0     3.2      0.7*       30

 29.  –10.0    -7.6    -22.2     6.8      0.1*       28

 30.   –9.0    -5.8    -18.4     0.2      0.0*       27

 31.   –1.5     0.6    - 5.9     0.6     15.5*       24

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  Ø    -1.4     2.5    - 5.8    86.6 ST  83.6 mm     10.0 cm

ljh Ø  –2.1     1.3    - 5.7    44.0 ST  60.0 mm     13.1 cm

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VOM VORFRÜHLING IN DEN TIEFSTEN WINTER HINEIN

GROSSE TEMPERATURSPANNE - 21 SCHNEETAGE

Der erste Jahresmonat hatte viele Wetterwechsel, war zunächst vorfrühlingshaft geprägt, und endete mit viel Schnee und zum Teil großer Kälte. Von der ca. 20 cm hohen Schneedecke am Jahresbeginn waren nach einer Woche durch eine milde Witterung nur noch Schneeflecken vorhanden. Es war bereits richtig vorfrühlingshaft mit Nachmittagstemperaturen bis zu 12.4°C am 8. Zur Monatsmitte war der Schnee fast überall verschwunden, die Sonne schien einige Tage lang von morgens bis abends. Tagsüber war es ziemlich mild, in den sternenklaren Nächten dagegen frostig kalt. Ab dem 18. übernahmen zahlreiche Tiefs das Wettergeschehen. Einige Tage lang gab der Winter dann mit Schneeregen-, Graupel- und Schneeschauer seine Visitenkarte wieder ab, bevor er dann am 24. mit starken Schneefällen und Dauerfrost sich einnistete. Bis auf 32 cm erhöhte sich am 27. die Schneedecke und die eingeströmte frische Polarluft ließ die Temperaturen bis in den Starkfrostbereich absinken. Am 29. wurden –22.2°C in der Klimahütte gemessen, 5 cm über der Schneeoberfläche waren es sogar –26.7°C. Ein blockierendes Hochdruckgebiet auf dem Atlantik und die damit verbundene nordwestliche Luftströmung mit eingelagerten Schneefallfronten sorgten auch über den Monatswechsel hinaus für richtiges Winterwetter. Mit einer Monatsmitteltemperatur von –1.4°C war der Januar 2005 um 0.7° milder als normal. Die Sonne zeigte sich häufig und brachte es auf immerhin 87 Stunden (2004: 50 Stunden). Mit 84 mm Niederschlag wurden 39 % mehr als normal registriert.

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