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Aktuelle Wetterinfos Engstingen, 10.01.2006
WETTERRING 2000+ KLIMASTATION ENGSTINGEN: DAS WETTERJAHR 2005
AUF DEN SCHNEEREICHSTEN WINTER SEIT 35 JAHRENFOLGTE EIN DURCHSCHNITTSSOMMER – SONNIGER HERBST Das Wetterjahr 2005 lieferte wie immer in unseren Breiten interessante und abwechslungsreiche Wetterlagen. Zwar gab es wie im Vorjahr keinen absoluten Jahrhundertrekord, doch konnten einige Monats- und Jahreszeitenextreme registriert werden. Das Jahr begann mit vorfrühlingshaften Temperaturen bis zu 12°C im ersten Januardrittel. Die zunächst ca.20 cm hohe Altschneedecke war bis Mitte Januar völlig weggetaut. Mit starken Schneefällen und Dauerfrost nistete sich der Winter dann am 24. Januar wieder ein und blieb noch nahezu 2 Monate. Das sibirische Kältehoch „AYAAN“ sorgte Ende Januar/Anfang Februar für ideale Wintersportbedingungen. Nachts war es zum Teil zwar bitterkalt, doch tagsüber war es sonnig und nicht ganz so empfindlich kalt. Zur Monatsmitte griff dann ein komplexes Tiefdrucksystem aus dem Mittelmeerraum in unser Wettergeschehen ein. Aus Adriawasser wurde auf weiten Umwegen dann Albschnee. Über 1 Woche lang schneite es immer wieder, die Schneedecke erhöhte sich bis auf 42 cm. Es war der schneereichste Februar seit 40 Jahren auf der Mittleren Alb. Ausgerechnet am 1. März, dem ersten met. Frühlingstag, war die spätwinterliche Kälteperiode auf ihrem Höhepunkt angelangt. In der Engstinger Klimahütte wurden -26.2°C gemessen, knapp über der Schneeoberfläche sogar –29.0°C. Doch der Winter räumte noch lange nicht das Feld. Nach weiteren Schneefällen wurde kurz vor Monatsmitte mit ca. einem halben Meter die höchste Schneehöhe des gesamten Winters Notiert. Doch dann ging es mit Volldampf in den Frühling. Innerhalb von 10 Tagen schmolz die Schneedecke bis auf einzelne Reste völlig weg. Da die Böden unter der Schneedecke nicht mehr gefroren waren, blieb Hochwasser zum Glück aus. Durch einen milden April mit viel Regen konnte die Vegetation ihren Rückstand ziemlich schnell aufholen. Richtiges Achterbahnwetter, wie sonst normalerweise im April, gab es dann im Wonnemonat Mai. Zuerst war es bereits frühsommerlich warm, dann folgte ein klassischer Kaltlufteinbruch. Die sog.„Eisheiligen“ kamen bereits vom 9.-12., somit ca. 1 Woche früher als ihrer kalendarischen Vorgabe. Bis zu –6.5°C wurden knapp über dem Erdboden gemessen. Viele ungeschützte Jungpflanzen und frische Triebe erlitten den Kältetod. Auch im Baumblütenniveau wurden noch ca. –3°C registriert.In der letzten Maiwoche trat dann die erste kleine Hitzewelle des Jahres auf. Am 28.+29. wurden mit fast 30°C Hitzewerte wie schon lange nicht mehr zu dieser Zeit gemessen. Doch schon 1 Woche später kam es zu einem erneuten Meereskaltluftvorstoß. Die sog. „Schafskälte“ traf ein und vom 8.-10. Juni war die Albhochfläche frühmorgens wieder reifbedeckt. In der mittleren Junidekade erwärmte die hochstehende Sonne dann aber zusehends die kühle Luftmasse. Zur Zeit der Sommersonnwende war es dann hochsommerlich warm, am 24. wurde mit 31°C die Hitzetagsmarke erstmals überschritten. Doch was das Juni-Ende wärmemäßig versprach, konnten die beiden folgenden Hochsommermonate Juli und August nicht aufrecht erhalten. Nur 2 kurze Wärmeperioden traten im Juli auf (mit der Jahreshöchsttemperatur von 31.9°C am 28.), dafür gab es zahlreiche Gewitter und viele Regengüsse. Auch im August fehlte ein stabiles Hoch, so daß atlantische Tiefs immer wieder freie Bahn nach Mitteleuropa hatten und den überwiegend wechselhaften Charakter aufrecht hielten. Mit spätsommerlichen Nachmittagstemperaturen und zum Teil heftigen Gewittergüssen startete dann der September. Am 9. packte der mittelmäßige Sommer dann endgültig seine Koffer. In der zweiten Septemberhälfte stellte sich deutlich ruhigeres Herbstwetter ein und es blieb längere Zeit trocken. Jetzt konnte man die notwendigen Garten- und Feldarbeiten erledigen. Der Oktober zeigte sich lange von seiner goldenen Seite. Quasi als Entschädigung für den durchwachsenen Sommer wurde es schließlich der sonnigste Oktober seit 20 Jahren. In der letzten Oktoberwoche wurden dabei nochmals Temperaturen bis zu 23.5°C registriert. Nachdem die morgentlichen Nebelbänke sich rasch aufgelöst hatten, konnte man den späten Altweibersommer nochmals richtig genießen. Auch im Nebelmonat November war es zunächst noch ziemlich sonnig und mild, doch dann ging es vom milden Spätherbst innerhalb von 2 Tagen direkt in den Winter hinein. Vom 18. an lag auf der Alb eine geschlossene Schneedecke, die in der letzten Novemberwoche auf eine wintersporttaugliche Höhe von 10-15 cm anwuchs. In der Polarluft sanken die Temperaturen bereits mehrfach unter –10°C ab. Auch der Dezember präsentierte sich überwiegend als richtiger Wintermonat mit Schnee und Kälte. Weiße Weihnachten und danach erneute Schneefälle, die zu einer Pulverschneedecke von 30 cm führten, gibt es bekanntlich nicht alle Jahre.
KLIMADATEN JAHR 2005: Mit einer mittleren Jahrestemperatur von 6.9°C war es um 0.2° wärmer als normal (2004: 7.0°C). Der Juli war heuer der wärmste Monat, im Februar war es am kältesten. Die Temperaturspanne reichte von 31.9°C am 28.07. bis zu –26.2°C am 01.03. Frosttage wurden 146 notiert (normal 136). Eistage mit Dauerfrost zählte man 45 (normal 40). Sommertage mit 25°C oder mehr gab es 33 (normal 18), die Hitzetagsmarke von 30° wurde 2 Mal überschritten (normal 2). Die Sonne schien 1690 Stunden lang, damit um 5 % länger als üblich. Ohne Sonne waren 57 Tage, während an 49 Tagen mehr als 10 Stunden Sonnenschein gemessen wurden. Der Juni war wie bereits in den letzten 3 Jahren mit 259 Stunden der sonnigste Monat, im trüben Dezember gab es lediglich 43 sonnige Stunden. Niederschlag fiel an 216 Tagen, davon an 29 Tagen über 10 mm. Die Jahressumme von 1045 mm entsprach 111 % des langjährigen Normalwertes. Es wurden nur 29 Gewittertage registriert (normal 35). Auch die Hagelfälle (Engstingen blieb hagelfrei) waren auf der Albhochfläche wie im Vorjahr eher selten und nicht so intensiv. Der August war mit 129 mm der naßeste Monat, am trockensten war es im Oktober und November mit nur 48 bzw. 49 mm. Klare Luft und eine gute Fernsicht konnte man an 110 Tagen auf der Alb erleben, während Nebel nur an 50 Tagen in Engstingen für schlechte Sichtverhältnisse sorgte (normal 73). Roland Hummel WETTERRING 2000+
KLIMASTATION ENGSTINGEN: WETTERJAHR 2005
TEMPERATUR NIEDERSCHLAG SONNE JANUAR : -1.4°C (+0.7°) 84 mm (139 %) 87 STD. (197 %) FEBRUAR : -3.9°C (-2.9°) 86 mm (150 %) 50 STD. ( 73 %) MÄRZ : 1.8°C (-0.2°) 84 mm (140 %) 124 STD. (103 %) APRIL : 7.7°C (+1.8°) 96 mm (113 %) 138 STD. ( 88 %) MAI : 11.2°C (+0.8°) 114 mm (117 %) 202 STD. (101 %) JUNI : 15.9°C (+2.3°) 69 mm ( 58 %) 259 STD. (127 %) JULI : 16.3°C (+0.6°) 116 mm (125 %) 184 STD. ( 83 %) AUGUST : 13.8°C (-1.3°) 129 mm (122 %) 198 STD. ( 97 %) SEPTEMBER: 12.9°C (+0.9°) 97 mm (147 %) 169 STD. (101 %) OKTOBER : 9.0°C (+1.4°) 48 mm ( 78 %) 160 STD. (129 %) NOVEMBER : 1.8°C (-1.5°) 49 mm ( 68 %) 79 STD. (131 %) DEZEMBER : -1.8°C (-0.9°) 74 mm (119 %) 43 STD. ( 98 %) ------------------------------------------------------------- JAHR 2005: 6.9°C (+0.2°) 1045 mm (111 %) 1690 STD. (105 %)
WETTERRING 2000+ Roland Hummel
Engstingen, 09.01.2006 KLIMASTATION ENGSTINGEN: DEZEMBER 2005 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe 1. –6.8 -2.2 -12.6 0.2 . 13 2. –3.2 1.6 -12.6 3.9 0.4 12 3. 1.4 2.2 - 0.8 . 1.5 11 4. 4.2 5.4 2.2 . 3.3 9 5. 1.0 5.1 - 3.2 2.2 1.2* 2 6. 0.0 3.8 - 3.2 3.0 0.3* 1 7. 0.1 2.0 - 3.0 0.6 0.4* 0 8. 0.0 1.2 - 1.9 . 2.1* 0 9. –0.4 0.4 - 1.6 . . 3 10. –2.7 0.0 - 4.0 5.4 . 2 11. –3.4 1.1 - 7.0 7.3 . R 12. –1.4 3.2 - 7.0 7.4 0.3* R 13. –0.3 1.0 - 1.1 . 0.1* 0 14. –0.7 0.1 - 1.5 . 0.2* 0 15. 0.5 1.4 - 4.0 0.1 2.1* 0 16. 1.6 3.7 0.0 . 18.4* R 17. –2.6 0.2 - 3.0 2.9 6.8* 14 18. –3.4 -1.8 - 8.5 0.3 1.2* 21 19. –2.2 -1.1 - 4.9 0.5 3.7* 21 20. –2.2 1.1 - 5.0 3.1 . 23 21. –3.1 -0.8 - 9.0 . . 21 22. –1.2 0.3 - 5.1 . 9.1* 20 23. 0.6 2.3 - 1.0 0.3 0.6* 20 24. 0.7 1.9 - 2.3 . 1.1* 15 25. 0.3 1.6 - 1.0 . 0.2* 13 26. –2.8 0.1 - 5.1 0.9 2.9* 12 27. –3.6 -1.7 - 5.3 0.9 5.8* 16 28. –6.8 -5.0 - 7.3 . 4.2* 24 29. –11.8 -5.8 -19.5 . 0.3* 30 30. –10.9 -5.8 -20.8 3.7 6.2* 29 31. 1.8 3.9 - 6.0 0.3 1.2 27 --------------------------------------------------------- Ø -1.8 0.6 - 5.3 43.0 ST 73.6 mm 11.6 cmljh Ø –0.9 2.4 - 4.3 44.0 ST 62.0 mm 7.7 cm --------------------------------------------------------- EIN WINTERMONAT MIT HOCHWINTERLICHEN EIGENSCHAFTENSCHNEEREICHSTER DEZEMBER SEIT 7 JAHREN – 28 SCHNEETAGESCHNEESTURM MIT WINTERGEWITTER - WEISSE WEIHNACHTENNachdem sich der Frühwinter bereits im November richtig eingenistet hatte, fanden auch im Dezember die winterlichen Eigenschaften ihre Fortsetzung. Eine nordwestliche Luftströmung war zunächst die Hauptkomponente, die immer wieder feuchte Luftpakete aus dem europäischen Nordmeer heranführte. Die Folge waren überwiegend wolkenverhangene Tage mit häufigen Niederschlägen, die abwechselnd als Schnee oder Regen fielen. In der ersten Monatshälfte gab es somit einzelne Tauwettertage, die die Schneedecke bis zur Monatsmitte auf einzelne Flecken reduzierte. Mit der Drehung der Luftströmung auf Nord wurde dann aber kalte Luft auf dem direkten Weg von der Arktis herangeführt. Am 17. erreichte die erste Kaltluftstaffel unsere Region mit einem Schneesturm und Wintergewitter. Innerhalb von wenigen Stunden fielen 14 cm Neuschnee. Bis zum 20. schneite es immer wieder, genug also für Weiße Weihnachten. Die Schneebedingungen wurden durch erneute Schneefälle in der letzten Jahreswoche wieder nahezu ideal. Eine Pulverschneedecke von 30 cm gibt es nicht alle Jahre zu dieser Zeit. In der klaren Nacht vom 29./30. erreichte die polare Kälte ihren vorläufigen Höhepunkt. In der Klimahütte wurden -21°C registriert, knapp über der Schneeoberfläche waren es –25°C. Am ruhigen Jahreswechsel war der Kältespuk aber bereits wieder vorbei, denn mildere atlantische Meeresluft läutete mit einem kräftigen Temperatursprung auf +2°C das neue Wetterjahr ein. Mit einem Temperaturmittel von –1.9°C war der Dezember 2005 um 1° kälter als normal, nach dem Februar zweitkältester Jahresmonat.
Jahr 2005: Temperatur: 6.9°C (normal 6.7°), Sonne: 1690 Stunden (normal 1612), Niederschlag: 1045 mm (normal 945).
WETTERRING 2000+ Roland Hummel
Engstingen, 03.12.2005 KLIMASTATION ENGSTINGEN: NOVEMBER 2005 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe 1. 9.4 13.7 5.0 2.0 1.0 . 2. 8.1 12.6 1.6 0.1 10.8 . 3. 10.6 17.8 5.0 7.1 0.1 . 4. 9.4 15.2 3.8 0.8 8.3 . 5. 4.9 9.8 0.5 1.2 0.3 . 6. 4.8 9.5 -2.0 5.6 . . 7. 4.5 11.2 -0.2 3.9 . . 8. 3.4 13.4 -2.4 7.1 . . 9. 5.3 16.2 -1.3 6.7 . . 10. 6.1 11.9 -1.1 2.0 . . 11. 5.3 8.2 2.9 . . . 12. 4.9 13.3 0.0 5.6 . . 13. 4.0 13.2 -1.5 6.9 . . 14. 0.9 3.2 -0.8 1.2 . . 15. 4.3 10.4 -1.1 5.5 0.0 . 16. 2.5 5.3 -0.1 . 0.3* . 17. 0.6 2.0 -2.9 0.7 2.2* . 18. –0.3 1.6 -2.0 0.5 4.8* 1 19. –3.6 0.1 -6.3 1.6 0.0* 5 20. –1.6 2.4 -9.4 2.8 0.5* 4 21. –0.6 1.3 -3.9 . 8.0* 2 22. –2.3 –1.0 -4.1 1.3 0.0* 5 23. –2.9 -1.2 -4.8 . 0.0* 4 24. –5.1 -3.1 -6.4 5.1 4.0* 4 25. –5.6 -1.5 -12.9 2.9 3.3* 7 26. –6.7 -0.2 -12.9 4.4 . 12 27. –4.5 -1.5 -13.0 3.8 1.2* 11 28. –0.8 0.8 -2.1 . 3.6* 11 29. –0.1 1.3 -1.8 . 0.4* 14 30. –1.1 -0.4 -2.2 . . 13 --------------------------------------------------------- Ø 1.8 6.2 -2.5 78.8 ST 48.8 mm 3.1 cmljh Ø 2.3 6.2 -1.1 60.0 ST 72.0 mm 2.0 cm ---------------------------------------------------------
VOM MILDEN SPÄTHERBST DIREKT IN DEN EISKALTEN FRÜHWINTERHeuer gab es einige interessante Großwetterlagen, die den Monatsverlauf mit einem großen Kontrast versahen. In der ersten Monatshälfte führte eine Südwestströmung für die Jahreszeit sehr milde Luft heran. Zwar waren die Nächte recht frisch, doch am Tage kletterten die Temperaturen bei zudem reichlich Sonnenschein oft auf 10-15°C an. Vom 6.-15. blieb es völlig trocken, so daß in Feld und Garten noch viele Arbeiten in aller Ruhe erledigt werden konnten. Vom Winter war bis dahin noch nichts zu sehen und zu spüren. Die mittlere Temperatur lag um einige Grade über dem langjährigen Wert und entsprach den Werten von Anfang Oktober. Doch innerhalb von 2 Tagen vollzog sich ein genereller Wechsel der Luftströmung. Aus dem Nordpolargebiet brauste zum ersten Mal in der kommenden kalten Jahreszeit ein intensiver Schwall von Meereskaltluft in unsere Region. Aus der Südströmung wurde quasi über Nacht eine Nordströmung. Der Frühwinter war plötzlich da. Vom 18. November an lag eine geschlossene Schneedecke, die zunächst einige Tage lang nur dünn war, gegen Monatsende reichte es aber bei einer Gesamtschneehöhe von 10-15 cm zu einigen Wintersportaktivitäten. Es war immerhin der schneereichste November seit 1999. Nach den Schneefällen in der letzten Novemberwoche durch das Tief „THORSTEN“ wurde es in den klaren Nächten schon bitterkalt. Mehrere Tage lang gab es Starkfrost unter –10°C, knapp über der Schneeoberfläche wurden am 26.+27. bis zu –17.5°C registriert. Mit einem Monatsmittel von 1.8°C war der November 2005 um 0.5°C kälter als normal, obwohl er zur Monatsmitte noch einen rekordverdächten Wärmeüberschuß hatte. Der meteorologische Herbst (Sep+Okt+Nov) war deutlich milder als normal (wärmster Herbst seit 5 Jahren.WETTERRING 2000+ Roland Hummel
Engstingen, 02.11.2005 KLIMASTATION ENGSTINGEN: OKTOBER 2005 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe1. 9.2 11.4 6.9 . 21.5 . 2. 7.5 9.2 7.0 . 8.2 . 3. 8.0 8.8 7.1 . 4.3 . 4. 11.5 13.5 8.8 . 1.3 . 5. 12.0 14.5 9.3 0.2 0.1 . 6. 10.2 13.1 6.4 0.1 . . 7. 8.7 16.8 5.0 2.8 . . 8. 10.4 17.5 4.3 6.9 . . 9. 9.2 18.6 4.1 10.0 . . 10. 9.0 18.9 2.6 8.4 . . 11. 9.5 17.8 2.8 6.3 . . 12. 7.4 18.4 2.0 8.3 . . 13. 6.3 16.8 0.9 8.1 . . 14. 6.5 17.9 -1.3 9.9 . . 15. 7.0 17.0 -0.8 8.7 . . 16. 8.0 15.5 0.6 9.7 . . 17. 5.4 11.4 1.7 9.9 . . 18. 4.2 10.1 0.4 7.3 . . 19. 5.4 13.3 -0.3 1.6 3.0 . 20. 9.0 17.1 2.5 5.4 . . 21. 10.9 17.3 5.6 2.5 0.2 . 22. 11.7 16.6 9.2 1.7 8.2 . 23. 9.1 12.9 4.2 0.5 . . 24. 9.0 14.5 2.7 3.9 . . 25. 13.2 17.3 7.9 1.4 0.7 . 26. 11.2 17.7 4.9 4.0 . . 27. 10.0 21.0 2.8 8.7 . . 28. 9.1 21.7 2.0 8.9 . . 29. 10.0 23.5 1.4 8.6 . . 30. 10.0 22.3 2.9 8.8 . . 31. 10.1 18.6 2.3 7.4 . . ----------------------------------------------------------- Ø 9.0 16.2 3.7 160.0 ST 47.5 mm . cmljh Ø 7.6 12.8 3.2 124.0 ST 61.0 mm 0.1 cm -----------------------------------------------------------
GOLDENER OKTOBER MIT SPÄTEM ALTWEIBERSOMMERSONNIGSTER OKTOBER SEIT 20 JAHREN – NUR 9 REGENTAGE Der mittlere Herbstmonat zeigte sich heuer lange Zeit von seiner goldenen Seite. Obwohl die ersten Tage regnerisch und ohne jeglichen Sonnenstrahl waren, steigerte sich der Vollherbst noch erheblich in Sachen Wärme und Sonne. Sieben Hochs prägten den überwiegend ruhigen Verlauf des Wetters. Erste stürmische herbstliche Großwetterlagen oder gar frühwinterliche Eigenschaften blieben aus. So starteten die Tage frühmorgens oft mit Nebel oder Reif, nachmittags dominierte Sonnenschein und Wärme. Dabei konnte man besonders in der letzten Woche bei guter Fernsicht viele Aktivitäten in der freien Natur durchführen. Durch eine südwestliche Luftströmung traten für die fortgeschrittene Jahreszeit sehr hohe Nachmittagsgstemperaturen auf. Am 29. wurde es mit 23.5°C dabei nochmals spätsommerlich warm. Seit mindestens 20 Jahren war es noch nie so spät im Jahr so warm auf der Mittleren Alb. Auch mit Beginn des Spätherbstes im November überwiegt weiterhin eine westliche Komponente mit vorwiegend milden Meeresluftmassen. Mit einem Monatsmittel von 9.0°C war der Oktober um 1.4° wärmer als normal. Geregnet hat es nur an 9 Tagen (normal 14), dabei fielen 47.5 mm (normal 61). Allein 34 mm davon in den ersten 3 Tagen des Monats. Mit 160 Stunden Sonnenschein, 29 % mehr als üblich, war es der sonnigste Oktober seit 1985, obwohl nach einer Woche erst ganze 3 Stunden zu Buche standen. Es gab zwar immerhin 15 Nebeltage, doch beschränkte sich die Nebeldauer meist nur auf wenige Nacht- und Frühstunden. WETTERRING 2000+ Roland Hummel
Engstingen, 03.10.2005 KLIMASTATION ENGSTINGEN: SEPTEMBER 2005 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag Schneehöhe1. 18.8 26.2 11.7 8.7 . . 2. 18.0 23.5 14.8 5.4 . . 3. 17.4 23.9 11.7 7.2 . . 4. 17.5 23.4 12.6 9.8 . . 5. 16.2 24.2 7.4 11.5 . . 6. 18.3 25.7 9.5 10.5 . . 7. 16.7 26.1 8.6 11.2 . . 8. 17.8 26.4 8.9 11.2 0.0 . 9. 17.5 23.6 13.0 4.2 43.5 . 10. 15.5 19.2 13.3 0.5 8.5 . 11. 15.3 18.8 11.0 0.8 0.0 . 12. 14.8 19.3 11.6 1.0 27.7 . 13. 14.2 15.1 13.7 . 0.3 . 14. 13.4 16.9 10.9 0.7 0.0 . 15. 14.5 19.1 10.2 1.1 . . 16. 11.2 17.1 6.7 0.2 13.3 . 17. 5.6 10.2 0.7 4.0 . . 18. 7.4 12.7 -0.3 5.7 . . 19. 7.8 14.4 1.9 11.1 . . 20. 7.4 14.8 -0.7 11.4 . . 21. 7.8 16.0 0.2 11.3 . . 22. 9.0 18.1 1.9 9.2 . . 23. 10.8 20.6 3.3 7.6 . . 24. 11.2 20.1 3.4 9.1 . . 25. 13.3 21.4 5.9 6.0 0.0 . 26. 12.3 16.4 7.8 0.7 . . 27. 12.2 16.7 8.9 0.2 . . 28. 10.1 14.8 8.5 1.5 0.7 . 29. 8.7 12.3 5.9 0.2 3.2 . 30. 7.0 12.5 0.8 7.1 0.0 . --------------------------------------------------------- Ø 12.9 19.0 7.4 169.1 ST 97.2 mm . cmljh.Ø 12.0 17.8 6.9 168.0 ST 66.0 mm . cm ---------------------------------------------------------
DER SOMMER ENDETE AM 9. SEPTEMBER MIT STARKREGENFALL WÄRMSTER SEPTEMBER SEIT 6 JAHREN – 4 SOMMERTAGE: Der erste met. Herbstmonat war heuer zweigeteilt. In der ersten Monatshälfte war es noch spätsommerlich warm, einzelne Wärmegewitter entluden dabei größere Regenmengen. Die zweite Septemberhälfte zeigte dann ein deutlich ruhigeres Herbstwetter bei normalen Temperaturen und tagelanger Trockenheit. Was uns lange im August vorentalten blieb, brachte besonders die erste Septemberwoche: Sommertage mit bis zu 26°C und reichlich Sonne. Am 9. packte der Sommer 2005 dann endgültig seine Koffer, als eine Gewitterfront mit Starkregen über die Albhochfläche zog. Innerhalb von 4 Tagen fielen durch weitere kräftige Regengüsse ca. 80 mm, damit schon deutlich mehr wie die normale Monatsmenge. Dagegen war es dann vom 17.- 27. trocken, so daß die nassen Böden wieder etwas abtrocknen konnten. Am Monatsende deutete sich allerdings wieder ein genereller Wechsel zu wechselhaftem Regenwetter anstatt Goldener Oktober Auftakt an, da sich u.a.der ehemalige Wirbelsturm „RITA“ über den Atlantik kommend in unser Wettergeschehen einmischt. Mit einer Mitteltemperatur von 12.9°C (normal 12.0°C) war es der wärmste September seit 1999 und der zweitwärmste September seit 1991. An 12 Tagen wurde die 20°-Marke übertroffen, Sommertage von 25°C oder darüber konnten immerhin noch 4 Stück verzeichnet werden (normal 2). Die Sonne brachte es mit 169 Stunden ziemlich genau auf den Normalwert. Messbare Regenmengen gab es zwar nur an 7 Tagen (normal 15), doch mit einer Summe von 97.2 mm fiel fast die eineinhalbfache normale Menge. Es war somit der 3. Monat in Folge mit einem deutlichen Regenüberschuß. WETTERRING 2000+ Roland Hummel
Engstingen, 02.09.2005 KLIMASTATION ENGSTINGEN: AUGUST 2005 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag1. 16.6 21.3 9.9 7.6 6.3 2. 12.8 15.2 12.0 . 18.5 3. 13.6 17.9 10.9 4.0 . 4. 13.2 18.1 7.7 11.1 . 5. 15.0 21.6 5.2 9.3 9.9 6. 13.2 15.3 11.0 0.1 . 7. 10.0 13.9 6.4 5.1 2.4 8. 10.5 15.0 5.6 6.5 . 9. 11.6 19.2 4.0 13.2 . 10. 12.3 18.6 4.2 11.6 . 11. 12.2 19.0 3.9 12.6 . 12. 14.9 22.3 5.5 10.0 0.4 13. 13.8 19.1 9.0 9.8 . 14. 12.2 16.8 8.1 2.0 7.5 15. 12.0 15.0 8.8 1.9 4.4 16. 12.5 16.9 7.0 2.3 . 17. 15.2 20.6 5.0 11.0 . 18. 17.0 24.3 12.9 7.4 . 19. 16.5 24.0 10.1 5.6 6.2 20. 13.7 16.0 12.7 0.1 2.4 21. 14.4 16.3 12.3 . 31.0 22. 14.3 15.1 13.2 . 33.0 23. 13.5 19.1 10.2 3.6 5.3 24. 14.3 19.3 9.2 5.7 0.6 25. 14.6 17.8 11.6 0.2 1.2 26. 11.7 17.4 6.3 7.9 . 27. 13.2 19.4 4.5 5.3 . 28. 14.3 20.3 8.8 10.5 . 29. 15.4 24.3 6.1 12.8 . 30. 16.8 25.6 8.5 12.7 . 31. 17.7 26.0 8.7 8.1 . ----------------------------------------------- Ø 13.8 19.1 8.4 198.0 S 129.1 mm ljh Ø 15.1 20.7 9.6 204.0 S 106.0 mm ----------------------------------------------- ERST NACH DEM MITTELMEERTIEF KAM DER SPÄTSOMMERKÜHLSTER AUGUST SEIT 26 JAHREN – NUR 2 SOMMERTAGE NASSESTER MONAT DES JAHRES – HOHE LUFTFEUCHTE: Wie eigentlich schon den ganzen Sommer über,
bildete sich kein größeres stationäres Hoch in Mitteleuropa, so daß die Tiefs
immer wieder freie Bahn vom Atlantik her hatten. Kleinere Zwischenhochs wurden
von den aktiven Fronten spielend leicht weggeschoben. Insgesamt waren 11 Tiefs
im August die Spielverderber in Sachen Wärme und Sonnenschein.
Klimabilanz met. Sommer 2005 (Juni+Juli+August): Mitteltemperatur: 15.3°C (+0.5°), Sommer 2004 ebenfalls 15,3°C, Sonne: 640 Std. (102 %), Niederschlag: 315 mm (99 %). WETTERRING 2000+ Roland Hummel
Engstingen, 05.08.2005 KLIMASTATION ENGSTINGEN: JULI 2005 Datum Mittel Maximum Minimum Sonne Niederschlag1. 13.4 15.8 11.0 5.3 4.5 2. 15.5 18.4 10.9 0.3 . 3. 18.6 24.0 10.7 7.8 . 4. 16.7 25.8 10.9 5.8 6.6 5. 11.4 15.4 7.5 3.9 5.2 6. 11.7 15.1 5.4 1.4 10.0 7. 10.9 13.6 8.5 1.1 3.2 8. 10.1 13.8 5.7 1.9 2.8 9. 12.6 18.9 3.9 10.3 0.1 10. 13.5 17.8 6.8 3.6 11.4 11. 14.8 19.3 12.0 2.7 0.6 12. 16.2 22.2 10.7 7.2 0.2 13. 17.9 24.9 8.7 13.2 . 14. 19.3 26.4 8.8 10.8 . 15. 20.5 27.9 8.9 11.0 . 16. 22.6 28.1 13.7 10.3 . 17. 20.8 28.1 11.9 13.8 . 18. 18.5 27.1 11.8 5.1 7.5 19. 14.0 18.3 9.0 5.6 5.5 20. 14.7 19.8 8.1 5.7 14.6 21. 15.2 19.8 10.7 9.0 . 22. 13.8 15.8 10.8 0.5 . 23. 14.6 19.2 11.0 5.1 2.1 24. 15.8 20.2 11.1 0.8 14.5 25. 15.8 18.5 14.0 . 13.3 26. 16.9 21.8 11.9 4.1 0.1 27. 21.7 29.6 10.5 12.8 . 28. 23.8 31.9 14.0 10.9 2.4 29. 20.2 26.5 15.6 4.7 11.4 30. 16.6 19.5 14.4 1.4 0.4 31. 15.6 20.6 10.7 7.4 . ------------------------------------------------- Ø 16.3 21.4 10.3 183.5 ST 116.4 mmljh.Ø 15.7 20.9 9.8 220.0 ST 93.0 mm -------------------------------------------------
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